gaestebuch@blausand.de

Antje Grotheer, Der Senator für Inneres und Sport,
Bremen, Februar 2008
Sehr geehrter Herr Lüke, vielen Dank für die diversen Schreiben aus den letzten Monaten, zuletzt vom 14. Januar 2008. Wie Ihnen ist auch uns die Badesicherheit an den Bremer Seen sehr wichtig. Wie Sie sicher aus den Terminen mit dem Sportamt u.a. im Jahr 2006 noch wissen, sind wir immer bemüht, mögliche Fehlerquellen zu entdecken und abzustellen. Dies ist ein laufender Prozess, in dem die Beobachtungen der Vorjahre an den Badeseen analysiert und ggf. Veränderungen gegenüber der früheren Tätigkeit vorgenommen werden.

In Zusammenarbeit mit der DLRG wurden in den letzten Wochen und Monaten wieder mehrere Gespräche darüber geführt, wie auch in diesem Jahr an Höchstmaß an Sicherheit an den Seen gewährleistet werden kann. Ihre Hinweise haben wir in diese Überlegungen mit einbezogen. Für ein persönliches Gespräch sehen wir im Moment keinen Bedarf.

Nach diversen unbeantworteten Mails, Anrufen und Briefen ließ der Bremer Innensenator Willi Lemke Blausand.de die obige Antwort zukommen. Blausand.de hatte 2006 die meisten der 11 Bremer Badeseen in einem Sicherheitstest als kritisch bewertet und konkrete Forderungen nach mehr Badesicherheit gestellt - zuletzt in einem Brief vom Januar 2008. Kritischster Punkt: Die auf den Info-Tafeln angegebenen DLRG-Telefonnummern, ohne Vorwahl, landen im Nirvana. Blausand.de wird die in Aussicht gestellten Veränderungen spätestens zu Beginn der Badesaison 2008 am 15. Mai überprüfen und darüber berichten.



Prof. Dr. Joost Bierens, Amsterdam (Niederlande), Januar 2008
Dear Rolf, as the organizer of the World Congress on Drowning and editor of the Handbook on Drowning I am very much impressed by this initiative. I will forward this mail to the Maatschappij tot Redding van Drenkelingen, which as the world's oldest organisation in the field of drowning prevention, will be extremely happy with the initiative. If there is anything specific I can do please let me know. Good luck.

 Evelyn Wagner, Wernshausen, Dezember 2007

Lieber Herr Lüke, ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches 2008.

Ich habe den Newsletter an alle Vereinsmitglieder Hilfe bei Reiseunfällen an Freunde und Verwandte weitergeleitet. Erst seit wir uns kennengelernt haben, weiß ich, dass es diese hinterlistige und tödliche Gefahr im Meer gibt. Ich hatte keine Ahnung, so wie viele andere Urlauber auch. Heute bin ich über Blausand informiert und habe mehr Respekt vor dem Meer. Durch den Kontakt zu Hinterblieben und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein vermeidbarer Tod - wenn überhaupt - schwer zu verarbeiten ist. Aufklärung ist ein wichtiger Aspekt! Gut, dass es Blausand gibt!

 
Petra Wiehe, Hamburg, November 2007Zum Abschluss der Formentera-Fiesta in Hamburg wurde Rolf Lüke vorgestellt, mit dem mich ein trauriges Schicksal verbindet.


Seit ich 1976 die Insel kennen und lieben lernte, schwärmte ich meiner Mutter von dieser vor. Sie fuhr 1979 in den dorthin in den Urlaub und ertrank am 20. Oktober am Tanga-Strand vor den Augen ihrer Familie an einem der ungesicherten Strände. Mein Bruder versuchte vergebens, meine Mutter zu retten, doch die Strömung war zu stark. Hilfe nicht in Sicht. Der Rest der Familie mußte dem Todeskampf meiner Mutter hilflos zusehen und ist bis heute traumatisiert. Die damals 10jährige Enkeltochter wird dieses Ereignis niemals vergessen, geschweige denn aufarbeiten können. Ich persönlich war bei diesem Drama nicht anwesend und konnte die Insel 10 Jahre nicht mehr besuchen. Ich bin außerordentlich dankbar, dass Rolf Lüke die Aktion Blausand.de ins Leben gerufen hat und so die Todesfälle an gefährlichen Küsten reduzieren hilft.

Name ist Blausand.de bekannt, Oktober 2007Sehr geehrte Damen und Herren, nach mehrstündiger Recherche im Internet weiß ich viel Neues und habe Blausand.de ein wenig kennengelernt. Viel Erfolg wünsche ich Ihnen und Spaß und Sicherheit allen Badenixen und Wasserratten...
 
Mein aktuelles Interesse ist die Frage, wie wir als BootssporterInnen einerseits schon kleine Kinder an unserem schönen Hobby und durchaus seiner "Abenteuerlichkeit" teilhaben lassen können, andererseits aber ein Höchstmaß an Sicherheit erreichen. Es ist ja nicht wünschenswert, "alles" zu vermeiden, wobei ein Unfall passieren könnte.

Dann dürfte man mit Kindern auch nicht Autofahren oder zu Fuß außer Haus, und letztlich kann man sich tödlich verletzen, wenn man nachts aus dem Bett fällt. Und andererseits ist selbstverständlich, daß Nichtschwimmer nicht ins Wildwasser gehören.
 
Ich habe auch keine Statistik über lebensgefährliche oder tödliche Bootsunfälle mit Kindern gefunden. Liegt das daran, daß es die statistisch so gut wie nie gibt, weil die kleinen Kinder in Sportbooten immer unter Aufsicht stehen, und es eine im Vergleich zu z.B. Radfahren, Fußball oder Kunstturnen extrem ungefährliche Sportart ist?

Teilen Sie die Ansicht, daß eine Aufsichtsperson pro Kind, ohnmachtsichere Rettungsweste für Nichtschwimmer, ruhige Gewässer und angemessen ausgewählte Boote (also keine Kleinkinder allein ins Boot, kein Hochwasser, keine starken Strömungen ...) genug Sicherheit bieten? Wissen Sie, wo sich die rechtlichen Rahmenbedingungen der Verantwortung nachlesen lassen (mit und ohne Eltern bei Kindern unter 14, Übungsleiter, Verantwortung des Vereins oder Bootsverleihs)?
 
Und, wichtig, wie oft pro Fall im Wasser kommt es zu Immersionsschocks mit Atemstillstand, wie sieht es mit der unterschiedlichen Gefährdung in den unterschiedlichen Altersgruppen aus und wie sieht die Erste Hilfe aus?

Kann man mit sofortiger, vorsichtiger Beatmung die Sperre durch die verkrampften Stimmbänder lösen? Wie gut sind also die Chancen, daß auch dieser seltene, aber schwere Unfall ohne bleibende Folgen bleibt?
 
Wenn Sie einigen dieser Fragen zu einer Klärung verhelfen könnten, wäre ich froh und dankbar für die Informationen. Vielleicht könnten Sie sie auf den Blausand.de-Seiten veröffentlichen oder mit einen Tipp geben, wo ich weiter suchen sollte?

Blausand.de: Konkrete Fragen, die wir in in Kürze so konkret wie möglich beantworten wollen. Wer kann dazu beitragen? Beiträge bitte an kontakt@blausand.de.


