Blausand.de-Forderungen
Image400 Menschen ertranken 2009 in deutschen Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen.

Angesichts dieser Ertrinkungszahlen in deutschen Flüssen und Seen ist dringender Handlungsbedarf geboten. Ratlosigkeit, Unkenntnis und Sparmaßnahmen einerseits und steigende Ertrinkungszahlen andererseits bestimmen die Entwicklung und stehen in einem eklatanten Missverhältnis. Die Situation ist in Hinblick auf Bewachungs- und Warnsysteme, Präsenz von Rettungsschwimmern, Informationen über Wassergefahren sowie Ausbildung und Rettungsmanagement als kritisch anzusehen. Vor allem in unbewachten Binnengewässern, in Gartenteichen, Swimmingpools und Gewässern in Wohnungsnähe ist die Zahl der Ertrinkungsopfer in Deutschland unglaublich hoch, vor allem bei hohen Temperaturen und bei älteren Menschen. Für die Zukunft sagen Wissenschaftler noch heißere Sommer voraus.
Forderungen von Blausand.de für mehr Sicherheit an Flüssen und Seen

ImageBlausand.de fordert von Ministerien, Gemeinden, Verbänden, Fremdenverkehrszentralen, die Sicherheit am und im Wasser zu verbessern. In Deutschland weichen die jährlichen Ertrinkungszahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stark voneinander ab. Die wesentlichen Informationen werden nicht abgefragt: ob die Unfallstellen bewacht waren und ob die Opfer schwimmen konnten. Forderung: Es ist ein Netzwerk erforderlich, um Touristen wirksam über Gefahren, Sicherheitsmaßnahmen und Bedeutung der Warnhinweise aufzuklären. Dazu gehört auch, plausible Daten zugänglich zu machen, Gefahren und Unfälle zu analysieren und zu dokumentieren.
ImageIn deutschen Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen ertranken 2009 insgesamt 400 Menschen, das sind fast 90 Prozent aller bundesweiten Ertrinkungsopfer. Unfallanalysen gibt es trotzdem bisher nicht, die zur flächendeckenden Verbesserung der Badesicherheit in Deutschland führen könnten. Forderung: Wir fordern insbesondere vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Instrumente für Analysen zur Verfügung zu stellen. Ein gutes Beispiel sind Unfallanalysen im Straßenverkehr, die die Hauptunfallursache überhöhte Geschwindigkeit ergeben haben. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen ist nicht zuletzt durch entsprechende Kampagnen des Bundesverkehrsministeriums ("Runter vom Gas!) kontinuierlich gesunken und befand sich im Jahr 2009 auf einem historischen Tief.
 
ImageErtrinken ist für Kinder in den europäischen Ländern die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Forderung: Nachhaltige und flächendeckende Aufklärung über die Ertrinkungsgefahren für Eltern, Aufsichtspersonen und Kinder im Vorschul- und Schulbereich muss intensiviert werden und obligatorisch sein. Eltern müssen Verantwortung und Gefahren durch Informationsveranstaltungen bewusster gemacht werden. Die Beschäftigung mit Wassergefahren muss bereits im Vorschulbereich intensiviert werden.

ImageSicherheit muss Pflicht sein: Deutschland braucht Gesetze, die Kommunen und Betreiber von Badestellen für die Sicherheit von Badegästen haftbar macht. Forderung: Die in den deutschen Bundesländern unterschiedlichen Bedingungen müssen vereinheitlicht werden.

ImageBäderschließungen treiben Menschen an Naturseen und unbewachte Badestellen und erhöhen dadurch die Gefahren von Ertrinkungsunfällen. Sie verhindern zunehmend die Schwimmausbildung von Kindern als wichtige präventive Maßnahme gegen das Ertrinken. Blausand.de fordert den Gesetzgeber und die Verantwortlichen auf, ausreichende Möglichkeiten zur Schwimmausbildung zu schaffen. Forderung: Für Lehrpläne an Schulen muss Schwimmausbildung bundesweit obligatorisch sein.

ImageIn Deutschland gibt es seit Jahren zu viele unbewachte Badestellen und zu wenig aktive Rettungsschwimmer. Forderung: Die Attraktivität der Aufgabe als Rettungsschwimmer sollte in der Öffentlichkeit durch verstärkte Maßnahmen in Kooperationen mit Medien, Unternehmen und Organisationen bewusster gemacht werden. Die täglichen Bewachungszeiten an Badestellen müssen bedarfsorientiert sein und die personelle Präsenz über die Ferienwochen hinaus verstärkt werden. Die Bewachungszeiten sollten zumindest in Form von Kernbewachungszeiten kommuniziert werden. Auch die finanziellen Bedingungen für die freiwilligen Rettungsschwimmer müssen verbessert werden.

ImageÜber 2000 Badestellen in Europa wurden inzwischen mit der "Blauen Flagge" ausgezeichnet. Die Vergabekriterien hinsichtlich Strandsicherheit sind aber nicht ausreichend. Auch nicht bewachte Strände können bisher mit der Blauen Flagge ausgezeichnet werden. Forderung: Strände dürfen nur dann mit der Blauen Flagge ausgezeichnet werden, wenn diese auch Bewachung garantieren.

ImageDer Automatische Externe Defibrillator AED ist ein geeignetes medizinisches Gerät, um dem drohenden Herztod bei Ertrinkungsunfällen in vielen Fällen wirksam zu begegnen. Forderung: Es sollten schnellstmöglich Ergebnisse zu Rettungserfolgen mit Hilfe des Defibrillators vorgelegt und die Ausbildung von Wasserrettungspersonal sowie von Laien forciert und Wasserrettungspersonal an stark frequentierten Badestellen mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Daten zu Standorten der Geräte sollten auch über das Internet zugänglich gemacht und langfristig eine flächendeckende Ausstattung mit Defibrillatoren an Badestellen etabliert werden

© Blausand.de 2010. Alle Rechte vorbehalten. Blausand.de-Hotline für Schwimmer, Eltern und Familien, Kommunen und Journalisten: 0172/4003073 (1.5.-30.9.2010, täglich 10-17 Uhr). Haben Sie Anregungen für mehr Badesicherheit in Flüssen und Seen? Unsere Mailadresse:
< Zurück   Weiter >

 
   September 2009

   August 2009

   Juli 2009

   Juni 2009

   Mai 2009

   April 2009

   März 2009

   Februar 2009

   Januar 2009

   Dezember 2008

   November 2008

   Oktober 2008

   September 2008

   August 2008

   Juli 2008

   Juni 2008

   Gästebuch 2010

   Gästebuch 2009

   Gästebuch 2008

   Kampagne 2009

   Kampagne für mehr Sicherheit in Flüssen und Seen

   test2

   Gästebuch 2010

   Übersichten

   Kampagne 2009

   Strandgeschichten

   Reports

   Interviews

   Unfälle

   Flaggen

   Zehn Irrtümer

   Impressum

   Blausandteam

   Presse

   Pressespiegel

   Links

   Werbung

   Webstatistik

   International

   Deutschland

   Dänemark

   Holland

   England

   Frankreich

   Spanien

   Portugal

   Italien

   Türkei

   Griechenland

   Schwarzmeerküste

   Weltweit

   Meer

   Badeseen

   Flüsse

   Schwimmbäder

   Eisflächen

   Tsunamis

   Strömungen

   Allgemeine Gefahren

   Badetipps

   Erste Hilfe

   Urlauber

   Kinder

   Eltern

   Senioren

   Retter

   Beach Safety Day

   Spenden

   Strandtester

   Forderungen

   Prominente

   Blausand Scouts

   Urlaubsquiz 2010

   Protest gegen Todesfallen

   Rip-Strömungen

   Ursachenforschung

   Kids for safety

   Risk Assessment

   "stilles Ertrinken"

   Urlaubsservice 2010

   Blausand Shop

   Workshops, Vorträge

   Qualitätssiegel

   TV-Sendungen

   Strandbewertung

   Newsletter-Abo