Aktuell im April 2005

Montag, 25. April 2005
Private Rettungsschwimmer an der spanischen Costa Blanca
Virtueller Frühjahrsputz auf Blausand.de: Brandneue Blausand.de - Website in Kürze online

ImageDen spanischen ehrenamtlichen Rettungsschwimmer im Zeichen des "Cruz Roja" gibt es nicht mehr - zumindest nicht an der Südküste der spanischen Costa Blanca. Die Gemeinde überlässt diese Aufgabe Menschen, die die Lebensrettung zu ihrem Beruf gemacht haben. Bei Raúl Tárraga ist es auch Berufung. Der 36-Jährige begann 1984 als ehrenamtlicher Rettungsschwimmer beim spanischen Roten Kreuz, gründete dann seine eigene Firma und ist seit sechs Jahren für die Sicherheit der Strände an seinem Geburtsort Pilar de la Horadada verantwortlich. Im örtlichen Hallenbad bildet er Nachwuchskräfte aus.
Mit der Privatisierung sei  die Sicherheit erheblich gestiegen, sagt er. So garantiert Tárraga nach eigener Aussage die Überwachung der Strände rund um die Uhr, und das sei "mit Freiwilligen nicht leistbar". Auch auf Menorca gibt es neben dem Cruz Roja mit der Organisation Serpro Sport seit langem private Wasserretter, ein viel versprechender Trend angesichts der weit über 1000 Ertrinkungstoten pro Jahr in Spanien. 

ImageFast eine Million Besucher haben sich inzwischen auf www.blausand.de eingeklickt. Grund genug für einen virtuellen Frühjahrsputz. Mit Hochdruck arbeiten wir an der völlig neuen Blausand.de - Webseite, die bald im Netz stehen soll. Es gibt nichts, was nicht neu sein wird: neues Design, klare und erweiterte Navigation, neue Themenstruktur, neue Serviceangebote rund um die Sicherheit an Europas Badestränden. Design und Konzeption kommen von Dievision Agentur für Kommunikation GmbH, Hannover. Wer schon heute einen ersten Eindruck vom brandneuen Blausand.de - Webportal haben möchte: siehe oben!



Montag, 18. April 2005
"Swim and survive": Australien zeigt, wie es geht
"Dr. Beach" präsentiert jährlich zehn US-Traumstrände

ImageSo werden witzige und spannende Websites für Kids gemacht, allerdings am anderen Ende der Welt. Die australische Wasserrettungsorganisation Royal Life Saving hat eine verspielte und für die Zielgruppe aufmerksamkeitsstarke Website mit dem Titellogo "swim and survive" (Schwimmen und Überleben) freigeschaltet, die Kinder anspricht, ohne den üblichen pädagogischen Zeigefinger hoch zu halten.

ImageWann ist ein Strand ein Traumstrand und wann gehört er in den USA zu den besten der Welt? Der Amerikaner Dr. Stephen P. Leatherman alias "Dr. Beach" hat 650 US-Strände besucht, bewertet das Ranking seiner zehn "best beaches" - von vielen Medien in den USA abgedruckt. Für 2004 hatten Traumstrände auf Hawaii, in Florida und im Bereich New York die Nase vorn. Im Interview mit ADAC traveller sagt Leatherman, dass die Strände Hawaiis die allerschönsten seien, aber, "viele Strände auf Hawaii sind wegen der hohen Wellen, der Brandung und der Strömungen zum Baden zu gefährlich. Deshalb tauchen sie nicht auf der Top Ten-Liste auf - denn die bewertet Strände zum gefahrlosen Schwimmen".

Auch einen "beach survival guide" mit einem etwas Angst einflössenden Buchcover ("Was Sie über Haie und Rip-Strömungen wissen müssen, bevor Sie ins Wasser gehen") hat der amerikanische Strandbeobachter schon herausgegeben. Sein neuestes Projekt, die "Healthy Beaches Campaign", dreht sich um die Balance zwischen den Ansprüchen von Strandbesuchern und der Erhaltung der Umwelt. In naher Zukunft will "Dr. Beach" das Projekt "Storm and Tides" realisieren, mit dem Touristen aktuelle Informationen über Strömungen und Gezeiten erhalten sollen.

 

Montag, 11. April 2005
neutrale Reisewarnungen, ADAC traveller,
10 Irrtümer über das Ertrinken

Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt - das ist schon lange klar - sind keine wirkliche Orientierung für Reisende. Basis sind, so der der Tourismusexperte Karl Born von der Fachhochschule Harz, "Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern zu pflegen und nicht, Urlauber vor einem Gefahrengebiet zu warnen. Wenn überhaupt, erlasse das Auswärtige Amt Reisewarnungen "immer erst dann, wenn schon etwas passiert ist". Jetzt fordert nicht nur Born neutrale Reisewarnungen eines unabhängigen Gremiums, um die "Abhängigkeit des Auswärtigen Amtes von der Tourismusindustrie zu überwinden". 

ImageEin gutes Beispiel für fundierte Reisewarnungen stehen im neuen Reisemagazin des ADAC, Titel: ADAC traveller ("besser Urlaub machen") - jetzt für 3,90 Euro alle 2 Monate am Kiosk erhältlich. Die neue Publikation ist auch sonst gut gemacht und bringt neben informativen Beiträgen (18 Länder im Sicherheitscheck) Lust auf Reisen. Auch die Webinformationen sind durchaus empfehlenswert.

Werner Hermes aus Mannheim schrieb kürzlich im Blausand.de - Gästebuch zu den 10 Irrtümern über das Ertrinken: "...einfach die beste Info-Quelle bezüglich Water Safety in Deutsch ..". Es geht dabei um die grössten Gefahren beim Schwimmen im Mittelmeer und Atlantik, die tragischerweise von den meisten Urlaubern erst dann erkannt werden, wenn sie diese Probleme hautnah erleben. Rettungsschwimmer berichten, dass Unterströmungen die Ursache für 80 Prozent aller Rettungseinsätze im offenen Meer sind - das müsste zu denken geben. Wer noch mehr über die Wirkung von Unterströmungen wissen will.



Montag, 4. April 2005
Miami, USA: Kommune muss auf Rip-Strömungen hinweisen, tödliche Hilfsbereitschaft in Thüringen und in der Schweiz, zwei Brüder ertrinken während einer Trauerzeremonie auf Gran Canaria, grosse Resonanz bei Aktion "Strandbewertung 2005"

ImageWo gibt es an Mittelmeer- und Atlantikstränden konkrete Warnhinweise auf die gefährlichen Unterströmungen, die an vielen Mittelmeer- und Atlantikstränden vorhanden sind? Bei unseren jahrelangen Recherchen haben wir an Europas Badestränden nicht einen einzigen Hinweis auf die grösste Lebensgefahr im offenen Meer registrieren können. Vor einigen Tagen gab es zu dieser Problematik ein Aufsehen erregendes Gerichtsurteil - allerdings nicht in Europa, sondern im US-Bundesstaat Florida. Nachdem 1997 zwei Schwimmer in Miami Beach in Unkenntnis der bedrohlichen Unterströmungen ertrunken waren, muss die zuständige Kommune jetzt auf die Gefahr von Rip-Strömungen in Zukunft explizit hinweisen - allgemeine Warnflaggen sind nach Auffassung der US-Justiz nicht ausreichend.

Drei tragische und fast nicht zu beschreibende Ertrinkungsunfälle gab es in den Tagen rund um das Ostern in Deutschland, in der Schweiz und auf der spanischen Insel Gran Canaria.  Beim Versuch, einen 6-jährigen Jungen aus dem Thunersee (Schweiz)zu retten, kamen die Mutter und die Großmutter ums Leben. Der Junge, der später gerettet werden konnte, war beim Ballspielen in den See gestürzt. Seine 43-jährige Mutter fiel ebenfalls ins Wasser, schaffte es aber nicht mehr ans Ufer zurück. Auch der herbeigeeilten Großmutter verließen im Wasser die Kräfte. 

Einem Radfahrer und einem Hundebesitzer wurde an der Ilm in Weimar der Spieltrieb eines Vierbeiners zum Verhängnis. Der 51-jährige Besitzer des Tieres war am Karfreitag mit seiner Frau und zwei Hunden spazieren gegangen. Bei einem Wehr hüpfte einer der Hunde in den Fluss und geriet in den Sog der Anlage. Der Mann sprang hinterher, um das Tier zu retten. Aber die Strömung war auch für ihn zu stark. Ein 32-jähriger Familienvater, der mit seiner Familie eine Radtour unternahm, eilte zu Hilfe. Dabei wurde er aber ebenfalls unter Wasser gezogen und ertrank. Die Leiche des Familienvaters wurde 1,5 km flussabwärts von der Unglücksstelle gefunden. Der 51-Jährige war nach dem tragischen Unglück noch lebend geborgen worden und kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Auch der Hund starb.

ImageAn der felsigen Küste von Bañaderos auf der spanischen Ferieninsel Gran Canaria ertranken am Mittwoch letzter Woche zwei Brüder während einer Trauerzeremonie. Der Vater (36)und der Onkel (23)starben, als sie die Asche des Verstorbenen dem Meer übergeben wollten. Sie hatten die Gewalt der tückischen Wellen überschätzt und wurden dadurch zwischen die Felsen geworfen. Nur eine 34-jährige Frau, die ebenfalls ins Wasser geschleudert wurde, konnte durch einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Arucas mit dem Boot gerettet werde.

Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: Die Blausand.de-Aktion "Strandbewertung 2005", mit der wir Strandtester an Europas Badestränden suchen, hat bisher ein grosses Interesse verursacht.
Wir konnten bereits über 30 Teilnehmer (!) gewinnen, die den Testbogen inzwischen erhalten haben. Wenn Sie sich noch beteiligen und eine Stunde Ihres Urlaubs für mehr Strandsicherheit investieren wollen, schreiben Sie bitte an - Sie erhalten die Unterlagen umgehend per Mail.


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