Aktuell im Oktober 2005

Dienstag, 25. Oktober 2005
2006: Balearenregierung will Mietautos versteuern, " Ecotasa" lässt grüssen

ImageMallorca Inselradio berichtet, dass der balearische Finanzminister Lluis Ramis d’Ayreflor eine Steuer auf Mietwagen angekündigt hat, die vom nächsten Jahr an erhoben werden soll. Von den Gebühren zwischen 1,00 Euro und 1,50 Euro pro Tag verspricht sich die Regierung Einnahmen von etwa 12 Millionen Euro pro Jahr - diesmal für das defizitäre Gesundheitswesen. Die spanische Zeitung "El Pais" schreibt sogar von 4,50 bis 5 Euro pro Tag plus 2 bis 3 cent pro Kilometer. Der Minister versicherte, dass die Autoverleiher der Steuer bereits zugestimmt hätten - völlig unverständlich angesichts der Tatsache, dass die Preise für Benzin und Diesel auf den Balearen seit Jahresbeginn um ein Viertel gestiegen sind. Nach dem Fiasko der "Ökosteuer", von der sich Mallorca, Ibiza, Formentera und Menorca gerade erholt haben,  droht nun 2006 eine neue Teuerungswelle für den ohnehin schwierigen Autoverleihmarkt.Wie die Reiseveranstalter dazu stehen, wurde bisher nicht bekannt. "Schlimmer als seinerzeit die Touristensteuer Ecotasa" - mit diesen Worten hat inzwischen aber der Vorsitzende des mallorquinischen Fremdenverkehrsverbands, Miquel Vicens, die Steuer auf Mietwagen kritisiert. Betroffen wären in erster Linie Individual-Touristen, so der Verbandsvorsitzende weiter. Weil diese Urlaubergruppe in Zukunft vermutlich wachsen werde, würde die Konkurrenzfähigkeit der Balearen durch die Steuer sinken.
30. Oktober 2005: Viel Lärm um nichts.  Proteste der Tourismusbranche und der spanischen Zentralregierung sorgen für die Rücknahme der "Autotasa".

Donnerstag, 20. Oktober 2005
TUI sucht Animateure für Familien- und Kinderclubs

Image Der Reiseveranstalter TUI sucht für die Sommersaison 2006 bis zu 200 Animateure, so genannte "Baddis". Baddis arbeiten in TUI Familienclubs und TUI Baadingoo Kinderclubs rund um das Mittelmeer, auf den Kanaren, am Schwarzen und am Roten Meer. Auch für Clubs in Deutschland und Österreich werden Animateure gesucht. Die so genannten "Baddis" werden vorwiegend in der Kinder- und Sportanimation eingesetzt. Das TUI Family Programm bietet qualitativ hochwertigen Familienurlaub, professionelle Kinderbetreuung und Ferienspaß für die ganze Familie. Auch gemeinsame Aktivitäten mit Kindern und Eltern gehören zur Philosophie von TUI Family. Die Bewerber sollten zwischen 20 und Anfang 30 Jahre alt sein und Erfahrungen in den Bereichen Pädagogik, Animation, Kinder- und Jugendbetreuung oder Freizeitgestaltung haben. Wichtige Eigenschaften für den Beruf des Animateurs sind Teamfähigkeit, Anpassungsvermögen sowie Durchhaltevermögen, Belastbarkeit und Flexibilität. Ein Ausbildungsseminar wird im Frühjahr 2006 stattfinden. Wer sich den abwechslungsreichen Job mit interessanten Menschen zutraut, findet weitere Infos und einen Online-Bewerbungsbogen unter www.animateure.info. Das Bewerber-Casting findet im November statt.

Mittwoch, 19. Oktober 2005
Dänemark: Funktionale Designer-Wachtürme an den Badestränden


Image An manchen europäischen Badestränden hat man den Eindruck, dass Wachtürme nichts sagend und unauffällig sein sollten. Nicht so in Dänemark: Das beweist unser Nachbarland, bisher nicht gerade für gute Strandsicherheit bekannt, mit seinen Wachtürmen an den Stränden.

Maria Therese Schiffer, Mitglied im Blausand Team, informierte uns über die Entstehungsgeschichte: Vor Jahren schrieb die dänische Stiftung Trygfonden, die sich die Sicherheit an den Stränden auf die Fahnen geschrieben hat, einen Designerwettbewerb für Wachtürme aus – funktionell und schön sollte diese sein. An dem mit 100.000 dänischen Kronen (13.500 Euro)dotierten Preis nahmen weit über 100 Designer und Architekten teil.

