Exemplarische Unfälle
Image400 Menschen ertranken 2009 in Deutschlands Flüssen, Seen, Kanälen und Teichen. Das Leid, das hinter dieser Zahl steckt, ist unvorstellbar. 400 Beerdigungen, bittere Tränen, zurückbleibende Kinder, Frauen, Männer und Familien sowie belastete Retter, Polizisten und Seelsorger. Nachstehend lesen Sie Berichte über Unfälle der letzten Jahre. Rur, Düren (Nordrhein-Westfalen).
Mann, 40 Jahre alt
.
Ein 40-jähriger Mann ertrinkt, als er nahe einem Weiher in die Rur springt. Ein anderer Mann im Alter von 34 Jahren wird schwer verletzt. Die beiden hatten gemeinsam mit einem Freund am Flussufer Ball gespielt. Als der Ball ins Wasser fällt, springt der 34-Jährige hinterher und gerät sofort in tückische Strudel des Wehrs. Weil er nicht mehr auftaucht, springt der 40-Jährige in den Fluss, um seinen Freund zu retten. Doch auch er gerät in die Strömung und geht unter. Passanten gelingt es gemeinsam mit dem dritten Mann, die beiden Ertrinkenden an Land zu ziehen. Sie können zunächst reanimiert werden. Später stirbt der 40-Jährige jedoch im Krankenhaus, sein 34-jähriger Freund schwebt in Lebensgefahr.
Isar, Unterföhring bei München (Bayern).
Mann, 26 Jahre alt, Mann, 28 Jahre alt.

Nördlich von München ertrinken zwei Männer in der Isar. Die 26 und 28 Jahre alten Freunde hatten nach einem Biergartenbesuch den Nachmittag mit der Freundin des jüngeren Mannes verbracht. Gegen 16.45 Uhr kletterten sie auf eine Fischtreppe und sprangen in die Walze des dortigen Wasserfalls. Die Männer wurden sofort von der starken Strömung erfasst und konnten nicht mehr zurück an Land schwimmen. Erst als der Jüngere von beiden leblos in Richtung Ufer trieb, konnte ihn seine 27-jährige Freundin gemeinsam mit Passanten aus dem Wasser ziehen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der 28-Jährige konnte zunächst trotz sofortiger Suche von Feuerwehr, Wasserwacht und Polizei mit Unterstützung von drei Hubschraubern nicht gefunden werden und galt am Sonntag noch als vermisst. Die Rettungskräfte gehen aber fest davon aus, dass er ebenfalls ertrunken ist.
Rhein, Kasteler Strand, Wiesbaden (Hessen).
Yvonne, 8 Jahre alt.

Ertrunken ist die achtjährige Yvonne, die im Rhein vor dem Kasteler Strand spielt und rund fünf Meter vom Ufer entfernt von den Fluten verschlungen wird. Das Mädchen ist seit ihrer Geburt an einem Arm gelähmt und kann nicht schwimmen. "Hoffnung besteht keine mehr", so ein Sprecher des Wiesbadener Polizeipräsidiums. Verzweifelt suchen Taucher und Rettungseinheiten stundenlang nach dem Mädchen, das in Wiesbaden lebte. Bei den Menschen, am Kasteler Strand herrscht blankes Entsetzen, als die Nachricht von dem Unglück die Runde macht. Berichten zufolge ist das Kind gegen 18.15 Uhr über den Sandstrand in den Strom gelaufen, als es plötzlich an einer morastigen Stelle "wie ein Stein absackt" und nicht mehr auftaucht. Eine Frau, die offenbar das und ein anderes Mädchen begleitet hat, verfolgt das Geschehen fassungslos, ohne eingreifen zu können. Strandbesucher greifen zu ihren Handys und wählen den Notruf, Gäste alarmieren 200 Meter weiter die DLRG-Rettungsstation. "Dann ging es Schlag auf Schlag", berichteten Augenzeugen. Weinend und unter Schock stehend wird die Frau vom Ort des tragischen Geschehens weggeführt. Mit einem großen Aufgebot versuchen Angehörige von Rettungsorganisationen, das Kind aufzuspüren. 13 Boote der Wasserschutzpolizei von Hessen und Rheinland-Pfalz sind im Einsatz. Rettungskräfte versuchen vergeblich, das Mädchen zu finden. Sie hätten keine zehn Zentimeter weit sehen können, so hieß es am Rande des Einsatzes. Das Mädchen wird erst 4 Tage später im Rhein gefunden.
Rhein, Mannheim/Altensteig (Hessen).
Mädchen, 5 Jahre alt.

