Aktuell im September 2008
Dienstag, 30. September 2008
TUI sucht Sie als Reiseleiter (weltweit)
ImageTUI sucht ab sofort Reiseleiterinnen und Reiseleiter, die ab Sommer 2009 weltweit die Gäste der TUI aus Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz betreuen. Ihre Aufgabe am Ferienort ist interessant und abwechslungsreich, bedeutet aber auch "harte" Arbeit. Ein Reiseleiter braucht viel Engagement und Idealismus. Die Bewerber sollten mindestens 20 Jahre alt, unabhängig und flexibel sein. Außerdem sprechen sie fließend deutsch, englisch und eine weitere Fremdsprache. Nach dem Auswahlverfahren, das bereits in zwei Wochen beginnt, absolvieren die Bewerber einen Reiseleitergrundkurs, der sie ideal auf ihre Aufgaben im Zielgebiet vorbereitet.

Info: Das Auswahlverfahren läuft zentral über die TUI Service AG mit Sitz in Altendorf, Schweiz, die als Reiseleiterorganisation der World of TUI zentral für die Betreuung der Gäste in den Feriengebieten oder auf Rundreisen zuständig ist. Detaillierte Informationen über den abwechslungsreichen Job, aktuelle Castingtermine und Online-Bewerbungsformulare gibt es unter www.tui-service.com.


Donnerstag, 25. September 2008
Warnflaggen: unsinniges Farbenspiel wird wirksam
ImageKleine Testfrage Sie: Welche Bedeutung steckt hinter der Flagge in gelb/rot, die schon länger an deutschen und in Zukunft auch an europäischen Stränden weht? Lösung A: Gefahren im Wasser, Lösung B: Badeverbot, Lösung C: Bewachter Badestrand. Die verblüffende richtige Antwort ist Lösung C, denn die Farbkombination aus gelb (für riskantes Baden) und rot (für Badeverbot) ist ausgerechnet Stränden zugedacht worden,  die bewacht und deshalb sicherer sind.

Mit anderen Worten: Die Farbkombination aus Warnung und Verbot steht für das genaue Gegenteil. Für Bewachung, für Sicherheit am Strand. Das wussten Sie nicht? Sie befinden sich dabei in guter (oder sollten wir sagen schlechter) Gesellschaft. Bei einer nicht repräsentativen, aber aufschlussreichen Befragung von 100 Strandbesuchern, vor wenigen Wochen durchgeführt an den Stränden der Ostseebäder Graal-Müritz und Warnemünde, deuteten 58 Urlauber die Kombiflagge als Warnflagge, 37 Befragte hatten keine Ahnung, nur 5 Strandbesucher, das sind 2 (!) Prozent, gaben die vom Dachverband der Wasserrettungsorganisationen erwünschte und gleichermaßen unsinnige Bedeutung wieder.

Wir haben das Thema an die Presseabteilung der DLRG weitergeleitet und sind gespannt auf die Reaktion. Dass ausgerechnet dieses riskante Farbenspiel jetzt von der International Standardisation Organisation (ISO) als Norm in Kraft gesetzt wurde, ist ein Rückschritt auf dem lebenswichtigen Weg zum einheitlichen und leicht verständlichen Warnflaggensystem an Europas Badestränden.


Mittwoch, 24. September 2008
Blausand.de-Aktion 2009 in Vorbereitung
ImageBitte engagieren Sie sich für mehr Badesicherheit und helfen Sie mit, die Zahl von einhundert Ertrinkungsopfern pro Tag in Europa zu reduzieren. Es lohnt sich.

2009 planen wir wieder eine spektakuläre Aktion gegen das Ertrinken - voraussichtlich in Deutschland. Wenn die Planungen (spätestens Ende 2008) abgeschlossen sind, informieren wir Sie über die Einzelheiten. Bei Interesse empfehlen wir, sich als Adressat in den monatlichen und kostenlosen Blausand.de-Newsletter gegen das Ertrinken einzutragen. Ein Mail an reicht dafür aus.


Freitag, 19. September 2008
DLRG-Zeitschrift "Lebensretter" : Blausand.de kein Thema ?
Liebe Redaktion der DLRG-Zeitschrift "Lebensretter",Imagedie neueste Ausgabe des offiziellen DLRG-Magazins ist da. Sie enthält das Bild eines gemeinsamen Fernsehauftritts von "Rolf Lüke aus Bremen, dessen Schwester vor einigen Jahren vor der Baleareninsel Formentera ertrank" (Lebensretter-Bildunterschrift) und des DLRG- Präsidenten Klaus Wilkens.

Sie hätten im Interesse Ihrer Leser auf den Namen unserer Organisation Blausand.de, dessen Gründer Rolf Lüke sich zusammen mit über 400 Freiwilligen seit nunmehr neun Jahren europaweit erfolgreich für Badesicherheit und gegen das Ertrinken einsetzt und dessen Engagement und die spektakuläre Aktion 100 EACH DAY im Beitrag der ZDF-Sendung mit dem Moderator Markus Lanz das eigentliche Thema war, unseretwegen nicht verzichten müssen. Oder gibt es etwa eine DLRG-interne Anweisung, den Namen ImageBlausand.de nicht zu erwähnen? Wurde der Name Blausand.de aus der Bildunterschrift wegredigiert? Das können und wollen wir uns auch bei gelegentlich kritischer Beiträgen über die europäischen  Wasserrettungsorganisationen (nicht über die Retter) keinesfalls vorstellen.

Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang an eine Botschaft während der World Water Safety Conference (übrigens in Anwesenheit des DLRG-Präsidiums und des Gründers von Blausand.de) vor einem Jahr in Portugal und an die Empfehlung, auch kleinere Organisationen und Initiativen, die sich im Kampf gegen den Ertrinkungstod engagieren, nicht nur zu tolerieren, sondern sich neuen Ideen nicht zu verschließen und diese tatkräftig zu fördern. Um Aufklärung wird freundlich gebeten.


Donnerstag, 18. September 2008
Formentera, 18. September 1999, 9 Jahre später...
ImageVor neun Jahren starben Beate (Schwester von Rolf Lüke, dem Gründer von Blausand.de) und Corinna an der Platja Migjorn auf Formentera. Ein neu gestalteter Gedenkstein erinnert an die vielen früheren Opfer auf der kleinen Baleareninsel. Was hat sich seitdem verändert? Haben die Verantwortlichen ihre Lektion gelernt? 2008 gab es auf Formentera - wie auch in den letzten Jahren - keine Ertrinkungsopfer. Hier erhalten Sie Informationen zum Unfall, zur heutigen Situation auf Formentera und zu europaweiten Blausand.de-Aktionen gegen das Ertrinken.


Dienstag, 16. September 2008
Gorch Fock: Warum trug Jenny keine Schwimmweste?
Die vor 2 Wochen von Bord des Segelschulschiffes "Gorch Fock" bei Norderney in die See gestürzte 18-jährige Jenny ist ertrunken und gestern in den Abendstunden nordwestlich von Helgoland geborgen worden.

ImageSeit Tagen gibt es Diskussionen um die Ursache, vorhandene oder nicht existente Suchscheinwerfer, Schwimmwesten, Verantwortlichkeiten und Schuld am Unfall. Die Besatzung trägt nach Angaben der Marine generell keine Schwimmwesten. Bei der Fahrt sei ständig eine 30-köpfige Segelwache an Bord, die bei Bedarf die Steuerbefehle ausführe. Dabei müssten die Soldaten jederzeit in der Lage sein, in die Takelage aufzuentern, wie es in der Fachsprache heißt - also zu den Segeln hinaufzuklettern. Das Tragen einer Schwimmweste würde diese Eigensicherung beim "Aufentern" erschweren und zudem die Bewegungsfreiheit erheblich einschränken. Es ist nicht der erste Unfall auf dem deutschen Vorzeigeschiff, allerdings passierten diese bisher bei Stürzen aus den Segeln auf das Schiffsdeck.


Montag, 15. September 2008
NDR, Markt: Tod im Gartenteich
ImageGutes lebenswichtiges Thema in der heutigen NDR-Sendung Markt von 20.15 - 21.00 Uhr.

In Baumärkten und Gartencentern sind sie der Renner: Schalen und Folien, um im eigenen Garten einen Teich anzulegen. Sie müssen gar nicht groß und auch nicht tief sein, doch für kleine Kinder bergen sie große Gefahren. Einen Moment lang nicht aufgepasst und schon ist der dreijährige Sohn von Margret M. aus Lutzhorn ins Wasser gefallen. Ist die Gefahr zu vermeiden? Wird davor beim Kauf gewarnt?


Sonnabend, 13. September 2008
Deutsches Rotes Kreuz: Welttag der Ersten Hilfe
Anlässlich des Welttages der Ersten Hilfe, der heute (immer am zweiten Samstag im September) begangen wird, weist das Deutsche Rote Kreuz darauf hin, dass die lebensrettenden Handgriffe längst zum ImageExportschlager geworden sind. Auch in vielen Projekten der Hilfsorganisation im Ausland spielt Erste Hilfe eine wichtige Rolle. Menschen, die wissen, wie man Bewusstlose lagert oder gebrochene Knochen fixiert, sind gerade in ärmeren Regionen eine Stütze des Gesundheitssystems. So fördert das Deutsche Kreuz Ausbildung und Schulung von Ersthelfern zum Beispiel in Tansania, im Sudan, in Indien und Indonesien. In den beiden letztgenannten Ländern ist die Erste-Hilfe-Ausbildung wichtiger Teil der Katastrophenvorsorge – auch eine Lehre aus dem verheerenden Tsunami 2004.

"Jeder hat die Chance Leben zu retten und sollte sie nutzen können. Es ist ein Geste humanitärer Solidarität", so Rotkreuz-Präsident Rudolf Seiters. "Mein Traum bleibt, dass Erste Hilfe eines Tages Teil der Lehrpläne an unseren Schulen wird." In Europa trainiert das Rote Kreuz jährlich 3,5 Millionen Menschen, davon allein eine Million in Deutschland. In Norwegen haben 90 Prozent der Bevölkerung eine Ausbildung in Erster Hilfe, in Deutschland und Österreich immerhin 80 Prozent. In Kooperation mit dem ADAC hat das Deutsche Rote Kreuz seit März eine "Kurzversion" im Programm. Der 90-Minuten-Kurs "Fit in Erster Hilfe" frischt Kenntnisse aus Führerscheinzeiten auf und gibt den Ersthelfern mehr Sicherheit, wenn ihre Ausbildung schon lange zurück liegt.


Freitag, 12. September 2008
Türkei: blutrote Farbe gegen das Ertrinken von Flüchtlingen
ImageDas Grauen der mitten in Europa auf der Überfahrt ertrinkenden Flüchtlinge ist so unvorstellbar, dass wir nicht den Versuch unternehmen wollen, es begreifbar zu machen. Zumal es kaum seriösen Zahlen über die Zahl der Opfer und der Überlebenden gibt. In den letzten Jahren sind aber nach offiziellen Angaben an der türkisch-griechischen Grenze 492 Menschen ertrunken und 504 vermisst. Dabei ist die Dunkelziffer, die Zahl der in dieser Region nicht gemeldeten Vermissten oder Ertrunkenen, nicht einzuschätzen.

Im Zuge eines so genannten No Borders Camps, einer antirassistischen Aktion, kam es am vergangenen Sonntag am Badestrand in Dikili (Izmir, Türkei) zu einer Aktion Imagegegen das Ertrinken der Flüchtlinge. Es wurden die Zahlen ertrunkener und vermisster Menschen beim Überqueren der Meeresgrenze in blutroter Farbe auf den Strand geschrieben und Flyer zur Situation verteilt.

Mit rot bemalten Steinen und angeschwemmtem Strandgut (wie etwa Schuhe und Kleidung) wurden die Zahlen der Opfer in den Sand geschrieben. Strandurlauber und Anwohner, so wird berichtet, zeigten sich gleichermaßen interessiert und schockiert über die Ausmaße der Grenzpolitik. Die Polizei war schon nach wenigen Minuten anwesend, filmte und forderte die Aktivisten auf, das Mahnmal bis zum nächsten Morgen zu beseitigen. Später, so hieß es, wurde dies zurück genommen. Der Bürgermeister von Dikili habe sich mit der Aktion solidarisiert.


Donnerstag, 11. September 2008
Bild.de: unzumutbare Bedingungen bei Hamburger DLRG
Die Wasserretter der Hamburger DLRG engagieren sich laut einem Bericht von bild.de unter nicht mehr zumutbaren Bedingungen für Badesicherheit. Für ihre 48-Stunden-Schichten zur Überwachung des Elbstrandes hausen sie in heruntergekommenen Bruchbuden. In den Imagekleinen Hütten am Falkensteiner Ufer und in Wittenberge sind nicht mal Toiletten oder Duschen.

Auf der Station Wittenberge gibt es kein fließendes Wasser. "Der Zustand ist nicht mehr haltbar", klagt die Hamburger DLRG. Vizepräsident Heiko Mählmann. "Wir arbeiten rein ehrenamtlich, aber unter diesen Bedingungen bekomme ich kaum noch Leute, die sich das antun."

Auf der Station am Falkensteiner Ufer fehlt sogar ein Anleger für die Rettungsboote. "Wir müssen erst zu unseren Booten rudern, bevor wir starten können. Wenn jemand schnell Hilfe braucht, verlieren wir da wertvolle Zeit." Bis zu 15 Einsätze haben die Retter pro Wochenende, Tendenz steigend. "Es ist viel mehr los als noch vor ein paar Jahren", berichtet DLRG-Einsatzleiter Kai Maaß. "Viele Leute können sich einen teureren Schwimmbadbesuch nicht mehr leisten, gehen lieber an den Strand." Weiteres Problem: "Immer weniger Kinder können schwimmen. Hier verzeichnen wir steigende Einsätze. Eine Lösung für die Probleme der Rettungsschwimmer wäre eine neue Rettungsstation auf dem Blankeneser Anleger Op'n Bull'n. Doch dafür fehlt das Geld." Dafür will sich jetzt der SPD-Innenexperte Andreas Dressel  einsetzen: "Dieser Zustand ist für eine Stadt am Wasser eine echte Schande.*


Dienstag, 9. September 2008
Studierende: Interesse an Badesicherheit für Ihre Diplomarbeit?
ImageBlausand.de erhält jeden Monat mehrere Anfragen von Studenten nach Daten und Fakten zum Thema europaweites Ertrinken, die wir immer zu beantworten versuchen oder an zuständige Organisationen weiterleiten.

Jetzt drehen wir den Spieß einfach um: Sind Sie Student/in und haben Interesse am Thema Badesicherheit, Ertrinken, Ursachenforschung und Gefahrenanalysen, um dann ein entsprechendes Thema für Ihre Diplom-Arbeit bzw. Bachelor-Arbeit zu formulieren? Sie recherchieren Daten zur Prävention von Badeunfällen, unsere Organisation stellt Ihnen Material zur Verfügung und berät Sie zum Thema. Infrage kämen etwa BWL (Marketing/Kommunikation), Medizin oder Rescue Engeneering. Auch über den Kontakt zu Professoren würden wir uns freuen. Interesse? Dann senden Sie ein Mail mit Name, Wohnort und Telefonummer und Studienschwerpunkt an .


Montag, 8. September 2008
Costa Blanca: 2 Badetote an einem Tag
ImageAm Donnerstag der letzten Woche ertranken gleich zwei Menschen in Orihuela Costa und Torrevieja an der spanischen Costa Blanca.

Am Strand von Punta Prima in Orihuela Costa ereignete sich das erste Unglück. Gegen 9.45 Uhr  (tragischerweise 15 Minuten vor Beginn der Bewachungszeit) hatte ein 68-jähriger Mann bei grüner Fahne gebadet, als er das Bewusstsein verlor. Andere Badegäste zogen den Mann aus dem Wasser. Die Wiederbelebung der Rotkreuz-Helfer blieb erfolglos. Möglicherweise wähnte sich das Opfer wegen der grünen Flagge, die ohne Bewachung gehisst war und deren Abschaffung Blausand.de seit Jahren fordert, in trügerischer Sicherheit. Auch die Empfehlungen der International Life Saving Federation für die Abschaffung der grünen Flaggen wurden in Spanien bisher konsequent ignoriert.

Gegen 15.45 Uhr ereignete sich das zweite Unglück, das Opfer: eine 46-jährige Britin. Sie hatte sich offenbar direkt nach dem Mittagessen in einem Swimmingpool des Hotels Cabo Cervera von Torrevieja gebadet, als sie einen Herzschlag erlitt. Der Rettungsdienst Samu konnte nichts mehr für die Frau tun. Nach vorsichtigen Schätzungen von Blausand.de ertrinken in Spanien im Jahr mindestens 1500 Menschen. Unfallschwerpunkt ist dabei die Costa Blanca.


Sonnabend, 6. September 2008
Reiserecht: öffentlicher Strand kein Reisemangel
ImageBeschreibt ein Reiseveranstalter in seinem Katalog den Strand eines Ferienhotels nicht näher, liegt auch kein Qualitätsversprechen vor. Damit ist das Unternehmen auch fein heraus, kommt es zu Beschwerden über die unzureichende Güte des Badereviers.

Das Landgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen 2-24 S 258/07) verwarf nun die Klage einer Familie, die in dem öffentlich zugänglichen Strand einen Reisemangel sah.

Die Türkei-Urlauber argumentierten, die Informationen im Reisekatalog – dort wurde nur auf die geringe Distanz zum Meer hingewiesen – hätte die Schlussfolgerung nahe gelegt, es handele sich um einen Privatstrand.

Die Richter wiesen die Ansprüche zurück. Nur wenn ein Reiseveranstalter ausdrücklich eine Privatstrand-Zusage abgibt oder den Strand in der Werbung entsprechend hervorhebt, sei er entsprechend in der Pflicht. Zudem hätten sich in dem Prospekt auch Angaben zu den Entfernungen zum Flughafen und Ortskern gefunden – kein vernünftiger Mensch komme da auf die Idee, das Unternehmen für deren Zustand haftbar zu machen.


Mittwoch, 3. September 2008
Können Kommunen eigentlich noch ruhig schlafen?
ImageNord- und Ostsee gelten als vergleichsweise sichere Badestellen. 2008 ist das etwas anders. An der Nordsee, vor allem aber an der Ostsee, war die Zahl der tödlichen Badeunfälle und der Beihnah-Unfälle selten so hoch wie 2008. Das mag daran liegen, dass der Mai ein ungewöhnlich heißer Monat war und der spontane unvorbereitete Schwimmausflug besondere Gefahren birgt.

Auch im wasserreichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird die Situation immer bedenklicher, weil allenfalls 3 bis 4 Prozent der Binnenseen bewacht sind und die Verantwortlichen inzwischen befürchten, dass Touristen wegen der unsicheren Badeseen ausbleiben. Zu Recht! Urlauber haben im Jahr 2008 ein spürbar gewachsenes Bewußtsein für Wassersicherheit und erwarten für Ihre Urlaubseuros nicht nur im nordöstlichen Bundesland mehr Sicherheit im Wasser.

Das sollten sich die allzu oft ignoranten Kommunen endlich auch hinter die Ohren schreiben. Wie kann eigentlich, fragen wir uns manchmal, ein Familienvater ruhig schlafen, der sich im Rat seiner Gemeinde gegen die Bewachung des gut besuchten örtlichen Badesees ausspricht, statt dessen für eine Millioneninvestition in das neue Spaßbad votiert und sich für den vermeintlichen Prestigegewinn auch noch feiern und wieder wählen lässt?

Einen TV-Bericht des Mittagsmagazins von RTL über die Wassersicherheit an der Ostsee und ein Interview mit Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, können Sie unter diesem Link (Gefährliche Wasser-Strömungen) herunterladen.


Montag, 1. September 2008
Epileptiker: Ertrinkungsrisiko 15- bis 19-fach höher
ImageMenschen mit Epilepsie haben ein erhöhtes Risiko, zu ertrinken, berichten britische und niederländische Forscher. Dies sei zwar seit längerem bekannt, die Höhe des Risikos sei allerdings noch nicht untersucht worden, geben die Wissenschafter in der Fachzeitschrift "Neurology" an.

Studienleiter Ley Sander und Kollegen haben nun Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie Ergebnisse aus 51 Untersuchungen analysiert und sind zu folgender Erkenntnis gelangt: Verglichen mit der allgemeinen Bevölkerung sei die Wahrscheinlichkeit, durch Ertrinken zu versterben, bei Epilepsiepatienten 15- bis 19-fach erhöht. In den Daten waren 88 solche Todesfälle bei Menschen mit der Krankheit vermerkt – 4,7 wären statistisch gesehen zu erwarten gewesen.

Erkrankte und Pflegepersonen sollten über diesen Umstand informiert werden, damit entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können, folgern die Autoren. Denn: "Die Zahlen sind relativ klein, aber das Wichtige ist, dass diese Tode verhinderbar sind", betont Sander. So sollten Patientinnen und Patienten sicherheitshalber duschen statt baden und beim Schwimmen von jemandem begleitet werden. Grund für die erhöhte Unfallgefahr ist das mögliche Auftreten von epileptischen Anfällen während des Aufenthalts im Wasser.

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