Aktuell im August 2005

Sonnabend, 27. August 2005
Dänemark: 5-Jähriger aus Deutschland ertrinkt vor den Augen der Eltern
Junger Deutscher springt von Mallorca-Fähre ins Wasser

ImageAm letzten Wochenende hätte ein Unglück in Dänemark verhindert werden können, wenn Eltern besser auf ihren Jungen, aufgepasst hätten. Ein fünfjähriger deutscher Junge ertrank in der Nordsee bei Hvide Sande, nachdem er aus einen Gummiboot fiel. Der Junge und seine Eltern waren gerade am Strand angekommen, und während die Eltern dabei waren, auszupacken, zog der 5-jährige das Gummiboot ins Wasser und setzte sich rein. Das Boot wurde schnell abgetrieben und der Junge schrie um Hilfe. Sein Vater sprang ins Wasser und schwamm hinterher, konnte aber das Boot nicht einholen und mußte aufgeben. Ein Kajakruderer setzte hinterher, aber etwa 100 Meter von der Küste kenterte das Boot und der Junge fiel ins Wasser. Zwei Rettungsfahrzeuge und ein Hubschrauber nahm an der Suche teil, die später ohne Ergebnis eingestellt wurde. Es gibt Ertrinkungsunfälle, die an Grausamkeit nicht zu überbieten sind. 

ImageVon allen guten Geistern verlassen stürzte sich ein Jugendlicher aus Deutschland am Sonntag letzter Woche bei voller Fahrt von der Fähre "Mercedes del Mar" auf der Linie Mallorca - Barcelona ins Wasse. Der Jugendliche zog sich an Deck nackt aus und sprang von der Reling hinab, berichtete die Lokalpresse. Das Schiff vor der spanischen Ferieninsel Mallorca habe stoppen und den Deutschen aus dem Wasser bergen müssen. Vor dem Vorfall habe der junge Mann mit Freunden an Bord herumgealbert. "Möglicherweise war es eine Wette", sagte eine Augenzeugin. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Gruppe angetrunken war. Der Sprung sei sehr gefährlich gewesen. Der Deutsche sei aus einer Höhe von etwa zwölf Metern auf dem Wasser aufgeschlagen, während die Fähre, 141 Meter lang, mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Stundenkilometern von Mallorca nach Barcelona unterwegs war. Der Sprung wird Folgen haben: Die Reederei verklagte den Deutschen bereits auf Schadensersatz, die 425 Passagiere der mussten eine Verspätung von fünf Stunden hinnehmen. Außerdem wurde eine größere Suchaktion eingeleitet, weil befürchtet wurde, dass ein zweiter Deutscher ins Wasser gesprungen war. Der Einsatz mehrerer Schiffe und Hubschrauber habe über 20.000 Euro gekostet. Ein teurer und riskanter Spass.

Montag, 22. August 2005
Statistisches Bundesamt, DLRG: Irritation über unterschiedliche Statistiken
Spanien platzt aus allen Nähten, Wikipedia
Image In den vier heissen Monaten von Mai bis August 2003 (dem "Jahrhundertsommer) ereigneten sich über die Hälfte der tödlichen Unfälle durch Ertrinken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jetzt mitteilte, ertranken im Jahr 2003 in Deutschland insgesamt 514 Menschen. Davon waren 380 (74 Prozent) Männer und 134 (26 Prozent) Frauen. Die so genannte "altersstandardisierte Sterbeziffer" liegt bei 0,6 Ertrunkenen je 100 000 Einwohner, das heißt: Von 167 000 Deutschen starb im Jahr 2003 einer durch Ertrinken. Mehr als ein Viertel der Ertrunkenen starben in natürlichen Gewässern, weitere 12 Prozent starben in der Badewanne und 4 Prozent in einem Schwimmbecken. Die ertrunkenen Männer waren durchschnittlich 44 Jahre alt, die Frauen 58 Jahre. Insgesamt beträgt das durchschnittliche Sterbealter der Ertrunkenen 48 Jahre. Auffällig und irritierend ist, dass die Zahlen der DLRG für 2003 deutlich abweichen: Nach der DLRG-Statistik kamen im vorletzten Jahr in Deutschland 644 Menschen durch Ertrinken ums Leben, fast 30 (!) Prozent mehr. Wodurch die Abweichungen zwischen den beiden Statistiken zustande kommen, konnte der Pressesprecher der DLRG, Martin Janssen, trotz mehrerer Anfragen gegenüber Blausand.de bis heute nicht plausibel erklären. In der letzten Woche war der Pressesprecher nicht erreichbar. Ein Grund für die Abweichungen ist, wie Stefan Rübenach vom Statistischen Bundesamt gegenüber Blausand.de erläutert, dass die Zuordnung auf Grundlage der so genannten "Leichenschauscheine" erfolgt, bei denen die (oft ursächlichen) Gründe für den ImageUnfalltod durch Einfluss des Wassers nicht immer berücksichtigt werden. Zweiter Grund: die "Wohnsitz-Zuordnung" bei der Bundesamts-Statistik. Soll heissen: Ein etwa auf Mallorca gemeldeter ertrunkener Deutscher wird in den Zahlen nicht erfasst. Wann setzen sich Statistisches Bundesamt und DLRG endlich an einen Tisch und einigen sich auf einheitliche Bewertungen, um vor allem mehr Glaubwürdigkeit in der Argumentation bei steigenden Ertrinkungszahlen zu erwirken ? 

Wikipedia, das freie, von Tausenden Freiwilligen geschriebene Internet-Lexikon, ist eine faszinierende Bewegung. Unter dem Wikipedia - Link http://de.wikipedia.org/wiki/Badeunfall gibt es einige Erklärungen zum Thema Ertrinken und Badeunfälle. Uns freut, dass Blausand.de hier inzwischen auch eine Rolle spielt. 

Spanien platzt zur Zeit aus allen Nähten, meldet spiegel.de am Wochenende. In diesem Jahr erlebt Spanien den größten Urlauberzustrom aller Zeiten, von Januar bis Ende Juli 31,5 Millionen ausländische Besucher, über 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders die Briten (9,1 Millionen) kommen nach Spanien. Sie rangieren vor den Deutschen (5,6 Millionen) und den Franzosen (4,9 Millionen). Den größten Zulauf erleben Katalonien (Nordostspanien), die Balearen und die Kanarischen Inseln.

Montag, 15. August 2005
Blausand.de in dänischen, spanischen und griechischen Urlaubsforen, auf SAT 1 und N24
Image In den letzten Tagen wird das Thema Strandsicherheit in mehreren Foren (meist konstruktiv und kontrovers) diskutiert, im Dänemark-Forum, Kreta-Forum und im Mallorca-Forum. Und das ist auch gut so. In Dänemark waren vor einigen Tagen zwei Deutsche durch Unterströmungen ums Leben gekommen, wie Blausand.de im Unfallatlas Europa berichtete. Erstaunlich ist allerdings, dass Urlauber angesichts von mindestens 20.000 Ertrinkungsopfern im Jahr immer wieder Rettungsschwimmer an ihrem Urlaubsstrand als "Störung" empfinden.  Am letzten Wochenende sendeten SAT 1 (Nachrichten um 18.30 am Sonnabend) und der Nachrichtensender N 24 Berichte über das Webportal von www.blausand.de. Wir freuen uns allein am vergangenen Wochenende über 20.000 zusätzliche Besucher auf www.blausand.de.

Freitag, 12. August 2005
Machen Sie mit bei der Bewertung deutscher Badeseen:
Blausand.de verlost ein Reiseerlebnis im Lufthansa-Flugsimulator !
Badetipps von Blausand.de und BILD.de