Tausende Sonnenhungrige lagerten am Stephanienufer, von der Tragödie am Rhein aber haben nur wenige etwas mitbekommen. Kurz nach 15 Uhr stürzt ein fünfjähriges türkisches Mädchen beim Spielen vom Bootssteg des Mannheimer Ruderclubs in den Rhein, taucht noch zwei, dreimal in der starken Strömung auf - und verschwindet dann in den Fluten. Ein Verwandter und ein Passant springen der Kleinen noch nach, wollen sie retten, schwimmen ihr etwa 150 Meter bis fast unter die Konrad-Adenauer-Brücke hinterher - vergeblich. Das Mädchen hat keine Chance, ertrinkt aller Wahrscheinlichkeit nach. Ihre Leiche wird bis zum Abend nicht gefunden. 15.09 Uhr: Eine groß angelegte Rettungsaktion beginnt. Drei Hubschrauber kreisen über dem Rhein, die Maschine der Polizei ist mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet. Doch nichts ist aus der Luft zu erkennen. Taucher der DLRG machen sich blitzschnell einsatzbereit, beginnen im Schlauchboot und vom Ufer aus mit ihrer Suche. Das Feuerlöschboot patrouilliert auf dem Strom.

Am Ufer spielen sich in der türkischen Familie aus Mannheim, die sich an diesem Ostermontag in ihrer Freizeit an der Rheinpromenade aufgehalten hatte, verzweifelte Szenen ab. Die Kleine soll noch gewarnt worden sein, nicht auf der Plattform unterhalb des Gasthauses am Fluss zu spielen - doch es war wohl zu spät. "Anlegen und betreten ist Unbefugten verboten", steht als Warnhinweis auf einer Tafel.

Ärzte und Sanitäter kümmern sich um die Eltern des Mädchens. Sie stehen unter schwerem Schock, die Mutter schreit immer wieder laut und klagend auf. Andere aus der Familie starren wie teilnahmslos aufs Wasser. Mehrere Personen werden medizinisch in Krankenwagen betreut. Immer mehr Menschen aus dem Umfeld der Familie erscheinen, gestikulieren über das Unfassbare, sind fassungslos. Ein Notfallseelsorger versucht zu trösten: "Ich kann nur für die Leute da sein", seufzt er. Der alevitische Iman sei auch schon auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Die Rettungskräfte tun ihr Bestes. Gibt es in den trüben Fluten bei dieser Strömung unter der Brücke überhaupt eine Chance, die Vermisste irgendwie zu packen, sie im Dämmerlicht unter Wasser zu erhaschen? Ein DLRG-Taucher lehnt sich erschöpft an einen Kameraden, schält sich aus seinem Neoprenanzug und berichtet: "Die Sicht ist ganz gut im Wasser, aber die Strömung zieht einen sofort weg." So sei wohl auch das Mädchen ganz schnell abgetrieben worden. Er selbst habe sich nur mühsam auf der Stelle halten können, musste sich mit einem Seil von einem Kollegen vom Ufer aus sichern lassen. Dann rücken die enttäuschten Helfer ab, nach knapp zwei Stunden wird die Suche nach dem kleinen Mädchen erfolglos abgebrochen. Zurück bleiben die Menschen in der Sonne am Stephanienufer. Direkt am Rhein spielen immer noch kleine Kinder zwischen den großen Steinen, ganz nah am Wasser. Mütter und Väter achten meist nur mit einem Auge auf ihre Sprösslinge - als ob an diesem Nachmittag ein paar Meter weiter nicht eine Tragödie passiert wäre. Die drei Übergänge zum Bootssteg des Ruderclubs sind inzwischen hochgeklappt. (Martin Tangl, www.morgenweb.de)
Fasaneriesee, Feldmoching (Bayern).
Horatio, 14 Jahre alt.
Der 14-jährige Schüler Horatio ertrinkt im Fasaneriesee in Feldmoching . Die Rettungskräfte finden ihn im aufgewühlten Wasser erst nach einer halben Stunde in sechs Metern Tiefe. Alle Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Vermutlich konnte Horatio nicht schwimmen und wurde vom plötzlich steil abfallenden Seegrund überrascht. Seine Schulkameraden müssen von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. Wie die Polizei mitteilt, ist der aus Benin stammende Junge vormittags mit fünf Freunden seiner achten Klasse zum Fasaneriesee zum Baden gefahren. Gegen 11.30 Uhr sehen seine Freunde, wie er im Wasser plötzlich mit den Armen schlägt und untergeht. Mehrere Polizeibeamte und Badegäste springen sofort ins Wasser, können den Jungen aber nicht finden. Der Polizeihubschrauber setzt zwei Taucher der Wache Perlach der Münchner Berufsfeuerwehr aus der Luft ab, diese beginnen sofort selbst mit der Suche. Jedoch vergeblich. Erst die Taucher finden den Jungen in sechs Metern Tiefe. Die Rettungskräfte bringen Horatio unter laufender Reanimation in ein Münchner Krankenhaus - er ist aber zu lange unter Wasser gewesen. Um 13.30 Uhr geben die Ärzte den Kampf um das Leben des jungen Schülers auf. Nach Zeugenaussagen ging der Junge 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt unter.

