Aktuell im April 2009
Dienstag, 28. April 2009
SOS-Kampagne für mehr Badesicherheit
und gegen das Ertrinken in Flüssen und Seen
Digitale Pressemappe ab heute im Internet
ImageAm 9. Mai 2009 startet Blausand.de die SOS-Kampagne für mehr Badesicherheit und gegen das Ertrinken in Flüssen und Seen, begleitet von Hintergrundinformationen, einer kostenlosen Beratungs-Hotline und einem Gewinnspiel mit attraktiven Reisepreisen. Ab sofort können Journalisten, Schwimmer, Eltern, Familien, Städte und Gemeinden unter diesem Link eine digitale Pressemappe einsehen.


Montag, 27. April 2009
Grotesk: rote Flaggen für bewachte Strände ?
ImageWenn am kommenden Sonntag (3. Mai) auf der Nordseeinsel Borkum eine "rote Flagge" für gute Badesicherheit verliehen wird, und das ausgerechnet durch den Dachverband der europäischen Wasserretter, die "International Life Saving Federation Europe", sollte sich die Inselverwaltung überlegen, ob sie diese Flaggen tatsächlich aufhängen will.

Eine rote Flagge signalisiert Badeverbot und führt mit ihrer grotesken Bedeutung zur Verunsicherung von Badegästen, die bei Rot gar nicht erst ins Wasser gehen. Mehr zum Thema >>>


Donnerstag, 23. April 2009
Neuer Blausand.de-Partner: Argusmatik
ImageNach den Schwimmbad-Unfällen der letzten Monate, besonders nach dem mysteriösen Schwimmbad-Unfall von Leer (Bericht weiter unten) freut sich Blausand.de über einen neuen Partner: Argusmatik, das Ertrinkenden - Erkennungssystem, dem erst vor wenigen Wochen ein Mensch im bayerischen Dinkelsbühl sein Leben zu verdanken hatte und das nach heutigem Kenntnisstand auch in Leer das Fast-Ertrinken von drei Menschen und den Tod eines achtjährigen Mädchens hätte verhindern können. Alle Informationen über das lebensrettende Schwimmbad-Überwachungssystem Argusmatik finden Sie hier.


Mittwoch. 22. April 2009
Mysteriöser Badeunfall in Leer:
Thema in heutiger NDR-Sendung "Menschen und Schlagzeilen"
ImageDie 41 Jahre alte Mutter, die am letzten Sonntag zusammen mit ihren 3 Kindern, fünf, sieben und acht Jahre alt, im Aquapark (Leer, Ostfriesland) leblos aus dem Becken gezogen und reanimert werden musste, ist aus dem Koma erwacht, kann sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht an den Ablauf des Unglücks erinnern.

Die achtjährige Tochter ist inzwischen an den Folgen des Unfalls gestorben. Die durchgeführte Obduktion ergab keine Hinweise auf Beruhigungsmittel oder eine Vergiftung. Zwei der Kinder befinden sich immer noch in Lebensgefahr und liegen nach wie vor im Koma. Jetzt wird gegen die 33 Jahre alte Bademeisterin ermittelt und geprüft, ob diese "durch bessere Beaufsichtigung, durch früheres Einschreiten" den Tod einer Achtjährigen hätte verhindern können" so die Staatsanwaltschaft Aurich.Wie sich der mysteriöse Unfall ereignete, bleibt also weiterhin unklar.

Blausand.de sieht die eigentlichen Gründe für Unfälle in Schwimmhallen und Schwimmbädern in der geradezu anachronistisch anmutenden Sicherheitsausstattung. Eine Überwachungsanlage, die einem Badegast im bayerischen Dinkelsbühl erst vor wenigen Wochen das Leben rettete, ist in deutschen Schwimmbädern Mangelware und bisher nicht gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Mittelklassewagen ist heute sicherheitstechnisch besser ausgerüstet als ein mit Millionenaufwand finanziertes Schwimm- oder Erlebnisbad. Hinzu kommen die personelle Ausdünnung beim Aufsichtspersonal, das Risiko durch die Betreuung mit anderen Aufgaben, die damit verbundene Überforderung sowie die zunehmende Unübersichtlichkeit bei Erlebnis- und Badelandschaften.

ImageDas Thema "Wie sicher sind unsere Schwimmbäder?" wird am heutigen Mittwoch in der Sendung Menschen und Schlagzeilen (21.00 - 21.45 Uhr, NDR-Fernsehen) diskutiert. Gast in der Lifesendung ist Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de.


Dienstag, 21. April 2009
Wieder tödlicher Unfall in Gartenteich
ImageAm Montagnachmittag ist ein zweijähriger Junge in Niederzier-Ellen (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) in den Gartenteich des elterlichen Anwesens gestürzt und später in einem Krankenhaus an den Folgen des Unglücks gestorben.

Nach Polizeiangaben ist noch unklar, warum der Zweijährige in den Teich fiel. Ein Notarzt konnte den Jungen zwar noch am Unglücksort reanimieren, der Junge verstarb jedoch kurze Zeit später in einer Kinderklinik. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln derzeit weiter zur Unglücksursache.


Montag, 20. April 2009
Leer: Rätselhafter Badeunfall im "Aquapark"
ImageGestern wurden eine 41-jährige Mutter und ihre drei Kinder (5, 7, 8 Jahre) im Hallenbad "Aquapark" in Leer (Niedersachsen) leblos aus dem Wasser eines Beckens geborgen und zunächst wiederbelebt. Eines der Kinder ist inzwischen gestorben. Die Frau und 2 Kinder schweben zur Stunde noch in Lebensgefahr.

Sowohl Ablauf des Unfalls als auch mögliche Hintergründe sind völlig unklar. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, gebe es derzeit keine Hinweise auf Fremdverschulden oder Suizidabsichten. Mehrere Zeugen und der Familienvater wurden befragt, dies aber habe noch keine Aufschlüsse gegeben. Jetzt soll geklärt werden, ob die vier überhaupt schwimmen konnten. Zeugen gaben an, dass sie sich zunächst im Nichtschwimmerbereich aufhielten, jedoch verunglückten die vier im Schwimmerbereich.


Sonntag, 19. April 2009
Schweden: 2 junge Deutsche ertrinken bei Bootsunfall
ImageVor den Augen seiner Mutter ist gestern ein junger deutscher Urlauber zusammen mit einem Freund im schwedischen Vänersee ertrunken Die beiden Opfer stammten aus Herford und Löhne (Nordrhein-Westfalen). Der Vater des 23-Jährigen konnte mit schwerer Unterkühlung gerettet werden, nachdem das Boot der drei Männer 300 Meter vom Ufer entfernt gekentert war. Der Zustand des Überlebenden sei ernst, teilte die Polizei in Skövde heute mit.

Die drei Männer waren am Samstagmorgen bei frischen Winden ohne Schwimmwesten zu einem Ausflug in dem 3,5 Meter langen Kunststoffboot mit Hilfsmotor aufgebrochen. Vom ImageOstufer des "Vänern" nördlich von Mariestad sah die Frau vom Ufer aus dann plötzlich, dass sich ihr Mann, der Sohn und dessen Freund an das gekenterte Boot klammerten.

Als der sofort alarmierte Rettungsdienst die Unglücksstelle knapp eine dreiviertel Stunde später erreicht hatte, war nur noch der älteste der Gruppe am Boot. Seinen Sohn fanden Taucher eine weitere Stunde später tot im drei bis vier Grad kalten Wasser. Er hatte sich in einem Fischnetz verfangen. Der dritte Insasse erst wurde nach knapp vierstündiger Suche in Schwedens größtem Binnensee gefunden. Die Gruppe machte Ferien in einem Sommerhaus in der Ortschaft Marsviken am Ostufer des Vänersees.


Sonnabend, 18. April 2009
Wertheim: Todesfalle Regenwassertonne
ImageEin knapp zweijähriger Junge ist am Mittwochabend in Wertheim (Baden-Württemberg) beinahe in einer Regenwassertonne ertrunken. Wie die Polizei heute mitteilte, fiel der Junge in einem unbeobachteten Moment in eine zur Hälfte gefüllte Regentonne mit einem Volumen von 300 Liter. Dort lag er kurze Zeit, bevor er von den Eltern aus der Tonne gerettet wurde.

Der Junge wurde nach der Erstversorgung durch die Eltern und die alarmierten Rettungssanitäter mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen.



Freitag, 17. April 2009
Jemen: Acht Studenten ertrinken während Schwimmstunde im Meer
Traurige Nachrichten aus dem Nahen Osten: Nachdem im Jemen acht Studenten während einer Schwimmstunde im Roten Meer bei Hodeida (Arabische Halbinsel) ertrunken sind, hat die Regierung nach gegenseitigen Schuldzuweisungen beschlossen, die Familien der Opfer zu entschädigen. Dies berichtet die Imagejemenitische Zeitung „Yemen Times“. Jede Familie soll 3 Millionen jemenitische Rial (11.500 Euro) erhalten. Die jungen Sportstudenten waren unter Aufsicht ihres Lehrers ertrunken.

Der Sportlehrer hatte am 29. März dieses Jahres 59 Studenten unter Aufsicht. Durch Strömungen ertranken 8 Studenten, weitere 13 mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der Vorfall ereignete sich an einem Küstenabschnitt, der als gefährlich gekennzeichnet war. Die jungen Männer studierten an der Universität von Hodeida. Der Vorfall hatte in der Politik für Wirbel gesorgt, nachdem der Hochschulbildungsminister Saleh Ba Surrah mit seinem Rücktritt gedroht hatte, falls der Rektor der Universität nicht zurücktrete. Dieser zeigt sich laut dem Blatt dazu derzeit nicht bereit und verweist auf die Verantwortung der Sportfakultät. Laut „Yemen Times“ gebe es jedoch eine Weisung des Ministeriums, der stellvertretende Rektor solle den amtierenden Rektor ersetzen. Zudem gebe es eine Untersuchungskommission des Ministeriums.

Die Zeitung berichtet von der schlechten Ausstattung der Hochschule, die als einzige im Jemen Sport unterrichtet: Es gebe kein Schwimmbecken, wo Anfänger das Schwimmen erlernen könnten, zudem fehle es an Sicherheits- und Rettungsausrüstung und es gebe keine Assistenztrainer, die den Schwimmlehrer bei der Beaufsichtigung der Schwimmanfänger unterstützten. Der irakische Schwimmtrainer kritisierte seinen Arbeitgeber dafür, aus Kostengründen auf die Anmietung eines Pools verzichtet zu haben.


Mittwoch, 15. April 2009
Mannheim: Fünfjährige im Rhein ertrunken
ImageNach der Fünfjährigen, die Ostermontag in Mannheim im Rhein ertrunken ist, wird nicht mehr gesucht. Angesichts der starken Strömung sei eine weitere Suchaktion im Fluss wenig erfolgversprechend, so ein Polizeisprecher.

Das Mädchen hatte am Ostermontag an einer beliebten Liegewiese auf einem Bootssteg gespielt. Plötzlich sei das Kind ins Wasser gefallen und von der starken Strömung mitgerissen worden, erklärte ein Polizeisprecher. Ein Verwandter und ein Passant waren noch in den Fluss gesprungen, bekamen das Mädchen aber nicht mehr zu fassen. Die Suche nach dem Mädchen wurde nach rund zwei Stunden erfolglos abgebrochen. Die Eltern, beide kommen aus Mannheim, erlitten einen Schock. Einen bemerkenswerten Bericht über den Ertrinkungsunfall aus dem "Mannheimer Morgen" finden Sie hier.


Dienstag, 14. April 2009
München: 2 junge Menschen in der Isar ertrunken
Ein waghalsiger Sprung in die Isar ist zwei Münchener Biergartenbesuchern am Osterwochenende zum Verhängnis geworden. Die beiden 26- und 28-Jährigen sprangen am Samstagnachmittag nahe Unterföhring (nördlich von München) in den Imagedortigen Wasserfall, wie die Polizei mitteilte. Sie tauchten zwar wieder auf, konnten jedoch aufgrund der starken Strömung nicht mehr zurück an Land schwimmen. Erst als der jüngere Mann leblos in Richtung Ufer trieb, konnte ihn seine 27-jährige Freundin mit herbeigeeilten Passanten aus dem Wasser ziehen. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche konnte der herbeigerufene Notarzt nur noch den Tod des 26-Jährigen feststellen.

Von dem 28-Jährigen fehlte noch am Ostermontag jede Spur. Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Wasserwacht und der Polizei suchten vergeblich das Wasser ab. Auch drei Hubschrauber des Rettungsdienstes, der Bundespolizei und der Polizei waren im Einsatz. Aufgrund der Umstände sei davon auszugehen, dass der 28-Jährige ebenfalls ertrunken ist, teilte die Polizei mit.


Sonnabend, 11. April 2009
Frankreich: 12-Jährige aus Deutschland beim Kajakfahren ertrunken
ImageWährend eines Urlaubs in Südfrankreich ist am Karfreitag ein 12-jähriges Mädchen aus Deutschland beim Kajakfahren ertrunken.

Das Mädchen sei vor den Augen ihrer Freunde, eines 15-köpfigen Kajak-Klubs aus Brühl im Fluss Ardèche ertrunken, teilten Polizei und Feuerwehr mit. Das Boot der 13-Jährigen sei gekentert, und obwohl sie die vorgeschriebene Schwimmweste getragen habe, sei sie nicht wieder an die Oberfläche gekommen. Die herbeigerufenen Rettungskräfte versuchten vergeblich, das Mädchen wiederzubeleben.


Freitag, 10. April 2009
Getränkekastenschwimmreifen
Image"Ob Poolparty, Strandfest, Paddel- und Kanureise oder ein Angelausflug - der Getränkekastenschwimmreif ist immer dabei und hält auch an heißesten Tagen das Getränke kühl. Die einen suchen Spaß und gemeinsame Anlässe zum Feiern, die anderen die ruhige Abgeschiedenheit, beispielsweise beim Angeln, um eins mit sich und der Natur zu werden - aber beide können dank des Getränkekastenschwimmreifens ein gut gekühltes Getränk zu sich nehmen", lesen wir in der Werbung.

Wir wollen ja nicht zu pädagogisch daherkommen und schwachsinnige Werbegeschenke und dazu passende Texte hat es immer gegeben, aber dieses Teil schiesst den Vogel ab. "Wer einmal in den Genuß gekommen ist, wird nie wieder ohne Getränkekastenschwimmreifen glücklich werden". Wie wär es denn mal mit einem Rettungsreifen für die pulitzerpreisverdächtigen Werbetexter?


Donnerstag, 9. April 2009
Cornwall: Hundeverbot am Strand und Badesicherheit
ImageBilbo, 6jähriger Neufundländer und der dienstälteste englische Rettungsschwimmer Steve Jamieson, 57, sind nach kurzer Auszeit wieder gemeinsam für Badesicherheit am Strand in Cornwall tätig, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. "Lifeguard" Bilbo hinderte Schwimmer daran, bei gefährlichen Wellen ins Wasser zu gehen. Vorher mussten in jeder Saison 20 bis 30 Menschen aus den Fluten gerettet werden, seit Bilbos Einsatz waren es nur noch 12.

Dann wollte die Behörde ein Hundeverbot am Strand durchsetzen.

Prompt gingen 10.000 Unterschriften bei Premierminister Gordon Brown und sogar bei der Queen ein. 7000 Bilbo-Freunde fanden sich zu einer Facebook-Gruppe im Internet ein. Die Behörden ließen sich überzeugen - zu Gunsten von Bilbo und mehr Sicherheit beim Schwimmen.


Dienstag, 7. April 2009
Tödlicher Schwimmbadunfall in Rotenburg:
Schreit ein Kind, wenn es untergeht?
ImageDas heute vor einer Woche im Rotenburger Hallenbad ertrunkene vierjährige Mädchen (Blausand.de-Bericht siehe weiter unten) hat an einer Herzmuskelentzündung gelitten. Das haben nach der Obduktion weitere Untersuchungen ergeben, teilte nach einem Bericht des Internetportals HNA online am Montag der Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke mit. Das Mädchen gehörte zur Gruppe eines städtischen Kindergartens. Die Gruppe bestand aus 15 Kindern. Vier erwachsene Personen des Kindergartens hatten die Gruppe nach Angaben der Polizei betreut. Im Hallenbad befanden sich laut Polizei drei weitere Aufsichtspersonen der Stadt.

Nach den Untersuchungen habe das Kind beim Schwimmen einen Herzstillstand erlitten und sei untergegangen, sagte der Staatsanwalt. Deshalb habe auch niemand etwas bemerkt. Wilke: "Wenn ein Kind droht, unterzugehen, schreit es“.

Hier irrt der Sprecher der Staatsanwalt Fulda. In einem Blausand.de-Interview mit dem US-Sicherheitsexperten Frank Pia, auch nachzulesen auch in einem Bericht der Tageszeitung taz, wird deutlich, dass sich beim so genannten "stillen Ertrinken" der Mund besonders bei Kindern in Notfällen häufig unter Wasser befindet, und, wenn der Ertrinkende in seiner Not auf das Wasser schlägt, dies allzu häufig als Spielen missverstanden wird.


Montag, 6. April 2009
Die lebensbedrohliche Angst vor der Panik
Eigentlich sind Auslöser für Problemsituationen beim Schwimmen noch keine Katastrophen: Verlassen der Stehhöhe, unerwartete Wellen, Schlingpflanzen, Unwohlsein, Krämpfe. Was sich aber im Wasser zu einer lebensbedrohlichen Panik entwickeln kann.

ImagePanik wird von Wikipedia definiert als "Zustand äußerster Angst vor gegenwärtiger oder angenommener (Lebens-)Gefahr. Die Wahrnehmung einer wirklich oder vermeintlich ernsten Bedrohung kann im Hirn die besonnene Aufmerksamkeit einschränken oder ausschalten zugunsten eines der drei archaischen Notfallprogramme, welches dann ohne bewusste Kontrolle abläuft: Flucht, Kampf oder Starre". Fast Ertrunkene berichten häufig, dass erst die Machtlosigkeit gegen die aufkeimende Angst auf dem Weg zur Panik ihr Leben bedroht hat.

Aber es gibt wirksame Rezepte in diesen Situationen, die im Webportal www.angstportal.de beschrieben sind, wie etwa verstärkte körperliche Bewegungen statt Schonung, um Stresshormone schneller abzubauen und Ohnmachtsneigungen bei niedrigem Blutdruck zu verhindern oder ein langsames, bewusstes Atmen, um Hyperventilation zu vermeiden. Wenn Sie sich in kritischen Situationen dann noch an den körperlichen Gesundheitscheck erinnern und dieser keine Befunde ergeben hat (beim Schwimmen besonders wichtig, wenn Sie über 50 sind !), hat auch das beruhigende Wirkung. Und auch der Rat, nicht allein zu schwimmen, ist ein gutes Rezept gegen die Angst vor der Panik.



Samstag, 4. April 2009
Seen.de: Internetportal mit Schönheitsfehlern
ImageDas Webportal www.seen.de ist eine Sammlung von über 1700 Seen mit Kurzbeschreibungen, Karten, Bildern und Kommentaren, gut strukturiert und gut zu navigieren. „Im Sommer“, schreibt die Redaktion, „sind neben den Freibädern die Badeseen sehr beliebt. Deutschland hat tausende Badeseen. Die Redaktion hat die besten Badeseen der jeweiligen Bundesländer unter die Lupe genommen und zusammengestellt“.

Leider mit Schönheitsfehlern: In den Beschreibungen gibt es nur Informationen zur Bewachung der Seen durch die DLRG . Seen, die durch die Wasserwacht vom Deutschen Roten Kreuz bewacht werden, sind auf seen.de als praktisch nicht bewacht ausgewiesen. Beispiele: Der Bodensee, größter deutscher Binnensee, gilt bei seen.de als unbewacht. Und auch das seenreiche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat bei seen.de ausschließlich unbewachte, weil nicht durch die DLRG bewachte Badeseen. Warum Bewachungen durch die Wasserwacht mit ihren 130.000 Mitgliedern bei seen.de unerwähnt bleiben, ist unverständlich und angesichts der 155 Ertrinkungsopfer im letzten Jahr in deutschen Badeseen eine nur bedingt brauchbare Serviceleistung.

Inzwischen erklärte die Redaktion von Seen.de gegenüber Blausand.de, die Anregung aufzunehmen und die Wasserwacht anzusprechen.



Freitag, 3. April 2009
Emden: Geldstrafen nach tödlichem Badeunfall
ImageNachdem ein kleiner Junge im Mai 2008 in einem Freibad in Emden (Niedersachsen) tödlich verunglückte, als er kopfüber ins Wasser rutschte, wurden jetzt zwei der Angeklagten zu Geldstrafen verurteilt. Dem Bademeister und dem ehrenamtlich tätigen Ingenieur werden fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Ursache des Unfalls waren Wartungsarbeiten am Beckenrand, weshalb der Wasserpegel abgesenkt wurde. Die Rutsche blieb jedoch geöffnet. Als der 14 Jahre alte Junge ins Becken rutschte, schlug er wegen des niedrigen Wasserpegels so hart mit dem Kopf auf den Beckenboden auf, dass er an seinen Verletzungen starb.

Weil der Bademeister das Sperren der Rutsche versäumt hatte, muss er nun eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro zahlen. Der Ingenieur wird zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt, weil er für das Absenken des Wasserstandes verantwortlich war. Eine Rettungsschwimmerin wurde in dem Prozess vom Gericht freigesprochen. Sie hatte den Bademeister auf die Gefahr hingewiesen, der das wiederum dem Techniker berichtete. Dieser hielt eine Sperrung der Anlage jedoch nicht für erforderlich.


Donnerstag, 2. April 2009
Mallorca: 66-jähriger Deutscher bei Segelunfall ertrunken
ImageAm vergangenen Sonntagmorgen fuhr das Segelboot "Kelbo" mit vier Deutschen an Bord von Andratx auf Mallorca aus in Richtung Ibiza. Auf der Höhe der Felsinsel Sa Dragonera, ungefähr 15 Seemeilen von Mallorca entfernt, wischte ein hoher Wellenschlag alle vier Männer von Bord. Dem Jüngsten gelang es wieder an Bord zu steigen und er half zwei seiner Segelkameraden. Dem dritten, seinem 66-jährigen Vater Peter Wunscher, warf er einen Rettungsring zu, doch sein Vater verschwand in den Wellen. Dann sandten sie einen SOS-Ruf aus und die Seerettung schickte zwei Schiffe, die "Marta Mata" und das Schnellboot "Salvador Arcus", sowie zwei Hubschrauber. Auchr die Armee beteiligte sich mit einem Flugzeug an der Suche von Peter Wunscher. Verschiedene Linienboote hielten ebenfalls Ausschau.

Am Sonntagnachmittag schleppte das Rettungsboot "Markab", dessen Heimathafen Ibiza ist, das Segelboot mit den drei Überlebenden nach Santa Eulària, den Hafen, den die vier Männer angestrebt hatten. Montagabend gab die Seerettung die Suche nach Peter Wunscher, der keine Schwimmweste trug, auf. Bei den derzeitigen Wassertemperaturen von 14 Grad stirbt ein Mensch spätestens nach zwölf Stunden an Unterkühlung.


Mittwoch, 1. April 2009 
Rotenburg: 4-jährige in Schwimmbad ertrunken
ImageIn einem Schwimmbad in Rotenburg an der Fulda (bei Kassel) kam es gestern zu einem tragischen Zwischenfall. Ein vierjähriges Mädchen ist in einem Hallenbad ertrunken. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen teilte mit, dass das Kind plötzlich regungslos im Nichtschwimmerbereich aufgefunden wurde. Rettungskräfte wurden alarmiert und lieferten das Mädchen sofort in das Krankenhaus in Bad Hersfeld ein. Die Ärzte konnten der Vierjährigen nicht mehr helfen.


Das Mädchen hatte zusammen mit einer Kindergartengruppe des städtischen Kindergartens aus Rotenburg das Hallenbad besucht. Es wird inzwischen vermutet, dass das Kind in einem unbeobachteten Moment die Schwimmflügel abgestreift hat.


Dienstag, 31. März 2009
Vorankündigung und Pressemitteilung:
Am Sonnabend, 9. Mai 2009 startet die
Kampagne für sicheres Baden in Flüssen und Seen

Blausand.de, die Organisation für mehr Badesicherheit in Europa startet am Sonnabend, 9. Mai 2009 eine Kampagne für mehr Sicherheit beim Baden in den deutschen Risikogewässern Flüsse und Seen.

ImageIn über 90 Prozent aller tödlichen Badeunfälle waren die Unfallorte in Deutschland im Jahr 2008 Flüsse, Seen, Teiche und Kanäle. Von den insgesamt 475 Opfern im Jahr 2008 ertranken allein in Flüssen 195 und in Seen 155 Menschen.

Mit den bisherigen Maßnahmen für Badesicherheit lassen sich die hohen Ertrinkungszahlen in Deutschlands Flüssen und Seen nicht wirksam reduzieren.

Seen und Flüsse sind nur selten bewacht. Badeverbote werden allzu oft nicht befolgt. Ein notwendiges Risikobewusstsein ist oft nicht vorhanden. Im Gegensatz zu Unfällen im Straßenverkehr stehen Risikobewertungen von Badestellen und Unfallanalysen nicht zur Verfügung.

Darüber hinaus nehmen die zuständigen Kommunen ihre Verkehrssicherungspflicht oft nur unzureichend wahr, weil sie ihre Gewässer entweder nicht wirksam absichern oder an stark frequentierten und unfallträchtigen Badestellen mit höherem Risiko keinen Bewachungs- oder Wasserrettungsdienst stellen.

Achtzig Prozent aller Badeunfälle könnten nach Aussage von Fachleuten durch bessere präventive Maßnahmen verhindert werden. Bei Kindern ist Ertrinken die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache nach Verkehrsunfällen.

Auf www.blausand.de erhalten Freizeitschwimmer, Eltern, Aufsichtspersonen und Kommunen Informationen zur Kampagne: Zahlen, Daten, Fakten, Risiken und Ursachen, exemplarische Unfälle, Wasserrettungsdienste, Absicherung, Warnhinweise, Forschungsergebnisse, Tipps und Links sowie Fragen und Antworten zur Sicherheit in Flüssen und Seen.

Journalisten steht ab Anfang Mai 2009 eine digitale Pressemappe mit Zahlen, Daten, Fakten und exemplarischen Unfallschilderungen zur Verfügung. Anfragen werden an erbeten.

Die Organisation Blausand.de für mehr Badesicherheit in Europa kämpft gegen das Ertrinken und führt Aktionen und Kampagnen durch, um die Zahl der Ertrinkungsopfer in Europa - statistisch gesehen 100 Menschen an jedem Tag - zu reduzieren. Das Internetportal www.blausand.de ist mit 11 Millionen Besuchern und über 24 Millionen Seitenklicks die populärste Webseite zum Thema Reisen, Freizeit, Schwimmen und Badesicherheit in Europa.


Montag, 30. März 2009
Notruf: Genauer Standort kann Leben retten
ImageUnfälle an Seen und in Wäldern lösen nicht selten langwierige Suchaktionen aus, weil Helfer, die den Notruf absetzen, den Unfallort nicht präzise beschreiben oder bezeichnen können. Rettungsnummern lösen dieses Problem.

Entlang der Ruhr und dem Baldeneysee stehen set kurzer Zeit neue Hinweistafeln. Beschriftet mit der Notrufnummer der Feuerwehr und einem vierstelligen Zahlencode hat der ortsunkundige Besucher die Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen und die Position mit anzugeben. In der Vergangenheit war es oftmals schwierig, herauszufinden, wo zum Beispiel am Baldeneysee ein verletzter Skater Hilfe benötigt. Der Zahlencode ist im Leitsystem der Essener Feuerwehr gespeichert. Nach Eingabe der vierstelligen Ziffernkombination ist der genaue Standort für die Rettungskräfte bekannt, langwieriges Suchen und Lenken der Einsatzkräfte über Funk entfällt. Ein Zeitgewinn, der im Extremfall sogar Leben retten kann.

Schilder mit weißem Kreuz auf grünem Grund markieren inzwischen auch in Rheinland-Pfalz solche Rettungspunkte. Rheinland-Pfalz ist eines der waldreichsten Bundesländer in Deutschland. Der Wald ist zum einen Arbeitsplatz von Forstarbeitern und zum anderen dient er den Menschen als Erholungs- und Freizeitgebiet.

 
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