Aktuell im Februar 2006

Donnerstag, 9. Februar 2006
Reisetrends 2006: Prognosen vom Reiseforscher

ImagePünktlich zur Messe Reisen Hamburg, die gestern ihre Tore geöffnet hat, erscheint die  22. Deutsche Tourismusanalyse des B.A.T.-Freizeitforschungsinstituts.

Liebste Reiseziele der Deutschen bleiben zwar nach wie vor heimische Gefilde, die sich aber immer schwerer gegen die Wärme, Ferne und Weite behaupten können. «Die Deutschen wollen wieder mehr verreisen, die Krisenstimmung ist überwunden», sagte B.A.T.-Leiter Horst Opaschowski. Weder eine schwache Binnenkonjunktur und steigende Energiekosten noch die Erinnerungen an den Tsunami halten sie auf: «Die Touristen haben ein chronisches Kurzzeitgedächtnis - vor allem bei Einmalereignissen und Naturkatastrophen», sagte er. Gut zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) haben für 2006 feste Reiseabsichten. Die «schönsten Wochen des Jahres» sollen zudem wieder länger werden: Der in den 80er Jahren begonnene Trend zu immer kürzerem Urlaub sei beendet worden: Die Reisedauer lag 2005 bei 13,3 Tagen (2004: 12,8). Vor allem Großstädter entdeckten den Wert einer längeren Urlaubsreise wieder.

Etwa jeder vierte Befragte mit festen Reiseabsichten (23,8 Prozent) will die Ferien in der Heimat genießen. Alle anderen zieht es vorrangig ins europäische Ausland (48,1 Prozent). Lag 2005 noch Spanien (10,6 Prozent) in der Urlaubergunst vor Italien (7,7), Österreich (6,1) und der Türkei (5,1), scheinen die Deutschen wieder ihre Liebe für das «dolce vita» zwischen Gardasee und Sizilien zu entdecken: Nach den derzeitigen Plänen überholt Italien (8,4) diesmal Spanien (8,2). «Der Teutonengrill zwischen Adria und Riviera der fünfziger und sechziger Jahre kommt wieder, aber auch die nostalgische Sehnsucht nach Ischia und Capri schwingt mit», sagte Opaschowski zur Italien-Renaissance.

In Deutschland - nach wie vor Urlaubsziel Nummer eins - bleiben Bayern und die Ostseeküste die Lieblinge der Urlauber. Allerdings verliert das Inland permanent an Attraktivität und Marktanteilen -von ehemals 69 Prozent (1961) über 35 (1999) auf 32 Prozent (2005). Opaschowski: «Insbesondere Küste und Berge konkurrieren um die Gunst der Urlauber, die schneller mit dem Billigflieger in Palma de Mallorca als mit dem Auto auf Rügen oder in den bayerischen Bergen sind.» Im Ausland gehören Griechenland, Frankreich, Kroatien und Slowenien zu den Gewinnern, aber auch Fernreiseziele wie die Karibik einschließlich Kuba und Dominikanische Republik sowie Asien, die USA und Kanada.

«Fernreiseziele befinden sich im Aufwind, was auch erklärt, warum die durchschnittliche Reisedauer plötzlich wieder zunimmt», erläuterte der Forscher. Vor allem Singles (16,8 Prozent) und kinderlose Paare (16,1) nehmen sich im Vergleich zur übrigen Bevölkerung (10,9) mehr Zeit dafür. Zugleich gewinnt der Analyse zufolge die Urlaubsqualität immer mehr an Bedeutung: Gastfreundschaft (92 Prozent) und eine gemütliche Atmosphäre (91) stehen ganz oben auf der Wunschliste. Gerade Seniorenreisen entwickelten sich «zur neuen S-Klasse»: «Senioren wollen, dass man ihnen im Urlaub Zeit schenkt und das Gefühl vermittelt, nur für sie da zu sein», erklärte Opaschowski.

Die Auswirkungen der Fußball-WM in Deutschland auf das Reiseverhalten bezeichnete der Wissenschaftler als «Null-Summen-Spiel». Zwar will bislang nur knapp jeder Zehnte (9,7 Prozent) während des Turniers vom 9. Juni bis 9. Juli verreisen. Doch: «Was der Branche während der WM an Urlaubsgästen verloren geht, wird danach in einer Art Aufholjagd schnell wieder ausgeglichen», erläuterte Opaschowski. «Und falls die deutsche Mannschaft frühzeitig ausscheidet, ist Schlangestehen angesagt - in Reisebüros und auf Autobahnen.



Mittwoch, 8. Februar 2006
Neue Empfehlungen für Wiederbelebung bei Herzstillstand: 30:2 statt 15:2


Image Der europäische Rat für Wiederbelebung (ERC) hat seine Richtlinien für die Notfallversorgung  geändert. Die Empfehlung: 30 Mal - statt 15 Mal - soll der Brustkorb komprimiert, dann zwei Mal Luft in die Lungen geblasen werden. Grund für die Änderung sind Ergebnisse neuer Studien, denen zufolge eine möglichst ununterbrochene Herzdruckmassage für das Überleben der Notfallpatienten äußerst wichtig ist. Die 30:2-Regel sollte auch dann angewendet werden, wenn zwei Helfer zur Stelle sind. Ausnahme ist den Angaben zufolge die Wiederbelebung von Kindern, bei denen das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung 15:2 laute.

Montag, 6. Februar 2006
La Palma: Riesenwellen, ein gefährliches Phänomen
Gefahrenbewußtsein auf einer kleinen Atlantikinsel
PDF-Bewertungsbogen für Blausand.de-Beobachter 2006 zum Herunterladen

ImageAuf der Seite www.la-palma-zentrale.de ist das gefährliche Phänomen auf der kleinen kanarischen Vulkaninsel gut beschrieben: "La Palmas Brandung gehorcht keinen Fähnchen, ob sie nun blau, grün oder rot sein mögen. Das Meer ist sich hier nur selbst Rechenschaft schuldig und fragt nicht nach menschlichen Gesetzen. Es mag viele Stellen auf der Welt geben, an denen das Schwimmen hin und wieder tückisch ist. Auf La Palma kann jedoch bereits ein Strandspaziergang bei ruhiger Brandung unvermittelt tödlich enden."

Im Januar 2004 wurde ein Spaziergang am Strand von Tazacorte zur tödlichen Falle. Eine plötzlich autretende Riesenwelle erfasste bei ruhiger See drei Menschen. Zwei konnten von beherzten Urlaubern gerettet werden, für eine Person kam jede Hilfe zu spät.

Dieser und ähnliche Unfälle tragen allerdings nicht dazu bei, daß Individualurlauber immer ein Bewußtsein für die Gefahren haben. Um so positiver ist es, daß die Gefahr inzwischen im La Palma Forum diskutiert wird und sich am letzten Wochenende eine Blausand.de-Beobachterin aus Essen gemeldet hat, die im April/Mai 2006 eine Strandbewertung auf La Palma durchführen will. Danke für dieses Engagement!  Wer mehr über La Palma wissen möchte: Auf Wikipedia gibt es umfassende Informationen. Und wer sich 2006 an seinem Urlaubsstrand als Blausand.de-Beobachter engagieren will: Unter diesem Link finden Sie den Bewertungsbogen als PDF-Datei.

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