Kanarische Inseln
ImageIm deutschen Winter gelten die Kanarischen Inseln als ideales Reiseziel für Badeurlaub und T-Shirt-Wetter. Wassertemperatur: mindestens 18 Grad.

Massen von Urlaubern meist mittleren Alters erholen sich vom trüben Wetter in Deutschland. Die Strände laden entweder zum Sonnenbaden, zu ausgiebigen Spaziergängen oder auch zu einem verlockenden Sprung in die Fluten ein. Die Kanarischen Inseln sind eine ideale Lösung für einen Strand- und Sonnenurlaub in der deutschen Nebensaison. Die gute Alternative zwischen zeitraubenden Fernflügen und den zwischen November und Mai nicht gerade sommerlich warmen Balearen.

Aber wie sicher sind die Strände auf Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Gomera und La Palma? Wo ist das Baden gefährlich und warum sollten Urlauber vor dem Atlantik besonders viel Respekt haben?

Das erfahren Sie hier im Blausand.de-Special Kanarische Inseln.

ImageGran Canaria: Auf der beliebtesten Kanareninsel erholen sich über 100.000 Menschen - meist Senioren -  an den neun Kilometer langen Stränden von Maspalomas und Playa del Inglés.
Die Urlauberinsel Gran Canaria ist geprägt von Traumstränden unterschiedlicher Art: von keinen Badebuchten, die man nur mit dem Schiff oder anstrengende Fusswege erreichen kann (Playa de Güigüi im Westen) bis hin zum endlos langen Strand an der beeindruckensten Sandfläche der Insel (Dunas de Maspalomas und die Strände von Maspalomas sowie die Playa del Inglés)ImageUnd wie ist es mit der Badesicherheit auf Gran Canaria?

Man muss wissen, dass Baden im Atlantik schnell zu unberechenbaren Gefahr werden kann, vor allem dann, wenn hohe Brandung und starke Unterströmungen den Rückweg abschneiden. Wir überprüften die Strände auf Gran Canaria - der erste Eindruck war durchaus gut.
An den populärsten Stränden Playa de Maspalomas und Playa del Inglés - beide im Süden der Insel am Naturreservat der Maspalomas-Dünen gelegen - gibt es meist besetzte Wachtürme, Warnflaggen, mehrsprachige Warnschilder zu deren Bedeutung, mehrere Erste-Hilfe-Stationen und Fahrzeuge des Cruz Roja, die gelegentlich auch die weitläufigen Strandabschnitte befahren. Mehrere Krankenhäuser sind in den südlichen Touristenhochburgen ebenfalls vorhanden.
Wir wollten es genau wissen und simulierten eine Gefahrensituation, sprachen mit Rettungsschwimmern, mit Urlaubern und dn Mitarbeitern in den Rotkreuz-Stationen, überprüften die Logik der gehissten Warnflaggen, erkundigten uns nach Badeunfällen, versuchten, die Gründe dafür herauszufinden.
ImageDie grössten Badegefahren haben mit dem Alter der deutschen, englischen und skandinavischen Urlaubern zu tun. Gran Canaria hat - von "Fun-City" der Playa des Inglés abgesehen - eine Urlauberstruktur, die meist aus 40 bis 70 - jährigen besteht und mit steigender Popularität der "all inclusive - Hotels" - für Familien mit Kindern immer attraktiver wird.

Diesen Risikogruppen wird viel zu wenig Beachtung geschenkt. Der grösste Strandabschnitt Gran Canarias wird in der Hochsaison im Sommer von bis zu 100.000 Urlaubern besucht. Genau dann sind die Unzulänglichkeiten besonders deutlich: Um bei dieser massenhaften Urlauberflut schnelle Rettung zu gewährleisten, müsste sich professionelle und schnelle Hilfe direkt am Strand befinden - das ist nicht der Fall.

Bedeutung der Farben in der Karte:
grün: relativ sicher, gelb: Risikostrände, rot: gefährliche Strände

ImageAm gesamten Strandabschnitt ist weder ein Arzt noch ein Defibrillator (Gerät für Schockbehandlung bei Herzstillstand) vorhanden, auch nicht in der Strandzentrale des Cruz Roja an der Ostseite der Playa del Inglés. Das übliche Szenario: Bei Unfällen werden die Autos vom Cruz Roja gerufen, diese bringen Verletzte zur Zentrale (oft mehrere Kilometer entfernt), dann werden Urlauber in ein der Küste vorgelagertes Krankenhaus gebracht. Für eine schnelle Rettung, bei der lebenserhaltende Massnahmen in den ersten Minuten zwingend sind, ist diese Rettungskette viel zu zeitaufwendig. Bei den meisten Badeopfern der letzten Jahre - so ergaben unsere Recherchen - handelte es sich um Senioren.
Mehrsprachigkeit stellt ebenfalls ein Problem dar. In der Cruz Roja - Strandzentrale der Playa del Inglés fanden wir ausschliesslich Informationsmaterial in spanischer Sprache. Auch einer Verständigung in deutsch war in der Rettungsstation am populärsten Strand von Gran Canaria nicht möglich.ImageDer Norden und viele kleine Buchten an der West- und Ostküste sind überhaupt nicht bewacht und auch nicht mit Warnhinweisen versehen. An keinem der Strände an der Nord- und Nordwestküste von Gran Canaria gibt es die vorgeschriebenen Rettungsdienste. Legt man die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu Grunde, müsste eigentlich an den Stränden von Bañaderos bis Agaete das Baden verboten werden. Das Dekret der kanarischen Regierung über Sicherheitsvorschriften an den Stränden schreibt einen Rettungsdienst mit ausgebildetem Personal, eine Erste Hilfe-Station und einen auf Abruf bereitstehenden Rettungswagen zum Abtransport Verunglückter vor.


Den Gemeinden im Norden der Insel sind die Kosten hierfür offenbar zu hoch, wie zumindest die Stadtverwaltungen von Agaete und Gáldar bereitwillig zugeben. An den Stränden von Puerto de las Nieves (Agaete) und San Lorenzo (Moya) gibt es zumindest an den Wochenenden eine Art Rettungsdienst, indem dort Freiwillige des Zivilschutzes die Strände beaufsichtigen.
In den übrigen Zeiten ist hier im Norden der Insel jeder auf sich allein gestellt. Dass sich die meisten Urlauber auf Gran Canaria im Süden und nicht im Norden aufhalten,  ist wenigstens ein kleiner Trost.
Bewertung Strandsicherheit auf Gran Canaria:
Relativ sicher:Puerto de Mogán an der Südwestküste, Playa de las Canteras (Hauptstrand  von Las Palmas)
Kritisch:Nordküste, Westküste (meist keine Bewachung) und Maspalomas / Playa del Inglés
Gefährlich: Die Stelle an der Südspitze, weil dort die Strömungen zusammenfließen

ImageAuf Teneriffa, der größten Insel der Kanaren, gelten die Strände "Playa de Socorro" bei Los Realejos und "Playa Bollulo" von La Orotava wegen häufiger Unterströmungen als gefährlich

Badewetter gibt es auf Teneriffa während des ganzen Jahres, und ein Unterschied zur Gran Canaria besteht darin, daß es keine unendlichen langen weißen Badestrände gibt. Der schönste Strand, Playa de las Teresitas (siehe unten), ist das Naherholungsgebiet der Hauptstädter aus Santa Cruz.

ImageEl Médano, der mit mehr als 3 Kilometern längste (und helle) Naturstrand, liegt bei El Médano im Süden der Insel. Alle anderen der gezählten 43 Strände sind von Natur aus dunkel.

Was für alle Kanarischen Inseln gilt, ist auch hier zu beachten: Höchstens 30 Prozent aller Strandabschnitte sind bewacht und der raue Atlantik ist  extrem strömungsintensiv und kann urplötzlich - auch bei scheinbar gutem, sonnigen Wetter  -  zu einer unsichtbaren Gefahr werden.
Die gesamte Nordküste verfügt über relativ wenig Strände - trotz der touristischen Bedeutung. 

Die schnellere ärztliche Versorgung gilt wegen der Hauptstadtnähe zu Santa Cruz im Norden Teneriffas im Vergleich zu den Stränden im Süden als besser. Andererseits sind die Strände im Norden seltener bewacht. Man sollte auf Tereriffa möglichst immer nur an den Stränden baden, die auch bewacht sind. Bei einem Pauschalurlaub ist es unbedingt empfehlenswert, die  Reiseleiter, das Hotel und die Einheimischen am Strand nach speziellen Strömungsgefahren zu fragen und sich auch zu informieren, an welcher Stelle man im Notfall Imageschnelle Hilfe herbeirufen und damit die Rettungskette in Gang setzen kann.

Wie auf La Palma (siehe weiter unten) sind auch auf Teneriffa schon Spaziergänger - nichts Böses ahnend - ins Wasser gezogen worden und ertrunken. Wachsamkeit ist also selbst bei paradiesischem Sommerwetter ein guter Ratgeber. Nach hundert kleinen Wellen kommen manchmal 3 bis 6 große Wellen, und die können tückisch sein !





ImageLanzarote: Die Insel ist vielleicht die schönste Kanarische Insel. Aber Vorsicht: Gefährlich sind vor allem die Nordwestküste und die Bucht von Famara

Die gesamte Nordwestküste ist aufgrund der extrem gefährlichen Strömungen eigentlich nur Lebensmüden zu empfehlen.

ImageAn den Stränden von Puerto del Carmen sind die Strömungen meist gering, Wind und Wellen sind meist nicht sehr kräftig, so dass man die meiste Zeit relativ gefahrlos baden kann und hier auch mit Kindern gut aufgehoben ist. Aber es gibt doch Zeiten mit ungünstiger Wetterlage. Beachten Sie - wie immer - daher auf jeden Fall die Warntafeln oder -flaggen: grün bedeutet unbedenklich, orange steht für Gefahr, rot bedeutet absolutes Badeverbot!
Die Famara-Bucht ist eigentlich zu jeder Jahreszeit und auch bei scheinbar schönem Wetter lebensgefährlich. Trotz aller Warnungen ertrinken hier im Jahr nach Aussagen von Insulanern zwischen 10 und 15 Menschen.

ImageNicht gerade spektakulär, aber doch hübsch anzusehen ist das lang gestreckte Dorf Tinajo. Etwa von der Ortsmitte aus führt eine unbeschilderte Straße an die Westküste zur Playa de Teneza und auf Schotterpisten weiter zur Playa de la Madera an der Grenze zum Nationalpark Timanfaya. An den beiden Stränden bricht sich der wilde Atlantik oft besonders heftig; die kochende See ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Falls Sie hier baden wollen, begeben Sie sich leider automatisch in höchste Lebensgefahr - besonders dann, wenn der Strandabschnitt nicht bewacht ist!  Baden Sie - wenn überhaupt - unbedingt inur in flachem Wasser! Immer wieder ertrinken an der Westküste Urlauber, die die Sogkraft des ablandigen Wassers (bedingt durch stärkere und ablandige Winde) unterschätzen.



ImageFuerteventura: Die Lebensretter von Corralejo sind Surfer

Agualique ist riskant:  Die Küste ist auf Fuerteventura als  „Meer des Nordens“ bekannt. Es ist eine höchst gefährliche Küste, vor der selbst die Einwohner von Fuerteventura großen Respekt haben. Hier prallen die Wellen mit großer Kraft auf die felsige Küste. Jedes Jahr sterben hier selbst erfahrene Personen wie beispielsweise Fischer.An der Nordküste an der Küste von Corralejo werden die Menschen oft von Surfern aus bedrohlichen Situationen gerettet. Für zehn Badegäste, die vor wenigen Jahren an einem einzigen Tag aus dem Meer bei Corralejo in letztem Moment gerettet wurden, wird es ein unvergesslicher Urlaub bleiben. Erlebnisse, auf die sie gerne verzichtet hätten. Und sie haben noch Glück gehabt.

ImageDie Lebensretter, so welche vor Ort sind, sind oft hoffnungslos überfordert. Ein Arzt berichtet, dass an einem Nachmittag, an dem er am Strand war, drei Einsatzkräfte insgesamt sieben Menschen aus der See bergen mussten. Das hat nichts zu tun mit dem “happy life” in Fernsehserien wie “Baywatch” und den leider nach wie vor  fehlenden Informationen einiger Reiseveranstalter, die diese Risiken  nicht thematisieren und gern verschweigen.

Immerhin ist dieser Strandabschnitt bewacht, dazu warnen die Flaggen vor starkem Seegang und Strömungen.

An etlichen Kilometern Küste gibt es jedoch nach wie vor weder irgendwelche Hinweise, noch Warnflaggen und erst recht keine Lebensretter. Zahlreiche Rettungstürme, die von der Landstrasse aus Sicherheit vermitteln scheinen, sind verwaist. Die Strände jedoch voll Touristen, die sich der Gefahren oft gar nicht bewusst sind.

ImageDen Surfern ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr passiert. Sie helfen nicht selten den überforderten Einsatzkräften und erkennen auf See eine Notsituation oft sehr viel früher. Rund ein Drittel aller Geretteten verdanken ihr Leben diesen Wassersportlern. Gerade einmal 25 Küstenwächter arbeiten an nicht einmal einem halben Dutzend Stränden auf Fuerteventura, der Insel mit über 100 Badebuchten. Davon sind 17 Retter in Jandía stationiert, der Rest im Norden. Costa Caleta (Caleta de Fustes) kann ebenso wenig mit einem Rettungsdienst aufwarten wie Playa Blanca vor der Hauptstadt Puerto del Rosario. Ebenso Fehlanzeige an der gefährlichen Westküste.



ImageLa Palma: Phänomen Riesenwellen auf der kleinen Kanareninsel mit eigenem Flughafen. Als gefährlich gelten Playa de Nogales  und Playa de Zamora.


Im Januar 2004 wurde ein Spaziergang (!) am Strand von Tazacorte auf der Kanareninsel La Palma zur tödlichen Falle  Eine plötzlich autretende Riesenwelle erfaßte bei ruhiger See drei Menschen. Zwei konnten von beherzten Urlaubern gerettet werden, für eine Person kam jede Hilfe zu spät.

Es gibt viele Strände in Europa, an denen das Schwimmen tückisch ist. Auf La Palma kann jedoch bereits ein Strandspaziergang bei ruhiger Brandung unvermittelt tödlich enden.

ImageWie kann so etwas passieren? La Palma ist eine 3000 Meter hohe Vulkaninsel, die auf einem 5000 Meter hohen, unterseeischen Sockel steht. Die Insel ist erdgeschichtlich relativ jung, alle Strände sind kurz und verlaufen steil. Der Altantische Ozean wird hier durch nichts gebremst, das nächste Festland in Richtung Osten sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Der Meeresboden um La Palma ist seit Millionen von Jahren vulkanisch aktiv, die Insel selbst ist dafür der beste Beweis. Spontane Wellen, die durch solche oder andere Naturphänomene entstehen, lassen sich aufgrund des stark abfallenden Strandes erst erkennen, wenn die Brandung den Strand bereits erreicht hat.

Augenzeugen berichten immer wieder von plötzlich und ohne Vorwarnung auftretenden Riesenwellen bei geringem oder keinem Seegang. Im Fall der beschriebenen Tragödie befanden sich die Urlauber in einer Distanz von zehn Metern zum Wasser. Dennoch wurden sie erfaßt.

Diese Berichte sind kein Seemannsgarn. Wenn Sie La Palma im Winter besuchen und sich die Zeit nehmen, das Meer ein paar Stunden zu beobachten, dann werden auch Sie Augenzeige heftiger Wellen.

ImageSo erging es Urlaubern: Während sie auf einer etwa 20 Meter hohen Klippe, die in das Meer hineinragte, Fotos schossen, "detonierte" um sie herum irgendwann eine mächtige Brandung. Auch diese Welle blieb bis zum letzten Augenblick unsichtbar. Detoniert, weil diese Welle das robuste Basaltgestein der umliegenden Steilhänge zum Erbeben brachte. Da alles plötzlich und unerwartet geschah, dachten die Beobachter im ersten Augenblick an das Donnern einer Bombe.

Als gefährlich gelten auf La Palma die Strände Playa de Nogales bei Puntallana und Playa de Zamora bei Fuencaliente.

Von einem anderen Urlauber wurde  berichtet, dass eine unerwartet hohe Welle plötzlich den gesamten Strand überflutet hatte. Eine Frau, die mehr als 20 Meter vom Meer entfernt stand, erhielt einen Schubs und verletzte sich beim Sturz auf den steinigen Boden schwer.

Als gefährlich gelten auf La Palma die Strände Playa de Nogales bei Puntallana und Playa de Zamora bei Fuencaliente.

ImageLa Gomera: Das Baden auf der Insel mit dem magischen Namen ist fast überall lebensgefährlich.

Weil La Gomera eine kanarische Insel ist und viele Menschen leuchtende Augen bei diesem Namen bekommen, ist die von Teneriffa aus leicht zu erreichende Insel ohne den gewohnten Massentourismus noch längst keine Badeinsel.

Du musst kein Esoteriker sein, um zu spüren, dass La Gomera einer der magischen Orte dieser Welt ist. Die kleine Vulkaninsel, westlich von Teneriffa, liegt im  Atlantik, und das kannst du auch hören: Die  hohen Wellen rollen lange und  laut grollend auf den pechschwarzen Lavastrand.

ImageIn der wildromantischen und leider auch lebensgefährlichen Bucht von Playa del Inglés im Valle Gran Rey ist jeder, der hier badet, auf  sich allein gestellt. Wer es trotzdem riskiert, muss mit dem Schlimmsten rechnen.

Der letzte Tourist, so stand vor einigen der kleinen handgeschriebenen Tafel am Eingang zur Bucht, ertrank am 9. November, und - so sagt uns wenige Wochen später Bernd vom Club del Mar, der Wal- und Delfinbeobachtungs-Touren und Segeltörns organisiert, "das Datum ist schon wieder nicht mehr aktuell".

Retttungsschwimmer gibt es nicht. Und wenn die Touristen hinter den Wellen von den Unterströmungen runter- und rausgezogen werden, ist es meist zu spät. Der einzige Lichtblick: Der rauhe Atlantik mit seinen gewaltigen Wellen flösst den meisten Urlaubern einigen  Respekt ein.

ImageJeden Abend um halb sieben füllt sich die Playa de Calera mit Hunderten von Geniessern, die den Tag stimmungsvoll verabschieden wollen - Café del Mar am Strand, mit Bongotrommeln, die genau in der Sekunde verstummen, wenn die Sonne verschwindet. Ein Ritual, das du jeden Tag geniessen kannst. Später kommen zu den Bongos noch dumpf geblasene Didgeridoos australischer Herkunft und Querflöte dazu. Eine herbe Mischung.

Am Strand sind eigentlich Hunde verboten, Prohibido Perros. Tatsächlich sehen wir hier viele liebenswerte Thölen. Da Gomera auch eine Insel zum Wandern ist und Flachlandtiroler öfter erst dann nachdenken, nachdem sie oben sind, suchen Hubschrauber laufend  verschollene Wanderer in den Bergen, die die markierten Pfade gern verlassen und von Wanderführern nichts halten.
Und dann noch der Steinschlag. Das Unwetter hat das Holz über die Berghänge heruntergespült und dabei die Strandstrasse in zwei Hälften geteilt. Den Bussen scheint es egal zu sein, ob sie durchs Wasser oder über den Asphalt fahren. Hauptsache, sie erreichen irgendwann ihr Ziel. Jetzt liegt das Holz als Strandgut auf den Steinen, die durch die untertauchende Sonne von einem wunderschönen Blau eingefärbt werden.

ImageVor 15 Jahren gab es hier fast nur Bananenplantagen, die den Appartementos mit Blick auf den Atlantik schnell gewichen sind. Das Gomera-Magazin "Der Valle-Bote", seit fast 15 Jahren erfolgreich, weil es seine Leser ernster nahm als sich selber (Eigenwerbung: Für die einen nur eine durchgeknallte Strandpostille, für die anderen aber die wahrscheinlich abgefahrenste Inselzeitung der Welt), erscheint "je nach Wetterlage" und ist wohl im nächsten Jahrhundert noch eine Legende.

Wir essen im Restaurante Sebastian in Calera (direkt über der Bucht am Berg) und am Tag später im wuseligen Frischfischrestaurant El Puerto in Vueltas (Nähe Hafen). Danach gehen wir ins Gecko Café von Haraldo, Werder Bremen - Fan, der als Weihnachts-Menu Schweinshaxe mit Sauerkraut für 12,50 Euro offeriert. Es wird nur zögerlich angenommen. Dann, meint Haraldo, versuchen wir es eben Silvester... .

Blausand.de-Linkempfehlungen Kanarische Inseln:

Wochenblatt.online, die Zeitung der Kanarischen Inseln
Jürgen Baaden über den Strand Las Teresitas", Teneriffa
Wikitravel-Beschreibung des Valle Gran Rey auf Gomera
Michael Müller Verlag mit empfehlenswerten Reiseführern der Kanarischen Inseln
Der Valle-Bote, Gomera, Strandpostille, gnadenlose Inselzeitung

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