Holland
Badesicherheit im Nachbarland  meist zufriedenstellend
ImageDie westfriesischen Inseln und das Ijsselmeer gelten als gefährlich, die Gezeitenströmungen bei Einsetzen der Ebbe an der Nordsee sind auch hier nicht ohne Risiko. Bewachung durch die Strandwacht und Warnhinweise in Form von mehrsprachigen Info-Tafeln sind zufriedenstellend. In Holland ist das Ertrinken bei Kindern die Todesursache Nummer 1.

Die Nordseeküsten des deutschen Nachbarlands Holland bieten zahlreiche Alternativen Entweder fährt man auf eine der westfriesischen Inseln Texel, Terschelling, Ameland, Vlieland oder Schiermonnikoog (von denen die beiden letztgenannten autofrei sind) oder man verlebt seinen Urlaub an der Nordsee in Nord- oder Südholland (zum Beispiel in Zandvoort, Scheveningen oder Noordwijk). Auch Zeeland, nicht so bekannt, und als etwas ruhigere Region im Süden Hollands gelegen, findet wegen der schnellen Erreichbarkeit von Nordrhein-Westfalen aus viele Freunde, die zum Beispiel nach Renesse, Zierikzee oder Middelburg fahren.

Rund um die Sommerferien 2003 zeichnet sich in den Niederlanden ein Urlaubsboom ab. Grund dafür sind weniger die Windmühlen, Käse und Tulpen, sondern die Tatsache, dass deutsche Urlauber in diesem Jahr seltener ans Mittelmeer fahren, Holland attraktive Städte mit noch attraktiveren Museen bietet und - last not least - unser Nachbarland innerhalb weniger Stunden per Auto gut erreichbar ist. Zudem gilt Holland als Eldorado für Freizeitkapitäne und Wassersportler.

An den bekannten Badestränden kann man in punkto Strandsicherheit in der Sommersaison mit sorgfältiger Kontrolle der "Strandwacht", einem professionellen Rettungssystem und mit deutlichen Warnhinweisen rechnen. Meist befinden sich an den bekannten holländischen Badestränden auch "Erste Hilfe Posten" und speziellen "Nijntje'-Pfähle" (Orientierungshilfe für die Kids).

Trotzdem kommen - so berichtet Annemarie Mast von der für die Strandrettung zuständigen "Reddingsbrigades Nederland" pro Jahr etwa 300 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Eine vergleichsweise hohe Zahl, die im grossen Urlauberaufkommen in den Sommerferien, in der attraktiven Küste, dem nicht ungefährlichen Ijsselmeer und den vielen kleinen Seen und Kanälen begründet sein dürfte. Auffällig ist, dass in Holland Ertrinken bei Kindern die Todesursache Nummer Eins ist.

Die niederländische Rettungsbrigade ist die Dachorganisation für 180 regionale Rettungseinheiten mit 31.000 Mitgliedern, von denen etwa 5000 als Rettungsschwimmer in der Sommersaison aktiv sind. Zu finden sind sie an der gesamten Nordseeküste und an den Seen im Inland. Primäre Aufgabe der Freiwilligen ist - wie bei allen Wasserrettungsorganisationen - vor der Beobachtung von Schwimmern und Badenden an der Küste - die Prävention, damit gefährliche Situationen und Unfälle möglichst erst gar nicht passieren. Und die Rettungsbrigade ist zuständig, falls Unfälle mit kleinen Segelbooten und Surfboards passieren.

Die freiwilligen Helfer der Rettungsbrigaden werden in allen Bereichen der  Wasserrettung intensiv und professionell ausgebildet. Das Programm beginnt bei Schwimmunterricht für Kids ab fünf Jahren aufwärts über Kurse für die Navigation der Rettungsboote bis hin zu Reanimationsmassnahmen von Halbertrunkenen, die Kurse werden ebenfalls von freiwilligen Helfern der Rettungsorganisation durchgeführt.

Die Bedeutung der Warnflaggen in Holland ist folgende: Grün bedeutet: Baden ist erlaubt, gelb: Baden ist gefährlich, Rot: Badeverbot. Daneben gibt es noch zwei besondere Flaggen: Eine rote Beflaggung mit einem blauen Feld in der Flagge bedeutet, dass die Benutzung von Luftmatrazen, Schwimmtieren gefährlich ist, weil sie (mit den Menschen) an den Abschnitten häufig ins Meer gezogen werden, Eine weisse Flagge mit einem Fragezeichen auf der Flagge bedeutet: Ein Kind wurde aufgefunden und kann beim Rettungsdienst abgeholt werden kann.

Für die holländische Nordseeküste sind keine über die allgemeinen Gefahren hinausgehenden Besonderheiten bekannt, wobei man an der Nordseeküste bei höherem Wellengang und starken Winden und auftretenden Unterströmungen generell immer vorsichtig sein sollte. Dies gilt besonders für die westfriesischen Inseln. Die Warnflaggen gelb (Vorsicht) und rot (Badeverbot) sollten unbedingt beachtet werden. Das Ijsselmeer gilt unter Seglern als nicht ungefährlich. Wie überall an Europas Badestränden ist es auch an der holländischen Nordseeküste besser, an bewachten Badestränden zu baden und zu schwimmen.


Links für Wasserrettung in Holland:
Reddingsbrigades Nederland
www.drenkeling.nl

 
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