Aktuell im März 2009
Montag, 30.  März 2009
Spanien: 2008 sind 2900 Flüchtlinge ertrunken
ImageWie signifikant der Unterschied zwischen tatsächlichen und offiziellen Geschehnissen sein kann, zeigt sich am Beispiel der Opferzahl von Flüchtlingen. Etwa 2900 Flüchtlinge sind nach Angaben der  Menschenrechtsgruppe APDH im vergangenen Jahr bei dem Versuch gestorben, von Afrika nach Spanien zu gelangen. Fast 600 von ihnen seien beim Untergang ihrer Boote auf der Überfahrt zu den Kanarischen Inseln oder vor der Südküste Spaniens ertrunken, die restlichen seien auf der Reise durch Afrika verdurstet oder verhungert. Fast drei Viertel der Opfer stammen aus Ländern südlich der Sahara.

Spaniens Regierung geht von nur 74 Toten aus. Sie zählt nur die auf spanischem Gebiet geborgenen Leichen.


Donnerstag, 26. März 2009
Zahl der Ertrinkungstoten in Deutschland 2008 um 12 Prozent gestiegen
9 von 10 Opfern sterben in Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen

ImageMindestens 475 Menschen sind 2008 in Deutschland ertrunken, das sind 52 Menschen oder 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein 399 Menschen, über 90 Prozent aller Opfer starb in den Risikogewässern Flüsse, Seen, Teiche und Kanäle. An der Nord- und Ostsee ertrank eine vergleichsweise geringe Zahl von 14 Menschen. Die Bundesländer mit den höchsten Ertrinkungszahlen sind Bayern (98) und Niedersachsen (64). 73 Prozent der Opfer waren Männer und 54 Prozent 51 Jahre und älter. Der Tod im Wasser passiert dabei keineswegs nur in der Badesaison: Über 200 Menschen, also nahezu die Hälfte aller Ertrinkungstoten, starben in der Zeit zwischen Januar bis April und September bis Dezember.

Die Zahlen wurden heute auf einer Pressekonferenz der DLRG in Hannover mitgeteilt.

Wieviel der Unfallstellen bewacht waren und wie hoch der Anteil der Nichtschwimmer unter den Opfern war, wurde nicht bekannt. Auch eine Unfallanalyse wie etwa bei Verkehrsunfällen existiert bisher nicht. ImageNach Auffassung von Blausand.de lässt sich aber ohne diese Informationen kein wirksamer Druck gegenüber den zuständigen Politikern und gegenüber den für die Badestellen verantwortlichen Kommunen zur Veränderung dieser unerträglichen Situation aufbauen.

Auf die Frage von Blausand.de, welchen Beitrag das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für mehr Badesicherheit in Deutschland leiste, nahm DLRG-Präsident Klaus Wilkens die Politik in Schutz: "Immerhin war Frau von der Leyen im letzten Jahr Schirmherrin des DLRG-Symposiums Schwimmen".


Mittwoch, 25. März 2009
TUI: Portugal-Roadshow im Mai 2009
ImageInformationen, Expertentipps und Unterhaltung rund um Portugal: Das bietet die TUI Roadshow 2009 "Das große Reisequiz". Wer noch unentschlossen ist, wo er seine freien Tage in diesem Jahr verbringen möchte, wer sich umfassend informieren oder in Urlaubserinnerungen schwelgen möchte, sollte diesen Abend nicht verpassen. Ab Mai gestaltet TUI unterhaltsame und informative Eventabende zum diesjährigen Partnerland Portugal. Vertreter der jeweiligen Fremdenverkehrsämter beantworten Fragen zu Algarve, Madeira und Azoren. Besonderes Highlight: In jeder Stadt gibt es eine Reise sowie weitere Preise zu gewinnen.

Tourplan/Kinos: Hamburg: 4. Mai, CinemaxX Dammtor, Hannover: 5. Mai, CinemaxX Nikolaistraße, Dresden: 6. Mai, UFA Kristallpalast, Nürnberg: 7. Mai, CINECITTÀ Multiplexkino, Stuttgart: 8. Mai – CinemaxX Bosch Areal, Karlsruhe: 11. Mai – CineStar, Mannheim: 12. Mai – CinemaxX, Wiesbaden: 13. Mai, Aineplex ARKADEN Filmtheater, Aachen: 14. Mai, Cinplex, Düsseldorf: 15. Mai , UFA-Palast.

Los geht es jeweils um 18 Uhr. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Es werden Softgetränke sowie landestypische Snacks und Getränke gereicht. Moderator Marco Ströhlein führt gemeinsam mit den Vertretern der Fremdenverkehrsämter durch den Abend und moderiert das Reisequiz. Gewinn: Einen Traumurlaub für zwei Personen nach Portugal. Karten für die TUI Roadshow 2009 sind in den teilnehmenden TUI Reisebüros oder an der Abendkasse für 5 Euro erhältlich.


Dienstag, 24. März 2009
Defi für enttäuschte Bankkunden?
Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern beenden kann. Defibrillatoren stehen nicht nur im Krankenhaus, in Fahrzeugen des Rettungsdienstes in Arztpraxen zur Verfügung, seit den 90er-Jahren auch in vielen öffentlich zugänglichen ImageGebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien.

Ein in der Thannhauser Raiffeisenbank (bei Augsburg) aufgestellter Defibrillator verführte jetzt zu ironisch-humorigen Kommentaren in Internetforen. Ein Kommentator meint, der Defi solle "enttäuschten Kunden einen plötzlichen Herztod durch Kammerflimmern zu verhindern helfen". Das Gerät wurde in der Bank aufgestellt, weil sich diese zentral in der Stadtmitte befindet und gut zugänglich ist.

Übrigens: Leider machen immer noch die meisten Menschen in ihrem Leben nur einmal einen Erste-Hilfe-Kurs - nämlich für die Führerscheinprüfung. Lobenswert ist aber die Initiative einiger Rettungsdienste, die einen kompakten (Zeitaufwand 90 Minuten) und kostengünstigen (10 - 12 Euro) Basiskurs anbieten - Angebote vom Deutschen Roten Kreuz oder von den Maltesern in der Nähe gibt es über die genannten Webseiten.


Montag, 23. März 2009
Dinkelsbühl: Überwachungssystem im Schwimmbad rettet Leben
ImageEinem automatischen Überwachungssystem und dem Eingreifen eines Bademeisters hat ein verunglückter Schwimmer im Dinkelsbühler Hallenbad sein Leben zu verdanken. Die Sensoren hatten registriert, dass der 50-Jährige mehrere Meter tief reglos im Wasser trieb, berichtete die Polizei. Nach dem Alarm sprang der Bademeister sofort in das Schwimmbecken. Er zog den Mann, der möglicherweise Kreislaufprobleme hatte, aus dem Wasser und schaffte es, ihn wiederzubeleben. Der 50-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte stuften seinen Zustand auch nach seiner Rettung weiterhin als kritisch ein.

Das automatische Überwachungssystem war vor über drei Jahren kurz nach dem tödlichen Badeunfall eines Kindes beim Schulschwimmen im städtischen Hallenbad installiert worden. Nach Informationen der Fränkischen Landeszeitung hatte sich Dinkelsbühl zum Preis von 60.000 Euro damals die erst zweite Alarmanlage dieser Art in Deutschland geleistet. Zu der Sicherheitseinrichtung gehören zwölf Kameras, die den Boden des Schwimmbeckens kontinuierlich absuchen. Wird dabei der längere Stillstand eines eigentlich beweglichen Objekts registriert, schlägt das System beim Bademeister Alarm. Eine spektakuläre Videoaufzeichnung der Überwachungskamera von der Herstellerfirma Argusmatik können Sie hier herunterladen >>>


Montag, 23. März 2009
Weltwasserforum: Plattitüden zum Abschluß
Wir von Blausand.de fühlen uns deutlich an viele Erklärungen zur Verbesserung der Sicherheit im Wasser erinnert: Umweltschützer haben das Ergebnis des fünften Weltwasserforum in Istanbul am Sonntag kritisiert und die Regierungen zu ernsthafteren Bemühungen aufgefordert. Sie bemängelten, die offiziellen Erklärungen des Istanbuler Treffens seien unverbindlich und reichten nicht aus, um die drohende Krise bei der Versorgung mit ImageSüßwasser abzuwenden. Minister und Delegationschefs versprachen stärkere Bemühungen für den Schutz des Wassers. Es gab keine Einigung auf ein Menschenrecht auf Wasser, wie schon bei letzten Weltwasserforum vor drei Jahren in Mexiko.

"Die offizielle Abschlussdeklaration des Weltwasserforums ist größtenteils eine Ansammlung von unverbindlichen Plattitüden und nicht der dringend notwendige Aktionsplan", erklärte Martin Geiger, Wasserexperte der Umweltstiftung WWF Deutschland, am Sonntag in Istanbul. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) forderte die Minister auf, sich mehr auf den Schutz der Umwelt zu konzentrieren und nicht nur auf technischen Lösungen. Bei dem weltweit größten Expertentreffen war eine Woche lang über den Zugang zu sauberem Wasser, Wasserrechte und den Einsatz moderner Technologien beraten werden. Der Bau neuer Staudämme blieb ein Streitthema.


Sonntag, 22. März 2009
AG Bonn: Tod der Mitreisenden kein Reisemangel
ImageUnfassbar, aber juristisch korrekt: Durch den Tod ihrer Mitreisenden war der Norwegen-Urlaub einer Frau nicht erheblich beeinträchtigt, und die Fortsetzung der Ferien war ihr rechtlich gesehen zumutbar. So jedenfalls urteilten Richter des Amtsgerichts Bonn (Az.: 16 C 53/06) Im betreffenden Fall war eine Frau durch einen Steinschlag getötet worden. Ihre Begleiterin, die unverletzt geblieben war, wollte nach dem tragischen Geschehen vorzeitig nach Hause zurück – formal war das eine Reise-Kündigung – und erwartete einen kostenfreien Rücktransport. Der Reiseveranstalter organisierte zwar diesen frühzeitigen Rückflug, verlangte aber von der betroffenen Kundin durch eine Klage die Mehrkosten in Höhe von rund 185 Euro zurück.

Zu Recht, so die Bonner Richter. Denn zur Kündigung mit kostenfreiem Rücktransport war die überlebende Urlauberin nach Juristen-Meinung nicht berechtigt, weil die Reise selbst nicht "mit Mängeln behaftet" und somit auch "nicht beeinträchtigt" war. Nüchtern formulieren die Juristen: "Die seelische Beeinträchtigung, die auf Seiten der Beklagten zweifellos vorlag, stellt kein Kriterium der Unzumutbarkeit…dar."


Sonnabend, 21. März 2009
Schiffslotse auf dem Rhein verunglückt
ImageEin 74-jähriger Schiffslotse ist am Donnerstag beim Zusteigen auf ein Frachtschiff in den Rhein gestürzt. Er konnte aus dem Wasser gerettet werden, erlitt kurz darauf aber einen lebensgefährlichen Kreislaufzusammenbruch. Er wurde ins Klinikum eingeliefert.

Nach Angaben der Polizei wollte der erfahrene Lotse gegen 19.30 Uhr vor dem Haus Oberrhein über einen Steg das Transportschiff betreten, um es auf dem folgenden Abschnitt flussaufwärts zu begleiten. Offenbar rutschte der Mann auf dem Steg aus und fiel ins Wasser. Er wurde dabei aber nicht zwischen dem Schiff und der Kaimauer eingeklemmt. Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr rückten an, weil nicht klar war, ob der Lotse in der Dunkelheit abtreibt. Die Besatzung konnte ihn jedoch selbst aus dem Rhein retten. Der 74-Jährige sei zu diesem Zeitpunkt noch ansprechbar gewesen und habe kurz darauf einen Zusammenbruch erlitten, so die Polizei.


Freitag, 20. März 2009
Rettungskongress, Reanimation
ImageAus Anlass des Rettungskongresses in Hannover (19.-21.3.2009) weist DRK-Präsident Rudolf Seiters darauf hin, dass jeder Bürger Verantwortung übernehmen und bei einem Unfall - egal ob zu Hause, auf der Straße oder am Strand -  sofort Hilfe leisten sollte. "Wenn ein Mensch das Bewusstsein verliert, ist der größte Fehler, den man machen kann: Nichts zu tun!".

Bei sofortiger Herzdruckmassage und Beatmung hat der Patient die größten Chancen zu überleben. Nach nur drei Minuten ohne Sauerstoff trägt das Gehirn bleibende Schäden davon, ab vier Minuten sinken die Überlebenschancen je Minute um zehn Prozent. Das Deutsche Rote Kreuz warnt davor, sich bei einem Unfall ausschließlich auf die Rettungskräfte zu verlassen. Jeder Bürger muss Verantwortung übernehmen und seinen Mitmenschen helfen. Denn der Rettungsdienst in Deutschland ist zwar im Durchschnitt knapp zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort, aber für das Unfallopfer sind bereits die ersten Minuten entscheidend.

„Nur wenn Bürger und Rettungskräfte Hand in Hand arbeiten, kann das Rettungssystem optimal funktionieren und die Überlebenschancen für die Opfer sind am größten. Leider haben viele Menschen Angst, etwas falsch zu machen. Das Deutsche Rote Kreuz bietet bundesweit Kurse an, wo man seine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen kann“, sagt Seiters.


Donnerstag, 19. März 2009
Erste Hilfe: keine Angst vor rechtlichen Folgen
ImageWichtig für Unfälle und Erste Hilfe auf der Strasse oder am Strand: Vor rechtlichen Konsequenzen müssen sich Ersthelfer nicht fürchten. „Durch eine "falsche" Erste Hilfe ist noch niemand gestorben, aber viele durch eine unterlassene Hilfe“, erklärt Peter Sefrin vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Nur bei sehr grober Fahrlässigkeit oder böswilligem Vorsatz könnte es zu juristischen Folgen kommen. Außerdem erhalten die Helfer alle gesundheitlichen Schäden von der zuständigen Unfallkasse ersetzt. Sachschäden, etwa an Auto oder Kleidung, werden ebenfalls erstattet, allerdings muss die Zuständigkeit vorher geklärt werden. Diese hängt davon ab, ob der Ersthelfer beruflich oder privat unterwegs und wie er versichert ist.

Wer als Helfer zu einer Unfallstelle kommt, muss zuerst alles absichern und den Notruf 112 verständigen. Die Polizei wird im Anschluss unter 110 informiert. Danach sollten sich Ersthelfer um die Verletzten kümmern, sie wärmen, in die stabile Seitenlage bringen und gegebenenfalls lebensrettende Maßnahmen ergreifen. Falls es keine Verletzten gibt, sollten die Freiwilligen sich als Zeugen anbieten und auf das Eintreffen der Polizei warten.


Donnerstag, 19. März 2009
DRV: Trend zum Badeurlaub hält an
Für den Sommerurlaub bleibt es bei dem seit Jahren anhaltenden Trend zum Badeurlaub am Mittelmeer, so die Einschätzung der im Deutschen ReiseVerband (DRV) organisierten Reiseveranstalter. Vor allem ImageSpanien und die Türkei stehen bei den Bundesbürgern weiter hoch im Kurs. Neben diesen beiden Ländern sind bei den bisherigen Buchungen auch Italien, Portugal und Griechenland beliebt. Wegen ihres guten Preis-Leistungsverhältnisses punkten zudem Tunesien und Ägypten. Ganz vorne bei den Trendzielen des Jahres 2009 liegt das Reiseland Deutschland. Aber: Bei Fernreisen gefragt sind nach Angaben der Reiseveranstalter auch 2009 - ähnlich wie im vergangenen Jahr - die USA, die Karibik, die Malediven, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ziele in Asien. Weiterhin im Trend: Kreuzfahrten auf Flüssen und den Weltmeeren auf neuen und bekannten Routen sowie Städte- und Wellness-Reisen.

Für dieses Jahr zeigt sich zudem, dass für den Sommerurlaub verstärkt All-inclusive-Angebote nachgefragt werden. Viele Veranstalter haben deshalb ihre Programme mit der Rundum-Verpflegung weiter ausgebaut. Allerdings gehen noch nicht so viele Leute ins Reisebüro, um zu buchen, berichten die Fachleute. Das könnte an der Krise in der Wirtschaft liegen. Viele haben Angst, ihren Job zu verlieren. Deshalb wissen sie manchmal noch nicht, wie viel Geld sie ausgeben können - etwa fürs Reisen. Die Experten sagen aber: Die meisten werden trotzdem auch in diesem Jahr nicht ganz aufs Verreisen verzichten.


Dienstag, 17. März 2009
Franzi sorgt für Schwimmkurse
ImageVor vier Jahren hing die Vorzeigeschwimmerin Franziska van Almsick ihren Badeanzug an den Nagel, schrieb Kinderbücher und engagiert sich dafür, dass Kinder schwimmen lernen können. Auf der Leipziger Buchmesse stellte sie jetzt ihr Buch "Paul Planschnase am Meer" vor und kritisierte die deutschen Schulen für ihr geringes Interesse am Schwimmunterricht.

"Jedes Kind, das ertrinkt, ist eins zu viel!" mahnte die 30-Jährige. Laut einer Studie kann ein Drittel aller Kinder, die hierzulande die Grundschule verlassen, nicht richtig schwimmen. Das bringt van Almsick auf die Palme: „Schwimmen ist das Stiefkind der Schulen – niemand bemüht sich darum. Ich finde, dass man dagegen etwas tun muss!" In ihrer Wahlheimat Heidelberg initiierte sie das Projekt "Heidelberger Kids auf Schwimmkurs". Das vernetzt die Grundschulen der Stadt untereinander und gibt ihnen Hilfestellung für den Schwimmunterricht. Darüber hinaus mischt die ehemalige Welt- und Europameisterin bei der bundesweiten Initiative Kinder lernen Schwimmen mit. Unterstützt durch ein Bekleidungsunternehmen konnten so eintausend Schwimmkurse an bedürftige Kinder verschenkt werden.


Montag, 16. März 2009
Bilder einer Rettung auf La Palma
"Der Atlantik", so steht es auf der Webseite www.lapalma.cc, "kann sich an nur einem Tag von allen seinen Seiten zeigen: ganz sanft und still, dann fauchend und spuckend und sogar donnernd und schlagend. Wann immer man sich dem Atlantik nähert, man sollte es mit Respekt tun, ihn beobachten und niemals Imageunterschätzen. Nicht nur die hohen Wellen, auch die Strömungen, die aus verschiedenen Richtungen kommen können, sind mehr als gefährlich. Dies mußte kürzlich eine deutsche Touristin schmerzlich durchleben und wird es wohl nie vergessen".

Der Bericht über eine fast ertrunkene Deutsche auf der Kanareninsel La Palma enthält auch spektakuläre Bilder der Rettung durch den Kioskbetreiber, der die Frau durch beherzten Einsatz mit Hilfe eines Rettungsrings und einer Leine vor dem sicheren Ertrinken bewahren konnte. Hier geht es zum Bericht (unter Aktuelle Nachrichten, dann nach unten scrollen) und zu den Bildern.


Sonnabend, 14. März 2009
Reisemesse ITB Berlin, Preise für Reiseführer mit Sicherheit
ImageDass möglichst viele der gedruckten und virtuellen Reiseführer Informationen zu Badesicherheit enthalten, gehört zu den wichtigsten Zielen von Blausand.de. Gestern besuchte Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, die ITB Berlin, um auf der weltweit größten Reisemesse Reiseveranstalter, Verlage und Fremdenverkehrsorganisationen davon zu überzeugen.

Badesicherheit wird inzwischen denn auch von den meisten der Beteiligten eher als Serviceleistung und - im Gegensatz zu früher - immer weniger als Angst einflößendes Tabuthema gesehen.

Vorreiter bei den Verlagen ist der Michael Müller Verlag, dessen Individualreiseführer Badesicherheit in vielen Publikationen zum Thema machen. Der Herausgeber Michael Müller nahm am letzten Freitag bei der Verleihung der ITB BuchAwards 2009, moderiert durch die VOX-Moderatorin Mary Amiri ("Wolkenlos") gleich drei Preise für herausragende Publikationen entgegen.


Mittwoch, 11. März 2009
Thailand: 7 Taucher ertrunken
ImageIn der Nacht von Sonntag auf Montag ist ein Tauchboot von Dive Asia, das von einer Tauchausfahrt von den thailändischen Similan Islands zurückkehrte, gegen Mitternacht Ortszeit in einen Wirbelsturm gekommen und gesunken. 23 Menschen konnten gerettet werden, für 7 scheint jede Hilfe zu spät.

Das Tauchboot "Choke Somboon" der Tauchbasis Dive Asia befand sich auf dem Rückweg vom berühmten Tauchrevier Similan Islands, als es in einen schweren Sturm geriet und kurz danach sank. Zuvor war noch ein Funkspruch abgeschickt worden. Aufgrund der späten Stunde konnten aber erst am nächsten Morgen Überlebende geborgen worden, darunter 15 Tauchtouristen und 8 Crewmitglieder. Sieben Personen werden immer noch vermisst, darunter auch drei österreichische Tauchtouristen. Bei den anderen handelt es sich um zwei ImageSchweizer, einen Japaner sowie ein thailändisches Besatzungsmitglied, den Koch des Schiffs.

Insgesamt 36 Stunden nach dem Unglück gibt es kaum noch Hoffnung, die insgesamt sechs Touristen und den Einheimischen vor den Similan-Inseln in der Nähe von Phuket lebend zu finden. "Wenn wir die anderen Vermissten nicht bald finden, werden wir Taucher zu dem gesunkenen Boot schicken und nachsehen, ob sie dort eingeschlossen sind", sagte ein Polizeisprecher.

Gestern wurde ersten Berichten zufolge eine europäische Touristin vor Phuket tot geborgen. Über die Nationalität des Opfers ist bisher noch nichts bekannt, es dürfte sich aber wohl um eine der zwei Österreicherinnen handeln. Die Leiche wurde vom Rettungsteam unweit des Unglücksortes gefunden, wie ein Sprecher der thailändischen Wasserschutzpolizei mitteilte.



Dienstag, 10. März 2009
Risikostufen an Stränden der Baleareninseln

ImageVor vier Jahren hat die Balearenregierung eine lobenswerte Maßnahme ins Leben gerufen. Die 208 Strände auf Mallorca, 70 Strände auf Ibiza, 23 auf Formentera sowie 75 Strände auf Menorca wurden in 3 Kategorien eingeteilt: Strände mit hohem, mittlerem und geringem Risiko. Kriterien für die Zuordnung waren primär die Anzahl der Strandbesucher, Strömungsgefahren, Badeunfälle sowie die Entfernung zum nächsten Hospital auf einer der vier Baleareninseln. Die Kategorien gelten als Grundlage für die Warn- und Rettungsmaßnahmen an den insgesamt 375 Strandabschnitten der Balearen (siehe auch Meldung weiter unten auf dieser Seite). Blausand.de wird diese Liste in Kürze analysieren und veröffentlichen.

Bitte schreiben Sie uns, was Sie in punkto Badesicherheit auf den Baleareninseln erlebt haben. Unsere Adresse:


Montag, 9. März 2009
Haiangriffe und Wirtschaftskrise
Image Gibt es einen Zusammenhang zwischen Haiangriffen und Wirtschaftskrise? Das zumindest behauptet eine von der Universität von Florida veröffentlichte Untersuchung. Wegen der Rezession machten weniger Menschen Urlaub am Strand. Im Jahr 2007 gab es weltweit noch 71 Haiangriffe, im letzten Jahr aber waren es nur noch 59. So erklärt der Leiter des Internationalen Dokumentationszentrums für Haiangriffe, George Burgess, den Rückgang der Attacken: „Viele Leute zögern jetzt aus finanziellen Gründen, in die Ferien zu fahren und an den Strand zu gehen“, sagte er. Den gleichen Rückgang der Hai-Angriffe habe es nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gegeben. Von den Angriffen im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge vier tödlich, im Vergleich zu nur einem einzigen im Jahr davor. Etwa zwei Drittel der gesamten Hai-Attacken ereigneten sich in den USA, insbesondere an den Stränden der Region Volusia im Bundesstaat Florida. Allein dort wurden 22 der 41 Angriffe in den USA registriert.

Mit dieser Logik müsste die Zahl der Errtrinkungsopfer im Freizeitbereich ebenfalls zurückgehen.


Donnerstag, 5. März 2009
„Don´t drink and drown“:
Alkohol und Schwimmen ist eine riskante Kombination
ImageDas zur Zeit viel diskutierte „Komasaufen“ bei Jugendlichen spielt gerade im Urlaub und in der Freizeit eine große Rolle, weil Schwimmen unter Einfluss von Alkohol schnell zu einem Herzstillstand führen kann.

Gefährlich sei vor allem der abendliche Alkoholkonsum und der anschließende Gang ins Wasser, sagt Peter Sefrin, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaft Notärzte, in Würzburg. "Durch den Alkoholgenuss werden die Blutgefäße geweitet. Wer dann ins Wasser geht, auch wenn es 20, 22 Grad warm ist, kann einen Kälteschock erleiden." Dadurch werde das Herz in seiner Aktion gebremst - im schlimmsten Fall steht das Herz still und der Schwimmer ertrinkt. Das Zusammentreffen von Hitze, Alkohol und Schwimmen führt laut Sefrin jedes Jahr zu Todesopfern. Je länger das heiße Wetter anhalte und je länger es vor allem am Abend warm bleibe, desto größer sei die Gefahr, auf diese Art zu verunglücken, erklärte Sefrin. Die Bergung werde am Abend zudem außerordentlich erschwert: "Im Dunkeln jemanden unter Wasser zu finden, ist sehr schwierig." Die Chance, den Verunglückten erfolgreich wiederzubeleben, sinke rapide.

In Australien und auch in England hat man das Problem nicht nur erkannt und bedauert, sondern setzt die gerade in der Freizeit gern verharmloste Gefahr in Kampagnenarbeit mit dem Motto "Don´t drink and drown" um. In Australien spielt Alkohol bei der Hälfte aller Ertrinkungsunfälle eine ursächliche Rolle.


Mittwoch, 4. März 2008
DLRG sucht Rettungsschwimmer für 2009 an der Nordseeküste
ImageGern kommt Blausand.de dem Wunsch der DLRG Niedersachsen nach, für Rettungsschwimmer an der Nordsee in der Vor- und Nachsaison 2009 zu werben. Gegen Unterkunft und ein kleines Taschengeld können interessierte Menschen an den begehrten Urlaubsorten der niedersächsischen Nordseeküste und den Ostfriesischen Inseln ihre Freizeit sinnvoll nutzen. Rettungsschwimmer können sich noch für die Zeiträume vom 1. Mai bis 27. Juni und 1. September bis 25. Oktober 2009 für folgende Standorte bewerben: Borkum, Baltrum, Langeoog, Wangerooge, Cuxhaven, Burhave für die ffn-Nordseelagune, Dangast, Wilhelmshaven und Norddeich. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.nds.dlrg.de.


Dienstag, 3. März 2009
Balearen:  im letzten Jahr 15 Menschen ertrunken
ImageWenn man den Veröffentlichungen der Balearenregierung Glauben schenken darf, sind im vergangenen Jahr "nur" 15 Menschen auf den Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera ertrunken. Das wäre der niedrigste Stand seit vielen Jahren. Es hätten sich drei Unglücksfälle weniger ereignet als im Vorjahr. Die Chefin der Noteinsatzzentrale, Cristina Ferrer, würdigte die Arbeit der 275 Rettungsschwimmer auf den Balearen im Jahr 2008. 33 Menschen konnten auf Mallorca vor dem Ertrinken gerettet werden. 41 Strände auf den Baleareninseln, die von Blausand.de in Kürze genannt werden, gelten als gefährlich.


Montag, 2. März 2009
ADAC: Der Tourist der Zukunft
Im Jahr 2020 wird jeder zweite Tourist über 50 Jahre alt sein
Wie sieht der Tourist der Zukunft aus, wie wird er verreisen und in welche Richtung verändert sich der Markt? Diesen Fragen ging der Fachbesuchertag der diesjährigen Erlebnismesse f.re.e in München nach. Statt Urlaubszielen fragen Touristen verstärkt Serviceangebote, ImageNachhaltigkeit und ganzheitliche Wohlfühlkonzepte nach. Das bestätigen auch die Tourismusexperten des ADAC und die Analysen des ADAC-Reisemonitors.

Der soziodemografische Wandel wird sich weiterhin auf das Reiseverhalten der Urlauber auswirken. Im Jahr 2020 wird jeder zweite deutsche Urlauber über 50 Jahre alt sein. Die so genannten Silver Urlauber haben laut ADAC hohe Ansprüche an Komfort und Leistung. Sie wollen im Urlaub etwas sehen, der klassische Badeurlaub nimmt bei dieser Zielgruppe immer weiter ab. Barrierefreie Angebote werden langfristig zum Komfortmerkmal einer Reise werden. Auch der Medizintourismus für ältere Menschen wird sich weiter entwickeln.

Die deutschen Urlauber sind nach den Erfahrungen des ADAC erfahren im Reisen, selbstbewusst und informiert. Sie erwarten individuelle Serviceleistungen. Besondere Urlaubsformen wie Wohnmobil-Tourismus und Urlaub auf dem Wasser mit dem Kreuzfahrtschiff sowie auf dem Haus- oder Charterboot werden immer beliebter.

Die Konsumprioritäten der deutschen Urlauber deuten auf eine stabile Nachfrage bei Urlaub und Reisen hin. Das Auto wird auch in Zukunft Hauptverkehrsmittel im Reiseverkehr bleiben. Doch die Energie- und Mobilitätskosten wirken sich auch auf die Aktionsradien und die Verkehrsmittelwahl aus. Davon werden Nahziele wie Deutschland und die Nachbarländer profitieren. Wer kann, wird die heißen Sommerreiseziele meiden und auch stärker in der Nebensaison verreisen.


Sonntag, 1. März 2009
Kampagne "Runter vom Gas!"
Reduzierung der Unfallzahlen im Strassenverkehr
Während Kampagnen für Badesicherheit in Deutschland Mangelware sind und die für 2008 veröffentlichten Zahlen der Ertrinkungsopfer Imageweiter in die Höhe gehen, wird für die Sicherheit im Straßenverkehr eine bisher erfolgreiche Kampagne fortgeführt.

Mit einer emotionalen Plakatserie der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ fordert das Bundesverkehrsministerium in den kommenden Monaten zu angepasster Geschwindigkeit und gegenseitiger Rücksicht auf. „Runter vom Gas!" ist die bislang erfolgreichste Verkehrssicherheitskampagne in Deutschland“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin. „Die neuen Plakate zeigen Imagedrastisch und eindrucksvoll, wozu Raserei und mangelnde Rücksicht im Verkehr führen.

Die kürzlich veröffentlichten Unfallzahlen für 2008 scheint der Strategie Recht zu geben. Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 4467 Menschen im Straßenverkehr getötet. Das ist nach Angaben des Statistisches Bundesamtes ein ein historisches Tief, ist die geringste Zahl seit 1950, dem Jahr, in dem erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder Zahlen vorlagen. Gegenüber 2007 bedeutet dies einen Rückgang um 482 Personen bzw. 9.7 Prozent. Anders als im Vorjahr wurden 2008 auch weniger Menschen im Straßenverkehr verletzt. Ihre Zahl sank um 5,5 Prozent auf rund 407 900.


 
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