Ursachenforschung
"Ertrinken ist Schicksal".
"Ertrinken kann man nicht verhindern".
"Die Opfer sind selber schuld".
"Die Gefahren sind doch jedem Menschen bekannt".
Gegen diese weit verbreiteten Einstellungen sprechen Fakten, denn nach Auffassung  von Experten könnten vier von fünf Ertrinkungsunfälle im Freizeitbereich verhindert werden. Über Unfall- und Ertrinkungsgefahren wissen Urlauber, Freizeitsportler am und im Wasser, Kinder, Familien und Senioren einfach zu wenig.
ImageOhne eine bessere "Sicherheitskultur" werden sich die Ertrinkungszahlen in Europa (nach seriösen Schätzungen 20.000 Ertrinkungsopfer pro Jahr im Freizeitbereich) nicht reduzieren lassen.

Die Verantwortlichkeiten in den Ländern der Europäischen Union sind bisher unklar. Es gibt bis heute in nur wenigen Urlaubsländern eindeutige und wirksame Warnhinweise und Rettungssysteme. Allein im Urlaubsland Spanien kamen 2004 weit über 1000 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Viele am ersten Urlaubstag, viele, ohne die Gefahren  - vor allem durch Unterströmungen - zu kennen. Informationen vor und während der Reise, Warnflaggensysteme und Rettungsdienste an vielen Stränden sind nach wie vor Mangelware.

Wer ehrlich ist, gibt zu, dass er von Gefahren am und im Wasser möglichst so wenig wie möglich wissen will - im Urlaub erst recht nicht. Der Mensch muss oft erst vom Unglück betroffen sein, bevor sich dies ändert. Dieses Phänomen hat sich bei der Tsunami - Katastrophe auf eine besonders tragische Weise bestätigt.

Image Urlauber, Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren müssen "schlauer gemacht" werden. Kommunen, Veranstalter, Servicebetriebe, Hotels und Fremdenverkehrsbetriebe gaukeln uns durch Tabuisierung der Gefahren zu oft einen Sicherheitsstandard vor, den es nicht gibt. Die weit verbreitete Erwartung einer "Rundumversorgung" in der Freizeit und im Urlaub verstärkt die Gefahren zusätzlich.

Menschen müssen erkennen, dass sie die Natur, das Wasser, die Brandung, den Wind und die Wellen nicht uneingeschränkt für ihre Freizeitbedürfnisse beherrschen und nicht verantwortlich machen können, denn im Gegensatz etwa zu den Gefahren im Straßenverkehr gibt es im Wasser so gut wie keine technischen Möglichkeiten, Risiken zu minimieren.

Die präventiven Massnahmen als Schutz gegen den Ertrinkungstod müssen sich deshalb auf ein besser funktionierendes Informationsnetzwerk in Europa konzentrieren.

Dieser Aufgabe kann und darf sich keiner entziehen. Dafür kämpft Blausand.de. Wir können mit unserem Engagement Menschen nicht verändern, aber dazu beitragen, dass es irgendwann zu einer "Informationskette" kommt, die im Kindergarten, in der Schule, in der Familie, im Reisebüro, im Hotel beginnt, über Flüge und Fähren zum Urlaubsziel weiter geführt wird und erst am Badesee und am Strand endet.
 
Unsere Forderung:Image Blausand.de fordert von der Europäischen Union, von Regierungen, Ministerien, Gemeinden, Verbänden, Fremdenverkehrsverbänden und Reiseveranstaltern, die Wassersicherheit endlich zu verbessern. Bei der Europäischen Union existiert bisher keine Kommission, die sich diesem Thema widmet.  Informationen zu Ertrinkungsunfällen werden in vielen Ländern nicht veröffentlicht oder sind nicht plausibel.

Auch in Deutschland weichen die jährlich erhobenen Ertrinkungszahlen des Statistischen Bundesamtes ("destatis") und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stark  (bis zu 30 Prozent) voneinander ab und sind nicht nachvollziehbar. 
 
Es ist ein Netzwerk erforderlich, um Touristen wirksam über Gefahren, Sicherheitsmaßnahmen und Bedeutung der Warnhinweise aufzuklären. Dazu gehört auch, plausible Daten zugänglich zu machen, Gefahren und Unfälle zu analysieren und zu dokumentieren. Dafür müssen in den europäischen Urlaubsländern Kommissionen zum Einsatz kommen.
 
Mir dem europäischen Forschungsprojekt "Risk Assessment an Europas Badestränden" wird Blausand.de in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass Badeunfälle besser und detaillierter dokumentiert werden. Im Jahr 2005 gibt es europaweit bereits 400 ehrenamtliche Blausand-Beobachter, die diese Aufgabe wahrnehmen.
 

< Zurück

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo