Aktuell im Januar 2009
Freitag, 30. Januar 2009
"Stilles Chaos", ein Film über das Weiterleben nach der Trauer
Den Verlust akzeptieren, Trauer zulassen - der Film "Stilles Chaos", jetzt neu in den Kinos, zeigt, wie schwer, aber auch lohnenswert es manchmal ist, weiterzuleben. Um den Verlust seiner Frau akzeptieren zu können, muss ein Top-Manager eine Menge "Stilles Chaos" sortieren - auf einer Parkbank, die zum Selbsthilfezentrum wird. Es ist eine stille Szene von seltsamer Ruhe, Imagevon unwirklichem Frieden: Pietros Frau liegt im Garten. Tot. Einfach umgefallen. Sie muss gestorben sein, während ihr Mann eine Frau vor dem Ertrinken im Meer rettete, die sich nicht einmal bedankt hatte.

Ungerecht, könnte man meinen, aber das Leben kümmert sich nicht um diese Art von Kategorisierung. Also steht Pietro - der Top-Manager eines Medienkonzerns - vor einer seltsamen Leere. Nanni Moretti spielt diesen Mann, der es schafft, sich in seiner größten Trauer, in seiner größten Leere noch um all die anderen einsamen, verlorenen Seelen zu kümmern, die ihn tagsüber um Hilfe und Rat fragen. In sich gekehrt aber auch offen, verletzlich, klug und sensibel - Moretti gibt Pietro mit kraftvoller Ruhe, ist elegant und gefühlvoll dabei aber immer geerdet. Die Parkbank wird zum Selbsthilfezentrum, hier gibt es Rat und Hilfe in komischen, melancholischen, traurigen Handlungssträngen. Pietro hilft der hübschen einsamen Frau mit dem Hund, scherzt mit dem behinderten Kind, tröstet seine Kollegen, die Angst um ihre Arbeit haben; und schafft es dadurch, selbst ins Leben zurückzukommen. Ein Leben, das er erstmals wirklich schätzen lernt, weil er sich seines Wertes bewusst wird.

Die kleinen und großen Dramen der Existenz, wichtig manchmal, nichtig oft - sie spielen die Hauptrolle in diesem stillen, diesem klugen und gefühlvollen Film über das Leben, den Tod, die Trauer und das Weiterleben. "Stilles Chaos ist ein unaufgeregtes Mosaik des Lebens - unprätentiös, ehrlich und umwerfend direkt", schreibt die Teleschau - der Mediendienst zu diesem unbedingt sehenswerten Film.


Freitag, 23. Januar 2009
Marokko: 6 Segler ertrunken, darunter 3 Deutsche
ImageSechs junge Leute, unter ihnen drei Deutsche, sind beim Untergang ihres Segelboots vor der Küste Marokkos im Atlantik ertrunken. Mit einem Segeltörn wollten sie das Verständnis von Menschen verschiedener Kulturen fördern - doch die Reise nahm ein tragisches Ende: Das unter deutscher Flagge fahrende Boot namens «Taube» war am Dienstag bei heftigem Sturm vor dem Hafen von Mahdia nördlich der marokkanischen Hauptstadt Rabat gekentert und anschließend gesunken. Von den insgesamt sieben Besatzungsmitgliedern hatte sich nur eine 19-jährige Deutsche an Land retten können. Bei den vermissten Deutschen handelt es sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes um zwei junge Männer aus Baden-Württemberg im Alter von 17 und 24 Jahren sowie einen 28-Jährigen aus Hamburg. Die anderen vermissten Segler stammen aus Österreich, Dänemark und Slowenien.

Die Gendarmerie hatte zwei Tage lang vergeblich mit Hubschraubern nach den Vermissten gesucht. Am Donnerstag stellte sie die Suche aus der Luft ein, suchte aber weiter mit Booten nach den Seglern. Die überlebende Deutsche war in ein Krankenhaus gebracht worden, konnte inzwischen aber wieder entlassen werden. Die Gruppe war mit dem im baden-württembergischen ansässigen Verein Migrobirdo zu ihrer Reise gestartet. Ziel der vor gut zwei Jahren gegründeten Organisation ist nach Angaben auf ihrer Internetseite die Förderung des gegenseitigen Verständnisses von Menschen unterschiedlicher Kulturen.


Sonnabend, 17. Januar 2009
Bodensee: Mehr Ertrinkungsopfer, mehr Unfälle im Jahr 2008
ImageWährend die Ertrinkungszahlen 2008 in Deutschland erst im März dieses Jahres gemeldet werden, wurden die Zahlen vom Bodensee gestern veröffentlicht. Hier hat es im vergangenen Jahr mehr Tote und mehr Unfälle als 2007 gegeben. Wie die Wasserschutzpolizei am Freitag in Friedrichshafen am Bodensee berichtete, stieg die Zahl der Unfalltoten um drei auf 13. Mehrheitlich waren die Toten bei Tauch- oder Badeunfällen zu beklagen. Die Zahl der Unfälle stieg um 19 auf 179, die der Verletzten sank um zehn auf 42. Die meisten Verletzten (28) gab es auf dem 536 Quadratkilometer großen See und dem 21 Kilometer langen Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen bei Bootsunfällen.

Für die Wasserschutzpolizeien aus Baden-Württemberg und Bayern sowie aus Österreich und der Schweiz war 2008 aber kein ungewöhnliches Jahr, hieß es. Das Wetter sei am Drei-Länder-See recht windreiches gewesen, aber insgesamt war es wärmer und trockener als im Vorjahr. Größerer Sturmschäden registrierten die Behörden 2008 nicht, kurzzeitig gab es aber im Ostteil des Sees Behinderungen durch Treibholzfelder. Der Großteil der Schiffsunfälle ereignete sich mit knapp 62 Prozent wieder in Häfen oder den Uferzonen. Am baden-württembergischen Teil des Bodensee sank die Zahl der Toten von vier auf drei. Ein Taucher verunglückte tödlich, zwei Menschen ertranken beim Baden. Die Unfallzahlen steigen um 14 auf 84. Im November prallte eine Fähre in Meersburg wegen eines Fahrfehlers so stark gegen eine Pfostenreihe, dass zwei Frauen mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus kamen. Für Aufsehen sorgte ein „tierischer“ Unfall im Juli im Überlinger See: Ein 79 Jahre alter Badegast wurde von einem Schwan attackiert, der seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Der Senior wurde bewusstlos und drohte zu ertrinken. Ein anderer Badegast konnte den Mann retten. Die Schwanenfamilie wurde umgesiedelt.


Dienstag, 13. Januar 2009
Frankfurt/Oder: Hauen und Stechen unter den Hilfsdiensten
DLRG verklagt Stadt auf fahrlässige Tötung
ImageNotfallpatienten müssen in Frankfurt/Oder bis zu 45 Minuten auf die Retter warten, obwohl die Vorschriften Hilfsfristen innerhalb von 15 Minuten vorschreiben.

Das zumindest behauptet die DLRG, die 30 derartige "Ausnahmefälle" seit Mitte Dezember 2008 zusammengetragen hat (bei denen es sogar ein Todesopfer gegeben haben soll) und die deshalb die Stadt auf fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Tötung verklagt hat. Hintergrund ist nach Zeitungsberichten die Aufkündigung der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Frankfurt/Oder und der DLRG, weil zumindest nach Ansicht der DLRG-Wettbewerber Johanniter und Deutsches Rotes Kreuz die Vergaberichtlinien nicht eingehalten wurden.


Mittwoch, 7. Januar 2009
Skiunfall und FIS-Regeln:
keine internationale Regeln für das Schwimmen
ImageDer Skiunfall des Politikers Althaus und einer dabei getöteten Mutter von vier Kindern am Neujahrstag hat geradezu eine "Lawine" zu Gunsten von mehr Sicherheit beim Skifahren ausgelöst. Hersteller von Skihelmen erleben einen Boom, können kaum liefern. Und die vorher fast unbekannten so genannten zehn FIS - Verhaltensregeln, seit 2002 bestehende internationale Sicherheitsvorschriften in Wintersportorten sind urplötzlich in aller Munde. Die wichtigste der merkfähigen und leicht verständlichen Grundsätze: Der von hinten (also meist von oben) kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm Fahrende nicht gefährdet.

Nur auf den ersten Blick haben die Gefahren beim Skifahren nichts mit denen beim Baden zu tun. Denn es gibt Parallelen: Skifahren ist wie das Schwimmen ein Massensport, wird ausgeübt in der Freizeit oder im Urlaub, Alkoholgenuss, voller Magen und fehlende Konstitution machen den Freizeitspaß riskanter. Und in beiden Fällen werden die Risiken - ob Lawinen oder Unterströmungen - immer wieder unterschätzt. Und nicht nur deshalb fragen wir uns, warum es bis heute keine internationalen Regeln an Badestellen Europas gibt, an denen sich Millionen von Urlaubern orientieren und die eine Grundlage für die Zuordnung von Verantwortlichkeiten und für die Bewertung bei Unfällen sein könnten. Unsere Organisation arbeitet mit Nachdruck an einem derartigen längst überfälligen Modell mit lebensrettender Wirkung.


Dienstag, 6. Januar 2009
Neuseeland: unter 100 Ertrinkungsopfer im Jahr 2008
ImageWährend in Deutschland Tage der klirrenden Kälte beginnen, ist am anderen Ende der Welt, in Neuseeland, Badesaison. 96 Ertrinkungstote gab es im letzten Jahr, ein historisches Tief. Denn nur zwei Mal - 91 Opfer im Jahr 2006 und 96 in 2008 - lag die Zahl seit Beginn der Zählungen im Jahr 1980 unter 100.

Im internationalen Vergleich sieht die Bilanz allerdings miserabel aus. Neuseeland hat hinter Brasilien und Finnland die drittschlechteste Ertrinkungsbilanz der erfassten Länder weltweit, hier sterben bezogen auf die Einwohnerzahl doppelt so viel Menschen im Wasser wie in Australien und dreimal so viel wie in England. Eine sicherheitstechnisch düstere Zukunft prognostizieren die Experten auch in Neuseeland. Sie rechnen wegen der immer weiter reduzierten Schwimmfähigkeiten und fehlender Ausbildungsmöglichkeiten in Schwimmbecken mit einem Anstieg auf 180  Ertrinkungsopfer im Jahr 2030.


Samstag, 3. Januar 2009
Auf Kreuzfahrtschiff ertrunken
ImageVor der Küste von Florida suchen Rettungskräfte nach dem Besatzungsmitglied eines Kreuzfahrtschiffs, das in der Silvesternacht über Bord gegangen ist. Kollegen beobachteten, wie der Mann wenige Stunden nach Mitternacht rund 25 Meter tief von Deck ins Meer fiel. Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Sensation" suchte gemeinsam mit der Küstenwache an der Unglücksstelle nach dem Mann, bevor es am Donnerstag nach Cape Canaveral zurückkehrte. Ein Sprecher der Küstenwache zeigte sich pessimistisch über die Aussichten, den Vermissten zu finden. Es gebe praktisch keine Überlebenschancen, da der Mann ohne Rettungsweste ins Meer gefallen sei. Zudem hätten zum Unglückszeitpunkt hoher Wellengang und starker Wind geherrscht.

Das Verschwinden von Menschen an Bord der Kreuzfahrtschiffe ist nicht so selten, wie viele Menschen glauben. Erst vor einer Woche war eine 36-jährige Passagierin eines norwegischen Kreuzfahrtschiffes vor der mexikanischen Küste über Bord gegangen, die Familie geht von Selbsttötung aus.

 
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