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Das Bundessozialgericht (BSG) verurteile am 07.05.2013 eine Krankenkasse (BKK Euregio) dazu, die Kosten einer Diabetikerin mit diabetischem Fußsyndrom für eine ambulant durchgeführte HBO-Therapie (hyperbare Sauerstofftherapie) zu übernehmen (BSG v. 07.05.2013, Az. B 1 KR 44/12 R).

Die Klage war zuvor in allen Instanzen trotz einer möglichen drohenden Amputation im Unterschenkelbereich bei der Klägerin abgewiesen worden. Die Gerichte beriefen sich jeweils auf den gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der diese Therapieform nicht für den ambulanten Bereich empfohlen hat. Die Kostenübernahme war deswegen bisher nur im Rahmen einer stationären Behandlung möglich.

Nach Auffassung des BSG hat der G-BA jedoch gegen höherrangiges Recht verstoßen, weil er objektiv willkürlich die HBO nicht auch für den ambulanten Bereich empfahl. Es seien keine Gründe ersichtlich, wieso die HBO nur stationär angewendet werden solle. Im Gegenteil drohe sogar eine mit dem Qualitätsgebot in der gesetzlichen Krankenversicherung unvereinbare Therapielücke für Diabetiker, so das BSG.

Die Entscheidung ist für die Versorgung von Diabetikern sehr zu begrüßen. Die Entscheidung des BSG zeigt einmal mehr, dass es sich lohnen kann notfalls bis in die letzte Instanz zu kämpfen. Gleichzeitig ist nicht nachvollziehbar, wieso der Klage nicht bereits durch das Sozialgericht bzw. durch das Landessozialgericht stattgegeben wurde.