Aktuell im Februar 2009

Donnerstag, 26. Februar 2009
Verkehrssünden im Ausland
Wer in diesem Jahr plant, mit dem Auto ins europäische Ausland zu reisen, sollte bedenken, dass Verkehrssünden in vielen Ländern mit wesentlich höheren Strafen geahndet werden als in Deutschland. Eine Trunkenheitsfahrt in Dänemark kann beispielsweise schnell einen Monatsverdienst kosten. Der ADAC informiert in seiner aktuellen Tabelle über die verschiedenen Sanktionen.

Besonders hart werden Verkehrssünden in den skandinavischen Ländern bestraft. Norwegens Bußgeldkatalog beispielsweise hat nicht nur für Rotlicht- und Überholverstöße mit jeweils 590 Euro die höchsten Strafen der aufgeführten Länder, auch zu schnelles Fahren ist hier am teuersten. Finnland und Schweden drohen ebenfalls mit hohen Sanktionen. Im Gegensatz dazu sind die Geldbußen in den baltischen StaatenImage sowie in einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks besonders niedrig. Lediglich Alkohol am Steuer wird in Estland bereits ab einer Blut-Alkohol-Konzentration von 0,1 Promille streng geahndet.

Wer beim Autofahren ohne Freisprechanlage telefoniert, muss in den Niederlanden mit einer Strafe von 150 Euro rechnen. Noch teurer ist das Telefonieren in Italien: Hier kostet es mindestens 155 Euro. Bei Alkoholdelikten mit mehr als 1,5 Promille kann es dort passieren, dass das Fahrzeug beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert wird. Ebenso drakonisch gehen die Spanier mit Rasern und alkoholisierten Fahrern um. Wer über 60 km/h zu schell unterwegs ist oder mehr als 1,2 Promille Alkohol im Blut hat, riskiert eine Haftstrafe von wenigstens drei Monaten.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, die ins Ausland reisen, sich über die dort geltenden Verkehrsvorschriften zu informieren, um hohe Bußgelder und Ärger mit ausländischen Behörden zu vermeiden. Da derzeit nur österreichische Verkehrssanktionen in Deutschland vollstreckt werden können, müssen diese in anderen Ländern oft sofort an Ort und Stelle bezahlt werden. Damit sich der Verkehrssünder nicht durch die Heimreise der Zahlung entziehen kann, wird mancherorts das Fahrzeug als Sicherheit vorübergehend beschlagnahmt.


Mittwoch, 25. Februar 2009
Anklage gegen vier Erwachsene nach tödlichem Badeunfall
ImageNach einem tragischen Badeunglück,das sich im August vergangenen Jahres an der Knock nördlich von Emden (Niedersachsen) ereignet hat und bei dem ein achtjähriger Junge starb, hat die Staatsanwaltschaft Aurich jetzt beim Amtsgericht Emden Anklage gegen vier Erwachsene erhoben, einen Mann und drei Frauen im Alter von 25 bis 47 Jahren.

Am Nachmittag des 16. August waren die Angeschuldigten mit mehreren Kindern zum Baden ans Uphuser Meer gefahren. Die Eltern des später verunglückten Jungen waren nicht dabei, hatten ihr Kind aber in dem Vertrauen, dass diese vor etwaigen Gefahren geschützt würden, in die Obhut der anderen gegeben. Da das Baden am Uphuser Meer wegen Baggerarbeiten nicht möglich war, fuhren die Erwachsenen mit den insgesamt acht Kindern zum Fähranleger Knock und ließen es zu, dass die Kinder an der offenkundig gefährlichen Stelle ins Wasser gingen, obwohl durch Warnschilder auf das Risiko hingewiesen wurde. Nach Presseberichten wussten alle Beteiligten,  dass der Junge nicht schwimmen konnte. Das Kind wurde an der Wasserkante vom starken Ebbstrom weggerissen und ertrank. Den Erwachsenen wird vorgeworfen, dass sie die Kinder an der gefährlichen Stelle haben baden lassen und sie sie nicht beaufsichtigt haben.


Dienstag, 24. Februar 2009
Dortmund: Mann bei Hunderettung fast ertrunken
ImageDer beherzte Einsatz eines Dortmunder Polizeibeamten hat am Montag einen 45-jährigen Mann vor dem Ertrinken im Dortmund-Ems-Kanal bewahrt.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Hundebesitzer in den Kanal gesprungen, um seinen elfjährigen, blinden Yorkshire-Terrier zu retten. Beim Eintreffen der Polizei befand sich der Mann bereits seit etwa 20 Minuten in dem rund sechs Grad kalten Wasser. Die Besatzung eines ADAC-Hubschraubers versuchte vergeblich, den etwa 100 Kilogramm schweren Mann mit einer Hundeleine aus dem Wasser zu ziehen. Der Dortmunder war ansprechbar, gab aber an, dass ihn gleich seine Kräfte verlassen würden und er die Leine nicht länger halten könne. Ein 43-jähriger Polizeibeamter, eine passionierter Schwimmer und Taucher, sprang in den Kanal. Mit seiner Hilfe gelang es, den Mann ans Ufer zu bringen. Der 45-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der blinde Terrier hatte sich zuvor selbstständig retten können.


Montag, 23. Februar 2009
Brandenburg: Vater und Sohn bei Eiseinbruch im See ertrunken
ImageAm gestrigen Sonntag sind ein 30 Jahre alter Mann und sein dreijähriger Sohn auf einem See bei Kloster Lehnin südwestlich von Potsdam ins Eis eingebrochen und ertrunken.

In der Nacht zu Montag wurden die leblosen Körper der beiden aus dem Kellnerfenn geborgen, so eine Polizeisprecherin. Für Vater und Sohn kam jede Hilfe zu spät - ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Am Sonntagabend hatte die frühere Lebensgefährtin des 30-Jährigen und Mutter des gemeinsamen Sohnes eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Sie erklärte, am Nachmittag habe sie mit dem Mann telefoniert, als er gerade mit dem 3-Jährigen im Wald spazieren ging. Auf einmal brach die Verbindung ab und ließ sich auch nach mehreren Versuchen nicht wieder herstellen. Polizei und Feuerwehr lösten einen Großeinsatz mit zahlreichen Rettungskräften und einem Hubschrauber aus. Die Einsatzkräfte fanden gegen 22.00 Uhr im Kellnerfenn bei Kloster Lehnin eine Einbruchstelle im Eis. Mehrere Stunden später fanden Taucher dann die Leichen im Wasser des Sees.



Sonnabend, 21. Februar 2009
Fernsehtipp: "Der lange Schatten der Schuld" im SWR-Nachtcafé
ImageIm Juni 2005 fällt Elias, ein besonders fröhlicher, ausgelassener und aufgeweckter Junge, gerade mal 1 1/2 Jahre alt, in ein nur 15 Zentimeter tiefes Regenwasserbecken. Nach 10 bis 15 Minuten zieht man ihn raus. Die Diagnose: Apallisches Syndrom, Wachkoma. Die Eltern von Elias, Caroline und Jörg Windolf v. Meding, Mitglieder im Blausand.de-Team, sind am kommenden Freitag, 27.2., um 22 Uhr (Wiederholung 28.2., 12.20 Uhr) zu Gast in der SWR-Talkrunde Nachtcafé. Thema der Sendung: Der lange Schatten der Schuld. Die Website von Elias ist unter www.wachkomakind-elias.de zu finden.


Mittwoch, 18. Februar 2009
Braunschweig: Ertrinkungsunfall nach über 3 Jahren ohne Konsequenzen
"Kopfüber ins Badevergnügen" heisst es auf der Webseite der Stadtbad Braunschweig Sport- und Freizeit GmbH. Claudia Neumann aus Braunschweig schildert Blausand.de heute die Geschichte des Ertrinkungsunfalls ihres Sohnes im Stadtbad Braunschweig:

ImageAm 11. Juli 2005 ertrank unser gesundes, freigeschwommenes Kind im Alter von sieben Jahren unbemerkt in einem beaufsichtigten Schwimmkurs der Stadtbad GmbH in Braunschweig. Tom wurde während des öffentlichen Badebetriebs in einem durch Kette getrennten Bereich von einem tauchenden Badegast gefunden. Der Schwimmlehrer stand am Beckenrand und unterhielt sich. Die zwingend nachfolgende Defibrillation fand nicht statt, weil die Isomatte für das Gerät nicht bereitgestellt wurde.. Die Defibrillatoren, naßraumtauglich mit Isomatte, waren von der Stadt Braunschweig bereits im Januar 2005 in öffentlichen Schwimmbädern bereitgestellt worden. Alle beaufsichtigenden Personen waren von der Stadt Braunschweig im März 2005 von der Feuerwehr an dem Gerät ausgebildet worden.

Der Notarzt traf erst zehn Minuten später ein und fand ein nicht geräumtes Schwimmbecken vor, was die Reanimationsmaßnahmen – auch wegen der fehlenden Isomatte - erheblich verzögerte. Der Schwimmlehrer hatte zum Zeitpunkt des Unfalls eine unzureichende ImageAusbildungsqualifikation und hat den Behörden ein nicht mehr gültiges Rettungsabzeichen in Silber und der Staatsanwaltschaft in Braunschweig und dem Landgericht später einen algerischen Schwimmtrainerschein vorgelegt.

Darüber hinaus haben gerichtlich dokumentierte Sachverhalte Folgendes ergeben: Tom hatte eine schwere Kopfverletzung, die vermutlich bei den bereits stattgefundenen Sprungübungen entstanden ist. Es haben sich zwei Schwimmkurse in dem separierten Beckenteil überschnitten, wobei es zu Verwechslungen der „tauchenden“ Schwimmschüler kam. Tom lag bereits 4 bis 5 Minuten unter Wasser, bevor der Badegast ihn fand.

Das Landgericht in Braunschweig hat Tom am 6. Februar 2009 (AZ: 8 02125/06 168) den vollen Haftungsanspruch zugesprochen. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen laufen bis heute gegen die Geschäftsführung und den Schwimmlehrer.

Der Schwimmlehrer beaufsichtigt bis heute im Stadtbad Braunschweig mit Einverständnis der Geschäftsführung alleine die Schwimmkurse. Zur Sicherheit wird jetzt eine Mutter als zweite „ Beaufsichtigungskraft“ abgestellt. Wir haben mehrmals per Einschreiben und über die Rechtsanwälte den Oberbürgermeister Gert Hoffmann und den Aufsichtsrat auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam gemacht und sind auch hier wie bei der Braunschweiger Zeitung auf taube Ohren gestoßen. Man hat sich regelrecht geweigert, mit Rücksicht auf das Ansehen der Stadt Braunschweig über diesen Schwimmkursunfall etwas in der Zeitung zu erwähnen. Das Stadtbad Braunschweig bietet nach wie vor alle Schwimmkurse ohne Elternteil an. Dass der Schwimmlehrer nicht ausgebildet ist und die Sicherheitsvorkehrungen bis heute nicht gewährleistet sind, macht uns als Eltern schwer zu schaffen.

Tom hat mehrere Monate in einem zweifelhaften Zustand im Koma gelegen und lebt heute bei uns mit zwei Brüdern schwerstbehindert im Kreise der Familie.


Dienstag, 17. Februar 2009
Urlaubsplanung 2009: Europäische Ferientermine
ImageGrundsätzlich sind Juni, Juli und August die Monate, in denen Urlauber sich in Europa auf großen Andrang einstellen müssen. Wer es vermeiden kann, sollte nicht am Wochenende in die Ferien starten. Der ADAC rät, lieber unter der Woche loszufahren und gegebenenfalls eine Übernachtung auf der Strecke einzuplanen. So können unter Umständen Staus umgangen werden.

In Italien wird es zwischen dem 10. Juni und 18. September in den touristischen Hochburgen hoch her gehen. In Dänemark liegt die Haupturlaubszeit zwischen 27. Juni und 17. August. Im Nachbarland Frankreich machen die Schulen vom 2. Juli bis 2. September fast zwei Monate Pause. In Portugal gehen die Sommerferien vom 9. Juni bis 15. September. Ungarn gibt seinen Schülern vom 16. Juni bis 31. August frei. Mit der Türkei (15. Juni bis 4. September) und Österreich (4. Juli bis 12. September) schließen zwei weitere beliebte Urlaubsländer die Klassenzimmer. Durch den Beginn der Sommerferien bei reisefreudigen Nachbarn wie zum Beispiel den Holländern (4. Juli bis 6. September) müssen Autofahrer auch auf den deutschen Autobahnen mit zusätzlichen Staus und Behinderungen rechnen. Hier geht es zu den direkt zu den Ferienterminen 2009 für die einzelnen Länder in Europa.


Montag, 16. Februar 2009
Lanzarote:  vermutlich 21 Flüchtlinge ertrunken
ImageEin mit 26 bis 28 Menschen besetztes Flüchtlingsboot kenterte gestern vor der Küste der Kanareninsel Lanzarote. Heute haben Rettungskräfte die Suche nach weiteren Vermissten wieder aufgenommen. Beim Kentern einer Patera vor der Ostküste der Kanareninsel Lanzarote (La Caleta) sind vermutlich 21 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika ums Leben gekommen.

Das gekenterte Boot war gegen 18.30 Uhr am Sonntagnachmittag vo einem Rettungshubschrauber entdeckt worden. Insgesamt konnten bislang nur 6 Bootsflüchtlinge lebend geborgen werden. Die Leichen von insgesamt sieben Menschen, darunter ein achtjähriges Mädchen, wurden nach dem Unglück vor der Küste der Gemeinde Teguise nur wenige Meter vom rettenden Ufer entfernt aus dem Wasser geborgen. Rettungskräfte suchen mit mehreren Patroullienbooten und der Unterstützung von Helikoptern nach weiteren Leichen. Überlebende berichten, an Bord der Patera hätten sich mehrere Kinder und Jugendliche befunden. Dass weitere Menschen überlebt haben, ist eher unwahrscheinlich. Die Kanarische Regierung hat zu einer Schweigeminute für die getöteten Bootsflüchtlinge aufgerufen.

Im gesamten Jahr 2008 sind etwa 9000 afrikanische Flüchtlinge auf den Kanaren angekommen. Über die Zahl der auf der Flucht über das Wasser Ertrunkenen gibt es keine verlässlichen Informationen. Schätzungen gehen von zwischen 300 und 500 Opfern im vergangenen Jahr aus.


Sonntag, 15. Februar 2009
Autoren für Buch mit Geschichten über das Ertrinken gesucht
ImageJeden Tag ertrinken in Europa einhundert Menschen. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache. Bei Erwachsenen über 50 Jahre steigt die Zahl der Opfer in den letzten Jahren kontinuierlich an. Die Zahl der nicht tödlichen Badeunfälle in Deutschland - oft mit lebenslangen gesundheitlichen Folgen - wird allein in Deutschland auf jährlich 8000 geschätzt. Achtzig Prozent aller Badeunfälle im Meer, in Badeseen, Flüssen, Schwimmbädern, Regentonnen und Pfützen könnten durch bessere präventive Maßnahmen verhindert werden. Ertrinkungsunfälle werden nur selten zum Thema gemacht. Über Ertrinkungsgründe, Ertrinkungszahlen, Risiken und Maßnahmen, sich und andere ImageMenschen zu schützen und zu retten, gibt es nur sporadische Informationen.

In Vorbereitung ist ein Buch des Bremers Rolf Lüke, das in dokumentarischer Form Entstehungsgeschichten, Ursachen und Konsequenzen aus tödlichen und nicht tödlichen Ertrinkungsunfällen beschreibt. Vorgesehen ist ein ausführlicher Serviceteil zum Thema "sicherer Badeurlaub". Gesucht werden Urlauber, Eltern, fast Ertrunkene, Zeugen, Retter, Betroffene und Angehörige, die dem Autor Erfahrungsberichte, Unfallschilderungen und Beobachtungen am und im Wasser zur Verfügung stellen können.

Rolf Lüke ist Strandsicherheitsexperte, Gründer der Organisation Blausand.de, die mit 8 Millionen Besuchern und über 22 Millionen Seitenklicks in Europa populärste Webseite zum Thema Reisen, Freizeit, Schwimmen und Badesicherheit. Er hat mehr als 400 Strandabschnitte in Europa untersucht und bewertet, hält Vorträge zur Sicherheit im Badeurlaub und verfügt über eine 30jährige Berufserfahrung , unter anderem als Marketing- und Touristikexperte. Seine Schwester ertrank im September 1999 in Spanien. Blausand.de gibt monatlich den kostenlosen "Newsletter gegen das Ertrinken" heraus. Rolf Lüke hat in Zeitungs-, ImageFernseh- und Radioberichten (Stern, Focus, taz, Die Zeit, Planetopia, Talkshow im NDR, Markus Lanz im ZDF) als kompetenter Gesprächspartner für Badesicherheit mitgewirkt und im Mai 2008 in Spanien eine spektakuläre Foto-Installation mit einhundert blau eingefärbten Urlaubern gegen das Ertrinken in Europa durchgeführt.

Bitte schreiben Sie uns unter . Die Veröffentlichung ist für 2009/2010 geplant. Für weitere Informationen steht Rolf Lüke auch gern telefonisch unter 0421/7949947 zur Verfügung. Falls Sie Menschen kennen, die Sie mit dem Thema Ertrinken in Verbindung bringen und die Interesse haben könnten, bitten wie Sie um Weiterleitung dieses Exposés oder um Übermittlung der Mailadresse an uns.


Donnerstag, 12. Februar 2009
Sicherste Fluggesellschaft ist Finnair
Die großen Fluggesellschaften der Welt, aber auch die sogenannten Billigflieger, sind sicherer denn je. Das geht aus der jährlichen Übersicht des Hamburger Unfalluntersuchungsbüros JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Center) bis zum Jahr 2008 hervor, die das Magazin für Zivilluftfahrt Aero International Imageveröffentlicht hat. Fünf der 60 untersuchten Unternehmen blieben demnach seit mehr als drei Jahrzehnten unfallfrei, das heißt, weder wurde ein Mensch bei einem Zwischenfall getötet, noch erlitt eine Maschine Totalschaden. Die fünf an der Spitze sind Finnair, die australische Qantas, Cathay Pacific aus Hongkong, die israelische El Al und die japanische All Nippon Airways. Positiv erwähnt wird in der Statistik auch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin, die allerdings erst 1979 gegründet wurde und seitdem unfallfrei geflogen ist.

Wie schon in den vergangenen Jahren waren auch 2008 nur zwei der 60 aufgelisteten Airlines von Unfällen betroffen. Beide gingen glimpflich aus. Bei einer Bruchlandung einer Boeing 777 am 17. Januar 2008 in London-Heathrow nach einem Leistungsabfall der Triebwerke gab es zwar mehrere Schwerverletzte, aber keine Toten. Es war die erste Boeing 777, die bei einem Unfall verloren ging und der erste Totalverlust für British Airways seit mehr als 30 Jahren. Auch beim Unfall einer Boeing 737 der US-Fluggesellschaft Continental Airlines am 20. Dezember in Denver wurde niemand getötet. Der Jet war mit zerbrochenem Rumpf neben der Startbahn zum Stehen gekommen.

Die Autoren berücksichtigten für ihre Statistik ausschließlich Unfälle, bei denen das Flugzeug zerstört oder so schwer beschädigt wurde, dass es nicht mehr repariert werden konnte. Auch alle Unfälle, bei denen Menschen getötet wurden, werden registriert. Aufgrund der Kriterien wurde beispielsweise die Katastrophe am Madrider Flughafen im August 2008, bei der 154 Menschen ums Leben kamen, nicht aufgeführt: Das betroffene Unternehmen Spanair zählt nicht zu den 60 Großen der Branche. Auch die Pannenkette, mit der Qantas im vergangenen Jahr zu kämpfen hatte, spielt keine Rolle - denn einen Totalverlust hatte die australische Fluglinie nicht zu verzeichnen.

Die JACDEC-Statistik reicht zurück bis 1973. Eine "weiße Weste" wird auch der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin bescheinigt. Weil sie jedoch jünger als die anderen Airlines ist, erscheint sie nicht an der Spitze der Liste. Das gilt auch für fast alle anderen sogenannten Low Cost Carrier - Billigflieger, von denen einige allerdings erst seit wenigen Jahren existieren. Neben den großen Airlines Virgin Atlantic Airways (Gründungsjahr 1984) und den beiden arabischen Fluggesellschaften Emirates (1985) und Qatar Airways (1994) sind auch die führenden Billigflieger Ryanair (1985), Air Europa (1986), Easyjet (1995), die kanadische Westjet Airlines (1956) und die US-Gesellschaft JetBlue Airways (2000), an der die Lufthansa beteiligt ist, seit ihrer Gründung von Flugzeugverlusten verschont geblieben. Experten sehen das gute Abschneiden der Billigflieger auch als Beweis für die gewissenhafte Wartung der Flugzeuge.

Lufthansa, derzeit die Nummer fünf unter den großen Fluggesellschaften der Welt, erscheint nicht auf den vorderen Plätzen. Grund dafür ist, dass das Unternehmen in den vergangenen 36 Jahren von Unfällen mit Todesopfern nicht verschont geblieben ist. Seit 15 Jahren fliegt Lufthansa unfallfrei.


Montag, 9. Februar 2009
Filderstadt: Fünfjähriger in letzter Sekunde aus Strudelbecken gerettet
ImageDie Rettung kam in letzter Sekunde: Ein 35-Jähriger hat am Sonntag im Spaßbad Filderado in Filderstadt einen kleinen Jungen aus dem Strudelbecken gezogen.

Der Fünfjährige trieb regungslos mit dem Kopf unter Wasser im Becken, sein Gesicht sei schon blau angelaufen gewesen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Junge konnte wiederbelebt und ins Krankenhaus geflogen werden. Es bestehe keine Lebensgefahr mehr. Die Mutter hatte ihren Sohn schon vermisst und vergeblich nach ihm gesucht.


Donnerstag, 5. Februar 2009
2011: weltweiter Kongress gegen das Ertrinken in Vietnam
Warum gibt es keinen Kongress für Badesicherheit in Europa?
ImageDie nächste "World Water Safety Conference", der Weltkongress gegen das Ertrinken, soll im Mai 2011 in Da Nang, Vietnam stattfinden. Beim letzten Kongress in Portugal im Jahr 2007 (den Blausand.de - Bericht finden Sie hier) hatten es einige der europäischen Länder mit hohen Ertrinkungszahlen nicht einmal für nötig gehalten, zu der Veranstaltung "vor ihrer Haustür" zu erscheinen, während zahlreiche Experten aus Neuseeland, Australien, USA und Brasilien anwesend waren.

Ob die Verantwortlichen in Europas Urlaubsländern diesmal die Reise ins ferne Vietnam antreten werden und ob der Weltkongress 2011 Impulse für mehr Sicherheit in europäischen Gewässern auslösen kann, gilt als unwahrscheinlich. Denn die Ertrinkungsgründe sind von krassen Unterschieden geprägt. Während in den einkommensschwachen Ländern, hier ertrinken weltweit mehr als 90 Prozent, lebensbedrohliche Wassergefahren zum täglichen Leben gehören - Menschen ertrinken auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit, Imagevor der Haustür und in Flutkatastrophen - erlauben sich die Menschen in Europa einen vergleichsweise exklusiven und gleichermaßen gefährlichen Freizeitspaß im Urlaub und in der Freizeit: das Schwimmen. 382.312 Menschen, zählt die Weltgesundheitsorganisation WHO, ertranken weltweit im Jahr 2002. In Europa wurden 37.987 Ertrinkungstote ermittelt. Das sind über 100 Menschen pro Tag. Eigentlich sind die Zahlen noch viel höher: Flutkatastrophen, Transportunfälle und Suizide wurden nicht mitgezählt.

Ein Kongress auf europäischer Ebene etwa unter Federführung einer Kommission innerhalb der Europäischen Union wäre unter diesen katastrophalen Bedingungen ein sinnvolles und längst überfälliges Projekt.


Mittwoch, 4. Februar 2009
Rettungsfahrzeug versackt im Eis
ImageAuch Retter haben bei brüchigem Eis so ihre Probleme. Bei der Rettung eines auf dem Steinhuder Meer (Niedersachsen) eingebrochenen Eisseglers ist die Feuerwehr selber mit einem Spezialfahrzeug im Eis versackt. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen. Der Eissegler hatte sich bereits selbst retten können, als die Feuerwehrleute auf der Rückfahrt seitlich mit dem propellerbetriebenen Gleitfahrzeug ins Eis einbrachen. Der sogenannte Hydrocopter könne, heißt es, in dieser Wintersaison nicht mehr eingesetzt werden.


Dienstag, 3. Februar 2009
Internationale Tagung der Wasserretter
einheitliche Warnschilder
An Badestränden sollen in den nächsten Jahren  weltweit einheitlich geltende Warnschilder für Schwimmer und Wassersportler aufgestellt werden. Blausand.de hatte mehrfach kritisch über die neuen Warnschilder berichtet. Einzelheiten können Sie hier nachlesen.

ImageDie Internationale Organisation für Normung (ISO) habe sich im Sommer 2008 auf die etwa 100 Zeichen verständigt, sagte der Präsident der Wasserrettungsorganisation DLRG, Klaus Wilkens. Die nationale Umsetzung der neuen Schilder stand am letzten Wochenende im Mittelpunkt einer Tagung der International Life Saving Federation ILS in Bad Nenndorf, auf der sich etwa 100 Delegierte aus aller Welt getroffen haben. Nach Angaben von Wilkens seien die Verbotsschilder sowie Warnzeichen in allen Kulturkreisen verständlich. Eine Arbeitsgruppe, zu der auch Vertreter der DLRG gehörten, habe 4 Jahre lang an einer Vereinheitlichung gearbeitet. Jedes Land habe außerdem die Möglichkeit, zusätzliche Schilder aufzustellen - zum Beispiel welche, die in Deutschland auf Hundestrände hinweisen oder in Australien vor Haien warnen. Hierzulande werde es noch ungefähr 5 Jahre dauern, bis alle Badestrände mit den neuen Hinweistafeln ausgestattet seien. Die Kosten für die neue Beschilderung müssten die Betreiber tragen.

Vorbeugung gegen das Ertrinken, Schwimmausbildung, Ausbildung von qualifizierten Rettungsschwimmern sowie die Aufklärung über die Gefahren im und am Wasser sind die zentralen Themen der künftigen Arbeit. Weitere zukunftsweisende Ausgaben seien eine beschleunigte Umsetzung von Risikobewertungen sowie Gefahrenanalysen von Stränden und Badeseen.


Montag, 2. Februar 2009
Ist "Speedflying" eine Risikosportart?
ImageAuch der ansonsten durchaus geschätzte Spiegel erhöhte die spektakuläre Freizeitbeschäftigung Speedflying, eine auf normalen Skipisten verbotene Kombination aus Gleitschirmfliegen und Skifahren, zu einer der gefährlichsten Sportarten der Welt, weil in den letzten zwei Jahren drei Speedflyer tödlich abgestürzt seien. Die tatsächlichen Risikosportarten sind aber neben dem Bergwandern das Schwimmen mit der Folge von einhundert ertrinkenden Menschen in Europa pro Tag. In einem Spiegel-Leserbrief heißt es: Ist es nicht so, dass Extremsportler besonders gut trainiert und ausgerüstet sind, während sportliche Laien ihr Leben riskieren, ohne sich der Gefahren überhaupt bewusst zu sein?

 
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