Marc Hasenjäger, DLRG-Experte, Burscheid, Oktober 2007

Hallo Herr Lüke, zum Thema Aufsichtspflicht in der Jugendarbeit bietet sich folgender Link an: www.aufsichtspflicht.de. Zur Statistik: Bootsunfälle mit Kindern dürften - im Vergleich zu Unfällen im Straßenverkehr - sehr selten auftreten. Bootfahren dürfte für Kinder eine vergleichweise wenig populäre Sportart sein. Möglicherweise wird bei der statistischen Erfassung auch nicht genügend differenziert und der Vorfall bei Ertrinken eingeordnet. Sicherheitsmaßnahmen: Die vorgeschlagenen Sicherheitsmaßnahmen erscheinen recht umfassend. Allerdings würde ich auch für Schwimmer immer eine Rettungsweste empfehlen. Zudem würde ich eine Rettungswurfleine als Hilfsmittel mitnehmen (unabhängig vom Alter). Die Betreuer sollten mindestens über das Deutsche  Rettungsschwimmabzeichen in Silber verfügen. Zudem sollte nicht bei Wassertemperaturen unter 18 °C gefahren werden. Je höher die Wassertemperatur, desto besser. Medizinische Fragen: Diese sind sehr speziell und dürften sich aufgrund der Seltenheit des Ereignisses - wenn überhaupt - nur auf theoretischer Ebene beantworten lassen. => erfahrenen Kindernotarzt befragen. Stimmritzenkrampf: Hier bin ich mir nicht sicher... ich meine mich erinnern zu können, dass eine Beatmung nicht möglich ist; der Krampf löst sich aber in der weitaus meisten Zahl der Fälle nach einiger Zeit von alleine (vielleicht 2 bis 3 Min., regelmäßig Beatmungsversuche unternehmen), wenn die betroffenen Zellen keinen ausreichenden Sauerstoff mehr haben. => Anestäsisten befragen, der auf Kinder spezialisiert ist. Erste Hilfe: Für die Betreuung von jüngeren Kindern empfiehlt sich die Teilnahme an einem Kurs "Erste Hilfe am Kind". Ansonsten ein EH-Kurs, wer sich intensiver mit Notfallmaßnahmen beschäftigen möchte, kann auch einen Sanitätskurs machen.

 

Björn Wagner, Rostock/Mecklenburg-Vorpommern, Oktober 2007Ihren Artikel über Rip-Strömungen fand ich sehr gut, jetzt weiß ich wenigstens, wieso mich eine Strömung nach draußen befördert und wie man sie findet!


Ich finde übrigens, dass Rip-Strömungen was Tolles sind! Zum Bodyboarden ideal, dann sie ziehen einen schön nach draußen und man vergeudet nicht seine Kraft damit, sich durch die Brandung zu kämpfen! Die DLRG hat mich in Graal-Müritz zwar deswegen (Rote Flagge) ofters angepienst "Hier ist Badeverbot, sie dürfen hier nicht rein", konnten mir aber keine rechtliche Grundlage dafür  nennen, nicht ins Wasser zu gehen. Einem Schwimmer, der sich einmal verzweifelt an einem Buhnenpfahl festgehalten hat (DLRG hatte schon Feierabend) , um nicht rausgetrieben zu werden, habe ich damit vielleicht das Leben gerettet, indem ich ihm sagte, er solle einfach 5 Meter weiter zur Seite schwimmen...

Ich gehe immer an der Buhne ins Wasser, denn man ist dann sofort draußen. Deswegen sollten sie sich vielleicht dafür einsetzen, dass in Badeorten an den Strandzugängen ein Schild mit Verhaltensregeln steht. Braucht ja nicht viel sein, ein einfaches "Wenn eine Strömung sie nach draußen zieht, dann schwimmen sie zur Seite!" sollte wohl jeder verstehen...

Brigitte Röser, Perach/Bayern, September 2007Hallo sehr geehrter Herr Lüke, im August/September 2007 waren wir in Kroatien - genauer gesagt Istrien, Umag (Campingplatz). Hier ist der Strand sehr flach und der Strandabschnitt bei den Campingplätzen war zu 99% überwacht, was jedoch, je weniger Touristen dort sind, nicht mehr der Fall ist.


Wir reisen immer wieder nach Kroatien zu diversen Stellen. Insel Krk, Istrien und auch eine Kreuzfahrt mit einem Motorsegler haben wir schon gemacht. Hierbei wurde in verschiedenen Buchten Halt gemacht, um zu schwimmen. Wie Sie sicher wissen, ist das Wasser in der ganzen Region sehr klar, so dass man größtenteils den Grund sehen kann. Strömungen habe ich in diesen Gebieten nicht feststellen können, bin jedoch auch ein sehr vorsichtiger Schwimmer, der lieber aufs Schwimmen verzichtet wenn das Wasser sehr unruhig ist . Bewachung am Strand ist grösstenteils vorhanden, im Campingbereich sowie an den Hauptstrandabschnitten. Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit einen kleinen Überblick geben. Für Ihr Projekt weiterhin alles Gute.

Barbara Jo-Ann Hüls, Stuttgart, Juli 2007Hallo, lieber Rolf und liebes Blausand-Team, gerade - kurz vor meinem 2. Geburtstag, der sich am 17. Juli zum 26. Mal jährt - habe ich wieder einmal mein Erlebnis, das unter Stories nachzulesen ist, aufgerufen. Ich bin sehr glücklich, dass mein Mann mich damals vor dem sicheren Ertrinken gerettet hat. Dankbar bin ich auch dem unbekannten Mann aus Backnang, der damals vom Strand aus alles beobachtete und rief" Kette bilden" - 12 Menschen bildeten eine Kette und schleusten meinen Mann und mich sicher an Land.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich dieses traumatische Erlebnis verarbeitet hatte - nachts träumte ich oft von über mir zusammenschlagenden Wellen. Übrigens bin ich nie wieder an diesen Strand zurückgekehrt!

Ich geniesse mein Leben und bin dankbar, dass ich eine "zweite Chance" bekommen habe- anbei für Sie und wenn Sie wollen auch für das Gästebuch - ein aktuelles Foto von mir - eine 59jährige, die zum 26. Mal ihren 2. Geburtstag feiern wird - am 17. Juli 2007.

Lieber Rolf und liebes Blausand-Team, es ist ganz fantastisch, was Sie da im Laufe der vielen Jahre bewegt haben - herzlichen Dank.

Hans-Georg Menden, Oldenburg, Juni 2007Die Problematik ist ja schon lange bekannt. Wenn man alle Verantwortlichen - Gemeinden, Retter, Gastronomie -  zusammenbekommt und von jedem Badegast an den Seen einen kleinen Obolus kassieren würde,  könnte man mit diesem Geld einen Schutzservice aufbauen, der solche Unfälle fast unmöglich macht. Ich glaube auch, dass jeder Gast dies gerne bezahlen würde. Ich wäre bereit, dies zu fördern und zu organisieren. Leider sind wirtschaftliche und politische Interessen der Kommunen und Kompetenzprobleme der Hilfsorganisationen hier ein Hindernis. Jetzt wird wieder geredet und vorgeschlagen, und das ist auch gut so. Aber nichts Wirkliches passiert. Sie stossen in ein Wespennetz, zum Glück, denn Sie haben Recht.


Ute Melville, Bremen, Juni 2007Hallo Blausand, heute Morgen habe ich Ihren Beitrag im Radio gehört und nun auf die Internetseite gesehen. Mir ist da, wie auch in dem Radiobeitrag, aufgefallen, dass Sie nur Kritik üben, an den Helfern, an den unbewachten Stränden. Warum fordern Sie die Menschen nicht mal aktiv auf, für sich selbst Verantwortung zu ubernehmen. Ich gebe Ihnen Recht: Aufklärung ist dazu natürlich unerlässlich, aber dann hört es schon auf. Ein Stück weit bin ich immer für mein Handeln selbst verantwortlich, stärken Sie das auf ihrer Seite.


