Blausand.de-Jahresrückblick 2007
ImageWenn Sie wissen wollen, was von Januar bis Dezember 2007 bei Blausand.de passiert ist, welche Aktionen gegen das Ertrinken gestartet wurden, was sich an Europas Badestränden getan hat und wer die "Blausand.de-Menschen des Jahres" sind, lesen Sie den Jahresrückblick 2007 mit wichtigen Meldungen rund um die Badesicherheit in Europa.

Januar 2007

ImageBlausand.de veröffentlicht wegen mehrerer Tauchunfälle einen Report über Tauchgefahren in Europa. "Do you remember when diving was dangerous and sex was safe?" steht auf dem T-Shirt einer thailändischen Tauchschule. Aber: Ist Tauchen heutzutage wirklich so sicher wie der schöne Spruch suggeriert? Eher wohl nicht. Zu vielfältig sind die Risiken und auch hier sind fehlende Kondition, gesundheitliche Vorschädigungen, Leichtsinn und die Missachtung des Buddy-Prinzps "Never dive alone" die hauptsächlichen Unfallgründe. +++++ In der Schweiz sind 2006 weniger Menschen als 2005 ertrunken, insgesamt 45 Menschen. Das sind 11 weniger als im Vorjahr, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) im Januar mitteilt. +++++ Beim Wintereinbruch Ende Januar 2007 Imagewarnt Blausand.de vor den Gefahren auf winterlichen Seen. Fast hätte es die ersten Opfer durch Einbruch auf dem Eis gegeben. Mutige Passanten retten auf Rügen zwei Kinder vor dem Ertrinken. Der Junge und das Mädchen im Alter von acht und neun Jahren waren auf einem Teich eingebrochen und unter das Eis geraten. Drei Spaziergänger sprangen daraufhin ins Wasser und bringen die bewusstlosen Kinder ans Ufer.

Februar 2007
ImageEine Verkettung tragischer unglücklicher Umstände führt zu einem schrecklichen Unfall: In Argentinien ertrinken ein Vater und drei Kinder beim Angeln. Osvaldo Pintos fährt in der argentinischen Provinz Formosa mit seinen zwei Teenager-Söhnen und der kleinen Tochter zum Angeln. Als die Angelschnur irgendwo im 15 Meter tiefen Flussbecken des Rio Paraguay stecken bleibt, verliert der Vater das Gleichgewicht und fällt ins Wasser. Weil er sich selber in der Schnur verheddert, verliert Pintos den Kampf gegen die Strömung und verschwindet im Wasser. Als er sieht, dass sein Vater in Nöten steckt, versucht sein ältester Sohn (14), ihn zu retten. Doch für den Teenager ist der Strom erst recht zu stark und bald schreit er um Hilfe. Weit und breit sind keine anderen Fischer. Der kleine Sohn (12) und die Tochter (10) können nicht mit anschauen, wie Papa und der grosse Bruder sterben: Todesmutig und verzweifelt springen sie in den Rio Paraguay und versuchen, zum Bruder vorzudringen. Osvaldo Pintos und seine Kinder sind tot. Ein anderer Angler, der die Schreie von weitem gehört hat, findet nur noch vier Paar Schuhe und ein Motorrad. Stunden später zieht die Polizei die Leiche des Papas und der Söhne aus dem Wasser. Die Hand des Büroangestellten ist noch in die Schnur verwickelt. Auch den leblosen Körper des Töchterchens können die Behörden ausmachen, doch als sie ihn ans Ufer bringen wollen, fällt er wieder in den Fluss und taucht unter. +++++ In der Februarausgabe informiert die Zeitschrift test  (Stiftung Warentest) über Hotelbewertungen im Internet. Ergebnis: Von acht getesteten Hotelbewertungsseiten ist nur eine wirklich brauchbar - Imagedie Seite www.holidaycheck.de.  +++++ In Australien, berichtet spiegel.de, werden Risiken an den idyllischen Stränden nicht ernst genommen. Unter den Urlaubern, die seit dem Jahr 2000 im Meer ertrunken sind, sind acht Kinder unter zehn Jahren und 17 Jugendliche. Sean O'Connell, Sprecher einer Lebensretter-Organisation in Sydney: ,,Die Menschen strömen in Scharen an die Strände, ohne die Gefahren zu realisieren. O'Connell ist der Meinung, Reisende auf dem Flug nach Australien sollten vor den gefährlichen Meeresströmungen gewarnt werden. "Man kann innerhalb von vier Stunden aus dem Flugzeug steigen, zu seinem Backpacker-Hostel gehen, in den Bus springen und am Bondi Beach schwimmen, und da gibt es diese furchtbare Strömung, von der man keine Ahnung hat," sagte er. "In manchen Fällen ist die Strömung gerade dort, wo das Wasser am ruhigsten aussieht." +++++ Ein Ertrinkungsunfall hat mit dem allgegenwärtigen Karneval dieser Tage zu tun: Eine 55-jährige Närrin ertrinkt in ihrem eigenen Gartenteich in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen). Nach dem Ermittlungsstand war die Frau zuvor auf dem ImageKarnevalszug im Ortsteil Vorst, wo sie auch einiges getrunken haben muss. +++++ Blausand.de veröffentlicht das Urlaubsquiz 2007, mit dem man wichtige Themen zum sicheren Urlaub und zur Strandsicherheit abfragen kann. Hier geht es direkt zum Urlaubsquiz 2007. +++++ In Russland sind im Jahr 2006 fast 12.000 Menschen in Seen und Flüssen ertrunken. In 2900 Fällen seien die Opfer betrunken gewesen, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz in Moskau mit. Unter den Ertrunkenen befanden sich 705 Kinder. Die Ursachen konnten in vielen Fällen nicht ermittelt werden. In mehr als 5000 Fällen handelte es sich um eindeutige Badeunfälle. 191 waren auf Stürze aus Booten zurückzuführen.

März 2007

? Michael Amesbauer, www.ahuga.atAm 8. März stirbt der Inselkünstler Schoppi auf Formentera im Alter von 66 Jahren an Lungenkrebs. Nachdem die Schwester von Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, im September 1999 auf Formentera ertrank, hat Schoppi einen Gedenkstein für Beate geschaffen. Die "Sonne für Beate", von Schoppi auf der Klippe am Piratabus eingemauert, erinnert an Beate und alle auf Formentera ertrunkenen Menschen und ist europaweit zum Synonym für Aktionen gegen das Ertrinken geworden. +++++ Mindestens 606 Menschen ertrinken im letzten Jahr in Deutschland, 129 Menschen oder 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilt die DLRG auf einer Pressekonferenz in Hannover mit. 78 Prozent davon ereigneten sich in meist unbewachten Seen und Teichen (243 Badetote) und in Flüssen (227 Ertrunkene). Während die Zahl der tödlich verunglückten Menschen im deutschen ImageStrassenverkehr von Jahr zu Jahr weiter absinkt, erhöht sich die Zahl der Ertrinkungsopfer und steigt - in Jahren mit hohen Temperaturen wie 2006 - sogar signifikant um mehr als ein Viertel an. Der Gründer von Blausand.de, Rolf Lüke, bezeichnet es als einen unglaublichen Skandal, dass Seen und Flüsse in Deutschland als die mit Abstand gefährlichsten Unfallorte mit einer Todesrate von 80 Prozent fast immer unbewacht sind und - noch schlimmer - sich überhaupt nichts verändert. Den Bericht über die Ertrinkungszahlen finden Sie hier. +++++ Ein Vater, der seine dreijährige Tochter vier Stunden allein im Strandbad Berlin-Weißensee zurückgelassen hat, muss für ein Jahr ins Gefängnis. Der 41-Jährige wird vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten Imagewegen Verletzung der Fürsorgepflicht verurteilt. Der Vater hatte das Kind unbeaufsichtigt zurückgelassen, um im Fitnessstudio zu trainieren. Die Polizei hatte das Mädchen nach Hause zur Mutter gebracht. Das Gericht sprach von grobem Fehlverhalten des wegen Betrugs vorbestraften Vaters. +++++ Deutsche Jugendliche und Studenten können sich als Lifeguard bewerben und im Sommer an den Stränden von New York City jobben. New York City sucht mehr als 1.000 Lifeguards - auch aus Deutschland. Junge Menschen ab 16 Jahren sind bis Mitte April aufgerufen, sich zu bewerben.
April 2007
In diesen Tagen setzt sich die Unfallserie in Schwimmbädern weiter fort. Nachdem in Wernigerode ein kleiner Junge in einem Schwimmbecken eines Freizeitparks ertrunken ist, Imagesucht die Polizei Zeugen. Der 5-Jährige treibt plötzlich leblos im Nichtschwimmerbecken und kann nicht mehr wiederbelebt werden. Der Junge stammt aus Nordfriesland und war mit seiner Familie in der Harz-Region im Urlaub. Ein vier Jahre alter Junge kämpft nach einem Badeunfall in Fichtelberg im Landkreis Bayreuth um sein Leben. +++++  Das Onlineportal Xonio aus München informiert seine Leser über die Gefahren für das Handy, wenn "sich Sandkörner zwischen den Tasten und in anderen Gehäuseteilen festsetzen". "Kontakt mit Salzwasser", so die Empfehlung, "kann für die Elektronik das Todesurteil bedeuten". Aus dem Plädoyer für den sorgfältigen Umgang mit dem Handy formulierte die Nachrichtenagentur dpa die Überschrift "Besser ohne Handy an den Strand", die danach von Tageszeitungen abgedruckt wird. Dass ein Badeunfall an unbewachten Stränden ohne schnelle Alarmierungsmöglichkeit über das Handy (inzwischen sogar mit der Möglichkeit einer automatischen Ortung, die nach Registrierung bei der Björn-Steiger-Stiftung kostenlos genutzt werden kann) allzu oft das Todesurteil für den Ertrinkenden bedeutet, wird nicht Imagethematisiert. +++++ In Deutschland sind Ertrinkungsgefahren wegen der noch kühlen Wassertemperaturen nicht sehr hoch, an Europas Badeküsten schon viel eher und am anderen Ende der Welt noch viel mehr. Denn wer in Australien am langen Osterwochenende an die Küste fährt, geht ein weitaus grösseres Risiko ein, zu ertrinken. Deshalb wird in Australien kurz vor Ostern vor diesen Gefahren gewarnt. Ein Sprecher der Forschungsgruppe zum Thema: "Wochenende und Feiertage sind oft gesellschaftliche Anlässe, bei denen Freunde, Alkohol und das Element Wasser eine gefährliche Kombination bilden." +++++ Mitte April startet die ARD eine vielversprechende Aktionswoche mit dem Thema Kinder sind Zukunft.  Das Programm ist vielfältig, aber die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, das Ertrinken, findet nicht statt. Kinder und Wassergefahren? Kein Thema. Eine verpasste Chance. +++++  Die Webseite www.versicherungs-nachrichten.de berichtet über ein diskussionswürdiges Urteil des OLG ImageMünchen (Az: 1 U 4142/05). Ein zweijähriges Kind drohte auf einer überschwemmten Wiese zu ertrinken, weil es schon längere Zeit unter Wasser gewesen war. Zur Hilfe eilte ein Gynäkologe, der gerade zufällig in der Nähe war. Das Kind atmete nicht mehr und hatte auch keinen fühlbaren Puls. Der Arzt nahm an, das Kind sei tot und unterließ weitere Wiederbelebungsmaßmahmen. Dem inzwischen eingetroffenen Notarzt gelang es jedoch, das Kind zu reanimieren. +++++ Eine Ankündigung des Balearenministeriums macht Hoffnung bei Badeunfällen: Ab Sommer 2007 soll ein neuer Baywatch-Helikopter eingesetzt werden, um die Strände auf Mallorca zu überwachen. Mit diesem können Verletzte aus dem Wasser gezogen und schnellstmöglich versorgt werden. +++++ Wissenschaftler des Universitätskrankenhaus in Tokio finden heraus, dass im Falle eines Herzstillstands bereits eine alleinige Druckmassage zur Wiederbelebung ausreichen kann. Sie verglichen in einer Beobachtungsstudie die Folgen der Reanimation bei mehr als 4000 ImagePatienten, die von Passanten entweder nur durch eine Herzdruckmassage oder eine konventionelle Wiederbelebung versorgt wurden. Besonders bei zugrunde liegendem Atemstillstand, Herzrhythmusstörungen oder kurzen Perioden von unbehandeltem Herzstillstand erwies sich eine ausschließliche Herzdruckmassage als deutlich vorteilhafter gegenüber der Herz-Lungen-Reanimation. +++++ Ein 2-jähriger Junge und seine 82-jährige Retterin ertrinken in Teich.  Der zweijährige Junge, der von einer 82-jährigen Frau in Nielebock (Sachsen-Anhalt) vor dem Ertrinken gerettet wird, stirbt später im Krankenhaus. Das Kind kann am Unglücksort wiederbelebt werden. Der Kleine erholt sich aber nicht mehr von seinen Verletzungen. Die Rentnerin war bei ihrem Rettungsversuch in den Teich gestürzt und ertrunken.

Mai 2007
Blausand.de veröffentlicht den Blausand.de-Urlaubsservice 2007 mit über 120 Tipps für einen sicheren Badeurlaub. Dieser Service ist eine Orientierung für Urlauber, Familien, Imagejunge Leute und Senioren, die Wert auf Informationen zum sicheren Verhalten im Badeurlaub legen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Badesicherheit am Mittelmeer und am Atlantik. Dazu gehören vor allem Informationen über die speziellen Bedingungen am Urlaubsort. Eine vergleichbare Darstellung aller für die Sicherheit im Badeurlaub wichtigen Themen ist bisher nicht veröffentlicht worden. +++++ Für eine Karlsruher Familie endete der Urlaub in Italien am Bolsena-See tragisch: Bei einem Bootsunfall sind gestern die beiden Imagekleinen Kinder der Familie ums Leben gekommen, der Vater wird vermisst. Der 37-jährige Vater war mit der vierjährigen Tochter und ihrem ein Jahr älteren Bruder zum Paddeln auf dem See in der Nähe von Rom gewesen. Dabei hatte sich das Boot überschlagen. Die Leichen der Kinder seien nach Stunden von Tauchern geborgen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Obwohl die Kinder Schwimmwesten und Schwimmflügel trugen, hätten sie in dem eiskalten Wasser keine Chance gehabt, sagte ein Polizist. +++++ In der Schweiz ertrinkt eine 6-jährige kurz vor ihrem ersten Schwimmunterricht. Das Mädchen aus Sri Lanka war auf dem Weg zu ihrer ersten Schwimmlektion. Doch noch bevor der Unterricht beginnt, findet das Mädchen im Wasser den Tod. +++++ In der ZDF-Sendung Kerner gibt es einen besonderen Stargast. Sein Name: ImageDefibrillator. Weit mehr als 75% der Betroffenen, sagen US- Studien, könnten mit Hilfe des automatischen Notfall-Defibrillators schadensfrei gerettet werden. Die Björn-Steiger-Stiftung, bekannt geworden durch die Schaffung einer einheitlichen Notrufnummer und Notrufsäulen an Autobahnen, engagiert sich intensiv für dieses Ziel. Mehr als 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an plötzlichem Herzversagen. "Wenn es in jedem Haushalt einen Defibrillator gäbe, könnten von 385 Menschen, die täglich an plötzlichem Herztod sterben, mehr als 300 gerettet werden", sagt Siegfried Steiger, Gründer der Stiftung.

Juni 2007
ImageWie die staatliche Webseite der Volksrepublik China mitteilt, sind Unfälle die Haupttodesursache für chinesische Kinder im Alter unter 14 Jahren. 100.000 chinesische Kinder sterben jedes Jahr bei Unfällen, heißt es in einem Bericht des chinesischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung und -Prävention. Verkehrsunfälle und Ertrinken sind die Haupttodesursachen und Ausrutscher und Angriffe von Tieren die Hauptverletzungsursachen bei Kindern, geht aus dem Bericht hervor. +++++ Das nicht endende Grauen der ertrinkenden Flüchtlinge ist für uns inzwischen kaum noch nachvollziehbar, gleichzeitig aber fast schon alltäglich geworden. Immerhin erinnert die Imagehannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann im Juni an das Schicksal der zahllosen Bootsflüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa im Meer ertrunken sind. Die Dramen und menschlichen Tragödien, die sich auf Inseln abspielten, auf denen Deutsche gerne Urlaub machten, führten die "ganze Ungerechtigkeit dieser Welt vor Augen", sagte sie in einem Gottesdienst in der Berliner Passionskirche: "Die einen suchen Entspannung, die anderen kämpfen um ihr Leben." Die Menschen in den reichen Industrienationen müssten endlich ihre innere Haltung gegenüber denen ändern, die nach ImageEuropa drängten, mahnte die Bischöfin.+++++  Wiederbelebung einer "water soap": Baywatch kommt zurück.  Um die Reichweite der in die Jahre gekommenen Filmchen etwas nach oben zu hieven, suchen das Fensehprogramm Das Vierte ("Wir sind Hollywood") und die Fernsehzeitschrift rtv das "Baywatch"-Paar Deutschlands. Paare können sich mit einem Foto im Beach-Look bewerben und ein sexy Fotoshooting am Strand von Malibu (Kalifornien) gewinnen.+++++  Blausand.de testet an einen heissen Junitag die Sicherheit an 11 Bremer Badeseen. Das Ergebnis ist erschreckend. Zwei Badeseen (Grambker See, Rottkuhle) werden als zufriedenstellend, acht Badeseen (Achterdieksee, Bultensee, Badestrand am Café Sand, Werdersee, Grambker Sportparksee, Mahndorfer See, Sodenmattsee, Waller Feldmarksee) als problematisch und ein Badesee (Stadtwaldsee / ImageUnisee) als gefährlich eingestuft. Bei den DLRG-Rufnummern auf allen neuen Hinweisschildern fehlt die notwendige Vorwahl. Nach Medienberichten ist es wegen dieser Unzulänglichkeit bereits zu Verzögerungen in der Alarmierung mit tödlichen Folgen gekommen. Die Rettungsstation am beliebten Unisee befindet sich ausgerechnet dort, wo kein Mensch badet. Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier. +++++ Wenige Tage vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen berichtet das deutschsprachige Mallorca Magazin über die Badesicherheit auf Mallorca und den anderen Baleareninseln. Strände mit einer Größe von 20.000 Quadratmetern, die von mehr als 2000 Menschen frequentiert werden, gelten in der Sicherheitsplanung für die Balearen als hochgradig gefährlich. Ebenso Playas, an denen es bereits einmal einen tödlichen Unfall gegeben hat, die permanent mehr als 50 Zentimenter hohe Wellen oder gefährliche Strömungen haben, an denen Badende und Wassersportler gleichzeitig im Meer sind, die zu Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern gehören oder jene, die für die Retter nur per Luft oder von See aus zugänglich sind. +++++ Wenige Tage nach ihrem jüngeren Bruder ist auch ein zwölf Jahre altes Mädchen an den Folgen eines Badeunglücks im Wechselsee (Biebesheim, Südhessen) gestorben. Die Geschwister werden unweit des Ufers in zwei Metern Tiefe gefunden und reanimiert. ImageRettungshubschrauber bringen die Kinder in die Uniklinik Mainz, wo der Junge bereits einen Tag später stirbt. +++++ Blausand.de veröffentlicht einen Bericht über die Verleihungskriterien der Blauen Flagge und kennzeichnet die Badesicherheit an Badestränden mit blauer Flagge als "reine Farce". Die Blaue Flagge gebe, so liest sich die Eigenwerbung, den Gästen die "Sicherheit, ihren Urlaub an einer sauberen, sicheren und attraktiven Badestelle zu verbringen." Abgesehen davon, dass es keine sicheren Strände geben kann, ist in den Verleihungskriterien Strandbewachung aber bis heute nicht zwingend notwendig:. "An adequate number of lifeguards and /or (!) lifesaving equipment must be available at the beach."

Juli 2007
Man kann Design und Strandsicherheit miteinander verbinden: Anfang Juli werden in Dänemark 18 Lebensrettungstürme mit 13O ausgebildeten Lebensrettern besetzt. Die ImageStandorte der Türme in einem ungewöhnlichen Design sind auf der Webseite der dänischen Stiftung Trygfonden aufgeführt, die sich die Sicherheit an dänischen Stränden auf die Fahnen geschrieben hat. Die flexiblen Türme enthalten komplette Rettungsausrüstungen und sind durch die rot/weissen Signalfarben von weitem sichtbar. Trygfonden stellt die Türme mit Ausrüstung zur Verfügung, die Bewachung wird von der dänischen Wasserrettungsorganisation Dansk Svømmeunion gestellt. +++++ Mit knapper Not hat die Brucker Wasserwacht einen sechs Jahre alten Jungen, der ohne elterliche Aufsicht im Pucher Meer (Fürstenfeldbruck, Bayern) badete, vor dem Ertrinken gerettet. Ein Rettungsschwimmer der Wasserwacht, der nur zufällig im See schwamm, entdeckte das wild gestikulierende, immer wieder untertauchende Kind. Als er den Sechsjährigen erreichte, um ihn ans Ufer zu ziehen, war dieser bereits vollständig unter Wasser. Während der gerettete Kleine sich völlig geschockt an Land erholte, blieben nach Medienberichten seine beiden Geschwister - eine Schwester (11) und ein Bruder (8) - ziemlich unbeeindruckt. DafürImage zeigte sich der Rettungsschwimmer immer fassungsloser angesichts der familiären Hintergründe: Die drei Kinder waren - obwohl der Kleinste nicht schwimmen kann - ohne Aufsicht am Pucher Meer, während die Mutter auf dem Flohmarkt am benachbarten Obi-Parkplatz Sachen verkaufte. Der durch die Tochter übermittelten Aufforderung des Wasserwachtlers, die Erziehungsberechtigte möge kurz zum See kommen, lehnte die Frau mit dem Hinweis ab, sie führe gerade Verkaufsgespräche. Als der Retter sich selbst zum Flohmarkt bemühte, zeigte sich die Mutter vom knapp verhinderten Ertrinken ihres Sohnes wenig beeindruckt. Sie übergab lediglich ihre Krankenversicherungskarte mit der Bitte, sie nicht mehr bei ihren Verkäufen zu stören. +++++ Blausand.de kritisiert seit vielen Jahren, dass Badestellen oft nicht eindeutig anzusehen ist, ob sie bewacht sind. Auch wird auf spezielle Gefahren an Gewässern nur selten hingewiesen. Wegen der steigenden Zahl tödlicher Badeunfälle fordert die DLRG in Bayern eine Kennzeichnung der Gefahrenlage an öffentlichen Badestellen. "Es sollte nicht nur die Wasserqualität ausgezeichnet werden, sondern auch wie gefährlich eine Badestelle ist", sagte der Geschäftsführer der DLRG ImageJugend Bayern. +++++ Blausand.de fordert Kommunen und Betreiber auf, bei gutem Badewetter und in den Sommermonaten Wasserretter oder Beobachter an freigegebenen und gut frequentierten Badestellen zur Verfügung zu stellen und empfiehlt, bei den Verantwortlichen gegen die "Todesfalle unbewachter Badesee" schriftlich zu protestieren und damit "sanften Druck für mehr Badesicherheit in Deutschland" auszuüben. +++++ In Spanien ertrinken in jedem Jahr zwischen 1500 und 2000 Menschen. Die Küste bei Valencia an der Costa Blanca gilt als eine der gefährlichen Regionen. Immerhin kümmern sich die Medien um das Thema, denn die Liste der Ertrunkenen an den Stränden der valencianischen Küste wird immer länger. Insgesamt 18 Todesopfer sind es seit ImageSaisonbeginn im Juni, berichten die Costa Blanca Nachrichten. Acht Todesopfer forderte die aufgewühlte See allein in den vier Tagen zwischen Freitag, 13. und Dienstag, 17. Juli. Damit sind es bereits zehn Ertrunkene in der ersten Julihälfte. +++++ Urlauber, die den markierten Hotel-Schwimmbereich verlassen, haften für Unfälle selbst. Wenn ausdrücklich mit Bademöglichkeiten in einer Bucht geworben wurde, muss der Veranstalter zwar gewährleisten, dass dort gefahrlos geschwommen werden kann. Es kann aber nicht von ihm verlangt werden, dass er den Schwimmbereich so absperrt, dass er nicht verlassen werden kann, entschied das Landgericht Köln (Az.: 4 O 99/06). Das berichtet die von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht  in Wiesbaden herausgegebene Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell".

August 2007
ImageBlausand.de warnt aus aktuellem Anlass vor unprofessionellen Rettungsversuchen, die vermutlich bei jedem zehnten Badeunfall tödliche Konsequenzen für den Laienretter haben. Eine deutsche Urlauberin ist bei dem Versuch ertrunken, einen jungen Mann aus der dänischen Nordsee zu retten. Die 41 Jahre alte Frau und der 18-Jährige stammten beide aus Hamm (Nordrhein-Westfalen). Der Mann blieb auch mehrere Stunden nach dem Unglück vermisst, teilte die Polizei in Ringkøbing mit. Den Angaben zufolge war er beim Baden mit Freunden in der von kräftigem Wind aufgewühlten See nur 15 Meter vom Ufer entfernt in Schwierigkeiten geraten. Als die Frau am Strand Hilferufe hörte und sofort Imagelosschwamm, ertrank sie selbst und konnte nur noch tot geborgen werden. +++++ Mobile Risikogruppe Senioren: An einem Wochenende im August sind in Spanien in 24 Stunden neun Badende ertrunken, die wegen einer Hitzewelle auf der Iberischen Halbinsel in Seen und im Meer Abkühlung gesucht hatten. Vier der Toten waren nach Presseberichten älter als 70 Jahre. Die Badeunfälle ereigneten sich in verschiedenen Gegenden des Landes. +++++ Die bisherigen Ertrinkungszahlen in Deutschland lassen ein schlimmes Jahr befürchten, denn beim Baden sind nach Angaben der DLRG bis Mitte Juli bereits mindestens 324 Menschen ertrunken. Diese Zwischenbilanz ist auch deshalb Besorgnis erregend, weil der der bisherige deutsche Sommer im Gegensatz zu 2006 (insgesamt mindestens 606 Badetote) ein besonders verregneter Sommer ist. Unter den Opfern, die in Flüssen, Seen, Bädern, Gartenteichen, Pools und im Meer ums Leben kamen, sind 23 Kinder. +++++ Eigentlich ist diese Meldung unfassbar: Ein 43-jähriger Grieche hat drei ImageTage im Mittelmeer schwimmend überlebt. Die starke Strömung hatte ihn am Freitag nahe Aigio auf dem Peloponnes aufs offene Meer hinausgezogen. Wie die Behörden mitteilten, wurde er nach tagelanger Suche am Montagabend bei Aigio von Urlaubern im Meer treibend gesichtet. Der Mann war nur noch halb bei Bewusstsein und litt an Unterkühlung. +++++ Tragisches Ende eines Badeurlaubs auf der Nordseeinsel Spiekeroog: Bei dem Versuch, vier in Not geratene Jugendliche zu retten, ist ein 40 Jahre alte Familienvater aus Braunschweig ertrunken - vor den Augen seiner Frau und seiner siebenjährigen Tochter. Nach Angaben der Polizei Spiekeroog wollte der Mann offenbar den vier 15 und 16 Jahre Imagealten Jugendlichen zu Hilfe eilen, die vor dem Hauptbadestrand der Insel beim Wandern zu einer Sandbank von der Strömung abgetrieben wurden. Dabei sei er selbst vom Sog erfasst worden und ertrunken. Schließlich sei der 40-Jährige tot am Strand angetrieben worden, Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. +++++ Eine von der Condor Versicherungsgruppe bei Forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage bestätigt die Recherchen von Blausand.de, wonach der Anteil der der Menschen ohne Kenntnisse zur Badesicherheit sehr hoch ist. Über die Hälfte der deutschen Urlauber informiert sich laut dieser Umfrage nicht über die Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen der Gewässer am Urlaubsort -  etwa über die Anwesenheit von Rettungsschwimmern. Knapp 30 Prozent aller Befragten verlassen sich darauf, dass es dort, wo andere Personen regelmäßig baden, schon sicher sein wird.

September 2007
Allgemeinplätze als Begründung für das Ertrinken gibt es mehr als genug. Blausand.de geht mit den 10 Hauptgründen für das Ertrinken einen anderen Weg, denn: immer mehr Menschen Imageertrinken in Deutschland. Über 600 Menschen starben im Jahr 2006. Mindestens 324 Todesopfer waren es bis Mitte Juli 2007. Dabei war der verregnete deutsche Sommer 2007 eine reine Farce. Warum schnellen die Zahlen also in die Höhe? Warum ertrinken Menschen? Blausand.de veröffentlicht zehn Hauptgründe für den Ertrinkungstod in Deutschland, die nicht nur von den Wasserrettern eifrig diskutiert werden. Hier geht es zum Report über die 10 Hauptgründe für das Ertrinken. +++++ Eine richtig gute Meldung erreicht Blausand.de in diesen herbstlichen Septembertagen. An den Stränden der Baleareninsel Formentera hat es in diesem Jahr bisher keinen einzigen Todesfall gegeben. +++++ Wer als Reiseveranstalter einen Badeurlaub am Meer anbietet, hat auch für die Sicherheit der ImageGäste beim Schwimmen am Strand des gebuchten Hotels zu sorgen. Allerdings ist diese Verantwortung in der Regel auf den mit Bojen abgesperrten Wasserbereich beschränkt. Das hat das Landgericht Köln entschieden (AZ: 4 0 99/06). Abgewiesen wurde damit die Klage einer deutschen Urlauberin, die beim Schnorcheln vor der Küste der Dominikanischen Republik von einem Sportboot überfahren und von der Schiffsschraube erheblich verletzt worden war. Im Hotelprospekt war von einer "weit geschwungenen, geschützten Sandbucht" die Rede, die "ideal für den Wassersport geeignet" sei. Diese Formulierung enthalte, so das Gericht, nicht die Aussage, dass das gefahrlose Baden im Imagegesamten Wasserbereich gewährleistet sei. +++++ Das stille Ertrinken der Afrikaner auf den Kanarischen Inseln geht weiter. Eine neue Flüchtlingstragödie vor Gran Granaria hat zehn Nordafrikaner das Leben gekostet. Ihr Boot sei in der Nacht zum Freitag rund 20 Meter vor der Südküste der Insel auf einen Felsen gelaufen, teilten die spanischen Rettungskräfte in Las Palmas mit. Den insgesamt 18 Insassen wurde ein tragischer Irrtum zum Verhängnis: Im Glauben, sie hätten Land erreicht, sprangen sie in der Dunkelheit über Bord. Obwohl das Wasser in dieser Gegend nur zwei Meter tief ist, waren zehn von ihnen nicht mehr in der Lage, die Küste zu erreichen. Sie waren zu erschöpft oder konnten nicht schwimmen, weil ihre Gelenke durch die lange Überfahrt in dem kleinen Holzkahn steif geworden waren. +++++ Basierend auf Urlauberbefragungen, Berichten und Buchungsstatistiken hat das Webportal Votello.de die Top 20 der beliebtesten und meist gebuchten Trauminseln ermittelt. Die Top-Urlaubsinsel der Deutschen ist und bleibt die größte Insel der Balearen - Mallorca. Ebenfalls großer Beliebtheit unter deutschen Touristen Imageerfreuen sich die kanarischen Inseln, die auf den oberen Rängen der Top 20 rangieren. Die Ferieninsel Teneriffa belegt den 2. Platz hinter Mallorca. Auch Fuerteventura (Platz 3) und Gran Canaria (Platz 4) sind beliebte Inselziele unter den Urlaubern. Lanzarote schafft es auf den 7. Platz auf der Beliebtheitsskala der 20 beliebtesten Inseln. Die kleine Kanareninsel La Palma auf dem 14. Platz unter den Top 20. +++++ Den gefährlichsten Job in den USA haben Fischer. Die Todesrate in einigen Berufsgruppen in den USA liegt weit über den Normalwerten. Das US-amerikanische "Bureau of Labor Statistics" hat ein Ranking der 10 gefährlichsten Berufe für das Jahr 2005 herausgegeben. Kriterium ist die Zahl der Todesfälle pro 100.000 Beschäftigten innerhalb der einzelnen Berufsgruppen. Den gefährlichsten Job haben die Fischer. Die Unglücksrate liegt hier bei 118,4 pro 100.000 Fischer. Die Sterblichkeitsrate ist somit um 30 Prozent höher als unter Arbeitern. +++++ Ein zweijähriger Junge ist auf einem Bauernhof im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) in einer Jauchegrube ertrunken. Beim Spielen war der Junge auf eine ImageEisenplatte geklettert, die zur Abdeckung der Jauchegrube verwendet wurde. Die Platte sei so stark durchgerostet und brüchig gewesen, dass der Kleine trotz seines geringen Gewichtes einbrach und in der Grube ertrank. Obwohl der Großvater den Jungen rasch bergen konnte, blieben die Reanimationsversuche eines alarmierten Notarztes erfolglos. Eltern und Großeltern des Kindes müssen nach dem Unfall von einem Seelsorger psychologisch betreut werden. +++++ Blausand.de berichtet über die "World Water Safety": In der portugiesischen Hafenstadt Porto treffen sich 300 Wissenschaftler, Wasserretter und Funktionäre aus 53 Ländern zum weltweit wichtigsten Kongress für Sicherheit im Wasser. Unverständlich ist, dass einige europäische Urlaubsländer mit kritischen Sicherheitsbedingungen und hohen Unfallzahlen durch Abwesenheit glänzen. Bitte lesen Sie hier den Bericht im Blausand.de-Report. 

Oktober 2007
ImageNur die Hälfte aller Deutschen hat unter professioneller Anleitung schwimmen gelernt. So verwundert es nicht, dass laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Condor-Versicherungsgruppe fast jeder siebte Deutsche schon einmal Angst hatte, zu ertrinken. Allerdings fühlen sich - im Umkehrschluß - 80 Prozent der Deutschen nach eigener Einschätzung beim Schwimmen insgesamt sicher. Gerade Kinder sollten unter professioneller Anleitung schwimmen lernen. +++++ Bei schweren Unwettern kommt auf Ibiza ein Kitesurfer ums Leben. Der 40 Jahre alte Spanier war von einer Sturmböe erfasst und gegen die Fassade eines rund 50 Meter vom Strand entfernten Hotels geschleudert worden. Der Mann sei trotz Badeverbots ins Wasser gegangen. Heftige Regenfälle verursachen auch Überschwemmungen in Valencia und in der Gegend um Alicante. Dort werden zwei Menschen vermisst, die von den Wassermassen mitgerissen Imageworden waren. +++++ Bei einem Höhlenausflug ertrinken in Thailand sechs Touristen und zwei Reiseleiter. Unter den Toten ist auch ein Kind aus Deutschland. Die Touristen besuchten eine etwa 500 Meter lange Höhle im thailändischen Nationalpark Sok-Nationalpark in der Nähe der Ferieninsel Phuket. Offenbar wurden sie von einem heftigen Monsunregen überrascht. Betreiber des Nationalparks warnen Touristen immer wieder vor einem Besuch der Höhlen während der Regenzeit. Erst nach dem Unfall wird die Höhle gesperrt. +++++Im Juli ertrinkt der 53-jährige Liam Flanagan vor den Augen seiner Ehefrau und seines Schwagers in Oba (Alanya) an der türkischen Riviera. Seine Frau Imagewill den tragischen Tod nicht tatenlos hinnehmen und kämpft monatelang auch mit Unterstützung von Blausand.de für mehr Sicherheit am Strand von Oba. Mit Erfolg. Im Oktober, drei Monate nach dem Unfall, stehen in Oba mehrsprachige Warnschilder. Den Report lesen Sie hier. Kontrovers diskutiert wird ein Werbevideo der US-Organisation ISR, das eine ungewöhnliche Form, Kleinstkinder vor dem Ertrinken zu retten, propagiert. In dem Film, der auch im deutschen Fernsehen zu sehen war, wird das Kind ins Wasser geworfen.  Danach lernt es, sich auf den Rücken zu legen und in dieser Position längere Zeit zu verweilen, um zu verhindern, dass der Kopf unter Wasser gerät. Diese Methode, die auch hierzulande, etwa in Hessen, angeboten wird, löst unter Eltern Interesse, aber auch Unverständnis und gelegentlich auch Entsetzen aus, wie etwa auf der Webseite www.rehakids nachgelesen werden kann ("Couch im späteren Leben vorprogrammiert"). +++++ Ein fünf Jahre alter Junge ertrinkt in Aschaffenburg beim Schwimmunterricht. Ein örtlicher Sportverein hatte am Mittwochnachmittag im Schwimmbad einer Grund- und Hauptschule einen Anfängerkurs für Kinder angeboten. Die drei bis acht Jahre alten Kinder befanden sich unter Aufsicht einer Schwimmlehrerin im Becken. Plötzlich entdeckte eine Mutter, dass der Fünfjährige regungslos im Wasser trieb. +++++ Bei dem Versuch, drei in Not geratene Kinder zu retten, sterben an der portugiesischen Algarveküste vier Touristen aus Deutschland und Großbritannien. Die Touristen wollten nach Angaben der portugiesischen Rettungskräfte am unbewachten Strand von Tonel in der Nähe von Sagres drei Kindern helfen, die von einer starken Strömung davongetragen zu werden Imagedrohten. Dabei ertranken die Erwachsenen, die Kinder dagegen konnten sich fast unverletzt ans Ufer retten. Bei den Opfern handelte es sich um drei Briten und einen 52-jährigen Deutschen aus Göttingen (Niedersachsen). Es ist der ehemalige Pastor der Lutherkirche Osnabrück, Wilm Steingräber. Die Kinder - ein britisches Geschwisterpaar und ein deutsches Mädchen -- können gerettet werden. Es ist der folgenschwerste, aber nicht der erste Badeunfall an diesem Strandabschnitt im südlichen Zipfel von Europa. Nach Blausand.de - Recherchen gibt es - wie so oft -für diese Tragödie mehrere Gründe. Das vorhandene Warnschild am Strand von Tonel mit Hinweisen auf den im Oktober nicht mehr bewachten Strand gibt es nur in portugiesischer Sprache. Allerdings hätten die Erwachsenen auch ohne Hinweise feststellen können, dass es keine Bewachung gab und hätten die Kinder wegen der sichtbaren Wellenbewegungen und der Windverhältnisse nicht im gefährlichen Bereich am Felsen spielen lassen dürfen. Die Erwachsenen hätten vielleicht auch die Surfer in der Nähe in die Rettungsbemühungen einbeziehen und deren Auftriebskörper (Bretter) nutzen sollen. Möglicherweise hätte auch ein Badeverbot bei unbewachten Strand das Unglück verhindern können.
Image+++++ Unzufriedene Urlauber ziehen heute schneller vor den Kadi als früher. Es sei, so die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Gesellschaft der Trend erkennbar, gewisse Dinge nicht mehr einfach hinzunehmen. Auch die zunehmende Verbreitung von Rechtsschutzversicherungen treibe diese Entwicklung. Allerdings sollten sich Touristen klarmachen, dass viele Klagen scheitern. Zwei von drei Klagen, sagt die Gesellschaft, hätten inzwischen keine Aussicht auf Erfolg, weil entweder juristische Fehler gemacht würden oder die Forderungen überzogen seien.

November 2007
Image"Wat mutt, datt mutt" (Was muss, das muss) sagt der Schauspieler Jan Fedder, Botschafter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen. Die Seenotretter haben in den ersten 10 Monaten dieses Jahres bei 1909 Einsätzen 825 Menschen aus Seenot gerettet und drohender Gefahr befreit. Auf arbeitsreiche zehn Monate blickt die DGzRS nach Abschluss der Saison für die Freizeitschifffahrt zurück. Mehr Einsätze und Rettungsaktionen prägten die Arbeit der Seenotretter in Nord- und Ostsee. Wenngleich Starkwind, Kälteeinbrüche und überdurchschnittlich viel Regen oft die Skipper und ihre Besatzungen in den Häfen zurückhielten, halfen die DGzRS-Besatzungen allein an einem August-Wochenende 119 Menschen, die auf See in Gefahrensituationen geraten waren. Von Jahresbeginn bis 31. Oktober 2007 haben die Einheiten der Rettungsflotte in Nord- und Ostsee 1909 Einsatzfahrten (2006: 1840) für die gesamte Schifffahrt durchgeführt. +++++ Der schönste Strand der USA liegt 2007 vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina. Ocracoke (ausgesprochen: Agricoke) ist die südlichste bewohnte Insel der 200 Kilometer langen Outer Banks vor der Küste von North Carolina.Der von Rettungsschwimmern bewachte Strand in Ocracoke hatte sich in den vergangenen beiden Jahren über den dritten und zweiten Platz an die Spitze geschoben. Er ist schwer zu erreichen, was ja kein Nachteil sein muss. Für die rund 500 Kilometer von der Hauptstadt Washington D.C. muss man acht Stunden Autofahrt rechnen; der nächste Jetflughafen, Norfolk, liegt 125 Kilometer von den Outer Banks entfernt, und die Pendelflüge in den Cessnas nach Ocracoke sind keine Alternative für Familien, die mit voll gepacktem Limousinen anzureisen pflegen. Der Traumstrand hat pulverfeinen Sand auf zwölf Meilen, Pelikane, ImageSchildkröten, Delfine und nur eine Haiattacke seit 1935. Allerdings hat die Nummer Eins auch eine wilde Brandung mit Rip-Currents, mit reißenden Strömungen. Man darf sich die Frage stellen, warum ein lebensgefährlicher Strand trotz Bewachung nun unbedingt zur Nummer Eins avancierte. Dr. Beach, bürgerlich Stephen Letterman, Direktor des ökologischen Labors an der Internationalen Universität von Florida, erstellt nach 50 Kriterien jedes Jahr eine Liste der saubersten und übelsten US-Strände. +++++ In Hamburg kommt es zu einer außergewöhnlichen und begeisternden Veranstaltung. Die Formentera-Liebhaber Knut Terjung und Matthias Graf Lambsdorff hatten zu einer Formentera-Fiesta mit 140 norddeutschen Inselfans und zahlreichen prominenten Gästen Image(unter anderem mit dem Bürgermeister Formenteras, Jaume Ferrer) eingeladen. Alle Spenden des Abends kamen Blausand.de für Aktionen gegen das Ertrinken zugute. Bebilderte Impressionen zur Fiesta und persönliche Eindrücke erhalten Sie hier. +++++  In Dänemark ist die Zahl der Ertrinkungsopfer in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Nach jedem der traurigen Todesfälle melden sich Kritiker zu Wort und weisen darauf hin, dass es an dänischen Stränden unzureichenden Einsatz von Rettungsschwimmern gibt. Meist folgten Ausreden von Bürgermeistern oder anderen Repräsentanten der Kommunen, die behaupten, dass auch Rettungsschwimmer die Unfälle nicht hätten verhindern können. Der Sommer 2007 wurde zum traurigen Rekord für ImageErtrinkungsunfälle. Mehr als 20 Menschen ertranken im Sommer 2007 entlang den dänischen Küsten. +++++ Lesen und Schreiben gut, Schwimmen mangelhaft: 300 Teilnehmer des DLRG-Symposium "Schwimmen" mit dem Schwerpunkt "Gesundheit, Kinder, Sicherheit" versuchen, Licht in das Dunkel der Unfallgründe zu bringen und auf die Nichtschwimmer-Problematik aufmerksam zu machen. Einen Blausand.de-Report zum Symposium erhalten Sie hier. +++++ Blausand ist inzwischen noch internationaler. Seit November gibt es auf Blausand.de eine Startseite in türkischer Sprache. In der Türkei gibt es sicherheitstechnisch noch viel zu tun, wie die Blausand.de-Berichte über den Ertrinkungstod von Liam Flanagan in Alanya  und der Report über die Situation an der türkischen Riviera  eindrucksvoll belegen.

Dezember 2007
ImageBlausand.de warnt Anfang Dezember wieder vor eisigen Temperaturen, die jetzt jederzeit für besondere Gefahren sorgen können. Manche Seen sind eigentlich Fließgewässer, so dass das Wasser ständig in Bewegung und damit nie wirklich dick genug ist. Das ist auch der Grund, warum das Betreten und Eislaufen hier grundsätzlich untersagt ist. Schilder mit dem Text "Lebensgefahr bei Betreten der Eisfläche. Für Unfälle wird nicht gehaftet" sollen Unvernünftige fern halten. Aber: Die Verlockung ist auch im Winter einfach zu groß. Der neuralgische Punkt in Gewässern ist häufig seine bewegte Mitte: Durch viele Seen fliesst das Wasser trotz eisiger Temperaturen und verhindert - oft nicht sichtbar - ein ausreichendes Durchfrieren der Wasseroberfläche. Die Eisfläche gewinnt nur schwer an Masse. Wichtig: erst ab 15 Zentimetern ist es wirklich sicher. Sollte es trotz Verbotes zu einem Unfall kommen, haftet der Geschädigte selbst. Am besten also gar nicht mehr aufs Eis? Zumindest sollte man sich im Klaren darüber sein, dass eine erhebliche Gefahr besteht. Sollte etwa auf der Eisfläche bereits das Wasser stehen, ist es wirklich besser, sich fern zu halten. ImageEine klare Ansage für die Kids ist unumgänglich. +++++ Das Jahr 2007 geht mit grausamen Ertrinkungszahlen bei Bootsflüchtlingen zu Ende. Allein in der zweiten Dezemberwoche sollen mehr als 200 Menschen vor den Küsten der Türkei, der Kanarischen Inseln und des Jemen ertrunken sein. Das schätzt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHC.  Im Jemen, wo in diesem Jahr 27.000 illegale Afrikaner in Cayucos ankamen, sollen zu dieser Zeit 31 Somalis und Äthiopier vermisst werden, so ein Sprecher des Flüchltingshilfswerkes. Am Wochenende seien bis zu 90 Flüchtlinge verschwunden, nachdem ihre Boote aus dem Senegal und der Westsahara mit Kurs auf die Kanarischen Inseln in Seenot geraten sind. Weitere 51 Menschen ertranken offenbar vor der türkischen Küste, gerade mal 50 Kilometer von Izmir entfernt. Sie wollten offensichtlich nach Griechenland. Weitere 35 gelten als vermisst. Dass Todeszahlen jetzt auch verstärkt für die Region zwischen Türkei und Griechenland gemeldet werden, bestätigt erneut, wie menschenverachtend und ignorant die reichen Industriestaaten mit dem "Problem" umgehen. Und die Verzweiflung der Menschen in Somalia und die Brutalität der Menschenschmuggler fordern immer mehr Todesopfer. +++++ Zwei Brüder ertrinken zwei Tage vor Heiligabend auf dem dünnen Eis des Dorfteichs von Biegen (Oder-Spree). Zuerst war der Sechsjährige in das Imageeisige Wasser gefallen. Sein neun Jahre alter Bruder versuchte verzweifelt, ihn zu retten und brach dabei selber durch das nur zwei Zentimeter dünne Eis. Dann kletterte er ans Ufer und holte seinen Vater zu Hilfe. Der konnte zwar den kleinen Sohn bergen, doch wenige Stunden später starb er. +++++ Zwei Männer haben die Rettung eines Hundes auf einem See in Nordpolen am Jahresende mit ihrem Leben bezahlt. Die beiden Männer im Alter von 33 und 34 Jahren eilten dem Tier zu Hilfe, das auf den Kortowskie-See bei Olsztyn geraten war. Unter ihrem Gewicht brach das dünne Eis auf dem in Masuren gelegenen See ein, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Hund überlebte.ImageAm 2. Weihnachtstag vor 3 Jahren tötete der Tsunami über 230.000 Menschen, machte über eine Million obdachlos und hinterließ Zerstörungen von unverstellbaren Ausmaßen. Die thailändische Insel Phi Phi, auf der wir mehrere Tauchurlaube verbrachten, wurde neben Kao Lak nördlich von Phuket (Südthailand) auf besonders harte Weise getroffen, über 1000 Menschen kamen allein hier ums Leben. Unser Besuch in dieser geschundenen Region wenige Tage vor Weihnachten war bestimmt von gemischten ImageGefühlen und einer neuen Katastrophe, die sich hier anbahnt und nicht mehr aufzuhalten ist. Hunderte von umweltzerstörenden Speed Boats karren Tausende von Tagesurlaubern in die Maya Bay auf Phi Phi Ley, nach Raya Island und in die Tonsai Bay auf Phi Phi Don. Alles, was nach dem 26.12.2004 auf Phi Phi gebaut wurde, ist besser, moderner, organisierter, viel teurer. Ob das ohnehin geschundene Inselvolk von diesem neu erbauten Paradies überhaupt partizipiert? Die Hotelanlagen am Wasser, die in den letzten drei Jahren munter weiter gebaut werden konnten, verfügen über Hinweise zu Fluchtwegen und Sammelpunkten, ein thailändisches Frühwarnsystem ist frühestens 2008 in Sicht.

Dank an "Blausand.de-Menschen des Jahres 2007":

Frank Pia (New York, USA), Manfred Buttke (Hannover), Heiko Kunze (Olympos/Antalya, Türkei), Claudia Popp (Bremen), Dr. Marc Hasenjäger (Burscheid), Bernd Hölzel Image(Niddatal-Assenheim), Werner Hermes (Lambsheim), Udo Heikens (Bremen), Florian Piepereit (Berlin), Wolfgang Rathgeber (Köln), Christine Nittinger (Hamburg), Niklaus Schmid (Formentera), Dr. Klaus Nittinger (Hamburg), Ulli Muhl (Bielefeld), Dr. Jürgen Baaden (Puerto de la Cruz, Teneriffa, Spanien), Burkhard Cuypers (Bremen), Lutz Geydan (Ostrhauderfehn), Manuela Bartolucci (Formentera), Birgit Maria Ciliberti (Bielefeld), Matthias Graf Lambsdorff (Hamburg), Caroline von Meding (Krefeld), Ulla Suck-Sartoris (Felsberg), Knut Terjung (Hamburg), Maria Therese Schiffer (Bedburg-Kaster), Ute Cofalka (Nürnberg), Matthias Kröner (Erlangen), Kerstin Petersson (Wakefield, Canada), Evelyn Wagner (Wernshausen), Barbara Jo-Ann Hüls (Stuttgart).

© Rolf Lüke, Blausand.de 2007
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