Retter
ImageOhne Wasserretter wäre die Zahl der Ertrinkungsopfer in Europa um ein Vielfaches höher. Sie sind in Europa meist ehrenamtlich tätig und wachen über die Schwimmer in ihrer Freizeit, dann, wenn Andere ihre Freizeit geniessen oder Urlaub machen.

Retter können auch die sein, die an den Badestellen  anderen Menschen helfen wollen.  In dieser Situation  ist Vorsicht geboten: Nach  Aussagen von professionellen Wasserrettern kommt jeder zehnte Laienhelfer ums Leben, weil die Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet und die Voraussetzungen für sinnvolle Hilfe oft nicht gegeben sind.
Wasserrettung in Deutschland

Image Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) , im Oktober 1913 gegründet, hat inzwischen mehr als 500.000 Mitglieder, ist in 2000 regionalen Gruppen aktiv und hat sich inzwischen zur grössten Wasserrettungsorganisation der Welt entwickelt.

Etwas kleiner ist die Wasserwacht, eine Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuz. Diese Wassserrettungsorganisation  hat ihren Aktionsschwerpunkt in Süddeutschland,  im Bereich Berlin sowie an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.

Rettung auf hoher See ist ehrenamtliche Sache der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Sitz in Bremen, zuständig für den maritimen Such-und Rettungsdienst (SAR: Seach and Rescue) im Seenotfall.

Weitere Organisationen, die an der Wasserrettung in Deutschland beteiligt sind: die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der für die bayerischen Seen zuständige Freiwillige Seenot-Dienst (FSD) und natürlich die Feuerwehren. Nicht vergessen werden dürfen die vielen Schwimmeister in Deutschland (früher als Bademeister bezeichnet), die in öffentlichen und nicht öffentlichen Schwimmbädern für Badesicherheit sorgen.

Die überwiegende Mehrzahl der Rettungsschwimmer/innen ist in Deutschland ehrenamtlich tätig.
Hoher persönlicher Einsatz, fachliches Können, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft "Dienst" zu machen, wenn andere Freizeit haben, kennzeichnen die Tätigkeit. Leider ist die Zahl der ausbildungswilligen jungen Menschen seit Jahren rückläufig - nicht nur in Deutschland.  Attraktivere Freizeitbeschäftigungen, berufliche Prioritäten und die fehlende Motivation im Elternhaus sind nur einige der Gründe für diese Entwicklung, die für die Sicherheit an Badestellen von Jahr zu Jahr riskanter wird  und nach Auffassung von Blausand.de für die kommenden Jahren eine "tickende Zeitbombe"  darstellt.


ImageWasserrettung an Europas Badestränden

In Europa sind Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten nicht eindeutig geregelt. Vor allem mangelt es in vielen europäischen Ländern an einer professionell organisierten Rettungskette und an einer qualifizierten Ausbildung, die Kenntnisse und Erfahrungen in medizinischer Erstversorgung oft nicht einschliesst.

Hierzu 2 Beispiele: In Spanien absolvieren die Strandbewacher eine nur 30-stündige Ausbildung und in der Türkei besteht das uniformierte Wachpersonal am Strand oft nur aus Hotelpersonal ohne die geringsten Kenntnisse von Wasserrettung und medizinischer Erstversorgung.


ImageBedeutung der Wasserretter bei Urlaubern und Kommunen

Wie wichtig die ehrenamtlichen Retter sind, scheint Urlaubern und Freizeitsportlern, aber auch den Kommunen, die für die Sicherheit an ihren Wasserstellen verantwortlich sind,  nicht immer klar zu sein. Immer weniger Geld steht zur Verfügung. Doch die Rettungsboote fahren nun mal nicht ohne Benzin, die medizinische Ausrüstung muss auch gesichert sein und die Ausbildung des Nachwuchses wird ohne finanzielle Mittel zum Problem.


Laienhelfer an europäischen Wasserstellen

Auch Sie können - wie auch bei anderen Notfällen - zum Helfer und zum Lebensretter werden.

Image Wenn Sie einem Schwimmer in Not helfen wollen, handeln Sie umsichtig und keinesfalls spontan. Nach Aussagen von Experten kommt jeder zehnte Laienretter ums Leben, weil er den selben Gefahren (etwa durch Unterströmungen) ausgesetzt ist oder Opfer der Panikreaktionen des Schwimmers wird.

Setzen Sie also immer  zuerst eine so genannte Rettungskette in Bewegung, delegieren Sie Aufgaben an andere Strandbesucher! Sorgen Sie mit anderen Helfern für Alarmierung, sprechen Sie die Rettungsmassnahmen mit anderen Strandbesuchern ab!  Das heisst: Als Laienretter sollten Sie geübt sein und nie  - vor allem nicht im Meer mit drohenden Unterströmungen - ohne ein Hilfsmittel wie ein Boot oder einen Auftriebskörper ins Wasser gehen.

Falls Sie sich die Rettung nicht zutrauen, veranlassen Sie die Rettung durch andere Personen. Spielen Sie nicht den Helden!

Image Beruhigen Sie den Gefährdeten und bringen Sie ihn nach Möglichkeit mit Stützung des Kinns an Land. Retten Sie - falls sich mehrere Personen in Not befinden - immer von "aussen nach innen". Beziehen Sie andere anwesende Personen in die weitere Versorgung mit ein. Ist die Person bewusstlos, überprüfen Sie Puls und Atmung, führen Sie falls erforderlich Herzdruckmassage und Mund-zu-Nase-Beatmung durch und alarmieren Sie einen Notarzt. Ist die Person bei Bewusstsein, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage und wickeln Sie sie wegen der Gefahr der Unterkühlung in eine Decke. Auch in diesem Fall sollte ein Notarzt  alarmiert werden.





 
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