ImageEngagieren Sie sich für mehr Badesicherheit in Deutschland und gewinnen Sie einen Erlebnisflug im Lufthansa-Flugsimulator der Boeing 737! Gönnen Sie sich in den nächsten Wochen einen Tag an einem der schönsten 180 Badeseen in Deutschland  und nehmen Sie sich etwas Zeit für das Ausfüllen des Fragebogens. Einer der 180 Seen ist bestimmt in Ihrer Nähe. Weitere Preise für weitere 10 Teilnehmer: 5 Reiseführer über Deutschland sowie 5 Blausand.de - CDs "BEACH WAVES - I love you" mit ausgewählter Beach-Music. Dazu erhalten alle (!) Teilnehmer ein "Safety Pack" mit ImageAufklebern und Broschüren für mehr Strandsicherheit in Europa. Alle, die uns den Fragenbogen zu einem der genannten 180 Seen und Flüsse in Deutschland bis zum Freitag, 30. September zurücksenden, nehmen an der Verlosung teil. Wenn Sie den 1. Preis gewinnen, heisst es: Ready for Take-off ! Sie geniessen einen Erlebnisflug im Bremer Flugsimulator der Boeing 737, in dem sonst die Lufthansa Piloten ihre Trainings absolvieren (Anreise nicht eingeschlossen). Zu Beginn erhalten Sie eine kurze Einweisung in Aerodynamik und Instrumentenkunde. Danach erfolgt der einstündige Simulatorflug. Hierbei fliegen Sie mit fachkundiger Unterstützung eines Piloten mindestens einen Start und eine Landung auf einem internationalen Airport Ihrer Wahl. Am Ende erfolgt das "Debriefing" und die Manöverkritik, bei der Ihnen der Sponsor unseres Preises, ProFlight, Ihre persönliche Flugurkunde überreicht.

BILD.DE veröffentlichte gestern einen umfangreichen Bericht zum Thema Strandsicherheit in Europa - in Zusammenarbeit mit Blausand.de und einem guten Überblick zur Strandsicherheit in zehn europäischen Urlaubsländern.

Montag, 8. August 2005
Urlaub 2005: "online" boomt, "Einstiegsdroge" Billigflieger
Image Der "Urlaub von der Stange" ist nach Ermittlungen der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) für immer weniger Deutsche reizvoll. Fast 70 Prozent stellen sich ihre Reise inzwischen selbst zusammen und nach einer Forsa-Umfrage will dieses Jahr jeder dritte Deutsche online buchen - trotz Terror und Tsunami boomt die Reiseplanung im Netz. Im Tourismusgeschäft wird der Online-Umsatz den der Reisebüros übertreffen, Kataloge werden dann vermutlich Zug um Zug vom Markt verschwinden. Karl Born, Professor für Touristikmanagement der Fachhochschule Harz: "Für die großen Reiseveranstalter ist es ein immenser Aufwand, zweimal im Jahr Kataloge in hoher Auflage zu drucken, von dem der Kunde nur ein Bruchteil nutzt". Für viele Kunden, sagen Branchenvertreter, seien auch die Billigflieger eine "Einstiegsdroge", mit der Urlauber die Scheu vor Buchungen im Internet verlieren.

Donnerstag, 4. August 2005
Özkan sorgt für Warnschild in Barbate, Andalusien
Valencia/Spanien: 13 Badetote seit Juni 2005
Blausand.de - Pressespiegel der letzten Monate
Image Die erfolgreiche Arbeit von Blausand.de zeigt sich an täglichen 1500 bis 2000 (!)Besuchern auf dieser Website, inzwischen über einer Million (!) Besuchern insgesamt und unzähligen Presseberichten im In- und Ausland. Manchmal - wie in der dieser Woche - gibt es auch noch "bewegende Momente".

Die Schwester von Özkan Arslan aus Hamburg, Neslihan Arslan, ertrank vor einem Jahr nahe der Stadt Barbate am Strand von Zahora ("Playa de Zahora") an der Costa de la Luz im spanischen Andalusien. Im Frühjahr 2005 traf ich Özkan in Hannover und besprach Möglichkeiten, trotz aller Widerstände der zuständigen Kommune ein Warnschild am unbewachten Strand von Barbate anzubringen. "Ich werde wirklich alles versuchen", sagte Özkan Arslan mir damals, "dass sich hier solche Unglücke nicht wiederholen".

Einige Monate hörte ich nichts von ihm, aber vor ein paar Wochen kam seine erfreuliche Nachricht: Er hatte sich mit dem Bürgermeister in Verbindung gesetzt, ein Warnschild mit einem Warnsymbol produziert und war - inzwischen zum dritten Mal - nach Cádiz geflogen, begleitet vom langjährigen Freund Bilal Alkatout. Er und weitere Freunde unterstützten die Initiative mit Rat und Tat. Und Özkans Engagement ist vor wenigen Tagen tatsächlich vom Erfolg gekrönt worden. Das Warnschild hängt unterhalb der "offiziellen Tafel" am gefährlichen Badestrand "Playa de Zahora" an der Costa de la Luz. "Televisión Española", landesweiter Fernsehsender, brachte einen Bericht über Özkan Arslan, sein Engagement und über Blausand.de. Ein ausführlicher Bericht steht auch in der Diario de Cádiz - hier im Netz nachzulesen. Sanfter Druck, Hartnäckigkeit und Medienpräsenz wirken - auch in Spanien mit weit über 1000 Ertrinkungstoten im Jahr - manchmal Wunder.

