Die 8 goldenen Tipps für Badesicherheit
ImageIn Europa ertrinken an jedem Tag 100 Menschen, von denen achtzig Prozent durch präventive Maßnahmen verhindert werden könnten. Die Badesicherheit ist in vielen Ländern Europas  in Hinblick auf Bewachungs- und Warnsysteme, Präsenz von Rettungsschwimmern, Informationen über Wassergefahren sowie Ausbildung und Rettungsmanagement als kritisch anzusehen. Ratlosigkeit, Unkenntnis und Sparmaßnahmen einerseits sowie steigende Ertrinkungszahlen andererseits bestimmen die Entwicklung und stehen in einem eklatanten Missverhältnis. Vor allem in unbewachten Seen und in Flüssen, in Gartenteichen und Gewässern in Wohnungsnähe ist die Zahl der Ertrinkungsopfer in Ländern der Europäischen Union angestiegen, vor allem bei hohen Temperaturen und bei den Gruppen der Kleinkinder und der älteren Menschen.
ImageTipp1: Sie wollen im Meer baden und stellen fest, dass der Wind auflandig in Richtung Strand weht. Was bedeutet das?
Falsch: Im Wasser ist es ungefährlich, weil der Wind das Wasser in Strandrichtung bringt und mich nicht hinausziehen und herunterziehen kann.
Richtig: Auflandiger Wind stellt ein erhöhtes Risiko dar. Wenn der Wind Richtung Strand weht, bewirkt das den Rückfluss größerer Wassermengen, die auf die ankommenden Wassermengen treffen und Verwirbelungen bilden. Buhnen, Brücken, Felsen und Sandbänke in Strandnähe verstärken das Risiko.


ImageTipp 2: Sie sehen eine blaue Umweltflagge am Strand. Was heißt das?
Falsch: Die blaue Flagge signalisiert neben sauberem Wasser auch Bewachung und Badesicherheit.
Richtig: Mit Badesicherheit hat die blaue Flagge nicht viel zu tun. Nach wie vor kann diese auch an unbewachte Strände vergeben werden.



ImageTipp 3: Sie sehen eine grüne Flagge am Strand. Was bedeutet sie?

Falsch: Die grüne Flagge ist das Zeichen für bewachte Strände. Das Baden ist erlaubt und ungefährlich.
Richtig: Die grüne Flagge erzeugt trügerische Sicherheit. Sie sollte schon lange von den Stränden verschwunden sein. Eine Strandbewachung ist keineswegs garantiert.


Tipp 4: Sie sehen eine rot-gelbe Flagge am Strand. Was bedeutet sie?

Falsch: Die Flagge bedeutet Gefahr und Verbot. Ich darf hier nicht schwimmen.
Richtig: Die Wasserrettungsorganisationen haben sich für eine rot-gelbe Flagge entschieden, wenn der Strand bewacht und dadurch sicherer ist. Schwimmen ist erlaubt. Trotzdem kann es nicht schaden, sich von der Anwesenheit des Bewachungspersonals zu überzeugen, bevor Sie ins Wasser gehen.


Tipp 5: Sie sehen eine rote Flagge am Strand. Was bedeutet sie?

Falsch: Ich darf nur in der Nähe vom Strand baden, aber nicht hinausschwimmen.
Richtig: Die rote Flagge signalisiert ein Badeverbot, weil es schon in Strandnähe gefährlich sein kann. In einigen europäischen Ländern werden inzwischen auch schon Bußgelder bei Missachtung verhängt.


ImageTipp 6: Sie sehen ein Kind im Wasser, das mit den Händen auf das Wasser schlägt und nicht um Hilfe ruft.
Falsch: Das Kind spielt. Wenn es in Gefahr wäre, würde es um Hilfe rufen.
Richtig: Ein Kind, das zu ertrinken droht, kann häufig nicht rufen oder schreien, weil sich der Mund unter Wasser befindet oder das Kind zu viel Wasser geschluckt hat. Es versucht sich über Wasser zu halten, indem es auf das Wasser schlägt. Das sieht manchmal so aus, als wenn das Kind spielt. Überzeugen Sie sich davon und fragen Sie, ob alles in Ordnung ist.


ImageTipp 7: Sie hören Hilferufe im Wasser. Was tun Sie?

Falsch: Ohne zu überlegen sofort hinschwimmen und den Schwimmer an den Strand bringen. Dann bei Bedarf Rettungsdienst alarmieren.
Richtig: Sofort Aufgaben verteilen: Einer alarmiert 112, die Anderen retten mit Auftriebskörpern, schwimmen von hinten an den Schwimmer heran, bringen ihn an den Strand und leisten bei Bedarf sofort Erste Hilfe: im Wechsel Beatmung und Herzdruckmassage, ohne Unterbrechung und bis zum Eintreffen von professioneller Hilfe.


ImageTipp 8: Sie geraten in eine Strömung. Wie verhalten Sie sich?
Falsch: Mit aller Kraft gegen die Strömung anschwimmen, dann schaffe ich es.
Richtig: Keine Panik. Sie lassen sich aus der Strömung seitlich heraustreiben. Die Strömungsbereiche sind meist begrenzt. Dann haben Sie auch die Kraft, um auf sich aufmerksam zu machen und in Ruhe zum Strand zurückzuschwimmen.


Copyright Blausand.de 2009
< Zurück   Weiter >

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo