Aktuell im August 2007

Dienstag, 28. August 2007
Umfrage: Mehr als die Hälfte haben keine Infos zur Badesicherheit
ImageEine von der Condor Versicherungsgruppe bei Forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage bestätigt die Recherchen von Blausand.de, wonach der Anteil der der Menschen ohne Kenntnisse zur Badesicherheit sehr hoch ist. Über die Hälfte der deutschen Urlauber informiert sich laut dieser Umfrage nicht über die Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen der Gewässer am Urlaubsort - wie etwa über die Präsenz von Rettungsschwimmern. Knapp 30 Prozent aller Befragten verlassen sich darauf, dass es dort, wo andere Personen regelmäßig baden, schon sicher sein wird.

Eltern mit Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren informieren sich nach der Umfrage allerdings überdurchschnittlich häufig (57 Prozent) über die Bedingungen am Urlaubsort. Nur jeder Zweite kennt die heimischen Badeplätze. Männer sind dabei wesentlich risikobereiter - und erleiden häufiger schwere Unfälle im Wasser.

Nach Einschätzung von Blausand.de ist die Zahl der Menschen, die Gefahren und Sicherheitsbedingungen an ihrem Badestrand nicht kennen, noch deutlich höher. Bei unseren Umfragen an den Badestränden in Europa war Ahnungslosigkeit immer die Regel, das Wissen immer die Ausnahme.


Montag, 27. August 2007
Gutes tun im Urlaub: 2 Stunden für Blausand.de
ImageSie müssen sich nicht in ihrem ganzen Urlaub für Badesicherheit engagieren, obwohl Sie sich dabei trendgerecht verhalten würden (der Spiegel berichtet am heutigen Montag über Menschen, die ihren Urlaub nutzen, um Gutes zu tun). 2 Stunden reichen dabei völlig aus. Ein gutes Beispiel, das vielleicht auch bei Ihnen Schule macht, ist der Bericht von Stefanie Roskothen aus Düsseldorf über die Badesicherheit auf Zakynthos, Griechenland. Und so funktioniert es: Sie drucken sich den Bewertungsbogen für Ihren Badestrand aus, füllen ihn im Urlaub aus und senden ihn mit ein paar Fotos nach Ihrer Rückkehr an Gleichzeitig - ein Vorteil für Sie - erfahren Sie, worauf es bei der Badesicherheit ankommt. Bitte machen Sie mit. Herzlichen Dank.

Freitag, 24. August 2007
40-Jähriger ertrinkt beim Rettungsversuch auf Spiekeroog
Badesicherheit auf Zakynthos, Griechenland
ImageTragisches Ende eines Badeurlaubs auf der Nordseeinsel Spiekeroog: Bei dem Versuch, vier in Not geratene Jugendliche zu retten, ist am Mittwoch ein 40 Jahre alte Familienvater aus Braunschweig ertrunken – vor den Augen seiner Frau und seiner siebenjährigen Tochter. Nach Angaben der Polizei Spiekeroog wollte der Mann offenbar den vier 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen zu Hilfe eilen, die vor dem Hauptbadestrand der Insel beim Wandern zu einer Sandbank von der Strömung abgetrieben wurden. Dabei sei er selbst vom Sog erfasst worden und ertrunken. Schließlich sei der 40-Jährige tot am Strand angetrieben worden, Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben.

Die vier Jugendlichen aus der Nähe Kölns haben ihre Notsituation überlebt – zwar erschöpft, aber unverletzt. Sie hätten das rettende Ufer aus eigener Kraft wieder erreicht oder seien von der DLRG aus dem Wasser geborgen worden. Wie die Spiekerooger Polizei mitteilte, seien die jugendlichen Schwimmer außerhalb der überwachten Badezeiten im Wasser gewesen.

ImageDie Bucht von Laganas im Süden der Insel Zakynthos besitzt einen 9 km langen Sandstrand, der von Kalamaki im Osten bis Agios Stefanos im Westen reicht. Einige Bereiche des Strandes sind im Sommer wegen der Caretta Schildkröten, die dort ihre Eier ablegen, gesperrt. Ein etwa 3 km langer und gute 50m breiter Strandabschnitt im Bereich von Laganas ist unter anderen für die Öffentlichkeit zum Baden freigegeben. Für Blausand.de berichtet Stephanie Roskothen aus Düsseldorf über die Badesicherheit am Strand von Laganas im Juli 2007. Den Report lesen Sie hier.
Mittwoch, 22. August 2007
Tödliche Bootsunfälle in Bremen, in Sachsen und im Harz
ImageDas Weserwehr in Bremen sorgt dafür, dass sich unterhalb der Fuss- und Radwege gewaltige Wassermassen treffen. Die einzige Rettungsmöglichkeit ist, wenn etwa jemand von der Brücke stürzt, das Zuwerfen eines Rettungsrings. Das wilde Wasser ist als Gefahrenzone ausgewiesen und unter anderem unterhalb der Brücke als solche gekennzeichnet ("Achtung Lebensgefahr durch Sog") Muss deshalb, wie jetzt nach einem tödlichen Unfall seitens der Behörden argumentiert wird, auf Rettungsringe verzichtet werden? Oder müssen gerade dort, wo es lebensgefährlich ist,  Rettungsringe vorhanden sein?

ImageJedenfalls konnte keiner der entsetzten Augenzeugen am letzten Wochenende in Bremen etwas für einen ertrinkenden Kajakfahrer tun. Dieser war am Sonntagabend am Weserwehr in Bremen gekentert und wird seitdem vermisst. Wie die Polizei mitteilte, wurde die aufwendige Suche nach dem Mann inzwischen eingestellt. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass der Mann ertrunken ist", sagte gestern ein Polizeisprecher. Es bleibe nur noch wenig Hoffnung, dass sich der Mann selber ans Ufer gerettet habe. Zeugen hatten der Polizei am Sonntagabend gemeldet, dass ein etwa 35 Jahre alter Mann mit seinem Kajak in eine Strömung geraten und untergegangen sei. Der Mann verschwand kurze Zeit später im Fluss und blieb verschwunden. Erst später konnte ein Rettungsring aus dem angrenzenden Schleusenbereich organisiert werden. Bei der Suche mit Tauchern und einer Wärmebildkamera wurde  bisher lediglich das zerbrochene Kajak und ein Paddel gefunden.

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich am heutigen Dienstag in Sachsen. Zwei Jugendliche oder junge Männer sind am Dienstagmittag offenbar mit einem Schlauchboot auf der Zwickauer Mulde bei Penig (Landkreis Mittweida) gekentert und werden seitdem vermisst. Die Polizei befürchtet, dass sie ertrunken sind. „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge, Frank ImageFischer, der dpa. Vermutlich wollten die beiden Insassen mit dem Boot ein Stauwehr hinabfahren und verunglückten dabei. Völlig unklar war zunächst die Identität der Opfer. Es gab keine Vermisstenanzeige.

Gegen 13.20 Uhr sei ein Notruf von Anwohnern eingegangen, nachdem diese Hilfe-Rufe vernommen hatten, sagte Fischer. Einsatzkräfte hätten das Boot entdeckt. Von den Insassen fehle jede Spur. Eine großangelegte Suchaktion mit knapp 100 Einsatzkräften brachte keinen Erfolg. Ein Polizeihubschrauber flog den weiteren Verlauf der Mulde ab. Am Ufer hielten Feuerwehrleute Ausschau nach den Männern. Angeforderte Taucher des Technischen Hilfswerks konnten hingegen nicht eingesetzt werden. Die Gefahr für sie wurde angesichts des hohen Wasserstandes und der starken Strömung als zu groß eingeschätzt. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass die beiden Opfer auf einer mehrtägigen Flusswanderung waren. „Wir haben einen großen Plastikbeutel mit Proviant gefunden“, sagte Fischer. Die Suchaktion sollte die ganze Nacht über fortgesetzt werden. „Wir suchen immer weiter stromabwärts“, sagte der Polizeisprecher. Es könnte aber auch sein, dass die Opfer sich auf dem Flussboden nahe der Wehrstufe verfangen hätten.

Bei einem Bootsunfall auf der Bode in Weddersleben im Landkreis Harz ist am Montag ein Junge ertrunken. Der Zwölfjährige war während eines Aufenthaltes im Feriencamp in einer Gruppe mit mehreren Booten unterwegs. Für einen Zwölfjährigen aus Schönebeck kam jede Hilfe zu spät, er starb eine Stunde nach dem Unglück im Krankenhaus. Ein Elfjähriger aus Hergisdorf ( Landkreis Mansfeld-Südharz ) konnte wiederbelebt werden. Er wurde gestern vom Quedlinburger Krankenhaus auf die Intensivstation des Universitätsklinikums verlegt. Sein Zustand gilt als kritisch.


Dienstag, 14. August 2007
Peleponnes, Griechenland:
Grieche schwimmt drei Tage im Mittelmeer und überlebt
ImageEigentlich ist diese Meldung unfassbar: Ein 43-jähriger Grieche hat drei Tage im Mittelmeer schwimmend überlebt.