Seit Juni dieses Jahres sind im Bereich Valencia 13 Menschen durch Ertrinken ums Leben gekommen. Der schlimmste Tag war Mittwoch vergangener Woche. An diesem Tag verloren allein im Bereich der "Comunidad Valenciana" drei Frauen ihr Leben im Wasser - an den Stränden von Alicante, Cullera und Pilar de la Horadada. Spanien scheint sich damit auch im Urlaubssommer 2005 erneut zum gefährlichsten Badeland in Europa zu entwickeln. In den europäischen Urlaubswochen ertrinken an der  spanischen Mittelmeerküste, auf den Balearen und den Kanarischen Inseln täglich (!) zwischen 10 und 15 Menschen. Wer www.socorrismo.com anklickt und etwas Spanisch versteht, erhält (unten auf der Startseite) einen täglichen Presseüberblick über die kaum zählbaren Badeunfälle der letzten Tage auf der iberischen Halbinsel.

Noch nie seit Bestehen von Blausand.de gab es so viel Presseberichte wie in diesem Jahr: Stern, Die Zeit, Focus.de, Brigitte.de, Bild.de und viele andere auflagenstarke Medien. Einen Überblick zu den erschienen Artikeln erhalten Sie  im Blausand.de - Pressespiegel unter dem Menuepunkt "Kontakte".

Montag, 1. August 2005
Tragödie am Hattsteinweiher bei Höchst: "Alles ging schief"
Er rettete 8 Menschen an einem Tag: Neues Buch über Rettungsschwimmer von Sylt
ImageWie berechtigt die Forderungen von Blausand.de nach Veränderungen im System der freiwilligen Wasserrettung und Klärung von Verantwortlichkeiten in Deutschland sind, zeigt sich exemplarisch am Ertrinkungstod eines vierjährigen Jungen vorletzte Woche am Hattsteinweiher (Usingen, Taunus in Hessen). Eine Tragödie, bei der offensichtlich alles schief ging, was schief gehen kann: Verletzung der Aufsichtspflicht, schnelle Aktivierung der Rettungskette, fehlende Verantwortung der Kommune für die Badesicherheit, fehlende Verantwortung des Betreibers an der Badestelle, und: fehlende Rettungsschwimmer trotz Informationen über Bewachung des Weihers.

Hunderte von Badegästen vergnügen sich an einem Montagnachmittag im Wasser, als gegen 16.45 Uhr Unruhe unter den Badegästen aufkommt. Augenzeugen berichten, dass ein Mann und eine Frau im Uferbereich des Weihers suchend auf und ab liefen. Der Vater des Jungen war davon ausgegangen, dass der Junge zum Spielen in den Wald gegangen sei: "Als sein Sohn nicht zurückkehrte, fragte er bei uns am Kiosk nach den Rettungsschwimmern der DLRG, die jedoch nicht am Weiher waren", berichtet Reinhold Neumann später, der mit seinem Sohn Michael den Kiosk und Biergarten am Hattsteinweiher betreibt. Erst danach verständigen die beiden um 16.55 Uhr über den Notruf die Rettungskräfte. "Ein Mann signalisierte uns total aufgeregt, dass er seinen Sohn suche, und fragte uns, ob wir ihm nicht bei der Suche helfen könnten", berichten später auch zwei fünfzehnjährige Retter. Die beiden erkennen die Situation, eilen kurzentschlossen auf den Steg, suchen das Wasser ab. Direkt unterhalb entdecken sie den Jungen auf dem Grund. Springen ins Wasser. Als die beiden Jugendlichen den Jungen herausziehen, trifft der DRK-Notarzt ein und kann endlich helfen. Er und ein weiterer Arzt versuchen den Jugen zu reanimieren. Nach über einer Stunde wird dieser unter Beatmung mit einem Notarztwagen in die Klinik nach Höchst gebracht. Alles vergebens. Der Vierjährige ist nicht mehr zu retten. Er stirbt später im Krankenhaus.

Nach Alarmierung am Weiher sperren 14 Feuerwehrleute den Unglücksort ab, den Badebetrieb wird eingestellt. Matthias Drexelius, Usingens Bürgermeister, kommt ebenfalls an den Unglücksort.

Im Internet ist über den Hattsteinweiher im Taunus zu lesen: "Der einzige zum Baden freigelassene See im Taunus ist der teilweise von Wald umgebene Hattsteinweiher mit seinem Sandstrand. In den Sommermonaten ist der Weiher oft voller Menschen. Aber die DLRG passt auf, dass niemand den Badebereich verlässt oder zu Schaden kommt".

Blausand.de - Recherchen an vermeintlich "bewachten" Badeseen in Deutschland ergeben immer wieder, dass das Vorhandensein von Bewachungsstationen bei Badewetter und vollen Stränden eine trügerische Sicherheit suggeriert. Den Stationen ist von aussen oft nicht anzusehen, ob sie auch besetzt sind und es gibt an vielen Badeseen auch keine Informationen darüber, wann sie besetzt sind. Wassergefahren richten sich aber nicht nach Bewachungszeiten. Während der Sommerferien und bei schönem Badewetter spielt es keine Rolle, ob es Sonntag oder Montag ist. Der Grund für die oft fehlenden Informationen scheint zu sein, dass sich die "freiwilligen" Wasserrettungsdienste verständlicherweise nicht in die mögliche Haftung nehmen lassen wollen, wenn sie aus personellen Gründen wochentags keine Bewachung stellen können. Die "Bewachung" vieler Badeseen in Deutschland, Gefahrenort Nummer Eins mit drei von vier tödlichen Badeunfällen findet - wenn überhaupt - oft nur zwischen Freitag und Sonntag statt. Aber welche riskante Rolle spielen die eigentlich verantwortlichen Kommunen in diesem gefährlichen und undurchschaubaren Zusammenspiel? Von 2000 bis 2003 stieg die Zahl der Ertrinkungstoten in Deutschland um die Hälfte. Entsetzen und Wegsehen angesichts dieser Zahl bewirken nichts. Wann endlich beantworten Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Rettungsorganisationen die entscheidenden Fragen nach Verantwortlichkeit für das Leben von Menschen ?

Image Im Sommer 2003 absolviert Manfred Winkler, im Hauptberuf Polizeiverkehrslehrer und seit 27 Jahren Rettungsschwimmer, seinen Rettungsdienst am Sylter Badestrand. Immer wieder kommen an einem einzigen Strandtag auf Sylt Urlauber in gefährliche Situationen und drohen zu ertrinken. Am Ende dieses Tages hat Manfred Winker insgesamt acht Menschen vor dem Ertrinkungstod auf der Nordseeinsel bewahrt. Im Jahr selben Jahr wird Winkler von den Lesern des "Hamburger Abendblatt" zum "Mensch des Jahres 2003" gewählt. Karlheinz Böhm sagt über ihn: "Das ist ein guter Mann".

Mit seinen aussergewöhnlichen Geschichten kommt Winkler jetzt in einem neuen Buch mit dem Titel "SeaSeals" zu Wort. Im Interview berichtet er auch von anderen dramatischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Rettungen. Er erzählt über seine Begeisterung für das Meer, klärt über die Gefahren auf. "Verkehrsunfälle sind zu 98 Prozent keine Schicksalsschläge von aussen, sondern vermeidbar. Das ist sicher bei Ertrinkungsfällen ähnlich" schreibt er ins Gästebuch von Blausand.de. "Das Buch", sagt Manfred Winkler, "soll allen Rettern und Helfern gewidmet sein, besonders denen, die ihre Arbeit ganz still und selbstverständlich als ihre Verantwortung sehen. Sie verdienen unsere Anerkennung. Jeden Tag". (Lea Konrad: SeaSeals, "Er rettete acht Menschen an einem Tag", ISBN 3-89954-165-0). Das Buch kostet 10,40 €, davon geht ein Euro an Wasserretter. Das Buch kann auch über das Internet unter www.bs-verlag-rostock.de bestellt werden.
< Zurück   Weiter >

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo