Aktuell im März 2008

Dienstag, 25. März 2008
Düsseldorf: Mutter und Tochter fast im Hallenbad ertrunken
Bei einem Badeunfall im Unterrather Hallenbad (Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen) sind am Karfreitag eine 43-Jährige Mutter und ihre sieben Jahre alte Tochter beinahe ertrunken. Obwohl Mutter und Tochter angeblich beide nicht schwimmen können, waren sie in den tiefen Bereich des 25 mal 12 Meter großen Beckens geraten. Die Mutter ging nach Angaben der Bädergesellschaft unter. Das Kind habe an der ImageWasseroberfläche panisch mit den Armen gerudert. Ein 16-jähriges Mädchen bemerkte die Siebenjährige und konnte sie an den Beckenrand ziehen. Ein Bademeister rettete die bewusstlose Mutter vom Beckengrund und reanimierte sie. Wenig später waren auch drei Notärzte zur Stelle. Sie versorgten Mutter und Tochter und brachten sie ins Krankenhaus. Beide sind außer Lebensgefahr. Die Mutter sei aber noch ohne Bewusstsein, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Dies sei jedoch durchaus von Vorteil: „So kann das in den Lungen verbliebene Wasser besser abgesaugt werden.“

Wie es genau zu dem Badeunfall kam, ist bislang unklar. Hinweisschilder am Beckenrand machen auf den Nichtschwimmerbereich aufmerksam. Zudem trennt ein Seil den etwa acht Meter langen Nichtschwimmerbereich vom drei Meter tiefen Schwimmerbecken. Ein Versäumnis der Aufsicht sieht der Chef der Bädergesellschaft nach Presseangaben nicht. „Das sind Unfälle, die passieren können.“ Eine Reanimation sei allerdings selten notwendig. „Häufig gelingt es, Gefahrensituationen rechtzeitig zu entschärfen.“ Der Badebetrieb lief nach dem Unfall normal weiter.


Sonntag, 23. März 2008 (Ostersonntag)
Teammitglieder für "100 EACH DAY" auf Formentera gesucht
100 blau eingefärbte Menschen werden im Mai 2008 für eine Dokumentation aus der Luft an einem Strand der spanischen Insel Formentera liegen und damit gegen 100 Ertrinkungsopfer pro Tag in ImageEuropa und  für mehr Badesicherheit demonstrieren. Für dieses Projekt haben wir jetzt die Webseite 100eachday.blausand.de eingerichtet. Hier erhalten Sie ab sofort alle Details zum aktuellen Stand der Planungen.

Rund um den 22. Mai sucht Blausand.de für 100 EACH DAY Teammitglieder für künstlerische Leitung, Farbe und Körper, technische Leitung und Koordination, Registrierung und für trouble shooting. Bitte senden Sie ein Mail an . und schreiben Sie uns, wenn Sie gern mitmachen würden. Wir informieren Sie über die Bedingungen und über Urlaubsvergünstigungen.


Freitag, 21. März 2008
Selbsthilfe und Warnschilder an gefährlichen Stränden
ImageAuf unseren Reisen und Beobachtungstouren zum Therma Badesicherheit haben wir es öfter beobachten können.

Dann, wenn an einem lebensgefährlichen Strandabschnitt viele Menschen ertrunken und keine Rettungsschwimmer und noch nicht einmal offizielle Warnungen sichtbar sind, greifen Imageengagierte Mitmenschen gelegentlich zur Selbsthilfe und sorgen für Warnungen. In einigen Fällen sorgen auch Betroffene nach Badeunfällen für die Aufstellung von Schildern, um damit wenigstens weitere Unfälle zu verhindern.

Auf der Kanarischen Insel Gomera gab es bis vor einigen Jahren am Eingang Strand von Playa del Ingles eine Tafel mit dem aktuellen Datum des letzten tödlichen Badeunfalls.

Auch an den US-Stränden von Kalifornien und Oregon sind uns Tafeln mit der aktuellen Zahl der Ertrunkenen aufgefallen.

Am Hanakapiai Beach im US-Bundesstaat Hawaii  mit unberechenbaren Rip-Strömungen gibt es eine wirkungsvolle Warntafel ("Weg vom Wasser, unsichtbare Strömungen haben 83 Besucher getötet").

Wenn Sie im nächsten Urlaub Tafeln dieser Art sehen: Bitte senden Sie ein Bild mit Ortsangabe an .


Dienstag, 18. März 2008
Wenn Segler beim Pinkeln ertrinken
Manche Freizeitkapitäne sterben, weil sie beim Pinkeln über Bord fallen. Vor allem bei Dunkelheit ist die Ertrinkungsgefahr riesig. "Es kommt immer wieder vor, dass männliche Leichen mit heruntergelassener Hose oder offenem Schlitz an den Küsten gefunden werden", sagt Ingo Ohrt von der Wasserschutzpolizei in Kiel. Zusammen mit den Zeugenaussagen der Kollegen an Bord, die ihren Kameraden als vermisst gemeldet haben, vervollständigt sich dann schnell das Bild. Ohrt hat bisher Imagedrei solcher Fälle erlebt, die Dunkelziffer ist unbekannt. "Nicht jeder beim Pinkeln gestorbene Segler wird aufgefunden."

Jedes Jahr sterben durchschnittlich zwischen sechs und zwölf Menschen bei Seeunfällen mit Booten - einige von ihnen durch leichtsinniges Erleichtern an Deck. "Die Leute dürften nicht über Bord fallen, da sie eigentlich gesichert gehören", sagt Jürgen Feyerabend, Leiter der Kreuzer-Abteilung beim Deutschen Segler-Verband (DSV). "Wir appellieren an die Segler, dass über Bord fallen tödlich ist." Eine Studie des Mediziners Frank Praetorius kommt zu dem Schluss, dass kaltes Wasser die Wärme 25 Mal schneller aus dem Körper zieht als Luft derselben Temperatur. Zudem kann durch den Sturz in eiskaltes Wasser bei Seglern schnell eine tödliche Atemlähmung eintreten. Feyerabend verweist darauf, dass Segeln an sich ein ungefährlicher Sport sei. Man sei sich aber des Problems bewusst, dass fast jährlich "einige Segler nach Überbordfallen umkommen". Wie viele Männer dieser banale wie tragische Tod ereilt, wird statistisch nicht festgehalten. Nach Angaben der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) starben bei Seeunfällen mit Sportbooten im Jahr 2003 sechs Menschen, dreizehn 2004, acht 2005 und zwei im Jahr 2006. Allerdings: Die Zahl dieser Todesfälle sei zurückgegangen.

Einsatzleiter Ingo Ohrt von der Wasserschutzpolizei rät bei älteren Schiffsmodellen dazu, folgende goldene Regel zu beachten: "Eine Hand fürs Schiff und eine Hand für sich. Vor Beginn der Segler saison startet die Wasserschutzpolizei nun die Initiative "Skippers Sicherheitstipps". Der beste Schutz gegen einen Tod nach Pinkeln an der frischen Luft sei die Sicherung mit einer Leine, sagt Ohrt. Und das Tragen von Rettungswesten, damit der plötzliche Sturz ins Wasser nicht gleich tödlich enden muss.



Sonntag, 16. März 2008
"Runter vom Gas!": Kampagne gegen den Unfalltod im Straßenverkehr
Inspiration für Kampagne gegen das Ertrinken?
ImageIn der letzten Woche stellte die DLRG die Ertrinkungsstatistik für 2007 vor. 484 Menschen ertranken im letzten Jahr in Deutschland. Das sind ein Fünftel weniger als im Vorjahr.

Zur Entwarnung gibt es aber keinen Grund, denn die Zahlen gehen nicht kontinuierlich nach unten. Das Bewusstsein für die Gefahren des Wassers ist - wie Umfragen von Blausand.de eindeutig belegen - in Deutschland wenig ausgeprägt.

Jährlich sterben in Deutschland rund 5.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, allerdings - im Gegensatz zur ImageZahl der Ertrinkungsopfer-  mit kontinuierlicher Tendenz nach unten. Und für diese Gefahren wird ab nächster Woche eine bemerkenswerte öffentliche Arbeit geleistet.

Zahlreiche Kreuze an Landstraßen erinnern an die rund 5000 Verkehrsopfer, nahezu jeder Deutsche kennt persönlich Menschen, die durch Verkehrsunfälle getötet oder verletzt wurden. Das damit verbundene Leid ist immens. Obwohl die Zahl der Getöteten seit Einführung der Statistik im Jahr 1953, nicht zuletzt dank der engagierten und gemeinsamen Verkehrssicherheitsarbeit des Bundesverkehrsministeriums, des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und aller Partner aus dem Verkehrssicherheits- und Präventionsbereich, kontinuierlich zurückgegangen ist, kann keine Entwarnung gegeben werden. Zudem ist die Zahl der ImageVerletzten 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % auf mehr als 431.000 gestiegen. Dieser Entwicklung müssen wir mit allen Mitteln entgegenwirken.

Unangepasste Geschwindigkeit ist in Deutschland eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Todesfolge. 2006 wurden rund 31 Prozent aller selbstverschuldeten Unfälle mit Todesfolge durch unangepasste Geschwindigkeit verursacht. Eine Informationskampagne soll vor dem Hintergrund der Unfälle die Menschen in Deutschland aufrütteln und für eine breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit sorgen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee stellt in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat eine breit angelegte Verkehrssicherheitskampagne mit dem griffigen Slogan Runter vom Gas! vor. Dass auch die Verantwortlichen für mehr Gefahrenbewußtsein im Wasser unter dem Hindergrund von fast 500 Ertrinkungsopfern in Deutschland aufgerüttelt und von dieser Kampagne inspiriert werden, bleibt zu wünschen.


Dienstag, 11. März 2008
England: offensive Suche nach Lifeguards
ImageBlausand.de hat oft darüber berichtet, dass das Interesse, sich als Rettungsschwimmer zu engagieren und sich von den europäischen Wasserrettungsorganisationen ausbilden zu lassen, kontinuierlich zurückgeht.

Diese riskante Entwicklung wird von den Organisationen häufig verschwiegen. Offenbar befürchtet manImage eine Verunsicherung der Ehrenamtlichen und lässt Diskussionen zum Thema erst gar nicht zu.

Ein weiterer Trend sorgt in den letzten Jahren für Irritationen. In einigen Ländern Europas, etwa in Spanien, schließen die Kommunen aus Kostengründen direkte Verträge mit dem Rettungspersonal. Die Rettungsorganisationen gehen leer aus. Mit demselben Resultat gründen Betreiber von Restaurants und anderen Diensleistungen an Strandabschnitten zunehmend eigene Organisationen für Badesicherheit und Strandbewachung .

Offensiv geht de englische Royal Life Saving Society U.K. mit der kritischen Entwicklung um und macht die Situation auf der Startseite www.lifesavers.org.uk zum wichtigen Thema: " There are many ways you can become involved as a lifesaver". Nachahmenswert!


Sonntag, 9. März 2008
"125 Jahre Wasserwacht" in Berlin
ImageBeim Festakt im Berliner Haus der Kulturen der Welt (besser bekannt als "Schwangere Auster") würdigte am Samstag Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor fast 1000 Gästen die Arbeit der 130.000 ehrenamtlichen Wasserretter im Deutschen Roten Kreuz (DRK) zum 125-jährigen Bestehen der Wasserwacht.

DRK-Präsident Rudolf Seiters sagt in seiner Festansprache: "Keine andere Organisation bietet aus einer Hand und in der Größenordnung die gebündelte Professionalität aus Erster Hilfe, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und der hohen Fachkompetenz am Wasser,im Wasser und unter Wasser. "Die Wasserwacht des DRK, hinter der DLRG zweitgrößte Wasserrettungsorganisation inImage Deutschland, gilt als "Erfinder" der Wasserrettung und sichert bundesweit mit 1200 Wachstationen Badegewässer aller Art und leistet 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland von kleineren Notfällen in Bädern, Seen oder an den Nordseeküsten bis hin zum Katastropheneinsatz bei Hochwasser.

Abgerundet wurde der Festakt durch spektakuläre Rettungsaktionen vor der Kulisse des Bundeskanzleramts mit einer hubschraubergestützten Rettung aus der Spree.

Allerdings kann auch die gut organisierte und beeindruckende Veranstaltung nicht darüber hinwegtäuschen, dass Seen und Flüsse in Deutschland meist unbewacht sind und die Zahl der ehrenamtlichen Wasserretter kontinuierlich zurück geht.


Samstag, 8. März 2008
Foto-Projekt "100 EACH DAY" Ende Mai 2008 auf Formentera genehmigt
An diesem Wochenende ist Blausand.de bei der Realisierung der Foto-Aktion 100 EACH DAY im Mai 2008 auf der Insel Formentera einen entscheidenden Schritt weiter gekommen.

Die Genehmigung für die Aktion wurde dem Gründer von Blausand.de, Rolf Lüke, durch den Tourismus-Manager Josep Mayans Costa in Vertretung des Formentera- Inselratspräsidenten Jaume Ferrer übermittelt. Im Abstimmungsgespräch in der Balearenhalle der Tourismusmesse ITB in Berlin, an dem auch Alejandra von terra Nostra teilnahm, sicherte die Inselverwaltung von Formentera jede mögliche Hilfe bei der Realisierung der europaweiten Aktion gegen das Ertrinken zu. Josep Mayans Costa, Alejandra, Rolf L?keFestgelegt wurde unter anderem, dass die Inselverwaltung während der Präsentation für 100 EACH DAY am 21. Mai um 18 Uhr im Restaurante Es Arenals das Sicherheitskonzept für die Badesaison 2008 vorstellen wird und die Formentera - Rettungsschwimmer das Foto-Projekt am 22. Mai 2008 "bewachen" werden.

Am selben Abend veranstaltet Blausand.de ab 21 Uhr eine "After Shooting Party" an der Strandbar Piratabus, Platja Migjorn, Formentera. Wer beim Projekt 100 EACH DAY im Mai auf Formentera mitmachen will und einer von 100 Blue-women oder Blue-men werden möchte, erhält unter diesem Link alle Details zur Registrierung und zum letzten Stand der Dinge. Anmeldungen im Internet sind bis zum 30. April 2008 unter möglich.


Mittwoch, 5. März 2008
Emnid: Berlin "Hauptstadt der Nichtschwimmer"
Berlin ist die Hauptstadt der Nichtschwimmer, berichtet heute der Berliner Tagesspiegel. 26 Prozent der Berliner können nach eigener Einschätzung nicht schwimmen. Bundesweit liegt die Zahl der bekennendenImage Nichtschwimmer im Schnitt bei zehn Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes.

Die Süddeutschen dagegen fühlen sich als sichere Schwimmer: In Baden-Württemberg gaben nur zwei Prozent der Bürger an, nicht schwimmen zu können, dahinter die Bayern mit sieben Prozent. Ob ein Mensch schwimmen kann, hängt offenbar auch von seinem Alter ab: In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre lag der Nichtschwimmeranteil bundesweit bei zwei Prozent, am höchsten war er mit 17 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen.

Die Studie zeigt auch, dass Menschen mit geringer Bildung seltener schwimmen können als Menschen mit höherem Abschluss. Während unter Abiturienten der Nichtschwimmeranteil bei sieben Prozent liegt, gaben 21 Bürger mit Volksschulabschluss und ohne Lehre an, nicht schwimmen zu können. Auf die Frage: "Können Sie eine leblos im Wasser treibende Person an ein 50 Meter entferntes Ufer retten?" antwortete die Hälfte der befragten Bundesbürger mit Nein.


Dienstag, 4. März 2008
Unfallserie in deutschen Schwimmbädern
ImageWas ist in deutschen Schwimmbädern los, in denen es trotz gesetzlich vorgeschriebener Bewachung seit Monaten eine signifikante Unfallhäufigeit gibt? Der vorerst letzte Unfall ereignete sich am Sonntag im Eugen-Keidel-Bad Freiburg: Ein 4-jähriger Junge spielte der Junge zusammen mit seinem 8-jährigen Cousin am Außenbecken, während seine Eltern in der Sauna waren. Ein Badegast fand das Kind später auf dem Grund des Beckens und alarmierte den Notarzt. Der Junge musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden und überlebte.

Wenige Tage vorher wurde ein 14 Jahre alter Junge leblos aus dem Schwimmbecken eines Freizeitbads in Goch (Nordrhein-Westfalen) geborgen Er war im Wasser liegend entdeckt worden und starb wenig später im Krankenhaus. Ein achtjähriger Junge ist im Februar im Hallenbad "Aquarella" in Buxtehude (Niedersachsen) ertrunken. Ein Badegast hatte den leblosen Achtjährigen am Grund des Beckens entdeckt. Im Hallenbad "Finto" in Finnentrop (Nordrhein-Westfalen) wären Ende Februar zwei Brüder fast ertrunken. Ein Badegast sah sie leblos am Beckenboden im Schwimmerbereich des Hauptbeckens. Beide Kinder wurden von den Ersthelfern reanimiert und in Kliniken eingeliefert. Der 7-Jährige sagte, er sei vom Ein-Meter-Brett gesprungen und dann nicht wieder aufgetaucht. In Panik habe er sich am Bein seines älteren Bruders festgehalten, der sich unterhalb des Sprungbretts im Wasser aufhielt. Auch der 10-Jährige konnte nur unzureichend schwimmen und so sanken beide Kinder auf den Beckenboden. Beobachtet hatte dies niemand.

Besonders häufig passieren Ertrinkungsunfälle im beliebten Kölner Freizeitbad "Aqualand", im Februar erneut Schauplatz eines Unfalls, bereits der vierte in den letzten Monaten, von denen einer tödlich ausging. Der leblose Körper des 15-Jährigen trieb auf der Wasseroberfläche Sein Vater und andere Badegäste zogen den Schüler aus dem Wasser. Zufällig war unter den Gästen auch eine Gruppe von Sanitätern, die sofort mit einer professionellen Reanimation begannen und vermutlich so dem Kind das Leben retteten. Der Junge hatte möglicherweise die Rutsche benutzt Imageund eine nachfolgende Person war auf den Kopf des Jungen geprallt, so dass der 15-Jährige das Bewusstsein verlor.

Es sind vor allem die Kinder, die ertrinken, und immer wieder werden Zeugen gesucht, weil Ertrinkungsunfälle trotz der anwesenden Bademeister nicht sofort erkannt werden. Wie auch? Ohne technische Unterstützung ist Aufsicht bei unübersichtlichen Badelandschaften -- oft mit ausgedünntem und in Stoßzeiten wie etwa am Wochenende überfordertem Bewachungspersonal - kaum mehr zu leisten. Eine Vernachlässigung der elterlichen Aufsichtspflichten und fehlende Schwimmfähigkeiten, die durch fehlenden Schwimmunterricht in der Schule weiter begünstigt werden, lassen für die Zukunft noch Schlimmeres befürchten.

Umso wichtiger ist, dass Notsituationen ohne zeitliche Verzögerung erkannt werden und das Aufsichtspersonal durch technische Möglichkeiten (Sensoren, Kameras unter Wasser) unterstützt und sofort alarmiert wird. Seit Jahren gibt es technisch ausgereifte Anlagen mit Unterwasserkameras für Schwimmbäder, die Alarm mit Lokalisierung auslösen, wenn ein Körper Imagebewegungslos im Wasser treibt. Diese lebensrettende Technik wird trotz millionenschwerer Investitionen für die Freizeiteinrichtungen bisher nur in wenigen Fällen getestet und eingesetzt. Auch dann nicht, wenn in einem Schwimmbad bereits tödliche Unfälle passiert sind. Sicherheitstechnisch ist jeder neue PKW heute besser ausgerüstet als ein öffentliches Schwimmbad ohne elektronische Beobachtung. Ein Anachronismus und trotz Badeaufsicht in vielen Schwimmbädern Europas die Ursache für etliche Ertrinkungsopfer in den letzten Jahren.


Sonntag, 2. März 2008
Modellbauer will gekentertes Modellboot retten und ertrinkt
Stundenlang suchte ein Großaufgebot an Rettungskräften im vier Grad kalten Wasser des Krakower See Image(Mecklenburg-Vorpommern) nach Denny S. Doch für den 28-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Beim Versuch, sein gekentertes Modellboot zu retten, war er in den eiskalten See gesprungen und offenbar ertrunken. Taucher der Schweriner Bereitschaftspolizei fanden ihn am Freitag etwa 40 Meter vom Ufer entfernt in sechs Meter Tiefe.

Als das Boot bei der Testfahrt kenterte und voll Wasser zu laufen drohte, dachte der Modellbauer  wahrscheinlich nicht an die Gefahr und ist einfach in den See gesprungen, um sein Boot zu retten.


Samstag, 1. März 2008
Blausand.de: Pressegespräche auf Tourismusmesse ITB in Berlin
ImageAm Mittwoch dieser Woche öffnet die größte Tourismusmesse der Welt, die Internationale Tourismusbörse ITB in Berlin ihre Pforten (5.-9. März 2008).

Der Gründer von Blausand.de, Rolf Lüke, steht am Freitag, 7. und Sonnabend, 8. März für Gespräche zum Thema Badesicherheit in Europa und zu Aktionen gegen das Ertrinken zur Verfügung.

Terminvereinbarungen sind jederzeit möglich unter 0172 / 4003073 oder unter
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