Die starke Strömung hatte ihn am Freitag nahe Aigio auf dem Peloponnes aufs offene Meer hinausgezogen. Wie die Behörden heute mitteilten, wurde er nach tagelanger Suche am Montagabend bei Aigio von Urlaubern im Meer treibend gesichtet. Der Mann war nur noch halb bei Bewusstsein und litt an Unterkühlung.


Montag, 13. August 2007
Sicherheitswebseite für die Balearen mit dürftigen Informationen
ImageSchon im letzten Jahr sollten die Rettungsschwimmer von Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera mit kleinen Handcomputern ausgestattet werden. Sinn der Sache: Die Daten der Strände werden auf die  Website www.platgesdebalears.com geschickt, um Urlauber mit Informationen zur Badesicherheit  zu versorgen. Strandbesucher sollen aktuell feststellen, welche Warnflagge an welchem Strand weht, welche Wind- und Strömungsbedingungen herrschen und wieviel Besucher am jeweiligen Strand sind. 

Nun funktioniert die Webseite, aber die Informationen sind mehr als spärlich. Von den 208 Mallorcastränden werden nur etwa ein Zehntel bewertet. Ibiza, Menorca und Formentera haben sich dem System bisher überhaupt noch nicht angeschlossen.

Donnerstag, 9. August 2007
2007: schon über 300 Badetote in Deutschland
ImageDie deutschen Ertrinkungszahlen im Jahr 2007 lassen ein schlimmes Jahr befürchten, denn beim Baden sind nach Angaben der DLRG in diesem Jahr bis Mitte Juli bereits mindestens 324 Menschen ertrunken.

Diese Zwischenbilanz ist auch deshalb Besorgnis erregend, weil der der bisherige deutsche Sommer im Gegensatz zu 2006 (insgesamt mindestens 606 Badetote) ein besonders verregneter Sommer war. Unter den Opfern, die in Flüssen, Seen, Bädern, Gartenteichen, Pools und im Meer ums Leben kamen, sind 23 Kinder.


Montag, 6. August 2007
Die mobile Risikogruppe: Senioren
ImageAm vergangenen Wochenende sind in Spanien in 24 Stunden neun Badende ertrunken, die wegen einer Hitzewelle auf der Iberischen Halbinsel in Seen und im Meer Abkühlung gesucht hatten. Vier der Toten waren nach Presseberichten älter als 70 Jahre. Die Badeunfälle ereigneten sich in verschiedenen Gegenden des Landes.

Bayern führt die Ertrinkungsstatistik in Deutschland seit Jahren an. Auch hier steigt die Anzahl von Opfern in den höheren Altersgruppen. Dieter Hoffmann, Präsident der DLRG in Bayern zum Thema in der Süddeutschen Zeitung: "Besonders markant ist, dass nahezu 50 Prozent der Opfer über 65 Jahre und älter sind". Diese vergessene Generation, wie wir sie nennen, hat meist nur im Familienverbund schwimmen gelernt. Der Bäder-Boom und damit die Möglichkeit, unter Aufsicht und professioneller Anleitung schwimmen zu lernen, kam erst in den 50-er Jahren."

Mittwoch, 1. August 2007
Dänemark: 4 deutsche Urlauber ertrunken,
Warnung vor unprofessionellen Rettungsversuchen
ImageBlausand.de warnt aus aktuellem Anlass vor unprofessionellen Rettungsversuchen, die vermutlich bei jedem zehnten Badeunfall tödliche Konsequenzen für den Laienretter haben. Eine deutsche Urlauberin ist am Wochenende bei dem Versuch ertrunken, einen jungen Mann aus der dänischen Nordsee zu retten. Die 41 Jahre alte Frau und der 18-Jährige stammten beide aus Hamm (Nordrhein-Westfalen). Der Mann blieb auch mehrere Stunden nach dem Unglück vermisst, teilte die Polizei in Ringkøbing mit. Den Angaben zufolge war er beim Baden mit Freunden in der von kräftigem Wind aufgewühlten See nur 15 Meter vom Ufer entfernt in Schwierigkeiten geraten. Als die Frau am Strand Hilferufe hörte und sofort losschwamm, ertrank sie selbst und konnte nur noch tot geborgen werden. Für den jungen Mann besteht kaum noch Hoffnung.

Mitte der letzten Woche waren bereits ein deutscher Urlauber und sein zwölf Jahre alter Sohn an der dänischen Nordseeküste bei einem ähnlichen Badeunglück ertrunken. Bei beiden Unglücken galt starke Strömung als ausschlaggebend. Dänische Experten verlangten den Einsatz von mehr Lebensrettern während der Urlaubszeit, an denen vor allem die oft mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vertrauten deutschen Urlauber die Nordseestrände in Dänemark bevölkern.

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