Dornheckensee, Beuel / Bonn (Nordrhein-Westfalen).
Mann, 40 Jahre alt.
Beim Versuch, den Beueler Dornheckensee zu durchqueren, ertrinkt ein 40-jähriger Familienvater. 15 Meter trennen ihn noch vom rettenden Ufer, wo seine beiden Kinder auf ihn warten, als der Mann plötzlich die Arme hochreißt und untergeht. Taucher der Kölner Feuerwehr finden den Körper des Mannes später leblos auf dem Grund des Sees. "Schwimmen streng verboten" steht auf den Warnschildern rund um den See. Sie sind ohne Wirkung: Sobald das Quecksilber die magische Grenze von 25 Grad überschreitet, wimmelt es von Schwimmern. Der See gilt - vor allem wegen seiner Unterströmungen - als lebensgefährlich.

Breitenauer See, Obersulm, Nordwürttemberg.
Junge, 16 Jahre alt.
Kurz nach 16 Uhr ertrinkt im Breitenauer See ein 16jähriger Junge. Dessen Mutter vermisste ihren Sohn und gab zu verstehen, dass er Nichtschwimmer sei. Obwohl die DLRG sofort die Suche nach dem Jungen aufnimmt und auch Taucher von der Berufsfeuerwehr Heilbronn im Einsatz sind, kann der Junge nur noch tot aus dem Breitenauer See geborgen werden. Die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Heilbronn ergeben, dass der 16jährige Junge, türkischer Abstammung, ca. 35 m vom Ufer entfernt in einer Tiefe von ca. 2,60 m aufgefunden wurde. Der Jugendliche stammt aus dem Kreis Schwäbisch Hall und war mit weiteren Angehörigen einer Jugendfußballmannschaft zum Baden am Breitenauer See. Im Juli vergangenen Jahres war ein siebenjähriges Mädchen, das mit einer aufblasbaren Plastikschildkröte gebadet hatte, im Breitenauer See ertrunken.
Wildförstersee, Duisburg-Großenbaum (Nordrhein-Westfalen).
Mann, 21 Jahre alt.
Ein 21-Jähriger schwimmt am späten Freitagabend mit einem 18-jährigen Bekannten durch den Wildförstersee in Duisburg-Großenbaum. Dabei verlassen den 21-Jährigen aber die Kräfte: Er ruft noch um Hilfe, kann von seinem Mitschwimmer aber nicht mehr rechtzeitig erreicht werden und geht unter. Taucher der Feuerwehr suchen am Wochenende nach dem 21-Jährigen und finden ihn erst am Dienstag, 4 Tage später, in 11 Metern Tiefe. Der Wildförstersee ist trotz zahlreicher Badeunfälle zum Unfallzeitpunkt nicht bewacht. Wirkungslose Badeverbotsschilder sind vorhanden.
Rhein-Herne-Kanal, Bochum (Nordrhein-Westfalen).
Mann, 46 Jahre alt.
Gegen 17.10 Uhr begibt sich ein 46-jähriger Herner auf dem ehemaligen Deumu-Gelände (Stadtgrenze zu Recklinghausen) in den Rhein-Herne-Kanal, um dort zu schwimmen. Hier wird er kurze Zeit später von mehreren Zeugen mit dem Gesicht nach unten treibend entdeckt. Die anwesenden Personen bergen den deutlich alkoholisierten Mann aus dem Wasser. Nach den geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen wird die Atmung wieder stabil. Der 46-Jährige wurde noch am Kanal notärztlich versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebt in akuter Lebensgefahr.
Konstanz, Bodensee (Baden-Württemberg)
Mädchen, 14 Jahre alt.
Eine 14 Jahre alte Schülerin ertrinkt gegen 15.30 Uhr im rund 22 Grad warmen Bodensee. Die 14-Jährige war zusammen mit ihrer älteren Schwester etwa 50 Meter abseits vom Konstanzer Yachthafen beim Baden. Beide Mädchen befanden sich rund 30 Meter vom Ufer entfernt, als die Jüngere aus unbekannten Gründen unterging. Eine Frau vernahm Hilferufe und schwamm zu den Mädchen. Es gelang ihr jedoch nur, das ältere Mädchen ans sichere Ufer zu retten. Die ersten alarmierten Hilfskräfte waren gegen 15.40 Uhr an der Unglücksstelle. Ein Polizist schnappte sich eines der herumliegenden Boote und paddelte zu der Stelle, wo das Mädchen zuletzt gesehen worden war. Da das Wasser dort recht trübe war, konnte er jedoch nichts entdecken. Rettungstaucher der DLRG bildeten unter Wasser eine Suchkette. Die Suche wurde durch die Trübung im Wasser erschwert. Schräg unter Wasser aufragende Pfähle behinderten die Suche zusätzlich. Der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen suchte aus der Luft. Knapp eine halbe Stunde nach Alarmierung entdeckten die Taucher in etwa 2,5 Meter Tiefe das Mädchen leblos auf dem Grund zwischen Schlingpflanzen liegend. An Land begannen Notarzt und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes sofort mit der Wiederbelebung. Diese Versuche mussten schließlich erfolglos eingestellt werden. Die Mutter der Mädchen war von zuhause geholt worden. Da sie und ihre Tochter einen Schock erlitten, wurden sie ins Konstanzer Klinikum gebracht. Dort betreute sie ein Notfallseelsorger.
Werratalsee (Nordhessen)
Mann, 18 Jahre alt.

Am Werratalsee bei Eschwege kommt es in den frühen Abendstunden zu einem Badeunfall. Ein 18-jähriger aus Effelder (Landkreis Heiligenstadt) war mit Freunden in dem See baden gegangen und hatte eine Strecke von ca. 60 Metern geschwommen, als er plötzlich untergeht und nicht mehr an die Oberfläche zurückkommt. Die Freunde eilen zur Hilfe und ziehen ihn aus dem Wasser. Ein zufällig anwesender Arzt beginnt sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die dann durch den eintreffenden Notarzt weitergeführt werden. Erst nach knapp einer halben Stunde gelingt es dem Notarzt mit seinen Helfern, die Kreislauffunktion des Verunglückten wieder herzustellen. Er wird ins Krankenhaus nach Eschwege gebracht, wo er gegen 1.15 Uhr am nächsten Morgen auf der Intensivstation verstirbt.
Finkenrieder Hauptdeich, Wilhelmsburg (bei Hamburg).
Mann, 48 Jahre alt.
Beim Baden ertrinkt ein 48 jähriger Mann. Hilflos mussten seine beiden Söhne mit ansehen, wie ihr Vater - ein Nichtschwimmer - von der starken Strömung in die Tiefe gerissen wird. Nach dem Unglück reagiert der Bezirksamtsleiter Torsten Meiberg. Er will dafür sorgen, dass die bisher geduldete Badestelle gesperrt wird. Am Finkenrieder Hauptdeich war es schon in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Die Hamburg Port Authority sieht die Maßnahme des Harburger Bürgermeister kritisch. Sie befürchtet, die Bürger würden sich neue Badestellen suchen oder das Verbot ganz einfach ignorieren. "Hier muss die die Stadt Präsenz zeigen und für Sicherheit sorgen. Die ehrenamtlichen Helfer von der DLRG sind einfach zu wenig", heißt es aus Behördenkreisen. Und außerdem hätte die Badestelle, die vor noch gar nicht langer Zeit von der Stadt mit einem Grillplatz und Toiletten ausgestattet wurde, überall Warnschilder.
Gartenteich, Nürnbrecht, Sauerland (Nordrhein-Westfalen).
Mädchen, 2 Jahre alt.

