18. September 1999, 9 Jahre später...
Beate (1952-1999) auf FormenteraLiebe Blausand.de-Freunde,

heute möchte ich an den Ertrinkungstod meiner Schwester Beate erinnern, heute vor 9 Jahren.

An diesem Tag war Maria Pecha-Römer aus Berlin mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann am Mitjorn-Strand auf Formentera und schilderte mir kürzlich einen Eintrag aus ihrem Tagebuch:

"9.9.99 Abflug planmäßig nach Ibiza........18. September Unfall am Mitjornstrand. Gutes Wetter, aber ziemlich hohe Wellen. Es ertrinken mindestens 2 Menschen. Dramatische Rettungsaktion mit Seilen und einer Menschenkette. Ein deutscher Arzt versucht eine Frau zu retten. Ohne Erfolg. Särge. Abtransport. Wir sind fassungslos und erstarren vor Machtlosigkeit und Entsetzen. Rote Flagge wurde nicht ernst genommen. Die Gesamtsituation der Ernsthaftigkeit nicht erkannt. Letztendlich auch von uns nicht, da das Meer nicht so tief ist, die Strömungen aber so gefährlich. Danach ist mir das Schwimmen im Meer vergangen - und auch der Mitjorn Strand."


ImageIm Mai dieses Jahres, als ich mit engagierten Freunden die Aktion 100 EACH DAY mit dem aus einhundert blau eingefärbten Menschen gestalteten "Mahndreieck" am Strand von Migjorn für Blausand.de realisieren konnte, hat Max, Beates Sohn, die "Sonne für Beate" des Inselkünstlers Schoppi restauriert. Jan, der die Galerie von Schoppi (gestorben 2007) übernommen hat, hat den Gedenkstein eingefärbt.

Heute, 9 Jahre später, sieht Strandsicherheit auf Formentera anders aus.


Nach einem aktuellen Bericht hat es seit dem 1. Mai 2008 keinen tödlichen Badeunfall an den Stränden der Insel gegeben. Auch gab es zwischen dem Jahr 2000 und 2007 mehrere Jahre ohne Ertrinkungsopfer. Jaume Ferrer (Inselratspr?sident Formentera), Rolf L?ke (Blausand.de)Insgesamt führten die Rettungsschwimmer in diesem Jahr 97 Rettungen an den 6 Stränden, die bewacht werden, durch. Allein 42 davon nur im August am Illetas, und zwar am Pas de Trocadors, dem Übergang zwischen Illetas und Espalmador. 24 Rettungen gab es am Migjorn, 14 am Levante, 9 am Tanga und 4 in Es Pujols. in der Cala Saona gab es keinen Einsatz. Das von der Inselregierung bereitgestellte Budget ist Imagemittlerweile auf 200.000 Euro gestiegen und es wurden Aussichtstürme und Erst-Versorgungsstationen am Illetas, Llevante und Migjorn errichtet. Für die kommende Saison sollen die Überwachungsstunden ausgeweitet und auch ein Posten in Es Calo eingerichtet werden. Die Finanzierung dafür steht schon. Am Platja Levante von den 18 Rettungsschwimmern in diesem Jahr 585 Warnungen an Badende ausgesprochen. Hauptrisiken an den Stränden sind inzwischen aber nicht nur tückische Rip-Strömungen und hoher Wellengang, sondern auch zahlreiche Boote und Jetskis.

2009: spektakuläre Aktion gegen das Ertrinken in Deutschland

ImageBitte engagieren Sie sich weiterhin für Badesicherheit in Europa und helfen Sie mit, die Zahl von einhundert Ertrinkungsopfern pro Tag in Europa zu reduzieren. 2009 planen wir wieder eine spektakuläre Aktion gegen das Ertrinken - voraussichtlich in Deutschland. Wenn die Planungen (spätestens Ende 2008) abgeschlossen sind, informieren wir Sie über die Einzelheiten. Bei Interesse empfehlen wir, sich als Adressat in den monatlichen und kostenlosen Blausand.de-Newsletter gegen das Ertrinken einzutragen - ein Mail an reicht dafür aus.

Herzliche Grüße von
Rolf Lüke
Gründer von Blausand.de
Im September 2008

Links zum Thema:
Heaven stood still: Der Tag, an dem Beate und Corinna ertrinken
Making of "100 EACH DAY": Das Projekt gegen das Ertrinken in Europa, Mai 2008
200 Fotos der Aktion 100 EACH DAY auf www.piratabus.de
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