Hans Eggers, Bremen, Juni 2007Sehr geehrter Herr Lüke, ich bin begeisterter Schwimmer am Werdersee. Ich bade dort regelmäßig und möchte Ihnen nun mitteilen, für wie unproduktiv ich ihren Sicherheits-Check halte. Letztes Jahr hat die Presse mal wieder eine Kampagne gegen die DLRG gestartet, dort sehe ich jedoch regelmäßig junge Menschen, die in ihrer Freizeit auf andere Menschen achten und ihnen in Not helfen. Ich finde nicht, das diese es verdient haben, von ihnen herabgewürdigt zu werden. Die Hinweisschilder enthalten am Werdersee eine Ortsangabe, worauf sie nicht hingewiesen haben, und was ihre einseitige Berichterstattung untermauert. Auf dem Schild ist außerdem der Hinweis verzeichnet, dass die DLRG-Wache nur bei Beflaggung besetzt ist, sowie die Notrufnummer der Feuerwehr und der Polizei, auch diesen Fakt haben sie vergessen.

Wie jeden Montag, war ich auch den Montag letzte Woche am Werdersee. Und ich war erfreut zu sehen, dass die Wache auch bei rarem Badebetrieb ab ca. 13:00 Uhr besetzt war. Notwendig wäre dies jedoch erst ab ca. 16:00 Uhr geworden. Der DLRG-Mensch, scheinbar noch Schüler, hat dort seine Hausaufgaben gemacht Das müssen sie sich mal vorstellen, der junge Mann fährt zum See, nicht um zu baden und herumzutollen wie seine Altersgenossen, sondern um auf Leute wie mich alter Knacker aufzupassen. Eine rührende Geste. Ihre negative Einstellung ist mir unerklärlich und ihr Bericht sachlich falsch. Ich fühle mich als Nutzer am Werdersee sehr wohl !
 

Marc Hasenjäger, Burscheid, Juni 2007Hallo Herr Lüke, anbei ein paar Fotos zum Wasserrettungsdienst an den Küsten Südwestenglands. An den Stränden war aufgrund der vergleichsweise niedrigen Temperaturen (ca. 10 - 20 °C) noch recht wenig Betrieb. Die Wasserrettungsstationen waren besetzt.
 
Wie ich der Verbandszeitschrift "The Lifeboat Spring 2007" der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) entnehmen konnte, soll die Zahl der von dieser Wasserrettungsorganisation betriebenen Wachstationen an den Stränden von derzeit 62 bis zum Jahr 2012 verdoppelt werden, sofern die Finanzierung möglich ist.
 
Professionell gestaltet habe ich auch die auf den Fotos abgebildeten und von der RNLI entwickelten Informationstafeln für die einzelnen Strandabschnitte gefunden. Bemerkenswert waren auch die häufig anzutreffenden Schilder bzgl. des Verbotes des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit. Die technische Ausstattung der Rettungsstationen machte einen professionellen Eindruck. Verbreitet scheint auch der Einsatz von JetSkis zu sein.
 


Stephanie Roskothen, Düsseldorf, Mai 2007Sehr geehrter Herr Lüke, durch Zufall bin ich auf ihre Internetseite Blausand.de gestoßen und finde diese sehr gut! Seit 5 Jahren bin ich Mitglied der DLRG Düsseldorf und helfe dort auch neben eigenem Training in der Schwimmausbildung von Kindern. Da mir die Sicherheit am und im Wasser sehr wichtig ist, unterstütze ich gerne  ihre Aktion als Strandtester und Blausand.de-Scout. Ich fahre mit meiner Familie vom 17.07.-31.07. 2007 nach Zakynthos. Selbstverständlich nehme ich mir auch gerne Zeit, um Fotos und Beobachtungen von Verhalten der Urlauber, sowie Warntafeln oder Sicherheitshinweise bzw. Beflaggungshinweise etc. zu machen und ihnen diese dann zu schicken.

Haben auch Sie Interesse, sich im Sommerurlaub 2007 für Strandsicherheit zu engagieren? Bitte schreiben Sie an kontakt@blausand.de.


Michael Peter, Rettungsdienst Ammerland GbR, Westerstede, Mai 2007Sehr geehrter Herr Lüke, zufällig fand ich im Netz auf Ihrer Seite den unten genannten Artikel.  Dieser Artikel ist aus meiner Sicht etwas missverständlich formuliert. Die Kostenträger haben keinen Rechtsstreit begonnen, sondern einfach die Zahlung der notwendigen Vorhalteleistung ab 2003 gegenüber dem Landkreis Ammerland abgelehnt.

In der Folge hat der Landkreis Ammerland, als Träger des Rettungsdienstes, einen Rechtsstreit begonnen, um die notwendigen Kosten doch durchzusetzen. In erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg Anfang 2006 konnten die Forderungen des Landkreises auch durchgesetzt werden. Gegen dieses Urteil haben die gesetzlichen Krankenkassen Berufung eingelegt, da sie nach wie vor nicht die notwendigen Kosten anerkennen wollen. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes wird in der Tat für Mitte Mai erwartet.

Welchen geringen Stellenwert besonders an Badeseen die Wasserrettung in Deutschland zur Zeit hat, zeigt sich exemplarisch in der Region Hannover und am Zwischenahner Meer m Landkreis Ammerland. Hintergrund: Die Landrettung ist durch die Krankenkassen abgesichert, die Wasserrettung nicht, sagt das Landesgesetz für den Rettungsdienst. Die Konsequenzen sind grotesk: Aus Kostengründen fährt das Rettungsboot der DLRG auf dem Zwischenahner Meer nur noch auf Anforderung durch die Rettungsleitstelle in See - Beobachtungsfahrten und andere präventive Massnahmen entfallen. Jetzt haben die Kostenträger - Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Unfallversicherer - einen Rechtsstreit begonnen, um die Wasserrettung der Landrettung gleichstellen zu lassen und damit die Kostenübernahme zu klären. Dazu wird Mitte Mai ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg erwartet."

Ulla Suck-Sartoris, Felsberg (Nordhessen), April 2007

Lieber Rolf Lüke, ich war mit einer Freundin in der Woche vor Ostern auf einer Türkeirundreise und habe den Reiseleiter nach der Badesicherheit befragt. Er war ganz erstaunt, dass so eine Frage kam, es sei doch alles gut zum Baden - im Sommer, jetzt sei es ja noch kalt. Von Strömungen wusste er gar nichts, aber er versprach, sich zu erkundigen, leider gab es auf der Reise für uns keine Antwort. Wir waren in Konakli bei Alanya und Beldibi bei Antalya und haben wie in dem Blausandreport über die Badesicherheit in der Türkei auch nur gesehen, dass Hotelbedienstete am Strand eine Art Aufsicht führten.



Andreas Müller, Ausbilder der DRK-Wasserwacht Brandenburg, April 2007
Ich bin seit 11 Jahren Ausbilder im Wasserrettungsdienst bei der DRK-Wasserwacht. Ich kann zu den aktuellen Sicherheitsforderungen von Blausand.de zum Punkt 4 (einheitliche Badestellenverordnungen) aus eigenen Erfahrungen sagen, solange der Wasserrettungsdienst nicht gesetzlich verankert ist, wie z.B. der landgebundene Rettungsdienst oder der Katastrophenschutz, fühlt sich niemand für den Wasserrettungsdienst verantwortlich. Dies hat zur Folge, dass keine - oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten - der Finanzierung zu Verfügung stehen.

Badestellenverordnungen regeln zwar den Betrieb einer Badestelle, sowie diese kommerziell betrieben werden. Dann ist auch die Absicherung geregelt. Was jedoch viel gefährlicher ist, sind die gesamten öffentlichen Badestellen mit den Schildern der zuständigen Kommunen „Baden auf eigene Gefahr“. Es gibt immer mehr Spass- und Freizeitbäder, die auf die Bevölkerungsdichte berechnet werden und die Erholungssuchenden und sportmotivierten Bürger eigentlich alles geboten bekommen, um nicht mehr an „normale Strände“ an freien Seen baden zu müssen – das ganze natürlich kommerziell. Genau das ist der Haken an der Geschichte. Die öffentlichen Kommunen müssen diese bezuschussen, wobei ein großer Teil des Budgets verwendet werden muss. Somit schrumpft wiederum die eh schon knapp bemessene Kasse für die Wasserrettung. Viele Bürger heut zu Tage können oder wollen auch das Geld für diese Bäder nicht ausgeben, wozu auch – es gibt ja auch die „einfachen Strände“ der Seen in der Umgebung ganz in der Nähe der Wohnorte.

Ein weiteres Problem sehe ich in der ausschließlich ehrenamtlichen Wasserrettung (ausgenommen die Schwimm- und Freizeitbäder). Es ist für alle Hilfsorganisationen im Wasserrettungsdienst schwierig, die „eigene Station“ während der Saison ausreichend abzusichern, da die Rettungsschwimmer ausnahmslos ehrenamtlich, d.h., in ihrer Freizeit neben ihrem Beruf tätig werden. Es gibt schon während der Woche tagsüber große Probleme. Um bei Badeunfällen eingreifen zu können, haben inzwischen viele Feuerwehren zumindest technisch aufgerüstet. Bei der Wasserrettung ist jedoch die Zeit der entscheidende Faktor. Ein ehrenamtlich organisierter Wasserrettungsdienst ist also (wenn überhaupt vorhanden) lediglich eine Beruhigung der Kommunen, „Wir tun etwas für die Wasserrettung“ oder auch falsche Sicherheit, aber nicht jedoch eine reell ausreichende Sicherheit. Denn eh freiwillige Wasserretter am Unglücksort eintreffen, ist oftmals schon vieles zu spät.

Um wirklich Sicherheit an und in Gewässern zu gewährleisten, müsste also ein beruflicher Wasserrettungsdienst (ähnlich wie die Berufsfeuerwehr) zumindest während der Sommersaison vorgehalten werden. Doch dies ist momentan nicht zu finanzieren.

Klaus Schäfer, Dortmund, März 2007

Es war vor einigen Jahren und wird mir ewig in Erinnerung bleiben, Urlaub auf Fuerteventura, November 1995, in Deutschland ist es nass und kalt, auf Fuerteventura herrscht ständig ein angenehmer Frühsommer, dessen Temperaturen durch den unablässigen Wind von der See erträglich gehalten werden. An der Ostküste gab es weite Sandstrände, die von Klippen umgeben waren und am Sotavento surften wir bei ständig ablandigen, zum Teil sehr kräftigen Winden den ganzen Tag.

Mit einem Mietwagen machte ich an einem Tag über endlose Schotterpisten einen Ausflug bis zur südwestlichen Spitze der Insel. Dort fanden sich sehr breite und unberührte Sandstrände, die vom offenen Atlantik her mit grossen, bis zu 3 Meter hohen Wellen beaufschlagt wurden. Der Strand fiel deutlich schräg wie eine Rampe ab und führte offensichtlich nach 10 bis 15 Metern in tieferes Wasser.

Aufgrund der langen und beschwerlichen Anfahrt waren kaum andere Personen zu sehen, vereinzelt saßen Personen am Strand und sonnten sich. Niemand war im Wasser. Nach halbstündigem Sitzen in der Sonne war mir trotz Wind warm geworden und es reifte der Entschluss: Jetzt ab in das Wasser. Sicher war die Brandung beeindruckend, schien aber am Auslauf der mächtigen Gischt zumindest für ein Sitzbad oder ein Umspülen der Waden geeignet. Angesichts der wenigen anderen nur am Strand sitzenden Personen traf ich die Entscheidung, dass es sich im Gegensatz zu mir um vermutlich schlechte Schwimmer und Hasenfüße handeln musste. Schließlich besaß ich das Rettungsschwimmabzeichen in Gold und hatte umfangreiche Erfahrungen mit Wasser als Schwimmer, Schnorchler, Taucher, Surfer, Segler und Bootfahrer.

Langsam und vorsichtig betrat ich die abfallende Rampe des Strandes. Die erste Welle umspülte mit einer mächtigen Gischt meine Beine und während ich noch von der Kraft dieser Gischt überrascht und beeindruckt war, überrannte mich eine zweite Welle bis zur Bauchnabelhöhe, riss mich um, schleuderte mich Richtung Strand, um mich dann im Bodenbereich wie ein Riesenstaubsauger unter der Gischt in das tiefere Wasser zu ziehen. Gegen diese Kräfte war jeder Widerstand zwecklos, so dass ich mich luftanhaltend mitziehen ließ. Beim Auftauchen konnte ich vor der nächsten gewaltigen Gischt nur kurz Luft holen und untertauchte die nächste bereits anrollende Gischtfront, die sich mehr als 1 Meter hoch über die Wasserfläche erhob. Dabei bemerkte ich eine extrem starke Strömung unter der Oberfläche, die mich rasant weiter in die Brandungszone zog. Mir war klar, dass ich mich in einer lebensgefährlichen Situation befand. Nur keine Panik, jetzt. Gut, dass reichlich Erfahrung im Umgang mit Wasser vorlag, ansonsten wäre die Panik unweigerlich ausgebrochen. Die aufkeimende Angst, und die gebe ich zu, wurde durch rationales Überlegen klein gehalten. Erst einmal mit der Strömung raus aus der Brandung, dann parallel zum Strand weg von der Strömung, um dann an einem günstigen Zeitpunkt mit der Brandung an einer geeigneten Stelle wieder den Strand zu erreichen. Soweit der Plan.

Die Umsetzung gestaltete sich schwierig, da ich noch zwei weitere Brecher untertauchen musste, um dann relativ leicht seitlich aus der immer noch merkbaren Strömung herauszuschwimmen. Der Abstand zum Strand betrug etwa 75 Meter. Das Wasser war saukalt und nicht so angenehm wie an den Badestränden der Ostküste Fuerteventuras. Lange würde ich es bei den Temperaturen nicht aushalten können. Mit diesem Zusatzproblem hatte ich nicht gerechnet. So hielt ich mich parallel zur Küste und trieb langsam in nördliche Richtung, immer die Wellenkämme als Ausguck für eine günstige Fluchtposition nutzend. Nach etwa 10 Minuten ergab sich eine verminderte Brandung und ich konnte die Wellen bezüglich Abstand und Geschwindigkeit abschätzen. Vor einer Welle nahm ich kraulend Tempo auf, und es gelang mir, mit der dann brechenden Welle in der Gischt bis an das Ufer zu gelangen. Dabei hielt ich mich an der Oberfläche der Gischt, hatte aber Mühe, nicht herumgewirbelt zu werden. Am Ufer angelangt, krallte ich mich dann mit Händen und Füßen in den schrägen Sand und fast hätte das Wasser mich erneut zurückgezogen. Erschöpft kroch ich auf den sicheren Strand und legte mich auf den Rücken. Das gerade Erlebte zog in Gedanken an mir vorbei. Das war also eine „Unterströmung“ und vom Strand aus sah das Meer durchaus nicht ungefährlich aus, im Wasser aber war es geradezu die Hölle gewesen.

Einige der Anwesenden kamen zu mir und wollten offenbar den „Irren“ sehen, der da durch die Brandung geschwommen war. Zwei Einheimische sprachen von dem „playa muerte“, dem Todesstrand, und sagten, dass in jenem Jahr dort angeblich schon mehrere Personen ertrunken waren.

Warnschilder, Notrufmöglichkeiten oder gar eine Wasserrettung, niente, rein gar nichts. Dafür aber die Erkenntnis, dass ich mich gehörig verschätzt hatte und dass ich vermutlich nur mit großem Glück dem Ertrinkungstod entkommen war.


Marcel Sastrey Schmidt, Hamburg, März 2007


Sehr geehrter Herr Lüke, ich habe Ihre Internetseite Blausand.de besucht und finde sie insgesamt recht informativ. Dennoch möchte ich mir ein wenig konstruktive Kritik erlauben. Ich fände es wichtig, einmal einen kritischen Blick auf die Ausbildungsqualität von Rettungsschwimmern und deren Ausbilder zu richten. Sicherlich ist es wichtig, z.B. Strandabschnitte und Badeseen besser zu sichern und die Bevölkerung für die natürlichen Gefahren am Wasser zu sensibilisieren. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, daß eine Kombination aus vermeintlicher Sicherheit durch anwesende Wasseraufsicht und einer mangelnde Befähigung der Wasserretter ein ganz wesentliches Gefährdungselement ist.

Ich bin selber seit 1993 Lehrscheininhaber der DLRG und Fachübungsleiter Tauchsport. Darüber hinaus auch Ausbilder Schwimmen/Rettungsschwimmen des ASB Wasserrettungsdienstes und Erste-Hilfe Ausbilder. In der Zeit meiner Tätigkeit für verschiedene Institutionen habe ich leider regelmässig feststellen müssen, daß gerade die DLRG, entgegen ihrem Anspruch und Ihrer Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit, systematisch die eigenen Standards missachtet. Dies gilt sowohl im Bereich der Schwimm-und Rettungsschwimmausbildung als auch für die Ausbildung der Ausbilder. Als Beispiel möchte ich hier die verbindlichen Ausbildungsstandards (DPO Schwimmen-Rettungsschwimmen) des BFS (Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung) anführen. So ist z.B. festgelegt, daß eine Ausbildung im Rettungsschwimmen mindestens 16 Stunden dauert und die anschließende Prüfung der Kontrolle des Ausbildungserfolges dient. Schon in ihrer eigenen Prüfungsordnung, die die des BFS zwar ergänzen, ihr jedoch nicht widersprechen darf, sind es dann nur noch 12 Stunden. In Praxis sieht es dann so aus, daß ausbildungswillige Schwimmer sofort mit der eigentlichen Prüfung beginnen - einer Prüfung auf die sie durch keine Ausbildung vorbereitet wurden. Dazu wird im Zweifelsfalle der jeweilige Prüfungsbestandteil kurz vorgeführt oder geübt, ohne das der Prüfling z.B. überhaupt erfährt, warum nun gerade dieser und nicht jener Griff sinnvoll ist. Oftmals gelingt es brauchbaren Schwimmern dann an ein oder zwei Abenden eine (scheinbare) Qualifikation zu erwerben, um anderen im Notfall wirksam helfen zu können. Solche Vorgehensweise ist in 60-70% aller Gliederungen leider Standard. Es hat sich auf diesem Wege eine sehr bedauernswerte Allianz zwischen denjenigen gebildet, die den Nachweis der Qualifikation "Rettungsschwimmer" möglichst schnell und einfach erwerben wollen, um z.B. bei den städtischen Badebetrieben als rettungskundiger Badehelfer tätig werden zu können oder die als Student auf Lehramt als Voraussetzungen zur Zulassung zur Abschlußprüfung "mal eben den Schein machen" müssen und den Gliederungen, die auf diese Weise erhebliche Einnahmen generieren und für den kundigen Beobachter nicht nachvollziehbar hohe Ausbildungszahlen erreichen.

Diese Einstellung zur Qualität schlägt sogar durch bis in die Ausbildung der Ausbilder. So hat als Beispiel der Deutsche Reservistenverband in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und der DLRG jahrelang sog. Lehrscheinlehrgänge durchgeführt, in denen jedes Jahr ca. 20 teilweise schwimmunkundige Reservisten ohne irgendeine fachliche Ausbildung die Lizenz zum Ausbilden und Prüfen von Schwimmern und Rettungsschwimmern erhielten. Als dies durch reinen Zufall aufflog, stellte sich zudem heraus, das zudem noch die rein formalen rechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung dieser Lehrgänge fehlten. Beispiele dieser Art ließen sich noch beliebig fortsetzen.

Leider sind auch die zu Badeunfällen geführten Statistiken nur bedingt brauchbar, da die Unterscheidung zwischen einer technische Hilfeleistung, z.B. bei einer Bootskenterung und einer Lebensrettung in der Regel vom jeweiligen Wachleiter nach eigenem Ermessen getroffen wird und es für Lebensrettungen nunmal mehr Anerkennung seitens der Öffentlichkeit gibt. Wichtiger wäre es in diesem Zusammenhang einmal den Zusammenhang zwischen tatsächlichem Ausbildungsstand eines Verunfallten bzw. eines Retters im Hinblick auf den Unfallablauf zu untersuchen. Wenn jemand alkoholisiert eine Badeunfall erleidet, wird dies im Unfallbericht regelmäßig erwähnt, mangelnde Fertigkeiten im Schwimmen und in der Selbstrettung werden höchstens als Selbstüberschätzung deklariert. Oftmals heist es dann auch "der als guter Schwimmer bekannte H. ertrank aus bisher nicht geklärter Ursache". Noch tragischer sind dann die Fälle, in denen Eltern im Vertrauen auf die scheinbar vorhandenen und durch ein Schwimmabzeichen belegten Fähigkeiten ihres Kindes einen Verlust erleiden.

Auch der Einsatz(umfang) der eventuell anwesenden Rettungsschwimmer wird dann nicht  weiter untersucht, da der erkennbare Versuch einer Rettung als ausreichend gilt, um dem Verdacht einer unterlassenen Hilfeleistung entgegenzutreten und freiwillige Helfer nicht durch z.B. staatsanwaltschaftliche Ermittlungen von ihrer Tätigkeit abgeschreckt werden sollen. Dies mag juristisch vollkommen richtig sein - mir sind nur selber einige Fälle bekannt in denen Personen in Flachwasser (2-3m) untergingen und sich der Einsatzbereich lediglich auf den, mit einem Rettungsboot (Wasseroberfläche!) erreichbaren Bereich beschränkte, obwohl eine durch schwimmerischen Einsatz, evtl. mit Schnorchelausrüstung, durchgeführte Rettung hohe Erfolgschancen gehabt hätte. Der spätere Einsatz von herbeigeführten Rettungstauchern dient dann lediglich noch der Bergung einer Leiche.

Um den Umfang meiner Mail nun nicht weiter zu erhöhen, möchte ich anregen, dem Aspekt der Ausbildungsmängel und ihrer Folgen ein wenig zu beleuchten, weil eben diese bei vielen Unfällen, sowohl ursächlich als auch im Verlauf eine ganz wichtige Rollen spielen.

Michael Weilandt, Bundesverband Öffentliche Bäder e.V., Februar 2007

Auf Ihrer Internetseite habe ich mit Interesse die Ausführungen zu Schwimmbädern gelesen.

Die Aussage: "Schwimmbäder haben sich in den letzten Jahren radikal verändert. Heute werden statt Lehrschwimmbecken Spassbäder mit möglichst hohem Fun-Faktor angeboten. Der grösste Nachteil für die Badesicherheit ist, dass Schwimmen lernen immer weniger möglich ist und die Anlagen unübersichtlich geworden sind." ist so nicht richtig, auch wenn sie immer wieder verbreitet wird.

Es gibt in Deutschland etwa 6.500 öffentliche Hallenbäder, Freibäder bzw. eine Kombination aus beidem. Die Zahl der Freizeitbäder liegt dabei etwas über 400. Von diesen gehören die meisten zu den "freizeitorientierten Bädern" in kommunaler Hand, die neben den Attraktionsbecken immer noch das ganze normale 25m-Becken haben. An der Zahl der Bäder allein kann es nicht liegen, wenn so viele Kinder nicht schwimmen können. Es ist zu einfach, wenn man die Schuld einfach bei der Kommune ablädt. Man muss sich dieses Themas, aber eben differenziert, annehmen. Neben der Ausstattung geht es sicherlich auch um die weit verbreiteten motorischen Defizite, um die mangelnde Bereitschaft von Eltern, ihre Kinder in den Schwimmkurs zu schicken und natürlich auch um den Schulschwimmunterricht. 


Ingo Knoth, Januar 2007

Ich interessiere mich nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für den physikalischen Entstehungsmechanismus der einzelnen Gefahren. Wie es zu den sogenannten Rip-Strömungen im Meer kommt, wurde ja auf Ihren Internetseiten ausführlich beschrieben.

Mich würde nun interessieren, wie die gefährlichen Unterströmungen und Strudel in Süßwasserseen entstehen. Ich denke hierbei vor allem an den Dornheckensee bei Bonn und den benachbarten Blauen See, da bei diesen beiden Seen so oft vor derartigen Gefahren gewarnt wird. Von Strudeln ist z.B. die Rede unter http://tinyurl.com/yemlrf und vor Unterströmungen wird z.B. unter http://tinyurl.com/y6ark4 sowie auf Ihren Internetseiten unter http://tinyurl.com/sdm23 gewarnt. Plausibel erscheint mir die Existenz von derartigen Phänomenen in diesen beiden Seen jedoch nicht. Woher sollen den die Antriebskräfte für starke Wasserbewegungen in den beiden Seen kommen? Unter http://tinyurl.com/y6ark4 wird behauptet, daß beide Seen stille Seen ohne Zufluß sind. Außerdem haben beide Seen eine relativ kleine Oberfläche und sind duch Steilwände windgeschützt gelegen. Der Wind hat also kaum Angriffsmöglichkeiten, weshalb hier eine ähnliche Problematik wie bei den Rip-Strömungen im Meer nicht zu erwarten ist. Auch scheint es mir fragwürdig, ob Strömungen, die durch Temperaturunterschiede entstehen, in diesen Seen so stark sein können, daß sie einen Menschen gefährden können. Über eine Erklärung der Entstehung der angesprochenen Unterströmungen und Strudel würde ich mich freuen. Im Herbst letzten Jahres fand ich auf Ihren Internetseiten eine Passage, die für mich den Anschein erweckte, als meinten Sie, daß es auch in ausgetrockneten Flußbetten Gefahren geben könnte. Gegebenenfalls würde ich als weitere Frage gerne wissen, welche Gefahren Sie meinten.

DLRG-Experte Marc Hasenjäger hat uns freundlicherweise diesen Kommentar zur Verfügung gestellt: Wasserströmungen können grundsätzlich z.B. durch Temperaturunterschiede oder durch ein Gefälle entstehen, Strudel treten vor allem bei Strömungsabrissen (Stellen, an denen der freie Wasserfluss behindert wird) auf. Letztlich stellt sich die Frage, ob diese so stark sein können, dass sie einen Menschen unter Wasser ziehen können. In einem stehenden Gewässer ohne Oberflächenzufluss erscheint uns das wenig wahrscheinlich. Denkbar wäre natürlich auch ein unbekannter unterirdischer Zufluss (Grundwasser). Wir vermuten eher, dass die Berichte ungenau formuliert sind. Häufige Ursachen für Ertrinkungsunfälle in Seen sind Erkrankungen (Krämpfe - isoliert auf einen einzelnen Muskel bezogen oder generalisierende, Herz-Kreislauferkrankungen), Erschöpfung aufgrund von Überschätzung des eigenen Könnens und Alkoholkonsum. Die Lage der Sprungschicht ist vor allem in den Sommermonaten für mögliche Unfälle relevant (Kopfsprung in tiefere, vergleichsweise sehr kalte Wasserschichten => Reaktion des Körpers auf die Kälte => Kreislaufstillstand).

Zu den Gefahren an ausgetrockneten Flussbetten: Eine besondere Gefahr besteht hier bei Flüssen, auf denen Schiffsverkehr herrscht (ich vermute mal, dass dieser Punkt hier gemeint war). Vor allem größere Berufsschiffe ziehen große Wassermassen an bzw. verdrängen sie. Dies führt in Ufernähe teilweise zu erheblichen Wasserstandsveränderungen, was insbesondere für spielende Kinder sehr gefährlich sein kann. Zudem sind die Menschen bei niedrigem Wasserstand näher an der Fahrrinne der Schiffe, wenn sie sich am Wasser aufhalten, was die Gefahr zusätzlich erhöht.

Heidi Kück, Berlin, Januar 2007

Ganz begeistert habe ich eben deine Strandbeobachtungen vom Juli in Portugal an der Algarve gelesen. Die waren mir bisher irgendwie durchgegangen, dabei berichten sie ja mal viel Positives.

Strandbeobachtungen Ende Dezember an der Algarve waren natürlich wenig ergiebig. Nur an einem Strand habe ich an einem besonders warmen Tag (so um die 20°) zwei Kinder baden sehen. Die haben sich aber auch nur im knietiefen Wasser getummelt. Die Eltern schlenderten ebenfalls in Badeklamotten in der Nähe herum und hatten ihre Kinder ständig im Blick. Richtig im Wasser, also auch schwimmend, habe ich keinen gesehen. Mir ist aber aufgefallen, dass selbst am Zugang zum kleinen "Pirata-Strand" ein großes Schild stand, dem neben der Warnung vor instabilen Klippen (Absturzgefahr) in mehreren Sprachen der Hinweis zu entnehmen war, dass dieser Strand unbewacht ist. Immerhin. Das könnte die Leute zumindest zu erhöhter Vorsicht anhalten. Und eine Tür der Strandbar war mit einem 1.-Hilfe-Schild gekennzeichnet. Welches Equipment sich dahinter verbarg, kann ich leider nicht sagen, da die Bar jetzt im Winter geschlossen war.


Marc Metten, DLRG Sassenberg, Dezember 2006

Sehr geehrtes Blausand-Team, ich möchte sie gerne darauf aufmerksam machen, dass die auf Ihrer Homepage dargestellten Flaggenzeichen teilweise nicht mehr korrekt sind. Seit 2003 gibt es eine europaweite Badestellenkennzeichnung, bei der auf eine „grüne Flagge“ verzichtet wird. Es wird seit dem am Flaggenmast die Verbandsflagge (z.B. DLRG-Flagge) zusammen mit einer rot-gelben Flagge gehisst. Dies bedeutet dass die Wachstation besetzt und Rettungsschwimmer vor Ort sind. Wird nun zusätzlich noch eine gelbe Flagge gehisst, ist das Schwimmen gefährlich bzw. für Kinder und Ungeübte verboten. Wird neben der Verbandflagge nur eine rote Flagge gehisst, ist das Schwimmen sehr gefährlich und komplett verboten Weitere Informationen und Grafiken finden sie auch auf der Seite der DLRG. Ich hoffe ihnen bei der Aktuellhaltung der Homepage helfen zu können.

Lieber Marc Metten, danke für die Hinweise. Die von Ihnen angesprochene "europäische Badestellenkennzeichnung" ist aber bisher in den meisten europäischen Ländern überhaupt noch nicht umgesetzt worden. In fast allen Urlaubsländern am Mittelmeer wurde im Sommer 2006 die trügerische und gefährliche "grüne Flagge" gehisst. Kritisch finden wir übrigens, dass die neue Badestellenkennzeichnung in Rot-Gelb ganz unterschiedliche Informationen vermitteln soll und zunehmend für Irritationen unter Wasserrettern, Urlauben und Freizeitsuchenden sorgt - vor allen im europäischen Urlaubsländern, die die neuen Regelungen kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen und deshalb in einigen Fällen vorerst auch lieber bei der "alten" Regelung (Grün, Gelb und Rot) bleiben wollen. Solange einzelne "Farben" gehisst werden, ist die Sache eindeutig: eine gelbe Flagge signalisiert Gefahr, Rot bedeutet Badeverbot. Schwierig und unklar wird es bei einer rot/gelben Flagge. Einerseits dient diese als Begrenzung für den Schwimmbereich und als Zeichen dafür, daß hier Wassersportgeräte verboten sind,  andererseits soll Rot/gelb signalisieren, daß der Strand bewacht ist. Nichts gegen die Reduzierung von Schildern und Flaggen, aber: wieso man nun exakt die selben Farben für Gefahr und Verbot auch als Hinweiszeichen für Begrenzung und Bewachung verwendet, bleibt rätselhaft und trägt eher zur allgemeinen Verunsicherung bei. Signale und Flaggenfarben müßten in ihrer Bedeutung klar zuzuordnen und vor allem unmißverständlich sein. Wir empfehlen dringend eine kritische Überprüfung der DLRG-Kennzeichnungen, bevor diese europaweit und endgültig zum Einsatz kommen.


Joachim Weiss, DRK-Generalsekretariat. Berlin, Dezember 2006

Ich bin soeben im Internet auf Ihre Seite gestoßen und habe mich gefragt, ob sich denn auch beispielsweise deutsche Rettungsschwimmer/innen auf Mallorca für den Wachdienst bewerben können.

Ist dies möglich und wenn wie ist die Ihnen bekannte Verfahrensweise ? Ich danke Ihnen bereits heute für eine Antwort. Anbei noch ein Foto von der Insel Usedom, auch welcher ich selbst seit  8 Jahren Dienst als Rettungsschwimmer leiste.

Ausgeschlossen ist das nicht, weil nach Recherchen von Blausand.de im Sommer 2006 viele socorristas mit argentinischer Staatsangehörigkeit eingesetzt wurden und auf Mallorca nicht nur das Rote Kreuz (Cruz Roja), sondern auch private Organisationen für den  Wasserrettungsdienst eingesetzt werden. Den Blausand.de-Bericht 2006 über Mallorca können Sie hier nachlesen. Bitte berichten Sie uns über Ihre Erfahrungen.


Thomas Schröder, Reisejournalist, November 2006

Hallo Herr Lüke, vielleicht können Sie die beigefügten Fotos irgendwie brauchen. Sie zeigen ein Warnschild (Aufschrift sinngemäß: "Baden unsicher wegen fehlender Rettungskräfte") und den dazugehörigen Strand im Badeort Marina di Ragusa an Siziliens Südküste, aufgenommen Ende Mai 2006.

Vielen Dank an den Reisejournalisten Thomas Schröder, der für den renommierten Michael Müller Verlag schreibt. Bitte senden Sie uns -  auch  wenn Sie kein Reisejournalist sind - Bilder von Verbotsschildern, die Sie an Europas Badestränden beobachtet haben, per Mail an kontakt@blausand.de.


Gunnar Meister, Bremen, Oktober 2006


Das ist ja eine interessante Geschichte über die Schwimmflügel-Affäre auf Norderney. Bevor die Rettungsschwimmer in Grund und Boden verdammt werden: Den Jungs scheint zwar das für solche Situationen notwendige Fingerspitzengefühl abhanden gekommen zu sein, aber grundsätzlich Unrecht haben sie nicht.

Aus eigenen Beobachtungen und Erlebnissen ist mir bekannt, welch trügerische Sicherheit Schwimmflügel vermitteln. Sie zu verbieten, ist natürlich quatsch. Immerhin bieten sie ein Mindestmaß an Sicherheit ­ aber eben nur ein Mindestmaß. Eltern verlassen sich auf die Auftriebshilfen, schwimmen mit den Kleinen hinaus, das Kind planscht, verliert einen der Schwimmflügel, vielleicht auch zwei, und dann geht das Geschrei los. Und hinterher heißt es: Hätten die Rettungsschwimmer doch reagiert. Das Verschieben von Verantwortlichkeiten beginnt.

Während unserer Dienste gilt grundsätzlich: Schwimmflügel ja, aber nicht in tieferem Wasser als bis zum Bauchnabel. Trefflich lässt sich diskutieren, ob Schwimmgürtel eine geeignete Alternative sind. Der in dem Bericht angeführte Vergleich mit den Kindersitzen hinkt aus meiner Sicht. Auch sie bieten ein Mindestmaß an Sicherheit. Dies ist aber nicht als Aufforderung zu verstehen, grundsätzlich mit 200 km/h über die Autobahn zu rauschen.

Beste Variante ist und bleibt die Schwimmausbildung. Würden sich Eltern darum kümmern, gäbe es solch unsägliche Diskussionen nicht.


Hans Kirchner, Marl, Oktober 2006

Hallo Herr Lüke, ich bin, wenn nicht ein schlechter, so doch ein unsicherer Schwimmer. Ich traue mich nicht, weit hinauszuschwimmen. Würde ich aber gerne. Wenn ich aber einen Wadenkrampf bekomme oder in eine üble Strömung komme, ist es vorbei.

Für viele lebensgefährliche Risiken gibt es Rettungssysteme technischer Art. Absturzsicherungen für Dachdecker, Notfallschirme für Fallschirmspringer, Schleudersitze, Airbags.... Nur beim Schwimmen kommt es nur drauf an, hat man Angst oder keine. Und von denen, die keine Angst haben, sterben jedes Jahr 500, 1000 oder wieviele. Schwimmringe und Schwimmwesten will ja keiner ständig anhaben.

Ist es undenkbar, miniaturisierte Rettungssysteme zu entwickeln, sich selbst aufblasende Schwimmhilfen nach dem Prinzip der sich selbstaufblasenden Rettungsinseln? Wenn jemand einen Krampf bekommt, erschöpft ist, in schlechte Strömung gerät....Könnte er eine Leine ziehen, den Knopf drücken, oder was auch immer...? Weiß nicht ob das Quatsch ist, aber so was würde ich anziehen (wenn es nicht grösser ist als die ersten Walkmans), würde ich vieleicht nie brauchen, hätte aber die Sicherheit, das mich im Notfall etwas über Wasser hält....

