Dänemark
Häufung von Badeunfällen im August 2005Im August 2005 wurde wie in jedem Jahr über tragische Badeunfälle in Dänemark berichtet, bei denen Kinder, aber auch Erwachsene ums Leben gekommen sind.

Nach Angaben der Behörden sind in Dänemark bis August 2005 bereits 14 Menschen ertrunken - so viele wie im gesamten vergangenen Jahr.

Image Zwei deutsche Touristen ertranken Anfang August 2005 im Westen Dänemarks ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, waren der Mann und seine Mutter mit drei anderen Familienmitgliedern in Nymindegab, rund 30 Kilometer nördlich von Esbjerg (Jütland), beim Baden. Sie seien bei starkem Westwind in die Strömung vor der Küste geraten. Nach den Verunglückten wurde mit einem Hubschrauber und einem Seenotrettungsboot gesucht - doch ohne Erfolg. «Es war sehr windig und die Strömung kräftig», sagte ein Polizeisprecher. Angaben über das Alter oder die Heimatstadt der Opfer machte die Polizei nicht. Die 38-jährige Ehefrau des verunglückten Mannes musste im Krankenhaus behandelt werden. Ihr 10 Jahre alter Sohn und ihre 16-jährige Tochter begleiteten sie nach Angaben der Polizei, waren aber beide unverletzt.
Mitte August 2005 ertrank ein fünfjähriger deutscher Junge  bei Hvide Sande, nachdem er aus einen Gummiboot herausfiel. Der Junge und seine Eltern waren gerade am Strand angekommen, und während die Eltern dabei waren, auszupacken, zog der Junge das Gummiboot ins Wasser und setzte sich rein. Das Boot wurde schnell abgetrieben und der Junge schrie um Hilfe. Sein Vater sprang ins Wasser und schwamm hinterher, konnte aber das Boot nicht einholen und mußte aufgeben. Ein Kajakruderer setzte hinterher, aber etwa 100 Meter von der Küste kenterte das Boot und der Junge fiel ins Wasser. Nach jedem der traurigen Todesfälle melden sich Kritiker zu Wort und weisen darauf hin, dass es an dänischen Stränden unzureichenden Einsatz von Rettungsschwimmern gibt – meist folgten »Ausreden« von Bürgermeistern oder anderen Repräsentanten der Kommunen und Orte, wo Menschen ertrunken sind, dass auch Rettungsstationen – wahrscheinlich – die Unfälle nicht hätten verhindern können.

Ganz unrecht hatten die Vertreter der Kommunen sicher nicht, die gerne Badeunfälle vermeiden möchten, die leider an den langgestreckten, oft relativ wenig frequentierten jütischen Westküstenstränden ebenso passieren wie an stark bevölkerten Stränden in der Nähe der Städte.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Es gibt  in Deutschland in fast allen Badeorten an der Nord- und Ostsee deutlich gekennzeichnete bewachte Badestrände, an denen ausgebildete Rettungsschwimmer die Badegäste im Auge behalten. Auf Sylt werden z. B. auch Warnzeichen gehisst, die bei starkem Wellengang auf Gefahren durch Strömungen hinweisen – oder sogar Badeverbot signalisieren.

Die bewachten Strandabschnitte erhöhen den Sicherheitsstandard. Doch so etwas kostet Geld.

Und da liegt in Dänemark der Haken – man ist hierzulande stolz und froh darüber, dass der Besuch der Strände kostenlos ist. In Deutschland müssen die Besucher der Strände oft stattliche Gebühren zahlen, wenn sie den Strand besuchen wollen. Mit den Einnahmen wird u.a. auch der Rettungsdienst finanziert.

Es sieht nicht so aus, als wenn man sich in Dänemark zur Erhebung von »Kurtaxe« entschließen will. Doch trotzdem sind Forderungen an die Fremdenverkehrsorte berechtigt, wenigstens die Information der in- und ausländischen Strandgäste über die Gefahren zu verbessern.

Anfang Oktober 2005  berichtet der NDR 1 (Welle Nord), dass es weiterhin keine Lebensretter an der Westküste Dänemark's geben wird. Hier machen jährlich hunderttausende Deutsche Urlaub. Rettungskräfte waren von verschiedenen Stellen gefordert. Begründung des Bürgermeisters von Blavandshuk: Lebensretter würden den Urlaubern "nur Sicherheit vorgaukeln". Im Bericht des Radiosenders wurde weiterhin darauf hingewiesen, dass es Lebensretter in Dänemark weiterhin nur auf Seeland geben wird. Dort machen vorwiegend Dänen Urlaub.

 
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