Aktuell im Februar 2007
Donnerstag, 22. Februar 2007
In Russland ertranken 2006 fast 12.000 Menschen
ImageIn Russland sind im vergangenen Jahr fast 12.000 Menschen in Seen und Flüssen ertrunken. In 2900 Fällen seien die Opfer betrunken gewesen, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz in Moskau mit.

Unter den Ertrunkenen befanden sich 705 Kinder. Die Ursachen konnten in vielen Fällen nicht ermittelt werden. In mehr als 5000 Fällen handelte es sich um eindeutige Badeunfälle. 191 waren auf Stürze aus Booten zurückzuführen.


Mittwoch, 21. Februar 2007
Karneval: 55-jährige Närrin ertrinkt in eigenem Gartenteich
ImageEin Ertrinkungsunfall hat mit dem allgegenwärtigen Karneval dieser Tage zu tun:  Eine 55-jährige Närrin ist in der Nacht zum Sonntag in ihrem eigenen Gartenteich in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) ertrunken. Die Jeckin war allem Anschein nach betrunken. Nach bisherigem Ermittlungsstand war die Frau zuvor auf dem Karnevalszug im Ortsteil Vorst, wo sie auch einiges getrunken haben muss. Wieso die Frau in den Teich gestürzt ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Mittwoch 14. Februar 2007
mare und der "bedingungslose Einsatz"
ImageDas vielfach ausgezeichnete Reportagemagazin mare (Die Zeitschrift der Meere) kann es sich leisten, seine hochinteressanten Beiträge vollständig im Internet abzudrucken, weil die gedruckten Hefte (besser: Objekte) ohnehin durch nichts zu ersetzen sind.

In der aktuellen Ausgabe (Titelthema: Blinder Passagier) schreibt Sandra Schulz eine beeindruckende Geschichte ("Bedingungsloser Einsatz") über die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Fotos kommen von Michael Kerstgens. "Wenn die Seenotretter bei Sturm den Hafen verlassen, geht es nicht selten um Leben und Tod. Ihre Frauen bleiben zurück. Und warten. Und hoffen." Den ganzen Beitrag kann man hier lesen. Noch besser ist es, das aktuelle Magazin am Kiosk zu kaufen. Einen Blausand.de-Report von 2004 über die DGzRS gibt es hier.


Dienstag, 13. Februar 2007
Notruf 112
ImageNotruf ist nicht nur der Name einer TV-Sendung auf RTL (die im August 2006 eingestellt wurde). Der Name beschreibt ein Signal, das übermittelt wird, um bei einem Notfall professionelle von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei zu alarmieren. Eine Notsituation kann in jeder Sekunde entstehen. Und deshalb kann es nicht schaden, sich ein paar Minuten mit den Grundlagen zu beschäftigen - empfehlenswert dargestellt auf Wikipedia. Hier kann man sich die "fünf Ws" noch einmal einprägen (wo, was geschah, wie viele Personen, welche Erkrankung oder Verletzung, warten auf Rückfragen) und erfährt, dass die europaweite Notrufnummer 112 nicht überall gilt: In der Schweiz und in Lichtenstein landet man beim Telefonentstörungsdienst. Und dank der Björn-Steiger-Stiftung gibt es seit Ende 2006 ein Handy-Ortungssystem - aber nur nach kostenloser Registrierung zu nutzen. Wichtigste Tipps bei Badeunfällen:  Erst die Rettungskette mit dem Notruf 112 über Handy (ohne Vorwahl) in Gang setzen, erst dann helfen und die weiteren Blausand.de-Rettungstipps unbedingt beachten.


Mittwoch, 7. Februar 2007
Blausand.de sucht Strandtester für die Saison 2007
ImageBleiben Sie in Deutschland, fahren Sie nach Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich in die Türkei oder wollen Sie Ihren Urlaub am Badesee vor der Haustür verbringen? Für die beliebtesten Strände in europäischen Urlaubsländern sucht Blausand.de Menschen, die sich in Ihrem Urlaub 1 bis 2 Stunden Zeit für Strandsicherheit nehmen. Dazu muss ein von Blausand.de erstellter Testbogen zum Thema Sicherheit am Urlaubsstrand ausgefüllt werden. Wer mitmachen möchte, kann unter eine Mail mit Namen, Anschrift, Urlaubsziel und Zeitraum an Blausand.de senden und erhält dann den Testbogen als PDF- oder Word-Datei zugesandt. Jeder Strandtester erhält automatisch den kostenlosen Blausand.de - Newsletter und nimmt an der Verlosung von Reiseführern unseres Partners Michael Müller Verlag teil. Blausand.de kämpft für mehr Respekt vor dem Meer durch mehr Information über die Risiken und damit für mehr Sicherheit am Strand.


Dienstag, 6. Februar 2007
spiegel.de: Risiken in Australien werden nicht ernst genommen
ImageIn Australien, berichtet spiegel.de, werden Risiken an den idyllischen Stränden nicht ernst genommen. Unter den Urlaubern, die seit dem Jahr 2000 im Meer ertrunken sind, sind acht Kinder unter zehn Jahren und 17 Jugendliche. Sean O'Connell, Sprecher einer Lebensretter-Organisation in Sydney, sagte der Zeitung "Daily Telegraph", die Menschen strömten in Scharen an die Strände, ohne die Gefahren zu realisieren. O'Connell ist der Meinung, Reisende auf dem Flug nach Australien sollten vor den gefährlichen Meeresströmungen gewarnt werden. "Man kann innerhalb von vier Stunden aus dem Flugzeug steigen, zu seinem Backpacker-Hostel gehen, in den Bus springen und am Bondi Beach schwimmen, und da gibt es diese furchtbare Strömung, von der man keine Ahnung hat", sagte er. "In manchen Fällen ist die Strömung gerade dort, wo das Wasser am ruhigsten aussieht."

Blausand.de fordert seit Jahren, Urlauber schon zu Hause auf spezielle Strömungsgefahren - nicht nur in Australien -  hinzuweisen. Die Informationskette müsste bereits im Reisebüro beginnen (bisher sind die Mitarbeiter fast immer genauso ahnungslos wie die Kunden) und bis zum Badestrand reichen. Wir führen seit Jahren an vielen Urlaubsstränden in Europa Befragungen zu Risiken im Wasser durch und wissen, dass Arglosigkeit eine wesentliche Unfallursache ist.


Montag, 5. Februar 2007
Stiftung Warentest: Hotelbewertungseiten manipulierbar
ImageIn der Februarausgabe informiert die Zeitschrift test (Stiftung Warentest) über Hotelbewertungen im Web. Ergebnis: Von acht getesteten Hotelbewertungsseiten ist nur eine wirklich brauchbar - die Seite www.holidaycheck.de. Die Tester hatten völlig überzogene Höchstbewertungen für ein Hotel auf den Seiten cooleferien.com, holidaycheck.de, hotelcheck.de, hotelkritiken.de, travel-and-guide.de, traveluation.de, trivago.de, votello.de) ins Netz gestellt. Die Lobhudelei wurde von den meisten Websites einfach unkritisch übernommen, in einem Fall gab es sogar noch einen Reisegutschein von 25 Euro für die Teilnahme. Nur zwei Portale bemerkten den Schwindel. Hinzu kommt, so die Stiftung Warentest, dass nicht nur die Manipulationsanfälligkeit am Nutzen der meisten Bewertungsseiten Zweifel aufkommen lässt, sondern "auch die geringe Zahl der Einträge, die mangelnde Aktualität und die falschen Zuordnungen von Hotels zu Städten sind für den Nutzer nicht gerade vertrauenerweckend". Erfreulich: Der "Kölner Stadtanzeiger" hat das Thema im Reiseteil der letzten Woche aufgegriffen, garniert mit dem Hinweis: "Viel mehr Infos, vor allem zur Badesicherheit, bietet Blausand".


Freitag, 2. Februar 2007
Argentinien: Vater und drei Kinder ertrinken beim Angeln
ImageTragischer kann ein Angelausflug kaum enden. Die österreichische Zeitung Blick berichtet heute über einen furchtbaren Ertrinkungsunfall. Osvaldo Pintos fährt in der argentinischen Provinz Formosa mit seinen zwei Teenager-Söhnen und der kleinen Tochter zum Angeln. Als die Angelschnur irgendwo im 15 Meter tiefen Flussbecken des Rio Paraguay stecken bleibt, verliert der Vater das Gleichgewicht und fällt ins Wasser, wie die Zeitung «La Mañana» berichtet. Weil er sich selber in der Schnur verheddert, verliert Pintos den Kampf gegen die Strömung und verschwindet im Wasser.

Als er sieht, dass sein Vater in Nöten steckt, versucht sein ältester Sohn (14), ihn zu retten. Doch für den Teenager ist der Strom erst recht zu stark und bald schreit er um Hilfe. Weit und breit sind keine anderen Fischer. Der kleine Sohn (12) und die Tochter (10) können nicht mit anschauen, wie Papa und der grosse Bruder sterben: Todesmutig und verzweifelt springen sie in den Rio Paraguay und versuchen, zum Bruder vorzudringen. Der Fluss verschlingt auch sie. Osvaldo Pintos und seine Sprösslinge sind tot. Ein anderer Angler, der die Schreie von weitem gehört hat, findet nur noch vier Paar Schuhe und ein Motorrad. Stunden später zieht die Polizei die Leiche des Papas und der Söhne aus dem Wasser. Die Hand des Büroangestellten ist noch in die Schnur verwickelt. Auch den leblosen Körper des Töchterchens können die Behörden ausmachen, doch als sie ihn ans Ufer bringen wollen, fällt er wieder in den Fluss und taucht unter. Als die Polizei Mutter Pintos die schreckliche Nachricht überbringt, bricht sie zusammen. Sie liegt nun im Spital. Und muss damit fertig werden, dass sie auf einen Schlag ihre ganze Familie verloren hat.

Donnerstag, 1. Februar 2007
Amtsgericht Hannover: "Strand ist Strand"
ImageEigentlich liegen ja Sandstrände direkt am offenen Meer - manchmal aber auch an einer Lagune, die vom Meer abgetrennt ist.

Das aber wollte ein Urlauber nicht akzeptieren und reichte eine Klage ein. Strand sei Strand, urteilte das Amtsgericht Hannover (AZ: 537 C 428/05). Außerdem sei im Reisekatalog lediglich mit dem Begriff "Sandstrand" geworben worden.
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