Aktuell im Februar 2008

Freitag, 29. Februar 2008
“Rote Flagge“ für sichere Strände?
Das Ostseebad Prerow in Mecklenburg-Vorpommern bekommt eine Auszeichnung für die Sicherheit seiner Strände. Anfang März wird die DLRG erstmals die „Rote Flagge“ vergeben. Sie sei ein Zeichen Imagedafür, dass die Strände von qualifizierten Rettungsschwimmern überwacht werden, teilte die DLRG mit. In Europa will die „International Life Saving Federation Europe (ILSE)“ die Rote Flagge künftig an Gemeinden verleihen, deren Badestellen von Sicherheitsexperten geprüft wurden.

Irritiert über die rote Flaggenfarbe mit dem Aufdruck "Lifeguarded Beach" (Bewachter Strand) und über die Bezeichnung „Rote Flagge“ (ein Synonym für Badeverbot) erkundigen wir uns bei DLRG-Pressesprecher Martin Janssen nach der „Farbenlehre“ und hören, dass diese Flagge als internationaler Standard festgelegt und Rot eine Signalfarbe sei. Letzteres wollen wir nicht bezweifeln, empfehlen aber, über den Namen und über die Farbe Rot für Sicherheit von Badestellen noch einmal kritisch nachzudenken.


Mittwoch, 27. Februar 2008
Blausand.de-Badeseentest 2007:
Reaktion des Bremer Senats auf kritische Bedingungen 2008
Blausand.de hatte 2007 die meisten der 11 Bremer Badeseen nach mehreren tödlichen Ertrinkungsunfällen in einem Sicherheitscheck als kritisch bewertet und konkrete Forderungen nach mehr Badesicherheit gestellt - zuletzt in einem Brief vom Januar 2008. Kritischster Punkt: Alarmierungen über die auf Info-Tafeln angegebenen DLRG-Telefonnummern, ohne Vorwahl, landen im Nirvana. Nach diversen unbeantworteten Mails, Anrufen und Briefen ließ der Bremer Innensenator Willi Lemke Blausand.de am 19. Februar 2008 nun endlich diese Antwort zukommen:

Sehr geehrter Herr Lüke, vielen Dank für die diversen Schreiben aus den letzten Monaten, zuletzt vom Image14. Januar 2008. Wie Ihnen ist auch uns die Badesicherheit an den Bremer Seen sehr wichtig. Wie Sie sicher aus den Terminen mit dem Sportamt u.a. im Jahr 2006 noch wissen, sind wir immer bemüht, mögliche Fehlerquellen zu entdecken und abzustellen. Dies ist ein laufender Prozess, in dem die Beobachtungen der Vorjahre an den Badeseen analysiert und ggf. Veränderungen gegenüber der früheren Tätigkeit vorgenommen werden. In Zusammenarbeit mit der DLRG wurden in den letzten Wochen und Monaten wieder mehrere Gespräche darüber geführt, wie auch in diesem Jahr an Höchstmaß an Sicherheit an den Seen gewährleistet werden kann. Ihre Hinweise haben wir in diese Überlegungen mit einbezogen. Für ein persönliches Gespräch sehen wir im Moment keinen Bedarf.


Blausand.de wird die in Aussicht gestellten Veränderungen spätestens zu Beginn der Badesaison 2008 am 15. Mai kritisch überprüfen und aktuell darüber berichten.


Montag, 25. Februar 2008
Fussball-EM 2008:  gefährliches Schwimmen im Rhein
Noch gut drei Monate sind es bis zum Beginn der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich. Und auch Badesicherheit ist dabei ein Thema. Man befürchtet, die Gäste könnten die Gefahr beim Rheinschwimmen unterschätzen. "Wir rechnen damit, dass auch Leute von der Brücke springen", sagt Rolf ImageMeyer, Sicherheitschef der Euro 08. Während der EM werden sich Zehntausende in der "Fanzone" am Rhein aufhalten, um die Spiele zu verfolgen und sich abzukühlen. Die Gefahren im Rhein könne von auswärtigen Gästen schnell unterschätzt werden. Deshalb arbeiten die Sicherheitsverantwortlichen der Euro 08 nun das Gesamtkonzept "Rheinrettung" aus. Unter den vielen Schwimmern könnte es schwierig werden, diejenigen zu erkennen, die Probleme hätten, erklärt Meyer die Komplexität der Situation: "Da ist mehr Präsenz nötig." Diese wird vor allem auf dem Wasser sein, da der Landweg verstopft sein wird.

Das Konzept ist noch nicht ganz fertig, doch es sieht vor, dass auf Patrouillenschiffen  sämtliche Rettungsorganisationen vereint sein sollen. Neben Sanitätern und Rettungsschwimmern sollen auch Polizeitaucher aus dem Baselbiet zum Einsatz kommen. Die Boote müssen aber noch beschafft werden, weshalb man bereits Kontakt mit der Rheinschifffahrt aufgenommen habe, berichten die Verantwortlichen.


Sonntag, 24. Februar 2008
WDR: Wachkomakind Elias in "Dellings Woche"
Schon häufiger hat Blausand.de über das Ertrinken und die Folge Wachkoma berichtet. Denn bei Statistiken zur Zahl von Ertrinkungsopfern wird oft vergessen, dass auf einen Todesfall vermutlich noch einmal fünf bis zehn so genannte "Beinahe-Ertrinkungsfälle" kommen. Diesen Menschen, meist sind Imagees Kinder, kann durch intensivmedizinische Maßnahmen immer häufiger das Leben gerettet werden. Die Webseiten betroffener Familien wie etwa  www.wachkomakind-elias.de sind eindrucksvolle Beispiele dafür. Schicksale, Texte, Bilder, Albträume, die einem fast das Herz zerreissen und gerade deshalb nicht verdrängt werden dürfen.

Im Juni 2005 fällt Elias, ein besonders fröhlicher, ausgelassener und aufgeweckter Junge, gerade mal 1 1/2 Jahre alt, in ein nur 15 Zentimeter tiefes Regenwasserbecken. Nach 10 bis 15 Minuten zieht man ihn raus. Die Diagnose: Apallisches Syndrom, Wachkoma.

Am Mittwoch, 27. Februar, 20.15-21.45 Uhr, WDR-Fernsehen, wird das Schicksal von Elias und seinen Eltern Caroline und Jörg Windolf v. Meding, Mitglieder im Blausand.de-Team, in der Lifesendung Dellings Woche thematisiert.


Freitag, 22. Februar 2008
Hallenbad "Finto" in Finnentrop: 2 Brüder leblos am Beckenboden
Im Hallenbad "Finto" in Finnentrop (Olpe, am Biggesee, Nordrhein-Westfalen) wären zwei Brüder gestern fast ertrunken. Ein Badegast sah gestern gegen 18.15 Uhr die beiden Brüder leblos am Beckenboden im Schwimmerbereich des Hauptbeckens. Die Schwimmmeisterin und der Badegast holten die beiden Kinder Imagesofort aus dem Becken. Beide Kinder wurden von den Ersthelfern reanimiert und in Kliniken eingeliefert.

Da niemand beobachtete, wie es zu dem Ereignis kam, gestalteten sich die  Ermittlungen als schwierig. Durch die Äußerung des jüngeren Kindes gegenüber den Ärzten in der Klinik scheint das Geschehen heute klarer. Der 7-Jährige sagte, er sei vom Ein-Meter-Brett gesprungen und dann nicht wieder aufgetaucht. In Panik habe er sich am Bein seines älteren Bruders festgehalten, der sich unterhalb des Sprungbretts im Wasser aufhielt. Auch der 10-Jährige konnte nur unzureichend schwimmen und so sanken beide Kinder auf den Beckenboden. Die Brüder waren ohne Wissen ihrer Eltern zum Hallenbad gegangen und hatten das Bad erst wenige Minuten vor dem Unfall betreten.


Mittwoch, 20. Februar 2008
Befreiung muslimischer Mädchen vom Schwimmunterricht
ImageDie Diskussion um die Befreiung muslimischer Mädchen vom Schwimmunterricht eskaliert. In Remscheid (Nordrhein-Westfalen) lehnte eine Realschule erstmals den Antrag der Eltern auf Befreiung ab. Der zuständige Schuldezernent Christian Henkelmann sprach angesichts der vermehrten Anträge von einer "schleichenden Islamisierung in der Gesellschaft" und wird mit dem Satz zitiert: "Wer anatolische Verhältnisse wünscht, soll seine Koffer packen." Über diese Formulierung sind die Vertreter der türkischen Union der Vereine empört und erwarten eine Entschuldigung.

Hintergrund für die Ablehnung des Antrags sind die zunehmend kritischen Schwimmfähigkeiten und der inzwischen fast schon seltene Schwimmunterricht in Schulen. Bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist Schwimmunterricht - wenn überhaupt - oft nur unter schwierig umzusetzenden Abschirmungsmaßnahmen möglich. Die kritische Situation wurde kürzlich auch während eines Symposiums der DLRG thematisiert.


Montag, 18. Februar 2008
Schon wieder Badeunfall im Kölner "Aqualand"
Das Kölner Freizeitbad Aqualand ist am gestrigen Sonntag erneut Schauplatz eines Unfalls geworden - bereits der vierte in den letzten Monaten, von denen einer tödlich ausging. Gestern gegen 14 Uhr trieb der leblose Körper des 15-Jährigen auf der Wasseroberfläche Sein Vater und andere BadegästeImage zogen den Schüler aus dem Wasser. Ein Besucher: „Von einem Bademeister war zunächst nichts zu sehen. Der kam erst Minuten danach hinzu.“ Zufällig war unter den Gästen auch eine Gruppe von Sanitätern, die sofort mit einer professionellen Reanimation begannen und vermutlich so dem Kind das Leben retteten. Denn Minuten später spuckte der Junge Wasser, dann schlug er die Augen auf. Was passiert war, daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Notärzte versorgten Tobi mit Sauerstoff. Nach einer gründlichen Untersuchung kam der Junge dann rund 30 Minuten nach dem Badeunfall in die Kölner Uni-Klinik. Die Polizei bestätigte, dass der 15-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr schwebte. Sein Zustand sei wieder stabil, hieß es. Sein Vater und einige Augenzeugen wurden von der Polizei vernommen. Erste Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass der Junge möglicherweise mehrfach die Rutsche benutzt hatte und dann eine nachfolgende Person auf den Kopf des Jungen geprallt war, so dass der 15-Jährige das Bewusstsein verlor.

Was gedenken die Verantwortlichen zu tun, den Unfallschwerpunkt Aqualand zu entschärfen? Dazu schweigt die Geschäftsführung bisher beharrlich.


Sonntag, 17. Februar 2008
Neuigkeiten zum Projekt "100 EACH DAY":
Bereits 40 Anmeldungen für spektakuläre Foto-Aktion
Foto: Michael R?mer Noch gut 3 Monate, dann startet das spektakuläre Foto-Shooting gegen das Ertrinken auf der Baleareninsel Formentera. Und das Projekt "100 EACH DAY" rund um den 22. Mai 2008 nimmt Formen an, kommt in Fahrt. Der Stand der Dinge: es gibt schon heute mehr als 40 Anmeldungen von engagierten Menschen, die sich am 22. Mai 2008 - blau eingefärbt - an den Strand legen, aus einem Helikopter fotografieren lassen und damit auf täglich 100 Ertrinkungsopfer in Europa aufmerksam machen wollen. Täglich bekommen wir Anmeldungen und positives feedback (wie auch im Gästebuch nachgelesen werden kann).

Der Antrag für die Genehmigung auf der Insel Formentera wurde eingereicht, Gespräche mit interessierten Medienpartnern waren erfolgreich, die ersten Sponsoren und prominenten Paten wurden bereits Imagegewonnen. Und die ersten Medien berichten über die Aktion. In der letzten Woche war es Mallorca - Das Inselradio.

Bitte sorgen Sie dafür, das Projekt noch bekannter zu machen und weisen Sie Balearenurlauber auf "100 EACH DAY" hin. Für alle aktuellen Informationen haben wir die Webseite 100eachday.blausand.de eingerichtet. Wenn Sie im Organisationsteam mitmachen wollen, sich als Blue-Woman oder Blue-Man zur Verfügung stellen oder Ideen zum Projekt haben: bitte melden Sie sich unter .


Mittwoch, 13. Februar 2008
Niedersachsen: Wasserrettern droht finanzielles Desaster
ImageIn Deutschland ertrinken vier von fünf Menschen in Badeseen und Flüssen. Anstatt nun deutsche Badeseen mit besseren finanziellen Mitteln für bessere Bewachung auszustatten, stehen die Wasserretter in Niedersachsen statt dessen vor einem finanziellen Desaster. "Krankenkassen", so steht auf der Webseite der DLRG Niedersachsen, "graben der DLRG das Wasser ab."

Sie sollen - vielleicht sogar rückwirkend für 2007 - mit 40 Prozent weniger Geld auskommen - etwa am Steinhuder Meer oder am Zwischenahner Meer. Hintergrund: Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Unfallversicherer hatten im letzten Jahr in einem Rechtsstreit ein letztinstanzliches Urteil vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg erwirkt, wonach - wie bei der Landrettung - nur noch Aktionen der Wasserretter durch die Kostenträger finanziert werden sollen, die der unmittelbaren Lebensrettung dienen. Badeaufsicht, Beobachtungsfahrten, Bergehilfe für gekenterte Boote fallen nicht darunter. Und weil dann die Badeaufsicht die Kommunen belasten würde, drohen diese bereits heute rücksichtslos mit Geldentzug. Mit einem weiteren Anstieg der Ertrinkungszahlen muss gerechnet werden.


Freitag, 8. Februar 2008
Schweiz: 40.000 Unterschriften für obligatorischen Schwimmunterricht 
ImageNoch bis zum 31. März 2008 läuft eine erfolgreiche Aktion für mehr Badesicherheit in der Schweiz, in der im letzten Jahr  45 Menschen ertrunken sind. Eine Unterschriftenaktion der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG für eine Petition, in den Schulen obligatorischen Schwimmunterricht anzubieten, soll dieser wichtigen präventiven Maßnahme für Badesicherheit den nötigen Nachdruck verleihen. Prisca Wolfensberger, Mediensprecherin der SLRG, gegenüber Blausand.de: "Die Petition läuft gut. Wir haben bis jetzt nahezu 40.000 Unterschriften erhalten. Die Leute unterschreiben gerne und sehr überzeugt."

Die SLRG, Schwimmlehrer und Bademeister stellen fest, dass auch in unserem Nachbarland die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen abnimmt, insbesondere weil Schulen aus Spargründen auf den Schwimmunterricht verzichten. Etwa 30 Prozent der schweizer Schüler erhalten nach einer Studie keinen Schwimmunterricht in der Schule.


Mittwoch, 6. Februar 2008
Vorgetäuschtes Ertrinken: Versicherungsbetrug
Die Geschichten hört man ja öfter, aber jetzt berichten die Medien konkret über zwei Fälle, die von angeblichem Ertrinken und Versicherungsbetrug handeln.

ImageIn Ungarn hat sich ein Mann sechs Jahre lang versteckt und schließlich für tot erklären lassen. Kurz bevor ihm seine Lebensversicherung in Höhe von 100.000 Euro ausbezahlt wurde, flog der Schwindel auf. Die ungarische Polizei spürte zusammen mit tschechischen Kollegen den mutmaßlichen Versicherungsbetrüger nach dreijährigen Ermittlungen auf, berichtet die ungarische Tageszeitung "Nepszabadsag". Er hatte sich in einem tschechischen Bauernhof versteckt und dort offenbar unter ärmlichen Verhältnissen gelebt. Im Jahr 2001 war der Mann beim Surfen auf Kreta ins Wasser gefallen und allem Anschein nach ertrunken. Seine Frau und ein befreundetes Ehepaar erklärten ihn für tot, nachdem Suchaktionen ergebnislos geblieben waren. Der angeblich Ertrunkene war jedoch ans Ufer geschwommen und begann seine Versteckoyssee durch Italien und Tschechien. Die griechischen Behörden stellten einen Totenschein aus, den die ungarische Versicherungsgesellschaft jedoch anzweifelte. Der mutmaßliche Betrüger sitzt nun in Untersuchungshaft. Seine Frau und die beiden Freunde müssen sich wegen Beihilfe verantworten.

Erst Anfang Dezember war ein Brite bei der Polizei aufgetaucht, nachdem er sich nach einem vorgetäuschten Kanuunfall fünfeinhalb Jahren versteckt gehalten hatte, um mit seiner Frau eine Lebensversicherung zu kassieren. Beide sitzen in Untersuchungshaft.


Dienstag, 5. Februar 2008
Wilhelmshaven: Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit
Am Donnerstagnachmittag letzter Woche ereignete sich im Wilhelmshaven (Niedersachsen) ein Ertrinkungsunfall, der das Thema Aufsichtspflicht auf besonders entsetzliche Weise beleuchtet. Eine 43-jährige Frau passte an diesem Abend auf ihre 3-jährige Enkelin auf, als ein Gasableser an der Haustür klingelte. Während die Frau mit dem Mann zur Gasuhr ging, nutzte das Mädchen diesen Augenblick, lief aus dem Haus und ca. 200 Meter weiter auf ein umzäuntes Grundstück, dessen Pforte nicht verschlossen war. ImageAuf diesem Grundstück befindet sich ein ca. 3 x 7 Meter großer in die Erde eingelassener Swimmingpool, der mit einer ca. 60 cm hohen Kante umgeben ist. Der Pool war mit Wasser (ca. 1 Meter tief) gefüllt. In diesen Pool stürzte das kleine Mädchen. Unterdessen hatte die 43-jährige Frau alle Nachbarn zur Suche alarmiert. Einer dieser Nachbarn, von Beruf Rettungssanitäter, fand das Mädchen im Pool und begann sofort mit der Reanimation. Parallele waren Rettungswagen und Notarzt informiert worden, die das Mädchen in ein Wilhelmshavener Krankenhaus brachten. Es wurde dann noch am Abend in eine Spezialklinik nach Oldenburg verlegt, wo es am Freitagmorgen verstarb. Die 43-Jährige sowie die Mutter des Kindes wurden mit einem schweren Schock in ein Krankenhaus eingeliefert.

Ein einjähriger Junge ist am vergangenen Samstag in Börzow bei Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) in einen Teich gefallen und nur knapp mit dem Leben davongekommen. Ein älteres Geschwisterkind habe auf den Einjährigen und dessen Zwillingsbruder aufgepasst, als das Unglück geschah, sagte eine Polizeisprecherin am gestrigen Montag. Die herbeieilende Mutter habe das Kind aber sofort aus dem Wasser gezogen und wiederbeleben können. Der Junge sei mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Ärzte sei er inzwischen "über den Berg", hieß es. Erst Anfang Januar waren zwei sechsjährige Zwillingsbrüder in Passin (Kreis Güstrow) in einem Teich ertrunken.


Montag, 4. Februar 2008
Spannender Bericht über australische Wasserretter
ImageNur selten gibt es spannend geschriebene Berichte über Wasserretter und ihre lebensrettende Arbeit.

Im Webportal von jetzt.de, der Jugendwebsite der Süddeutschen Zeitung, erschien am Wochenende ein Bericht über die Arbeit der australischen Lebensretter , der "Surf Life Saving Australia", eine Schilderung von "Lebensrettern, Monsterwellen, ekligen Quallen und schönen Pronzessinnen". Absolut lesenswert! 

Freitag, 1. Februar 2008
Werder-Trainer Thomas Schaaf neuer "Bootschafter" der DGzRS
ImageDie DGzRS mit ihrer Zentrale an der Bremer Weser (in unmittelbarer Nachbarschaft von Blausand.de) hat ein gutes Händchen für Sympathieträger, die sich für die Seenotretter einsetzen. Nach Jan Fedder ("Großstadtrevier") ist Thomas Schaaf, Trainer von Werder Bremen, neuer „Bootschafter“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Anlässlich dieses Ehrenamtes besuchte er gestern die Station gegenüber des Bremer Weser-Stadions. Schaaf zeigte sich von der gewissenhaften Arbeit der Seenotretter begeistert: „Es ist toll, was diese Männer leisten. Besonders hat mich beeindruckt, welche Verantwortung sie übernehmen. Welchen Mut sie zeigen, wie sie sich gegenseitig helfen, wenn sie bei schlechtestem Wetter raus müssen, um für die Menschen da draußen in Seenot da zu sein, die oft nur noch die eine Hoffnung haben, dass jetzt jemand kommt und Hilfe bringt." Besonders der Image„Mannschaftsgeist" imponierte dem Fußballtrainer: „An Bord kann sich der eine zu hundert Prozent auf den anderen verlassen. Da herrscht Vertrauen durch und durch."

Diese Erfahrung hatte er im Sommer während des Trainingslagers auf Norderney gemacht. Dort nutzte er die Gelegenheit, mit einem Seenotkreuzer auszulaufen, was ihn nachhaltig beeindruckte: „Es ist für mich bewundernswert, wie diese Männer ihr Arbeitsgerät beherrschen. Als wir damals mit ihnen draußen waren, haben wir oft nur meterhohe Wellen oder den Himmel gesehen, und die Seenotretter sind da durch, ohne Furcht, aber mit dem nötigen Respekt vor der Natur." Als „Bootschafter" will der Cheftrainer nun „wann immer sich die Gelegenheit bietet, für diese gute Sache voll und ganz eintreten und viele Menschen dafür begeistern, die Arbeit der DGzRS nachhaltig zu fördern.“


Freitag, 1. Februar 2008
Projekt "100 EACH DAY":
Vorbereitungen für Foto-Installation auf Formentera laufen auf Hochtouren
ImageZwischen Pfingsten und dem Beginn der Europameisterschaft plant Blausand.de auf der spanischen Baleareninsel Formentera eine spektakuläre Foto-Installation, um europaweit auf den Ertrinkungstod von täglich 100 Menschen in Europa aufmerksam zu machen. Für das Projekt 100 EACH DAY werden am Donnerstag, 22. Mai 2008 einhundert Menschen verschiedener Nationalitäten und Altersgruppen (von Kids bis zu Senioren) an einem Strandabschnitt von Formentera im Sand liegen. Die Teilnehmer werden sich gegenseitig blau anmalen. Das Foto-Shooting erfolgt von oben aus einem Helikopter.

Auch Sie und Ihre Freunde können als Blue-Woman, als Blue-Man oder im Organisationsteam mitmachen! Anmeldungen werden bis zum 30.April 2008 unter der Mailadresse entgegengenommen.

Oder haben Sie Bekannte, die auf Formentera, Mallorca oder Ibiza leben oder dort Ende Mai 2008 Urlaub machen? Bitte fordern Sie das Exposé in deutscher, englischer, spanischer, italienischer oder französischer Sprache unter an und senden Sie es bitte weiter. Alle Details zum Projekt "100 EACH DAY" erhalten Sie, wenn Sie diesen Link anklicken.
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