Frühwarnsysteme

ImageOktober 2005: Zehn Monate nach der Flutkatastrophe in Asien hat Deutschland  die ersten beiden GPS-Bojen eines Tsunami-Frühwarnsystems an Indonesien übergeben. Entwickelt wurde das satellitengestützte Warnsystem unter Federführung des Potsdamer Geoforschungsinstituts. In den kommenden drei Jahren werden insgesamt zehn dieser Bojen in indonesischen Gewässern installiert. Sie sollen zusammen mit Sensoren am Meeresboden minutenschnell Daten über bevorstehende Flutwellen via Satellit übermitteln. Das Frühwarnsystem kostet rund 45 Millionen Euro. Diese Summe ist Teil der gesamten Tsunami-Hilfe der Bundesregierung in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Indonesien war von der Flutkatastrophe am 26. Dezember vergangenen Jahres am stärksten betroffen. Insgesamt kamen mehr als 220.000 Menschen ums Leben.

Aber auch in Europa gibt es Gefahren.

Auf der Kanaren-Insel La Palma deutet ein tiefer Riss im Untergrund darauf hin, dass sich irgendwann eine Katastrophe anbahnen könnte. Was dann passieren würde, haben Wasserbauer der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich simuliert: Das Desaster würde alle historischen Überschwemmungen weit übersteigen. An der Ostküste der USA mit ihren Millionenstädten New York, Boston oder Miami würde das Meer zunächst weit zurückweichen. Dann käme das Wasser donnernd zurück wie eine Wand, 50 Meter und höher, und würde alles zerschmettern, was sich ihm in den Weg stellt. Ein Schreckensszenario schlimmster Sorte.

Strömung und Gezeiten an Stränden Riesenwellen wie die Tsunamis, die an Küsten Südostasiens wüteten, kommen meistens nicht aus dem Nichts, sondern kündigen sich an. Es gibt Anzeichen, auf die Schwimmer und Strandurlauber achten sollten. Wenn die meterhohe Wasserwand eines Tsunamis schon zu sehen ist, bleibt nur noch wenig Zeit für die Flucht.
"Wenn sich das Meer plötzlich zurückzieht und es ansonsten sehr still ist, sollte man hellwach werden", sagte Wolfgang Lange vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg in der Süddeutschen Zeitung. Wer solche Naturphänomene beobachtet, sollte also nicht staunend stehen bleiben, sondern blitzschnell den Rückzug antreten. In Südasien war das Wasser in kürzester Zeit mehrmals stark vor- und zurückgewichen, bevor sich die tödliche Welle aufbaute. Wie viel Zeit in einer solchen Situation zur Flucht bleibt, lässt sich allerdings nicht pauschal vorhersagen. "Das hängt von zu vielen Faktoren wie etwa der Beschaffenheit der Küste ab", sagt Lange.

Ein ähnliches Phänomen kann in kleinerem Massstab aber auch vor unserer Haustür, etwa an Flüssen auftreten. Grosse Schiffe, wie sie zum Beispiel auf der Elbe von Hamburg an flussabwärts verkehren, erzeugen gelegentlich starke Wellen. Tückisch ist, dass sie dabei einen Sog entwickeln und sich das Wasser zunächst oft mehrere Meter zurückzieht. Kinder und unvorsichtige Erwachsene laufen dem Wasser dann manchmal hinterher und werden von dem wieder heranschnellenden Nass überrascht. Grundsätzlich sollten sich Urlauber an ihnen unbekannten Küsten immer über die örtlichen Gegebenheiten informieren. So können an den Stränden grosser Meere Naturphänomene auftreten, die Touristen vom Urlaub an der Nord- und Ostseeküste her nicht kennen. "Dazu gehört zum Beispiel eine ungewöhnlich starke und für Ortsunkundige überraschend auftretende Dünung", erklärt Wolfgang Lange. "Sie tritt aber auch an der französischen Atlantikküste im Golf von Biskaya oder an der Pazifikküste Südamerikas auf", sagt Lange. Während Surfer solche Wellen eher herbeisehnen, können sie vor allem für Kinder gefährlich werden. "Etwa alle zehn Minuten schlagen dann zwei oder drei besonders kräftige Wellen auf den Strand."
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