Den Zuschlag erhielt ein Entwurf von BBP Arkiteker A/S, der später für den „Danske Designpris“ nominiert wurde. Die flexiblen Türme enthalten komplette Rettungsausrüstungen und sind durch die rot/weissen Signalfarben von weitem sichtbar. Inzwischen stehen sie an 15 dänischen Badestränden und werden zum Ende der Badesaison eingelagert. Trygfonden stellt die Türme mit Ausrüstung zur Verfügung, die Bewachung wird von der dänischen Wasserrettungsorganisation Dansk Svømmeunion gestellt. Man kann also – vielleicht richtungsweisend - auch Design und Funktionalität bei Strandsicherheit miteinander verbinden.



Montag, 17. Oktober 2005
Masssengrab Fuerteventura:
Das tägliche Ertrinken afrikanischer Flüchtlinge im Urlaubsparadies

ImageMit Urlaub hat das Ertrinken von afrikanischen Menschen auf Fuerteventura und anderen Inseln in Europa nichts zu tun. Nur gut 60 Seemeilen, das sind 90 Kilometer, trennen die Westküste Marokkos von Europas Sonnenstränden auf den Kanarischen Inseln.

Vor allem Fuerteventura, der afrikanischen Küste am nächsten gelegen und Urlaubsinsel für jährlich über eine Million Touristen, ist die allerletzte Hoffnung für rund 10.0000 Afrikaner, die in einer lebensgefährlichen Passage auf winzigen Holzschiffen das Meer überqueren. Fast täglich werden Spanienurlauber und die spanischen Behörden mit ankommenden Flüchtlingen in ihren Seelenverkäufern konfrontiert. Viele zahlen mit dem Leben oder mit lebenslang traumatisierenden Erlebnissen. Die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge wird auf inzwischen über 1000 geschätzt. Den Versuch einer Beschreibung über das unfassbare Geschehen lesen Sie hier.


Donnerstag, 13. Oktober 2005
Evelyn Wagner, Unfälle an Ansaugrohren, Bundesgerichtshof, stern TV
Düren: Siebenjähriges Kind im Swimmingpool eines Nachbarn ertrunken

ImageEvelyn Wagner (www.philippstraeume.de), Mitglied des Blausand.de-Teams, die im Jahr 2001 ihren Sohn durch Ertrinken verlor, kämpft weiter um Gerechtigkeit.  Philipp war in einem griechischen Hotel-Schwimmbad ertrunken, nachdem er von einem ungesicherten Ansaugrohr unter Wasser gezogen worden war. Im November wird Familie Wagner erneut nach Griechenland fliegen, wo der Berufungsprozess der Rutschen- und Hotelbetreiber sowie der Rettungsschwimmerin laufen. Der Hotelbetreiber wurde zu 18 Monaten Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung und zwei Monaten Gefängnis wegen Betreiben einer nicht genehmigten Anlage verurteilt. Er hat Berufung eingelegt, genau wie der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Rutschenbetreiber. Inzwischen ist klar, dass der Fall in Deutschland vor den Bundesgerichtshof geht. Der Reiseveranstalter ITS hatte sich in der vergangenen Woche für Revision entschieden. Philipps Tod ist kein Einzelschicksal. Gestern berichtete die Sendung stern TV  über vier Unfälle in Verbindung mit ungesicherten Ansaugrohren an Wasserrutschen in Urlaubsanlagen.

ImageIn Düren (Nordrhein-Westfalen) ist ein siebenjähriges Kind im Swimmingpool eines Nachbarn ertrunken. Das bestätigte die Polizei am heutigen Donnerstag-  knapp eine Woche nach dem Unglück. Der Junge war unbemerkt aus der Nachbarschaft in den Garten gegangen und hatte vermutlich nach einem aufgeblasenen Gummitier auf dem Wasser geangelt. Dabei fiel er ins Wasser und ertrank, weil er nicht schwimmen konnte. Der Hauseigentümer fand das tote Mädchen im Schwimmbecken, als er von einem kurzen Spaziergang mit seinem Hund heimkehrte. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Im Krankenhaus wurde des Tod der Siebenjährigen festgestellt.

Niemand hatte bemerkt, wie das Kind auf das Privatgrundstück gelangte, das von einem hohen Zaun umgeben ist. Zum benachbarten öffentlichen Park führt ein versteckt gelegenes Tor.



Montag, 10. Oktober 2005
Blausand.de-Interview mit dem Tourismusexperten Karl Born


Image Professor Karl Born lehrt seit 5 Jahren Tourismusmanagement an der Hochschule Harz in Wernigerode.

Wir wurden auf ihn aufmerksam, weil er auf seiner Website  "Borns bissige Bemerkungen", wöchentliche satirische Kolumnen rund um das aktuelle Geschehen in der Tourismuswirtschaft veröffentlicht - lesenswert und unterhaltsam.

Im Blausand.de - Interview spricht Karl Born über globale und individuelle Urlaubsgefahren, Risikobewusstsein, das Verhalten von Urlaubern, Terror und Tsunami, über Reiseveranstalter, freiwilliges Engagement und über Sicherheitsstandards der Europäischen Union.




Sonnabend, 8. Oktober 2005
Poseidon, das "Dritte Auge der Aufsicht", überwacht Schwimmbäder


ImageEin interessantes System mit dem Namen "Poseidon" schafft Voraussetzungen, einen möglichen Ertrinkungsfall in Schwimmbädern innerhalb von Sekunden zu erkennen. Poseidon, Technologie der Firma API Water Fun in Fulda ist das dritte Auge der Aufsicht, welches nicht blinzelt.

Wird ein regungslos auf dem Beckenboden befindlicher Körper erkannt, schlägt das System automatisch innerhalb von 10 Sekunden über ein akustisches und optisches Signal Alarm und zeigt den Vorfall auf einem Bildschirm sowie auf einem mobilen Empfänger, den die Aufsicht stets bei sich trägt. Die Aufsicht kann auf Basis der exakten Positionsangaben somit innerhalb kürzester Zeit reagieren. In Echtzeit werden die Schwimmbahnen der Badegäste mit Hilfe eines Netzwerkes von Kameras, die über der Wasseroberfläche oder unter Wasser montiert sind, aufgezeichnet und analysiert. Das System gibt innerhalb von Sekunden einen Alarm, wenn ein Badegast in Schwierigkeiten gerät. Die Chancen für eine erfolgreiche Rettung steigen und die Wahrscheinlichkeit lebenslanger Schädigungen als Folge eines Ertrinkungsfalles wird reduziert. Seit der ersten Realisierung im Jahr 2000 ist das System in mittlerweile 34 Bädern in Frankreich, 41 Bädern in den USA, 2 in Kanada, 9 in Großbritannien, 6 in Belgien, 8 in den Niederlanden, 1 in Luxemburg, 4 in Norwegen sowie im Rheinbad Düsseldorf (hier wurde im letzten Jahr bereits ein Badegast durch das System gerettet)  in Betrieb.


Freitag, 7. Oktober 2005
Mehr Deutsche 2005 im Sommerurlaub als in den letzten Jahren


Image Laut einer Befragung des Europäischen Tourismus Instituts in Trier fuhren in diesem Jahr 54 Prozent der Deutschen in den Sommerurlaub. 2004 waren es noch 51 Prozent, im Jahr zuvor sogar nur 48 Prozent. Der häufigste Urlaubsort war wie schon in den Jahren zuvor Deutschland, wo etwa jeder Dritte den Urlaub verbrachte. Dabei sei Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil von 21 Prozent an innerdeutschen Sommerurlaubsreisen die Nummer eins gewesen, gefolgt von Schleswig-Holstein (17 Prozent) und Bayern (16 Prozent). Besonders gefragt als ausländische Urlaubsziele seien in diesem Jahr die Türkei und Kroatien, weniger oft als früher sei dagegen Urlaub in Frankreich und Griechenland gebucht worden. Auffällig sei, dass viele Urlauber kurzfristig ihre Reise buchten: Etwa die Hälfte der Befragten erklärte, sie hätten sich erst nach dem März für ihr Reiseziel entschieden. Für die repräsentative Studie waren 1050 Menschen telefonisch befragt worden.

Montag, 3. Oktober 2005
Weiterhin keine Lebensretter an Dänemarks Westküste


Image NDR 1 (Welle Nord) berichtet, dass es weiterhin keine Lebensretter an der Westküste Dänemarks geben wird. Hier machen jährlich hunderttausende Deutsche Urlaub. Rettungskräfte waren von verschiedenen Stellen gefordert. Begründung des Bürgermeisters von Blavandshuk: Lebensretter würden den Urlaubern "nur Sicherheit vorgaukeln". Im Bericht  wurde darauf hingewiesen, dass es Lebensretter in Dänemark weiterhin nur auf Seeland geben wird - meist Urlaubsziel der Dänen..
< Zurück   Weiter >

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo