Gästebuch September 2005

Ulla Suck-Sartoris und Dieter Fleischmann, Felsberg, September 2005
Cán Picafort,  Mallorca, zwei Jahre später
ImageNachdem mein Vater im Oktober 2003 am Strand vor dem Hotel Platja Daurada in eine Unterströmung kam und ertrank – Blausand berichtete davon – haben mein Mann und ich uns entschlossen, in diesem Sommer dort noch mal hin zu fahren und nachzuschauen, ob sich an der Aufklärung der Touristen etwas getan hat. Es war ein regnerischer und etwas windiger Tag. Wir gingen direkt vom Hotel zum Strand, dort, wo die Liegestühle und Sonnenschirme stehen, wo auch die Tretboote ins Wasser gelassen werden, dort, wo das Unglück im Herbst 2003 geschah. Wir sahen auf diesem Weg kein Hinweisschild über das richtige Verhalten beim Baden, Notrufnummer oder ähnliches. Am Meer waren Wellen zu sehen- einige wenige badeten. Es war auf den ersten Blick keine Badeaufsicht zu sehen, nur wer sich bereits auskennt, weiss, dass ca. 300 m entlang dem Strand in Richtung Dünen ein Badeaufsichtshochsitz stehen müsste. Zu diesem sind wir hin gelaufen, er war nicht besetzt. Es hing ein roter Lappen an dem Stuhl. Der erste Gedanke war: Das heißt doch wohl nicht "Baden verboten!" Das erahnt doch kein normaler – unbedarfter Mensch!

Image Wir mussten jedoch feststellen, dass es eben doch so war: „Baden verboten!“ Richtig erkennen konnte man das nur, wenn man vom Hotel Platja Daurada ca. 500 m in die andere Richtung – zur Promenade von Can Picafort ging. Dort war die rote Flagge am Aufsichtsturm des Roten Kreuzes klar ersichtlich.Wir gingen zurück zum Hotel Platja Daurada – am Seiteneingang von der Promenade kommend fanden wir dann immerhin doch noch ein Schild, was die Bedeutung der grünen und roten Flagge erklärte. Aber kein Hinweis darauf, wo diese Flaggen zu finden sind! An der Hotelrezeption bekamen wir die Auskunft, dass der Strand vor dem Hotel unbewacht ist und dass die Aufklärung darüber die Angelegenheit der Reiseveranstalter ist. Der Strandabschnitt direkt beim Hotel gehört zu der Gemeinde Muro, die ist für die Strandsicherheit zuständig. Der Gemeinde werden wir einen Brief schicken und nochmals auf die Missstände hinweisen.


Guido, Bottrop, September 2005
...alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte
ImageIch kann euch mal von einer Aktion berichten, die mir passiert ist: Es war 2001. Meine Freundin und ich lagen mit noch einem weiteren Pärchen an der Son Moll Bucht (Mallorca). Grüne Fahne, das Meer sehr ruhig. Auf einmal sah ich, wie die beiden Rettungsschwimmer an der Son Moll sehr aufgeregt zum Strand rannten und einer auch immer mal wieder zurück kam. Nach zwei bis drei Minuten bin ich mal hinterher, um zu gucken, was denn da los ist. Am Strand lag eine leblose Person und die beiden versuchten, die Dame (ca. 19 Jahre) zu reanimieren. Zur Erklärung: Ich habe einen vierwöchigen Rettungshelferlehrgang belegt und weiß, wovon ich spreche. Also: die beiden haben alles falsch gemacht, was man bei einer Mund zu Mundbeatmung und bei einer Herzmassage falsch machen konnte: Kopf nicht überstreckt... falscher Rhythmus...etc... Habe den beiden dann zu verstehen gegeben, dass die da weg sollen. Also hab ich mich an die Person begeben und zum Glück kannte sich noch eine Person am Strand richtig mit der Reanimation aus. Ganze 30 Minuten hat es gedauert, bis Rettungssanitäter vor Ort waren. Sind gaaanz gemütlich über den Strand gelaufen. Zwischendurch hab ich mich während der Massage mal umgeguckt und die Leute am Strand gefragt, ob nicht mal einer helfen könnte (den Freund wegnehmen und so was). Die haben alle nur doof weggeguckt oder ängstlich zur Seite. Soviel auch zur Zivilcourage!!! Die Dame hat es übrigens nicht überlebt, war bestimmt schon tot, als die aus dem Wasser kam. Also kurz gesagt: Die Jungs da am Strand können gar nichts.

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