Aktuell im Januar 2005

Montag, 31. Januar 2005
Eisflächen - die verkannte Gefahr

ImageIn jedem Winter brechen in Deutschland viele Menschen in brüchigem Eis ein - Lebensgefahren sind vorprogrammiert. Wie tragfähig ist Eis? Betreten Sie Eisflächen nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass diese dick genug sind ! Da Sie dies nicht sehen und wohl keine Bohrungen durchführen werden, informieren Sie sich besser vorher. Vor einer offiziellen Freigabe der Eisflächen (steht meist in Ihrer Tageszeitung) sollte ein Betreten für Sie und vor allem für Ihre Kinder ein Tabu sein. Folgende Eisdicken gelten als ausreichend: Bei Einzelpersonen mindestens 5 cm, Personengruppen 8 cm, Schlitten 12 cm, PKW 18 cm. Kompakte Tipps zum Thema "Sicherheit auf dem Eis" erhalten Sie hier auf der Website der DRK-Wasserwacht. Und beachten Sie bei einem Notruf immer die "fünf Ws": Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wieviele Personen sind betroffen? Welche Verletzungen/Erkrankungen sind vorhanden? Warten Sie auf Rückfragen - das Gespräch muss immer von der Leitstelle beendet werden.



Montag, 17. Januar 2005
Blausand.de-Report über Gran Canaria, Nichtschwimmer

ImageAuf der Kanarischen Insel Gran Canaria liegen in der Haupsaison bis zu 100.000 Urlauber an den südlichen Stränden von Maspalomas und der Playa del Inglés. Professionelle Hilfe bieten aber nur die umliegenden Krankenhäuser - das dauert viel zu lange, besonders bei den Risikogruppen Senioren und Kinder. Den Blausand.de-Report über die Strandsicherheit auf Gran Canaria finden Sie im Menue Euopastrände / Spanien / Gran Canaria.

Der "Spiegel" berichtet heute, dass Sportfunktionäre, Lebensretter und Betreiber von Bädern beklagen, dass immer weniger Jugendliche schwimmen können - und sich dadurch in tödliche Gefahr begeben. "Hier tickt eine Zeitbombe", sagt Rüdiger Steinmetz, Präsident des Bundesfachverbands Öffentliche Bäder: Mit der Zahl der Nichtschwimmer steige auch die Zahl der Ertrunkenen. Laut Deutschem Schwimm-Verband liegt bei Kindern unter 14 Jahren der Prozentsatz der Nichtschwimmer inzwischen "bei erschreckenden 33,9 Prozent". In Grundschulen mit schwierigem sozialen Umfeld und hohem Ausländeranteil sei oft nur ein Fünftel der Kinder fit fürs tiefe Wasser. "Viele können nicht schwimmen und trauen es sich doch zu.".

ImageIn Schwimmbädern mögen Nichtschwimmer-Kids die grösste Risikogruppe sein, in anderen Gewässern wie etwa dem Meer trifft dies nicht zu. Hier spielen Unkenntnis über die Gefahren, Risikobereitschaft und Leichtsinn sowie nicht vorhandene Warn- und Rettungssysteme eine wesentlich grössere Rolle als Schwimmfähigkeiten. Allzuoft sind sogar gute Schwimmer wesentlich risikobereiter als Nichtschwimmer. Blausand.de fordert deshalb seit Jahren, Ursachenanalysen bei Badeunfällen - sowohl national als auch europaweit - ins Leben zu rufen.


Montag, 10. Januar 2005
Tsunamis in Europa, La Palma, Hamburger Experte warnt

ImageAuf der Kanaren-Insel La Palma deutet ein tiefer Riss im Untergrund darauf hin, dass sich irgendwann eine Katastrophe anbahnen könnte. Was dann passieren würde, haben Wasserbauer der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich simuliert: Das Desaster würde alle historischen Überschwemmungen weit übersteigen. An der Ostküste der USA mit ihren Millionenstädten New York, Boston oder Miami würde das Meer zunächst weit zurückweichen. Dann käme das Wasser donnernd zurück wie eine Wand, 50 Meter und höher, und würde alles zerschmettern, was sich ihm in den Weg stellt. Ein Schreckensszenario schlimmster Sorte.

ImageStrömung und Gezeiten an Stränden Riesenwellen wie die Tsunamis, die an Küsten Südostasiens wüteten, kommen meistens nicht aus dem Nichts, sondern kündigen sich an. Es gibt Anzeichen, auf die Schwimmer und Strandurlauber achten sollten. Wenn die meterhohe Wasserwand eines Tsunamis schon zu sehen ist, bleibt nur noch wenig Zeit für die Flucht. "Wenn sich das Meer plötzlich zurückzieht und es ansonsten sehr still ist, sollte man hellwach werden", sagte Wolfgang Lange vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg in der Süddeutschen Zeitung. Wer solche Naturphänomene beobachtet, sollte also nicht staunend stehen bleiben, sondern blitzschnell den Rückzug antreten. In Südasien war das Wasser in kürzester Zeit mehrmals stark vor- und zurückgewichen, bevor sich die tödliche Welle aufbaute. Wie viel Zeit in einer solchen Situation zur Flucht bleibt, lässt sich allerdings nicht pauschal vorhersagen. "Das hängt von zu vielen Faktoren wie etwa der Beschaffenheit der Küste ab", sagt Lange.

ImageEin ähnliches Phänomen kann in kleinerem Massstab aber auch vor unserer Haustür, etwa an Flüssen auftreten. Grosse Schiffe, wie sie zum Beispiel auf der Elbe von Hamburg an flussabwärts verkehren, erzeugen gelegentlich starke Wellen. Tückisch ist, dass sie dabei einen Sog entwickeln und sich das Wasser zunächst oft mehrere Meter zurückzieht. Kinder und unvorsichtige Erwachsene laufen dem Wasser dann manchmal hinterher und werden von dem wieder heranschnellenden Nass überrascht. Grundsätzlich sollten sich Urlauber an ihnen unbekannten Küsten immer über die örtlichen Gegebenheiten informieren. So können an den Stränden grosser Meere Naturphänomene auftreten, die Touristen vom Urlaub an der Nord- und Ostseeküste her nicht kennen. "Dazu gehört zum Beispiel eine ungewöhnlich starke und für Ortsunkundige überraschend auftretende Dünung", erklärt Wolfgang Lange. "Sie tritt aber auch an der französischen Atlantikküste im Golf von Biskaya oder an der Pazifikküste Südamerikas auf", sagt Lange. Während Surfer solche Wellen eher herbeisehnen, können sie vor allem für Kinder gefährlich werden. "Etwa alle zehn Minuten schlagen dann zwei oder drei besonders kräftige Wellen auf den Strand.

Weitere wissenswerte Informationen zu Tsunamis gibt es im Menue Gefahren / Tsunamis.

Mittwoch, 5. Januar 2005
Respekt vor der Natur, die Zeit nach dem Schock, Visionen

ImageEs gibt keinen, der nicht geschockt ist über das, was in diesen Tagen passiert. Unsere 6 Visionen für den Tag nach dem Schock, für die Zukunft:  ...dass die wohlhabenden Industrieländer sich finanziell, technisch und organisatorisch weltweit für ein Tsunami - Frühwarnsystem einsetzen.  ...dass Menschen zumindest den Versuch unternehmen, ihre Ignoranz und auch die Betroffenheit des Augenblicks gegen Engagement für unseren Lebensraum einzutauschen.  ...dass die gesamte Tourismusindustrie weltweit erkennt, jetzt endlich mehr für Urlauber und Reiseländer tun zu müssen als Reisepakete und Spass zu verkaufen.  ...dass Menschen und Organisationen mehr Respekt vor der Natur und vor dem Wasser, vor dem Meer bekommen, auch angesichts der Gefahren, die vorhersehbar und deren furchtbare Folgen zu einem grossen Teil vermeidbar sind.  ...dass die Weltmacht USA endlich nachdenklich wird und erkennt, dass humanitäre Aktionen wichtiger für Menschen sind als kriegerische Auseinandersetzungen.  ...dass Menschen sich jetzt um die Opfer, die "seelisch Schwerverletzten" kümmern, die Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde verloren haben. Und dass Trauer und Trauerarbeit zum Leben und Weiterleben etwas mehr enttabuisiert werden.


< Zurück

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo