Aktuell im Juni 2008
Freitag, 27. Juni 2007
Wiederbelebung in Bremen: 90 Minuten, 10 Euro
ImageJeder Sekunde zählt, wenn es um den Ernstfall geht. Auf der Landstrasse, im Haushalt, am Strand. 80 Prozent aller Deutschen haben mal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, im Schnitt ist das aber 15 Jahre her. Fazit: Nur jeder Zehnte (in den USA jeder Dritte) kennt sich in Deutschland mit Erster Hilfe aus. Um diese Zahl nach unten zu bekommen, ist ein Abschied von der"10 Doppelstunden-Strategie" eine wichtige Voraussetzung. Begünstigt wird dieser Trend durch das erklärte Ziel, Rettungsmaßnahmen so einfach wie möglich zu gestalten und dadurch wertvolle Zeit zu sparen. Blausand.de hat mehrfach darüber berichtet. Was sind die vom ADAC und den deutschen Hilfsorganisationen angebotenen Auffrischungskurse "Fit in Erster Hilfe" wert?

Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, wolle es vor drei Tagen genau wissen und wird schnell fündig, als er über ADAC-Webseite und einem Anruf bei der Bremer Johanniter Unfallhilfe (JUH) innerhalb von 24 Stunden einen Schulungstermin bekommt:

"Wir brauchen Sie als Ersthelfer",  begrüsst mich die Schulungsleiterin, bevor der Ernstfall praktiziert wird: Bewusstsein vorhanden? Nein. 112 alarmieren und Atmung prüfen! Falls ok: In die stabile Seitenlage. Falls nein: sofort 30 Herzdruckmassagen und 2 Atemspenden im Wechsel. Ohne Unterbrechung. Solange, bis der Arzt kommt. Die ganze Procedure haben wir 10 x durchgespielt. Nach 90 Minuten ist die kinderleichte, vorbildliche Übung für 10 Euro beendet. Auf dem Weg zur Kneipe, in der Deutschland gegen die Türkei spielt, höre ich grelle Martinshörner und sehe zuckendes Blaulicht hinter den Häusern. Nach 90 Minuten sind wir mit dem blauen Auge davongekommen. Ein gutes Gefühl. Heute schon zum zweiten Mal.

P.S.: Am Samstag, 28. Juni, 17.03 Uhr zeigt der ARD-Ratgeber Auto + Verkehr einen Beitrag zum Thema. Bei einer gestellten Unfallszene mit einer schwer verletzten Person hielten nur wenige Autofahrer an, um zu helfen. Durchschnittlich sieben Fahrzeuge fuhren an der vermeintlich Bewusstlosen vorbei, bis der erste Wagen hielt. Dabei hätte ein einfache Handgriffe das Leben der Betroffenen retten können. Übrigens: Haben Sie schon einen Erste-Hilfe-Kurs besucht? War das kurzfristig möglich? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Bitte schreiben Sie uns unter


Donnerstag,  26. Juni 2008
Wassertemperaturen am Mittelmeer
Balearensicherheit
ImageZeitgleich mit dem Ferienbeginn in den ersten deutschen Bundesländern haben die Wassertemperaturen im Mittelmeer deutlich zugelegt. Innerhalb einer Woche stiegen sie nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg zum Teil um zwei bis drei Grad. Spitzenreiter sind Zypern und Antalya mit jetzt 26 Grad. Auf Mallorca zeigt das Thermometer 23 bis 24 Grad Meerwassertemperatur an. In der Ägäis sind es bis zu 25, in der Adria 22 bis 23 Grad. An manchen Orten an den deutschen Küsten wird das Wasser ebenfalls etwas wärmer. An der Spitze liegt hier derzeit Usedom mit 16 bis 19 Grad.

Stichwort Mallorca: Nach Pressemeldungen der Balerarenregierung werden elf neue Notfallstationen und 22 neue Kontrollhochsitze an den Stränden der balearischen Inseln installiert. Insgesamt zählen die Strände der Inseln damit nach diesen Informationen mehr als 90 Kontrollhochsitze und knapp 30 Notfallstationen. Außerdem stehen gut 20 Rettungboote zur Verfügung. Für die Sicherheit der Strände würden in diesem Jahr nach diesen Angaben knapp 600.000 Euro ausgegeben.



Mittwoch. 25. Juni 2008
Frankreich: Weniger Wasserretter an Atlantikküste?
Französische Medien berichten, dass sich der französische Staat aus der Wasserrettung am atlantischen Ozean zurückzieht. Anstatt seine als Wasserretter ausgebildeten Bereitschaftspolizisten (CRS) wie in den letzten Jahren von Mitte Juni bis Mitte September an den Stränden einzusetzen, erfolgt dies in diesem Sommer nur in den Monaten Juli und August. Die Kommunen sind nun gezwungen, zusätzliches ziviles ImagePersonal für die Strandbewachung in den Monaten Juni und September zu finden, was in der Presse als Verlust an Sicherheit dargestellt wird.

Teilweise könne die Bewachung der Strände überhaupt nicht gewährleistet werden. So kann man lesen, dass in der Vergangenheit normalerweise an den Stränden im Département Landes 250 zivile Retter und 180 Retter der Bereitschaftspolizei an einem Wochenende im Sommer eingesetzt wurden. In einem Artikel wird erwähnt, dass das eingesetzte Personal -  Bereitschaftspolizist oder Zivilist - die gleiche Ausbildung absolviert haben soll. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen sich aus den personellen Veränderungen tatsächlich für die Sicherheit ergeben werden.


Montag, 23. Juni 2008
"Alkohol lässt Schwimmer abtauchen"
Allein in Bayern sind gestern drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens ein tödlicher Unfall passierte unter Alkoholeinfluss.

Ein 47-Jähriger ertrank im Karlsfelder See. Laut Polizei hatte der Mann mit Arbeitskollegen einige Flaschen Bier getrunken und war anschließend schwimmen gegangen. Wenig später fanden ihn Badegästen leblos im Wasser treibend. Im Schliersee (Landkreis Miesbach) ertrank ein Tourist, kurz nachdem er von einem Steg ins Wasser gesprungen war. Seine Begleiter konnten ihn zwar aus dem Wasser ziehen. Der Mann sei aber nicht wieder zu Bewusstsein gekommen, teilte die Polizei mit. Ein dritter Mann kam in einem Baggersee in Friedberg (Landkreis Aichach-Friedberg) ums Leben. Der 41-Jährige war mit Freunden zum Grillen an den See gefahren und wollte dann zum gegenüberliegenden Seeufer schwimmen. Auf halber Strecke sei er plötzlich untergegangen, teilte die Polizei mit. Taucher Imagekonnten ihn nach einer halben Stunde aus knapp fünf Metern Tiefe retten und wiederbeleben. Wenig später starb der 41-Jährige aber im Krankenhaus.

"Kluge Köpfe bleiben beim Baden trocken." Mit diesem Slogan erinnerte die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hitzige Wasserratten daran, beim Wassersport und Baden auf Alkohol zu verzichten. Wer alkoholisiert ins Wasser geht, schwimmt schlechter, riskiert zu erbrechen und lautlos unterzugehen. Ausländische Studien deuten darauf hin, dass vielen schweren Badeunfällen der Konsum von Alkohol vorausgeht. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft und vermindert die Konzentration. Badende, besonders  in unbewachten Seen und Flüssen, brauchen aber ihre ganze Reaktionsfähigkeit und all ihre Kräfte.


Samstag, 21. Juni 2008
"Dr. Beach" Schönster Strand 2008 der USA liegt in Florida
Florida hat den schönsten Strand der USA. Der als Dr. Beach bekannte Stephen P. Leatherman vom Institut für Küstenforschung an der Uni Miami gab dem Strand Caladesi Island State Park in St. Petersburg/Clearwater die beste Bewertung.

ImageSchon 2005 hatte St. Petersburg/Clearwater - allerdings mit einem anderen Strand - den ersten Platz in der "Dr. Beach"-Rangliste belegt. Die Region ist nun die einzige in Florida, die es zweimal ganz nach vorne geschafft hat. Im Jahr 2007 war der "Titel" erstmals überhaupt nach North Carolina gegangen - üblicherweise wechseln sich Florida und Hawaii dabei ab. Der Vorjahressieger "Ocracoke Island" (übrigens ein Strand mit intensiven gefährlichen Strömungen) wurde diesmal nicht mitbewertet. Die neue Nummer eins lag bereits zweimal auf Platz zwei.

Caladesi Island, nördlich von Clearwater Beach im Golf von Mexiko gelegen, gilt eine der letzten «unberührten» Inseln in Florida. "Dr. Beach" überzeugten vor allem der puderweiße Sand sowie das warme und kristallklare Wasser. Caladesi Island sei noch immer ein «gut gehütetes Geheimnis». Die zwei Quadratkilometer große Insel biete eine intakte Natur und üppige Vegetation.

Mittwoch, 18. Juni 2008
Badeordnung in Greifswald:
Diskriminierung von geistig Behinderten
Image Dass Badeordnungen unsinnige Texte enthalten, ist keine neue Erkenntnis. Die Informationen sind häufig nicht sachgerecht, schwer verständlich, orientieren sich nicht an den Anforderungen der jeweiligen Badestelle und dienen allzu oft primär dazu, den Kommunen die Möglichkeit von Sanktionen zu eröffnen und sie juristisch abzusichern.

Die Badeordnung eines Strandbades in Greifswald-Eldena (Mecklenburg-Vorpommern) hat jetzt wegen umstrittener Besucherregelungen allerdings heftige Kritik ausgelöst. Wie die Ostseezeitung gestern berichtete, steht auf einer Tafel am Eingang, dass neben Betrunkenen auch "Verwahrloste, Epileptiker, Geisteskranke und Personen mit Anstoß erregenden Krankheiten" keinen Zutritt hätten. Die Vorsitzende des Greifswalder Behindertenforums, Jana Schulz, sagte der Zeitung, die Bestimmung sei diskriminierend und der zuständige Dezernent in der Greifswalder Stadtverwaltung, Reinhard Arenskrieger, distanzierte sich von der Formulierung. "Wir werden darauf dringen, dass die Badeordnung geändert wird", sagte er der Zeitung. Ein Hamburger Badegast hatte sich dem Bericht zufolge bei der Hansestadt und der Deutschen Epilepsievereinigung beschwert. Greifswald hatte das Strandbad vor Jahren an einen Verein verpachtet. Offenbar wurde die Badeordnung der Stadt seinerzeit übernommen.


Dienstag, 17. Juni 2008
Schweiz: Kinder sollen Notlagen im Wasser üben
ImageOftmals ertrinken Kinder, weil sie nach einem Sturz ins Wasser nicht richtig reagieren.

Mit Tests sollen sie nun auf den Notfall vorbereitet werden. Künftig sollen Kinder mit dem so genannten "Wasser-Sicherheits-Check" (WSC) dafür ausgebildet werden, sich selbst aus einer Notlage im Wasser zu retten, teilt die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) mit. Das Ziel: Sie sollen sich bei einem Sturz ins Wasser selbst ans Ufer oder an den Beckenrand retten können.

Die Realität zeige, dass die richtige Reaktion bei einer Notlage zumeist nur mit vorheriger Übung gelinge, Imageso die bfu. Wenn jemand unbeabsichtigt ins Wasser falle, gelte es, ruhig Blut zu bewahren, kein Wasser in die Atemwege zu lassen, Orientierung zu suchen und dann die nächste sichere Ausstiegstelle anzusteuern. Die Übung: Kinder müssen in tiefes Wasser purzeln, sich eine Minute an Ort über Wasser halten und sich dabei orientieren und 50 Meter schwimmen können. Der Test soll idealerweise in der dritten, spätestens aber in der fünften Klasse absolviert werden, empfiehlt die bfu. Den Schulen werde empfohlen, den Sicherheits-Check in den Schwimmunterricht einzubauen.

Seit dem Jahr 2000 ertranken in der Schweiz 56 Kinder, 37 davon waren im Alter von fünf bis vierzehn Jahren. Bei 19 handelte es sich um Kleinkinder im Alter von bis zu vier Jahren. Bei Kindern ist Ertrinken die zweithäufigste Todesursache. Im Kampf gegen die Zunahme von Wasserunfällen hat sich auch die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) engagiert. Sie reichte im Mai die von rund 44.000 Menschen unterschriebene Petition "Schulschwimmen für alle" an die Erziehungsdirektoren der Kantone ein. Die Petition fordert den obligatorischen Schwimmunterricht an schweizer Volksschulen.

Montag, 16. Juni 2008
Blausand.de am 22. Juni in Planetopia (SAT 1)
Am kommenden Sonntag, 22. Juni, greift das populäre TV-Wissensmagazin Planetopia Imagepünktlich zu Beginn der Schulferien das Thema "Tückische Meeresströmungen - Risiko Badeurlaub" auf (22.45-23.30 Uhr auf SAT 1). Inhalt ist ein Interview mit Rolf Lüke, Blausand.de und mit der Familie Flanagan. Vater und Ehemann Liam Flanagan kam vor einem Jahr in Alanya (Türkei) ums Leben.


Donnerstag, 12. Juni 2008
Häufung von Badeunfällen in Europa
Drei deutsche Urlauber sind beim Paddeln in einem Seitenarm des Flusses Verdon im Südosten Frankreichs ertrunken. Die beiden jungen Frauen und ihr Führer waren beim sogenannten Canyoning von starken Strömungen erfasst und unter Wasser gedrückt worden, berichteten französische Medien unter Berufung Imageauf die Rettungskräfte in Castellane. Die Opfer gehörten zu einer Gruppe von 12 Urlaubern im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, die in den reißenden Gewässern in Schwierigkeiten geraten waren und zu einer Gruppe von 12 Urlaubern gehörten, die im Département Var auf einem Campingplatz Urlaub machen. Auf dem Verdon waren wegen Hochwasser Wassersportaktivitäten verboten, auf dem Zufluss allerdings nicht. Aufgrund eines Gewitters mit starken Regenfällen ist die Urlaubergruppe in die gefährliche Situation geraten. Beim Canyoning handelt es sich um eine Trendsportart, bei der man durch Abseilen, Klettern, Springen, Rutschen oder sogar Schwimmen Schluchten begeht. Das tiefe und felsige Tal des Verdon ist ein beliebtes Ziel für Anhänger der Sportart und gilt als "Grand Canyon" Europas.

Eine 49-jährige Frau hat ein zwölfjähriges Mädchen aus einem Baggersee in Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen) vor dem Ertrinken gerettet und dafür mit dem Leben bezahlt. Das Mädchen drohte, in der Sandgrube zu ertrinken, berichtete die Polizei am Mittwoch in Gütersloh. Die 49 Jahre alte Erzieherin aus  Rheda-Wiedenbrück habe die Grube am Dienstagmittag mit dem Mädchen sowie zwei Jungen (13 und 14) aufgesucht, obwohl laut Polizei große Schilder das Betreten des Geländes untersagten. Beim Retten des Mädchens sei die Frau unter Wasser geraten. Von den Kindern alarmierte Rettungskräfte bargen Imagesie erst nach 35 Minuten aus dem Wasser. Sie reanimierten die 49-Jährige. Kurze Zeit später starb sie jedoch in einem Krankenhaus. Die Kinder von Migranten wurden in einem Integrationsprojekt von der Frau betreut, sagte eine Polizeisprecherin. Warum die Frau mit dem Mädchen und den beiden Jungen die gesperrte Sandgrube besuchte, ist nicht bekannt.

Am Dienstag ist bei Mühlheim (Offenbach, Hessen) ein 15-jähriger im Main ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Junge versucht seinen Fußball, der in den Fluss geriet, rauszuholen, dabei ist er in die Strömung eines Wehrs geraten und abgetrieben. Ein Passant hatte die Polizei gegen 21 Uhr über eine im Main treibende Person unterrichtet. Eine eingeleitete umfangreiche Suchaktion, der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr und Rettungsdienste führte kurz nach 22 Uhr zum Auffinden des Jungen aus Mühlheim. Er wurde durch einen Taucher der Feuerwehr aus dem Main geborgen.

Zwei Tote sind am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag in Berliner Badeseen ertrunken. Ein 23 Jahre alter Pole wurde am Sonntagabend etwa 150 Meter vor dem Strandbad Müggelsee tot geborgen, teilte die Polizei mit. Taucher entdeckten kurz nach Mitternacht die Leiche einer 68 Jahre alten Frau vor dem Strandbad im Weißen See.


Mittwoch, 11. Juni 2008
120 Tipps für Ihren Badeurlaub 2008
ImageAb heute gibt es den BLAUSAND.DE – URLAUBSSERVICE 2008 mit 120 Tipps für einen sicheren Badeurlaub. Dieser Service von A (wie Ärzte) bis Z (wie Zeichen) ist eine Orientierung für Urlauber, Familien, junge Leute und Senioren, die pünktlich zu Beginn der Urlaubssaison 2008 Wert auf Informationen zum sicheren Verhalten im Badeurlaub legen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Badesicherheit am Mittelmeer und am Atlantik. Achtzig Prozent aller Badeunfälle könnten nach Meinung von internationalen Rettungsexperten durch präventive Maßnahmen verhindert werden. Dazu gehören vor allem Informationen über die speziellen Bedingungen am Urlaubsort.

Montag, 9. Juni 2008
"100 EACH DAY": Reaktionen, Medieninteresse, noch mehr Fotos
ImageAn dieser Stelle möchten wir uns bei allen Teilnehmern, Sponsoren und beim Organisationsteam für das tolle Engagement bei der Aktion "100 EACH DAY" bedanken.

Über die Aktion wurde von 25 deutschen, holländischen, spanischen, italienischen und französischen Tageszeitungen und Internet-Portalen berichtet, die auch das Bild abgedruckt Imagehaben. spiegel.de berichtete am Folgetag über die Aktion. Rund um "100 EACH DAY" wurden 16 Radiointerviews mit deutschen, holländischen, englischen und spanischen Rundfunkstationen geführt.

Zur Zeit verhandeln wir mit mehreren öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Stationen und wollen die Badegefahren auch mit Hilfe der bewegten Bilder von der Aktion jetzt zu Beginn der Schulferien 2008 thematisieren. Über die Termine werden wir hier auf Blausand.de und mit unserem monatlichen Newsletter informieren.

Eine Auswahl von vielen Reaktionen auf 100 EACH DAY erhalten Sie unten auf dieser Seite. Wer noch mehr Fotos sehen möchte: Seit heute gibt es auf der Piratabus-Webseite über 200 Bilder fröhlicher Menschen, die sich auf Formentera für mehr Badesicherheit eingesetzt haben.


Sonnabend, 7. Juni 2008
"Local Heroes": Passauer sammelt Helden des Alltags
Die Webseite des Theologieprofessors Hans Mendl enthält Helden des Alltags. Es geht um Menschen wie den Neunjährigen, der ein anderes Kind vor dem Ertrinken rettete. Oder die Schülerin, die leukämiekranken Kindern hilft. Oder auch der Fußballer, der absichtlich ein Eigentor schoss, um das unfaire Tor der eigenen Mannschaft auszugleichen. Mendl hat vor acht Jahren angefangen, eine Datenbank mit Helden quasi aus der Nachbarschaft aufzubauen -"Local Heroes" genannt. "Große Heilige sind heutzutage uncool und wirken oft Imageso unnahbar wie die Rolling Stones", meint Mendl. Ihm geht es deshalb um Männer, Frauen, Kinder, die in ganz alltäglichen Lebenssituationen etwas Besonderes geleistet haben.

Deshalb fing er an, Zeitungen nach Menschen mit Heldenpotenzial zu durchforsten. Seine Recherchen präsentiert er auf einer Internetseite. Einige Helden wurden ihm auch von anderen vorgeschlagen oder haben sich selbst nominiert. "Bei solchen Eigenbewerbungen bin ich jedoch sehr vorsichtig", betont Mendl. Denn schließlich gelte in Deutschland das Prinzip: "Tue Gutes und rede nicht darüber." Deshalb reagieren nach Angaben des Professors die meisten "Helden" auch zurückhaltend und schüchtern auf ihre Aufnahme in die Datenbank, sie empfinden ihre Taten meist als selbstverständlich.


Donnerstag, 5. Juni 2008
Mogelpackung "Blaue Flagge"
ImageHeute wurde die Liste der begehrten "Blauen Flaggen" für Strände, Sportboothäfen und Badestellen an Binnenseen veröffentlicht. Weltweit wehen nunmehr weit über 3000 Blaue Flaggen, besonders viele in Spanien, Griechenland und in der Türkei. "Die Blaue Flagge gibt den Gästen die Sicherheit, ihren Urlaub an einer sauberen, sicheren und attraktiven Badestelle zu verbringen", so die werbewirksame Botschaft an den ausgezeichneten Stränden

Abgesehen davon, dass es keine sicheren Strände geben kann, ist in den Verleihungskriterien eine Strandbewachung auch für das Jahr 2008 nicht notwendig: "An adequate number of lifeguards and / or lifesaving equipment must be available at the beach". Rettungsmittel reichen also nach wie vor für die werbewirksame Flaggenverleihung aus, selbst dann, wenn keine Aufsicht vorhanden ist. Die "Blaue Flagge" mag für umweltgerechtes Verhalten stehen. Strandsicherheitstechnisch ist die Auszeichnung - zumindest ausserhalb unserer Landesgrenzen - eine reine Farce.

Allein im türkischen Bezirk Antalya, die bis zum Touristenort Alanya reicht, zählen wir fast 130 "Blue flag-beaches". Die Zahl der Strandhotels in dieser Region ist wahrscheinlich unwesentlich geringer.Eine ziemlich einmalige Verleihungsdichte, bei der es sich um eine konzertierte Aktion der türkischen Tourismusindustrie zu handeln scheint.  Für diese These spricht auch, dass den türkischen Stränden nach Überprüfung etwa 20 Prozent der Flaggen wieder entzogen wurde. 2007 waren die meisten von ihnen schon wieder unter den Auserwählten.

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung, die die Auszeichnungen für Deutschland vergibt, bringt die Sache auf den Punkt. Die Blaue Flagge sei ein "Marketinginstrument zur Tourismusförderung".

Blaue Flaggen in der Türkei sind nicht die einzigen Ungereimtheiten. In Deutschland wurden 35 Blue Flag-Strände ausgezeichnet - fast alle liegen an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern. In der Region Nordsee und Ostfriesische Inseln befindet sich nicht ein einziger Strand unter den auserwählten Gewässern.

Sind die Ostseestrände sauberer, sicherer und attraktiver als die Strandabschnitte an der Nordsee? Keineswegs. Der Hintergrund: Vor Jahren wurde die Blaue Flagge bei 28 der 31 Nordseestrände wegen relativ geringer Abweichungen in der Wasserqualität entzogen. Seitdem veröffentlichen die Fremdenverkehrsverbände an der Nordsee ihre eigenen Werte. In Baden-Württemberg ist ein einziger Strand ausgezeichnet. In Bayern gar keiner.

