Aktuell im März 2005
Montag, 28. März 2005
Für Senioren: kostenlose Ärztepässe
für den Auslandsurlaub 2005

ImageSeniorenurlaub im Ausland wird von Jahr zu Jahr populärer. Allerdings steigen mit der zunehmenden Mobilität älterer Menschen auch die Gefahren, wenn etwa - wie Blausand.de im Dezember für den Gran Canaria-Report recherchierte - am Strandabschnitt Maspalomas / Playa del Ingles für die zumeist älteren der bis zu 100.000 Urlauber nicht ein einziger Defibrillator zur lebensrettenden Schockbehandlung vorhanden ist. Senioren tuen gut daran, nicht nur beim Schwimmen ihre körperliche Einschränkungen zu respektieren. Mit einem WISO Ärzte-Pass können Sie zusätzlich vorbeugen. In diesen Pass, den der ZDF-Ratgeber WISO gemeinsam mit dem ADAC zusammengestellt hat, trägt Ihr Hausarzt Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten, Allergien oder auch chronische Krankheiten ein. Im Falle eines Falles zeigen Sie diesen Pass dem Arzt oder Apotheker im Ausland - besonders bei der Beschaffung von Medikamenten sind die Angaben über die Inhaltsstoffe und die Verabreichung hilfreich. Es gibt die kostenlosen WISO-Ärzte-Pässe zum Anklicken und Herunterladen für diese Urlaubsländer: Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und für die Türkei. Aus unserer Sicht eine wirklich sinnvolle Serviceleistung.


Karfreitag, 25. März 2005
Formulare gegen die Fremdbestimmung:
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht

ImageFür viele Menschen, ich gehöre auch dazu, ist es eine grauenhafte Vorstellung, durch einen Unfall oder eine Krankheit nicht mehr über sich selbst entscheiden zu können. Die amerikanische Komapatientin Terri Schiavo kann sich nicht mehr wehren, sich nicht mehr entscheiden: Ihr Körper und ihre Seele sind zum würdelosen Spielball juristischer und politischer Auseinandersetzungen geworden. Einen Ausweg gibt es aber in "guten Zeiten": Mit einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht kann vorgebeugt werden, denn der Wille des Patienten gilt auch im Notfall. In der Patientenverfügung können Sie schriftlich festhalten, welche medizinische Behandlung Sie im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls wünschen - und welche nicht. Mit einer Vorsorgevollmacht legitimieren Sie eine Person Ihres Vertrauens - wichtig auch für Ihren Partner - Ihre Rechts- und Vermögensangelegenheiten zu klären.

Informationen zum Thema finden Sie im Ratgeber von www.ard.de. Entwürfe für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kann man sich aus dem Internet ziehen und an einem leicht zugänglichen Platz hinterlassen.  Allen Blausand.de-Freunden, Interessierten und allen Blausand.de-Partnern wünschen wir an dieser Stelle ein friedliches und schönes Osterfest, gutes Wetter und frühlingshafte Gefühle.



Sonnabend, 19. März 2005
Weltwassertag und Respekt, deutsches Frühwarnsystem aus Potsdam, Blickkontakte zu Kids als Lebensversicherung, Urteil gegen den Reiseveranstalter ITS, Blausand.de im STERN

ImageAm Dienstag nächster Woche, am 22. März 2005, gibt es den Weltwassertag - in einer Resolution der Vereinten Nationen 1992 ins Leben gerufen, um Menschen auf das wichtigste Nahrungsmittel der Welt hinzuweisen und der Selbstverständlichkeit zu begegnen. Das Motto 2005 heisst "Wasser für das Leben" ("Water for Life"). Nach wie vor stirbt weltweit alle acht Sekunden ein Kind aus Gründen, die mit dem Element Wasser zu tun haben. Wasser ist vieles, manchmal alles. Es tötete vor erst zweieinhalb Monaten 300.000 Menschen und sorgte später dafür, dass die zurück Gebliebenen weiter leben können, wenn sie sauberes Wasser erhalten. Wasser ist der Stoff, aus dem das Leben ist - aber nur dann, wenn der Mensch Respekt zeigt und vor allem auch endlich lernfähiger wird. Wenn es wirklich gelingen sollte, dass Deutschland und Indonesien ein vom deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam entwickeltes Tsunami-Frühwarnsystem zügig realisieren, ist dies ein viel versprechender Anfang.

Kinder sind die schwächsten Glieder im Badesommer 2005. Deshalb wird Blausand.de mit Beginn der diesjährigen Badesaison noch intensiver auf die besonderen Gefahren aufmerksam machen. Vor allem sind die Eltern aufgefordert, ihre Kids niemals aus den Augen zu lassen. Blickkontakte sind Lebensversicherungen. Weitere Informationen für verantwortungsbewusste Eltern gibt es bei Blausand.de unter kids for safety mit Informationen rund um das Thema Kinder und Badesicherheit und im Blausand.de-Interview mit dem US-Experten Frank Pia zur besonders bei Kindern unterschätzten Gefahr des so genannten "stillen Ertrinkens".

ImageNach dem Tod eines deutschen Jungen in einem griechischen Hotelschwimmbad muss der Reiseveranstalter ITS mehr als 70.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz an die betroffene Familie von Evelyn Wagner (www.philippstraeume.de) zahlen. ITS hafte für die Mängel an der Wasserrutsche, die 2001 zum Ertrinken des damals Elfjährigen im Becken an der Wasserrutsche geführt hätten, entschied das Kölner Landgericht am Donnerstag dieser Woche. Das Gericht gab damit der Zivilklage statt. Die Höhe der Entschädigung sei angemessen, weil die Eltern und die beiden Brüder seit dem Tod des Jungen an schweren psychischen Schäden litten, so die Urteilsbegründung. Familie Wagner und der Reiserechtler Prof. Ronald Schmid sind Gäste bei Günther Jauch in stern-tv am kommenden Mittwoch (23. März).

Das Magazin Stern berichtete in der letzten Woche mit dem Beitrag "Baden? Aber SICHER!" über die Blausand.de-Initiative gegen den Tod im Meer. Der Artikel von Carsten Behrendt sorgte neben vielen Mails von Sternlesern bis heute für 25.000 neue Blausand.de-Besucher.

 

Montag, 14. März 2005
New York: Flattertuch und ein Blausand.de-Interview mit dem US-Rettungsexperten Frank Pia

ImageFrank Pia aus New York ist seit Jahrzehnten als US-Wasserrettungsexperte, Autor und Wissenschaftler bekannt und hat sich einem hoch spannenden Thema verschrieben, das in Deutschland noch weitestgehend unbekannt ist und oft völlig unterschätzt wird: dem Phänomen des "Silent drowning" (Stilles Ertrinken). Seine wichtigsten Botschaften, die der US-Rettungsexperte mit 21-jähriger Erfahrung als Lebensretter am Orchard Beach (Bronx, New York) mit 2000 fast Ertrunkenen pro Jahr gesammelt hat, untermauert er durch beeindruckende Videos und erkenntnisreicher Literatur. Jedes Jahr, so hat Pia herausgefunden, ertrinken viele Menschen, weil die Signale des Ertrinkens falsch gedeutet werden.

Wir hatten uns mit Frank Pia in einem Hotel am Broadway verabredet, nur wenige Gehminuten vom New Yorker Central Park entfernt, der in diesen Tagen vier Millionen Menschen unter safranfarbenem Flatterstoff "created by Christo and Jeanne-Claude" in seinen Bann zog. Das Gespräch mit Frank Pia, der uns seine spannenden Dokumentationen per Laptop in der Hotellobby präsentierte, wurde nur durch gelegentliches Nachwerfen von Parkmünzen auf seinem Parkplatz vor dem Hotel unterbrochen. Frank Pia hatte Glück: Er bezahlte 2 Dollar pro Stunde. In einem Parkhaus am New Yorker Broadway hätte unser Meeting ein kleines Vermögen, 18 (!) Dollar in der Stunde gekostet. Das Blausand.de-Interview mit dem US-Rettungsexperten Frank Pia lesen Sie im Menue "Reports" (unter Interviews).



Montag, 7. März 2005
Eiszeit im Vorfrühling: "Für Unfälle wird nicht gehaftet"

ImageEisige Temperaturen und Märzsonne sorgen jetzt für besondere Gefahren. Die winterliche Sonne sorgt nicht nur für wohlige Wärme auf der Haut, sondern bringt auch die Eisoberfläche auf Seen und Flüssen zum Schwitzen. Darüber hinaus isoliert der aufliegende Schnee das Eis gegen die kalte Luft. Von unten droht ebenfalls Gefahr: Manche Seen sind eigentlich Fließgewässer, so dass das Wasser ständig in Bewegung und damit nie wirklich dick genug ist. Das ist auch der Grund, warum das Betreten und Eislaufen hier grundsätzlich untersagt ist. Schilder mit dem Text "Lebensgefahr bei Betreten der Eisfläche. Für Unfälle wird nicht gehaftet" sollen Unvernünftige fern halten. Aber: Die Verlockung ist auch im Winter einfach zu groß.

Auch Erwachsene handeln fahrlässig: In der Nacht zu Freitag letzter Woche brach der 48-Jährige Thomas Wilkening (Produzent und Autor von "Polizeiruf 110") auf der Ostseeinsel Hiddensee 5 Meter vom Ufer entfernt im Eis ein und starb, als er seinen Heimweg abkürzen wollte.

Der neuralgische Punkt in Gewässern ist häufig seine bewegte Mitte: Durch viele Seen fliesst das Wasser trotz eisiger Temperaturen und verhindert - oft nicht sichtbar - ein ausreichendes Durchfrieren der Wasseroberfläche. Die Eisfläche gewinnt nur schwer an Masse. Wichtig: erst ab 15 Zentimetern ist es wirklich sicher. Sollte es trotz Verbotes zu einem Unfall kommen, haftet der Geschädigte selbst. Am besten also gar nicht mehr aufs Eis? Zumindest sollte man sich im Klaren darüber sein, dass - gerade in den sonnigen Märztagen - eine erhebliche Gefahr besteht. Sollte etwa auf der Eisfläche bereits das Wasser stehen, ist es wirklich besser, sich fern zu halten. Eine klare Ansage für die Kids ist unumgänglich.



Donnerstag, 3. März 2005
Statistik 2004, DLRG: Fordern statt Handeln, ADAC

Image470 Menschen sind im Jahr 2004 nach Zahlen der DLRG in Deutschland ertrunken - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 174 Menschen weniger. Wie im Jahr 2003 lag der Unfallschwerpunkt in Deutschland an unbewachten Badeseen - hier ertranken schon wieder 3 von 4 Menschen. Die Begründung für den Rückgang der Ertrinkungszahlen liegt gemäss DLRG-Presseerklärung darin, dass das Wetter schlecht war und - im Gegensatz zum heissen Sommer 2003 - nicht zum Baden eingeladen hat.

Soweit die Begründung der DLRG, die mit der Bekanntgabe dieser Zahlen "lokale und regionale Ursachenanalysen" fordert und meint, dass die Einrichtung von Wasserrettungsstationen und die Aufsicht durch Rettungsschwimmer an beliebten Stellen "kein Tabu" sein dürfe.

Wer ist denn Adressat für diese Forderungen? Diese entscheidenden Frage stellt sich, wenn die DLRG als grösste Wasserrettungsorganisation der Welt blauäugig Forderungen in den Raum stellt, die sie an ihre eigene Organisation stellen müsste. Von welchen Stellen erwartet die DLRG die Realisierung dieser Analysen? Die Entstehungsgeschichten von Badeunfällen sind nach unseren Ermittlungen viel komplexer, als es uns die DLRG mit Pauschalforderungen (etwa nach mehr Schwimmunterricht und die Gefahr von weiteren Bäderschliessungen) Glauben machen will. Sollen Senioren, die von Jahr zu Jahr einen immer grösseren Anteil an den Opferzahlen haben, jetzt schwimmen lernen? Es gibt einen Ausweg: sie müssten auf breiter Ebene über die drohenden Gefahren informiert werden.

Blausand.de hat im vergangenen Jahr mit Hilfe europäischer Rettungsexperten weit über 30 Gründe für die Entstehung von Ertrinkungsunfällen in den Kategorien Meteorologie, Warnsysteme, Rettungsmanagement und menschlichem Verhalten ermittelt und wird im Jahr 2006 europäische Badestrände und Badeunfälle analysieren. Zumindest der Präsident der DLRG mit Sitz in Bad Nenndorf hat an einer ImageZusammenarbeit mit Blausand.de erklärtermassen nicht das geringste Interesse. Im Gegenteil: Informationen werden bewusst abgeblockt, Anfragen nicht beantwortet, Mitarbeiter in Bad Nenndorf dürfen keine Auskünfte geben. Tatsache ist, dass Blausand.de von den Wasserrettern in den europäischen Reiseländern seit Jahren mehr Unterstützung und Kooperationen erfährt als ausgerechnet von der grössten Wasserrettungsorganisation der Welt in Bad Nenndorf. Und es nimmt inzwischen groteske Züge an, wenn die von der DLRG offensichtlich empfundene Konkurrenz durch Blausand.de das "Geschäft" gegen den "nassen Tod" nicht belebt, sondern verhindert.

Im Strassenverkehr sind immer weniger Todesopfer zu beklagen: 2004 ist erstmals die Grenze von 6000 Verkehrstoten unterschritten worden, zurückzuführen auf technischen Fortschritt, ein vorbildliches Rettungssystem und gezielte präventive Maßnahmen einschließlich wirkungsvoller Überzeugungsarbeit. Apropos Auto: Selbst der ADAC macht Badegefahren zum Thema und informiert (in Zusammenarbeit mit Blausand.de) seine fast 14 Milllionen Mitglieder in der März-Ausgabe der ADAC-Motorwelt nicht nur über sauberes und unsauberes Wasser, sondern über Ertrinkungsgefahren und Badetipps am Mittelmeer. Ein gutes Beispiel für eine wirkungsvolle Kooperation.






 




 
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