DLRG-Experte Marc Hasenjäger zu diesem Thema: Es ist mir nicht bekannt, dass es solche Systeme gibt... ist vielleicht was für Erfinder..., wobei sich die Frage stellt, wie man einen Auftriebskörper mit entsprechendem Volumen plus CO2-Patrone und Auslöseeinrichtung auf die Größe eines Walkmans verpackt bekommt... fraglich ist auch, ob man diese Idee zu einem marktgängigen Preis anbieten kann (z.B. im Vergleich zu einer Rettungsweste, ist z.B. eine Frage der Stückzahlen - so ein Riesenmarkt dürfte da wohl nicht existieren), Ich würde eine halbautomatische aufblasbare Rettungsweste empfehlen. Damit kann man problemlos schwimmen. Im Notfall einfach Reißleine ziehen und sie bläst sich auf... damit wäre die Sicherheit gegeben. Allerdings stellt sich grundsätzlich die Frage, ob man als Schwimmer "weit hinausschwimmen" sollte... vor allem, wenn man unsicher ist. Hier empfiehlt es sich, in Ufernähe entlang der Ufer- bzw. Küstenlinie zu schwimmen.

Marc Hasenjäger, Burscheid, September 2006

Sehr geehrter Herr Lüke, meinen diesjährigen Sommerurlaub habe ich wieder an der französischen Atlantikküste in Carcans-Plage verbracht. Meine Risikobewertung zu diesem Strandabschnitt haben Sie bereits 2005 erhalten. Eine Überprüfung der Bedingungen vor Ort hat keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

Insgesamt kann eine auf die vorliegenden Bedingungen gut abgestimmte Organisation und Ausrüstung des Wasserrettungsdienstes (durchgeführt von CRS-Police Nationale) festgestellt werden. Trotz des grundsätzlich vorliegenden erhöhten Gefahrenpotentials an der Atlantikküste (insbesondere Wellen und Strömungen) ist innerhalb der ausgewiesenen und bewachten Badezone ein überwiegend risikoarmes Baden möglich (ausreichende Schwimmfertigkeiten vorausgesetzt!). Vom Baden außerhalb der Badezone bzw. außerhalb der Bewachungszeiten kann dagegen weiterhin nur dringend abgeraten werden! So sind beispielsweise am 5. September 2006 gegen 19.20 Uhr ein Mann und eine Frau am Strand von Lège-Cap-Ferret (Grand Crohot Océan) in der Nähe des Bassin d'Arcachon beim Baden im atlantischen Ozean ertrunken. Der eingesetzte Rettungshubschrauber konnte die Personen nicht mehr retten (Zeitungsbericht in Sud Ouest vom 6.9.06).

Insgesamt gibt es im Sommer 2006 ca. 600 Ertrinkungsnotfälle in Frankreich (laut Fernsehbericht "Appels d'urgence" - La sécurité de nos plages, in: TF1 am 5.9.06 gesendet) - und das trotz eines recht gut ausgebauten Wasserrettungsdienstes an den Küsten. Hierbei dürften Leichtsinn und Unkenntnis sicherlich eine große Rolle spielen.


JSH, Neu-Isenburg, August 2006Sehr geehrte Damen und Herren, den ausgefüllten Fragebogen habe ich ihnen per Fax zugeschickt. Da ich aber nicht die Standsicherheits-Fachfrau bin, sende ich Ihnen hier einige Fotos der Playa Canyamel (Nordostküste von Mallorca), damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Noch einige Anmerkungen: Die Temperaturen während unseres Aufenthaltes betrugen zwischen 27° und 30°. Bei bewölktem Himmel bläst meist ein frischer Wind, welcher auch höhere Wellen mitbringt. Der Strand ist eigentlich sehr flach und die Wassertiefe beträgt nach 50 Metern etwa 150 cm. Man kann also noch stehen. Wenn keine Wellen kommen.

Je nach Stärke der Wellen verändert sich auch die Uferzone. Die Abruchkante wird stärker und ein leichter Sog entsteht. Allerdings nicht so extrem, wie ich das schon an spanischen Südküsten (Tarifa usw.) erlebt habe. Am Donnerstag ( 17. August) hatten wir sehr viel Wind und auch dementsprechend hohe Wellen. Hier wurde der Strand zum großen Teil abgesperrt und die ROTE FLAGGE aufgezogen. An einem kleinen Abschnitt wurde das Baden und Wellenhopsen dann geduldet. Allerdings unter der Aufsicht der Strandwacht, welche die ganze Zeit das Geschehen von Jetboot aus beobachtete. Das fand ich sehr gut. Denn es wären auf jeden Fall, trotz ROTER FLAGGE und Badeverbot, Kinder und Erwachsene ins Wasser gegangen. So hatte man das unter Aufsicht.


Oscar, Costa de la Luz, Südspanien, August 2006I am Oscar. This summer I work in Trafalgar Beach (Costa de la Luz, Südspanien). I am lifeguard and I want to say that we had some problems for rescue two girls from
Cadiz  last week. I want to say that the things about the dangerous of this area are not enouh for the risk of this currents. This is my first summer in this beach and we have bike water rescue but this area is so complicated and dangerous.I read something about Neslihan success in 2005, and I would like to help you and I would like work with you in this razon. I worked 5 years like lifeguard in differents beaches but Trafalgar Beach is different. Sorry for my English.

Gerhard Kaatz, Hagen (Westf.), August 2006Hallo Rolf, dieses Jahr ist es ganz schlimm mit der Aufsicht an der Levanteküste auf Formentera. Die Rufsäule (beschädigt, wie letztes jahr berichtet) ist ganz weg. Die Papierkörbe nicht nummeriert. Die roten Helfer habe ich in zwei Wochen (18.6. bis 2.7.06) nicht gesehen, weder zu Wasser noch zu Lande. Der Mensch lebt von der Hoffnung.


Peter Jürgensen, Marne/Holstein, Juli 2006Hallo, liebes Blausand-Team, am 15.7.06 hat es am Nachmittag zwischen den Atlantikstränden "Praia do Castelejo" und dem "Praia da Cordama" (bei Sagres an der Westküste Portugals) einen tödlichen Badeunfall gegeben! Ein 39-jähriger Belgier aus Antwerpen ist dabei ums Leben gekommen. Ich habe den Mann aus dem Wasser holen können und anschließend wurde über eine Stunde lang Erste Hilfe und Wiederbelebung versucht, leider ohne Erfolg. Ich kenne die Umstände nicht, die zum Unglück führten, kam quasi per Zufall vorbei, meine Frau und ich sahen einige Menschen gestikulieren und wir konnten dann die Person im Wasser ausmachen. Die alarmierte Hilfe traf vielleicht 20-30 Minuten nach dem Unfall ein. Die Strände dort sind grundsätzlich bewacht, dieser Teil jedoch nicht. Wenige Tage später wurden am bewachten Teil von der Badeaufsicht 13 Personen gerettet. Der tödliche Badeunfall vom 15.7.06 geschah ca. 1-2 Kilometer südlich der zeitgleich stattfindenden Surfweltmeisterschaft. Ich vermute so genannte Verwirbelungen, die es dort geben soll, als eine Ursache.


Klaus Wendeling, Brake, Juli 2006Sehr geehrter Herr Lüke, ihrer Analyse der Situation an unseren Badeseen ("Zeit, daß sich was bewegt ..."), die sich auf Badestellen an Flüssen direkt übertragen lässt, kann ich 100% zustimmen. Auch ich würde es begrüßen, wenn die DLRG sich einer Professionalisierung stärker als bisher öffnet. Doch wer wird das Geld dafür geben?

Ein Beispiel: Auf der Weserinsel "Harriersand" gab es seit den 1960er Jahren eine Wachstation der DLRG. Nach einem Wechsel der Trägerschaft des Geländes Mitte der 90er Jahre sollte die DLRG n

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