Blausand.de wird die Entwicklung, vor allem die Bereitstellung von Rettungsschwimmern an Blue Flag - Stränden weiterhin aufmerksam verfolgen. Eine Liste der auserwählten Strände finden Sie hier. Bitte helfen Sie uns dabei - Ihre Beobachtungen sind für uns wichtig! Ist Ihr Urlaubsstrand mit einer Blauen Flagge versehen und war er bewacht? Bitte schreiben Sie uns unter .


Dienstag; 3. Juni 2008
Deutsche Strände und Seen: sauber und gefährlich
Image"Ungetrübter Badespass an deutschen Stränden und Seen" heisst es in den Pressemeldungen. Gemeint ist aber nicht etwa ein hoher Sicherheitsstandard an deutschen Gewässern (zur Erinnerung: fast 500 Badetote nach DLRG-Angaben im letzten Jahr), sondern die Wasserqualität, die die EU-Kommission mit dem jährlichen Badewasserbericht veröffentlicht .

Die Note "sehr gut" erhielten aufgrund der Untersuchungen von 2007 die meisten Badestellen an der deutschen Nordseeküste und am Mittelmeer. Die saubersten Badeseen gab es demnach in Österreich. Schlechtere Noten erhielt die polnische Ostseeküste.

Die EU-Leitwerte zur Wasserqualität erfüllten rund vier Fünftel der deutschen Gewässer. Dennoch war das Baden an den meisten Stellen der Kommission zufolge unbedenklich. An der "überwiegenden Mehrheit" der Nordseestrände hatte das Wasser einem Kommissionsexperten zufolge "ausgezeichnete Qualität". Die Wasserqualität an der Ostsee schnitt mit "überwiegend gut" etwas schlechter ab. Während die meisten Strände zwischen Kieler Bucht und Usedom die EU-Vorgaben einhalten, muss Polen in Punkto Wasserqualität nacharbeiten. Brüssel hat der Regierung in Warschau bis 2015 Zeit gegeben, die Abwasserproblematik in den Griff zu bekommen.

Am Mittelmeer entspricht die Wasserqualität dem Kommissionsexperten zufolge "von Gibraltar bis Zypern" weitgehend den Angaben aus Urlaubsprospekten. Sorgenkind sei Italien: Hier waren im vergangenen Jahr 296 Badestellen aus Hygienegründen gesperrt.


Sonntag, 1. Juni 2008
Teilnehmer an 100 EACH DAY: bitte melden
1.-7.6.2008: Woche der Rip-Strömungen
Warnschilder an Bremens Badeseen ergänzt
ImageWer als Blue-Body an der Aktion 100 EACH DAY auf Formentera teilgenommen und bisher noch kein XXL-Bild per mail von uns erhalten hat, sollte seine Mailadresse (auf den Registrierungen zum Teil unleserlich) an senden. Sie erhalten dann umgehend die Karte zum Ausdrucken und Weiterleiten.

ImageDie grösste Gefahr an Europas Badestränden sind Rip-Strömungen, unsichtbare Killer im Meer, die der Hauptgrund für Rettungseinsätze und wahrscheinlich auch die häufigste Ursache für tödliche Badeunfälle sind. Blausand.de beteiligt sich an der in den USA heute beginnenden Woche der Rip-Strömungen ("Rip Current Awareness Week") und informiert Sie in einem Blausand.de-Special leicht verständlich über alles Wissenswerte zur Entstehung und Wirkungsweise dieser Gefahr. Und natürlich auch darüber, wie Sie aus dieser Situation mit heiler Haut wieder herauskommen. Bitte lesen Sie hier weiter.

Die in die Irre führenden Warnschilder an Bremens Badeseen sind rechtzeitig zur Badesaison 2008 Imageauf Initiative von Blausand.de durch die unverzichtbaren Ortsvorwahlen bei Alarmierung der DLRG-Stationen ergänzt worden.

Wenn Sie an Ihrem Badesee kritische Punkte zur Badesicherheit feststellen und wir darüber berichten und uns mit Ihnen für Verbesserungen einsetzen sollten, schreiben Sie uns bitte ein bebildertes Mail. Unsere Adresse: .
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