Ein zweijähriges Mädchen ertrinkt in Nürnbrecht. Das Mädchen war unbemerkt in Nachbars Garten verschwunden Die Kleine ertrank in einem Gartenteich. Jede Hilfe kam zu spät. Das Kind wurde leblos im Gartenteich der Nachbarn gefunden. Dort war es, unbemerkt von den Eltern, in den Teich gefallen. Die Wiederbelebungsmaßnahmen des Notarztes konnten das Mädchen nicht retten.
Heuchelheimer See, Gießen (Mittelhessen).
Mann, 38 Jahre alt.

Heuchelheim: Am Nachmittag gegen 15.50 Uhr kommt es am Heuchelheimer See zu einem Badeunfall. Ein 38-jähriger Mann aus Wetzlar beobachtet, dass seine 12-jährige Tochter am Ertrinken ist und springt ins Wasser, um sein Kind zu retten. Dabei geht er selbst aus bisher nicht bekannten Gründen unter Wasser. Das Mädchen kann sich mit seiner anderen 15-jähirgen Tochter ans Ufer retten. Der Mann wird von einem Zeugen aus dem See geborgen und nach Reanimation durch einen Notarzt in die Uni-Klinik Gießen eingeliefert. Er verstirbt einige Tage später.
Rhein, Rheinberg (Nordrhein-Westfalen).
Mann, 39 Jahre alt, Junge, 9 Jahre alt.
In Xanten wird die Leiche des 39-Jährigen gefunden, der einen Neunjährigen aus dem Rhein bei Rheinberg retten wollte. In den Niederlanden wurde 30 Kilometer vor Nimwegen die Leiche des Rheinberger Jungen geborgen. Die beiden Toten wurden zwei Tage nach dem Badeunfall im Rhein bei Rheinberg geborgen. Eine Zeugenaussage hat nach Angaben der Polizei Wesel dazu geführt, dass der couragierte 39 Jahre alte Helfer rund 20 Kilometer von der Unfallstelle entfernt, in Xanten, gefunden wurde. Die Leiche des neunjährigen Jungen wurde am 2 Tage später identifiziert. Sie war auf niederländischer Seite, rund 30 Kilometer vor der Stadt Nimwegen, aus dem Rhein geborgen worden. Bei dem Badeunfall waren zunächst zwei Zwillingsbrüder mit einem Freund beim Schwimmen im Rhein in Not geraten. Der Freund und ein Bruder konnten von Passanten gerettet werden, der Neunjährige trieb ab. Der 39-Jährige sprang ins Wasser, um den Jungen zu retten, wurde aber ebenfalls abgetrieben.
Hattsteinweiher, Usingen, Taunus (Hessen).
Junge, 4 Jahre alt.
Hunderte von Badegästen vergnügen sich an einem Montagnachmittag im Wasser, als gegen 16.45 Uhr Unruhe unter den Badegästen aufkommt. Augenzeugen berichten, dass ein Mann und eine Frau im Uferbereich des Weihers suchend auf und ab liefen. Der Vater des Jungen war davon ausgegangen, dass der Junge zum Spielen in den Wald gegangen sei: "Als sein Sohn nicht zurückkehrte, fragte er bei uns am Kiosk nach den Rettungsschwimmern der DLRG, die jedoch nicht am Weiher waren", berichtet Reinhold Neumann später, der mit seinem Sohn Michael den Kiosk und Biergarten am Hattsteinweiher betreibt. Erst danach verständigen die beiden um 16.55 Uhr über den Notruf die Rettungskräfte. "Ein Mann signalisierte uns total aufgeregt, dass er seinen Sohn suche, und fragte uns, ob wir ihm nicht bei der Suche helfen könnten", berichten später auch zwei fünfzehnjährige Retter. Die beiden erkennen die Situation, eilen kurz entschlossen auf den Steg, suchen das Wasser ab. Direkt unterhalb entdecken sie den Jungen auf dem Grund. Springen ins Wasser. Als die beiden Jugendlichen den Jungen herausziehen, trifft der DRK-Notarzt ein und kann endlich helfen. Er und ein weiterer Arzt versuchen den Jugen zu reanimieren. Nach über einer Stunde wird dieser unter Beatmung mit einem Notarztwagen in die Klinik nach Höchst gebracht. Alles vergebens. Der Vierjährige ist nicht mehr zu retten. Er stirbt später im Krankenhaus. Nach Alarmierung am Weiher sperren 14 Feuerwehrleute den Unglücksort ab, den Badebetrieb wird eingestellt. Nach dem Unfall wird für den Hattsteinweiher eine Risikoanalyse in Auftrag gegeben.
Weiher in Homberg-Hülsta (Hessen).
Junge, 2 Jahre alt.
Der vermisste zweieinhalbjährige Junge aus dem nordhessischen Homberg-Hülsa ist ertrunken. Die Polizei geht davon aus, dass er in einen Weiher in der Nähe des Spielplatzes gefallen ist, auf dem er am Sonntagmorgen zuletzt gesehen worden war. Nachdem Taucher keine Spur von dem Vermissten finden konnten, wurde am Montag das Wasser des Teiches abgepumpt. Suche bislang erfolglos Der kleine Junge wird am Sonntagvormittag von seinen beiden Tanten vermisst gemeldet. Feuerwehr, Polizei und vier Rettungshundestaffeln suchen daraufhin bis zum Einbruch der Dunkelheit in einem Umkreis von drei Kilometern bisher erfolglos nach dem Kind.
Edersee, Waldeck (Hessen).
Junge, 17 Jahre alt.
Ein 17-jähriger Jugendlicher versinkt gegen 15.45 Uhr vor den Augen seiner Freunde mit einem gemieteten Kanu in den Fluten. Um 18.20 Uhr finden Taucher in fünf Metern Wassertiefe den leblosen Körper des Mannes. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Es sollte ein fröhlicher Bootsausflug werden. Etwa 20 junge Leute türkischer Nationalität waren bei Asel-Süd am Edersee. Nachmittags wurden Boote für einen Ausflug auf dem See gemietet. Aus noch ungeklärten Gründen kenterte gegen 15.45 Uhr ein mit drei jungen Männern besetztes Kanu in der Bucht am Albert-Schweitzer-Lager. Während zwei der Jugendlichen die nur etwa 20 Meter weite Strecke bis zum Ufer schwimmend hinter sich brachten, hielt sich der 17-Jährige nach Augenzeugenberichten am Kanu fest und versank mit dem Boot in den Fluten. "Vermutlich konnte er nicht schwimmen", sagt Hauptkommissar Gerd Paulus, Leiter des Wasserschutzpolizeipostens am Edersee. Taucher aus Waldeck, Fürstental, Bringhausen und vom Twistesee haben verzweifelt nach dem jungen Mann gesucht. Immer wieder gingen Tauchtrupps ins Wasser, das an dieser Stelle laut Gerd Paulus zwischen 5 und 8,5 Meter tief und durch eine Strömung nicht ungefährlich ist. Es sei steinig. Und man habe "kaum Sicht", berichtete Bezirkstauchwart Ulf Stracke aus Bad Arolsen. Der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt fuhr neben zahlreichen weiteren Helfern zum Unglücksort und brachte eine Wärmebildkamera mit. Doch der Einsatz dieser Kamera brachte keinen Erfolg.
Lutzenberger See, bei Günzburg (Bayern).
Mann, 47 Jahre alt.
Bei einem Badeunfall ertrinkt ein 47-Jähriger im Lutzenberger See bei Günzburg. Er war von einem Schlauchboot ins Wasser gesprungen und kurz darauf untergegangen. Seine beiden Begleiter alarmierten die Rettungskräfte, die den Mann nach einer halben Stunde tot bargen. Nach Angaben der Polizei hatte er sich vermutlich in Wasserpflanzen verfangen. Drei Männer aus dem Raum Göppingen waren mit einem Schlauchboot zum Angeln auf den Lutzenberger See gefahren. Gegen 9.30 Uhr wollte der 47-jährige Mann schwimmen und sprang ins Wasser. Kurz darauf ging er unter und tauchte nicht mehr auf. Die Begleiter informierten per Handy umgehend die Polizei. Nach einer halben Stunde bargen Taucher den Mann aus etwa drei Metern Tiefe, eine Reanimation blieb jedoch erfolglos.

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