Aktuell im Mai 2009
Sonnabend. 30. Mai 2009
Helmstedt: Benefiz-Spiel für die Familie eines ertrunkenen Mädchens

ImageAm 15. Mai 2009 ertrank ein sechsjähriges Kind im Stiegerteich in Helmstedt. Es hatte mit weiteren Kindern auf einem Baumstamm gespielt, der über das Wasser ragte und war von dort hineingestürzt. Im Schock liefen die anderen Kinder nach Hause und informierten den Vater des Kindes, der sofort zum nahegelegenen Teich kam, aber das Kind, das mittlerweile abgetrieben war, nicht retten konnte, da er nicht schwimmen kann. Die Helmstedter Feuerwehr wurde alarmiert. Ein Feuerwehrmann kam auf dem Weg zu seiner Zentrale an dem Teich vorbei und bemerkte, dass der Einsatzort offenbar dort ist. So hielt er gleich an und traf auf eine aufgelöste Familie. Er sah den leblosen Körper des Kindes im Teich schwimmen, zog sich die Schuhe aus und schwamm ohne zu zögern hinaus und barg das Kind. Als der Notarzt eintraf, wurde das Mädchen bereits rund 30 Minuten lang reanimiert und dann unter weiterer Reanimation im Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Magdeburg gebracht. Dort verstarb das Kind aber in der Nacht.

Die Jugendfußball-Mannschaften des Jahrgangs 2001 des HSV und des TSV Helmstedt treten am Pfingstsonntag zu einem Benefizspiel an, um mit den gesammelten Spenden der aus dem Irak stammenden Familie des ertrunkenen Mädchens zu helfen.


Mittwoch, 27. Mai 2009
Mann nach Fahrradreparatur ertrunken
ImageEs gibt auch Ertrinkungsunfälle, die durch präventive Massnahmen nicht zu verhindern sind. Bei der Reparatur einer abgesprungenen Fahrradkette ist ein Mann einen Abhang hinunter in einen See gestürzt und ertrunken. Der 65-jährige war am vergangenen Sonntagvormittag mit seinem Rad in Sinningen (Kreis Biberach, Baden-Württemberg) unterwegs, als ihm auf dem Nachhauseweg die Kette vom Rad sprang. Während der Reparatur stürzte der Mann aus ungeklärter Ursache einen angrenzenden Abhang hinunter. Er fiel in einen Anglersee, wo er ertrank. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. 


Sonnabend, 23. Mai 2009
Tödliche Ertrinkungsunfälle rund um den Vatertag
ImageZu einem tragischen Unglücksfall, bei dem ein 18-jähriger Mann ertrunken ist, kam es in der vergangenen Nacht zum Samstag am Philipp-See bei Karlsruhe, wo eine Party stattfand, an der zirka 40 Personen im Alter von 15 bis 21 Jahren teilnahmen. Gegen 1 Uhr begab sich der 18-Jährige, der offensichtlich alkoholisiert war, komplett bekleidet ins Wasser und ging zirka sechs Meter vom Ufer entfernt unter. Nachdem einige Jugendliche erfolglos versucht hatten, den jungen Mann noch aus dem Wasser zu ziehen, informierten sie die Feuerwehr. Sofort verständigte Kräfte konnten die Person auf dem Grund des Sees liegend auffinden. Reanimationsmaßnahmen durch Notarzt und Kräfte des DRK mussten nach 20 Minuten erfolglos eingestellt werden.

Ein 20-Jähriger ist am Himmelfahrtstag im "Inselsee"  bei Scharnebeck (Kreis Lüneburg, Niedersachsen) verunglückt.  Der Unfall ereignete sich in den frühen Abendstunden, als rund 2500 Ausflügler und Vatertagstouristen an dem See feierten. Mitglieder der DLRG zogen den Mann aus dem Wasser und reanimierten ihn. Er starb zwei Tage später am 23. Mai. Im Forum von www.landeszeitung.de wird von unbeschreiblichen Saufszenen mit Beteiligung Jugendlicher ab 13 rund um den tödlichen Unfall berichtet. Inzwischen wird ein zukünftiges Alkoholverbot am Inselsee diskutiert. 


Mittwoch, 20. Mai 2009
Alkoholsponsor: Machen "Blaue Flaggen"  blau?
ImageDie Organisation Blue Flag hat für das Jahr 2009 weltweit 2700 Strände mit blauen Flaggen für das Jahr 2009 ausgezeichnet.

Blue Flag wirbt neben sauberen Stränden auch mit sicheren Stränden, verlangt aber nicht einmal Strandbewachung (Bericht weiter unten auf dieser Seite) und kooperiert auch mit der Dachorganisation der Wasserretter, der "International Life Saving Federation (ILS)". Blausand.de kritisiert die Kriterien für die Auszeichnung seit vielen Jahren und fordert, dass nur bewachte Strände die werbewirksame Flagge erhalten dürfen. Reagiert hat Blue Flag auf die Forderungen bisher nicht.

ImageHeute wurde bekannt, dass Blue Flag mit Hauptsitz im dänischen Kopenhagen von einem neuen Partner gesponsert wird: Es ist das mexikanische Modebier Corona, Alkoholgehalt 4,6 Prozent, das gerne mit einer Limette im Flaschenhals serviert und sich ausgerechnet mit dem Slogan "Save the beach"  (Rettet die Strände) um einen höheren Bekanntheitsgrad bemüht.

ImageDas schlägt dem Fass nun wirklich den Boden aus. Alkohol am Strand ist ein Grund, der in zahlreichen Fällen zu Badeunfällen und Ertrinkungstod führt.  In Australien spielt Alkohol bei der Hälfte aller Ertrinkungsunfälle eine ursächliche Rolle. in England setzt man die verharmloste Gefahr in Kampagnenarbeit mit dem Motto "Don´t drink and drown" um. Unsere Hoffnung ist, dass nur wenige Urlauber und Strandbesucher auf diese merkwürdigen Kooperationen hereinfallen. Blausand.de hat Blueflag, ILS und Corona um eine Stellungnahme gebeten.


Montag, 18. Mai 2009
Eltern verklagen das Land Nordrhein-Westfalen
wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht
ImageVor fast genau 3 Jahren ertrank ein Kleinkind im Sieg-Hochwasser. Jetzt haben die Eltern das Land Nordrhein-Westfalen wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verklagt und fordern 40 000 Euro Schmerzensgeld sowie 10 000 Euro Schadensersatz, berichtet die Kölnische Rundschau.

Das Ehepaar war damals mit dem Fahrrad entlang der Sieg zwischen Hennef und Eitorf unterwegs gewesen, der 20 Monate alte Sohn saß beim Vater im Kindersitz. Nach heftigen Regenfällen führte der Fluss Hochwasser, hin und wieder war der asphaltierte Wirtschaftsweg zwischen Bahndamm und Fluss überflutet. So auch an der Unglücksstelle. Doch schätzten die Eheleute das Wasser fatalerweise als „eine größere Pfütze“ ein, nicht mehr als zwei Handbreit tief. Tatsächlich aber war es eine Senke von 45 Zentimeter Tiefe, in der sich eine starke Strömung gebildet hatte. An dieser Stelle befindet sich zudem ein gemauerter, 30 Meter langer Kanal, der unter dem Bahndamm die Sieg mit dem Dondorfer See verbindet.

Die starke Strömung riss die Fahrräder mit und schwemmte sie in den 2,50 Meter breiten Kanal. Die Eltern konnten sich auf der Seeseite retten, ihren Sohn fanden Taucher erst am nächsten Tag, noch festgeschnallt im Kindersitz, am Ausgang des Kanals.

Es habe keinerlei Warnung gegeben, keinen Hinweis auf eine solch tödliche Strömung, so die klagenden Eltern. Denn die Gefahr sei nicht erkennbar gewesen: „Wir haben keine Strömung gesehen oder gehört, die Pfütze schien harmlos“, sagte der Vater. Das Land NRW wies die Verantwortung zurück: Die Stadt Hennef sei als Eigentümerin für den Weg zuständig, die Kommune hätte sichern müssen. Die Stadt wisse von dem Prozess, habe sich aber bislang bedeckt gehalten. Dem Ehepaar wird vorgeworfen, dass es sich „höchst fahrlässig“ verhalten habe, indem es einfach in die Wasserlache fuhr. Daher trügen die Kläger zumindest eine Mitschuld an dem Unfall.

Der Fall hat aus Sicht der Richter viele Klippen: Wer für den Weg an der Sieg zuständig ist, sei nicht ganz eindeutig; außerdem sei die Aufklärung des Falles sehr aufwändig. Ein Vergleichsvorschlag, das Land solle „als Friedensgeste“ 10 000 Euro zahlen, wurde von beiden Parteien abgelehnt. „Mit einer Zahlung räumt man ja auch Fehler ein“, meinte ein Vertreter der Bezirksregierung.


Sonntag, 17. Mai 2009
"Blaue Flagge" mutiert zur Marketing-Farce für Badesicherheit
ImageSo liest sich holländische Fremdenverkehrswerbung für Strände mit "blauen Flaggen": "Viele Strände an Nordsee und Ijsselmeer sind seit Jahren sicher und sauber. So können Eltern ihre Sprösslinge ohne Bedenken ihren Tatendrang am Strand ausleben lassen".

Die "blaue Flagge" mutiert aber immer mehr zu einem reinen Marketinginstrument mit inzwischen inflationärem Charakter. Beispiel Niederlande: Hier wurden jetzt 41 Strände und 69 Yachthäfen mit der Flagge ausgezeichnet, eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Leider passen die blauen Flaggen und Badesicherheit nach wie vor nicht gut zusammen. Fragwürdig ist, dass Strandbewachung für blau beflaggte Strände nicht zwingend notwendig ist: "An adequate number of lifeguards and/or lifesaving equipment must be available at the beach". Rettungs- und Erste Hilfe-Ausrüstung reicht für die begehrten Flaggen völlig aus. Strände ohne Bewachung können aber nicht als sicher bezeichnet werden.


Donnerstag, 14. Mai 2009
Mysteriöser Badeunfall in Leer:
Spekulationen, Kritik, keine neuen Erkenntnisse
ImageMehr als drei Wochen nach dem schweren Badeunfall im Leeraner Hallenbad Aqua Park, über den Blausand.de hier berichtet hatte, sind zwei verletzte Kinder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ob der Junge und das Mädchen im Alter von fünf und sieben Jahren bleibende Schäden erlitten haben, sei derzeit nicht absehbar, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Aurich, Werner Kramer. Bislang sei die Mutter nur kurz gehört, aber nicht vernommen worden.

Bei dem Unglück am 19. April waren die 41-jährige Vietnamesin, ihre beiden Töchter und ihr Sohn aus nach wie vor unerklärlichen Gründen leblos vom Boden des Schwimmbeckens geborgen worden. Eines der Mädchen war einen Tag nach dem Unfall gestorben. Die Obduktion der achtjährigen Tochter ergab keine Anzeichen einer Vergiftung, Gewaltanwendung oder einer anderen Fremdeinwirkung. Die Mutter war kurz vor Feierabend mit ihren drei Kindern ins Nichtschwimmerbecken gegangen.

Denkbares Szenario könnte sein, dass sich eines der vier Familienmitglieder in Not befand, weil es aus dem Nichtschwimmerbereich in den durch eine Kette getrennten Schwimmerbereich geraten war, daraufhin die anderen Familienmitglieder in für die anderen Badbesucher nicht verständlichen Sprache um Hilfe gerufen hat, die wiederum dann intuitiv versucht haben, in die Nähe der verunglückten Person zu kommen und dabei als Nichtschwimmer verunglückt sind.

ImageAlles Spekulation. Denn was sich genau ereignete, wird möglicherweise nicht endgültig aufgeklärt werden können.

Blausand.de kritisiert, dass der Unfall durch fehlende flächendeckende Überwasser-Beobachtung mit geeigneten Kameras nicht rekonstruiert werden kann und es in öffentlichen Schwimmbädern zudem bisher keine gesetzlichen Vorschriften für ein Unterwasser-Beobachtungssystem gibt, durch das der Tod des Mädchens wahrscheinlich hätte verhindert werden können.

Auch die Anwesenheit von nur einer Bewachungsperson, gegen die jetzt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird, kann nach Auffassung von Blausand.de dem Anspruch guter Bewachung in öffentlichen Schwimmbädern bei diesen technisch unzureichenden Bedingungen nicht gerecht werden.

Inzwischen rückt der Schwimmbadbetreiber in den Blick der Ermittler. Wie der „Focus“  berichtet, prüft die Staatsanwaltschaft, ob Aufsicht und Sicherheitsvorkehrungen in dem Schwimmbad ausreichend waren. Der TÜV soll dazu ein Gutachten erstellen.


Mittwoch, 13. Mai 2009
Schottland: 2 Menschen ertrinken beim Rettungsversuch ihrer Hunde
ImageÜber eine tragisches Ertrinken von zwei Menschen in Schottland berichtete gestern die britische Presse: Ein sieben Monate altes Baby ist bei einem Spaziergang mit seinen Eltern zum Waisen geworden. Aus Tierliebe hatte das Paar am Sonntag versucht, seine Hunde aus dem River Garnock im Südwesten Schottlands zu retten. Dabei kam es ums Leben.

Geplant hatten Darren Greenan (33) und seine drei Jahre jüngere Freundin, Laura Frey, einen erholsamen Spaziergang am Ufer des Flusses Garnock im Südwesten Schottlands. Im Kinderwagen lag seine sieben Monate alte Tochter Ellis. Vorweg liefen Greenans Hunde, ein Mischling namens „Captain” und ein englischer Spinger Spaniel namens „Cooper”. Was ein idyllischer Familien-Ausflug sein sollte, endete als Tragödie.

Beide Hunde sprangen in den Fluß, der nach lang anhaltenden und heftigen Regenfällen in den vorangegangenen Tagen sehr viel Wasser führte. Die Tiere drohten, in der starken Strömung zu ertrinken. Darren Greenan sprang in die Fluten, um die Vierbeiner zu retten.

Als Laura Frey vom Ufer aus erkannte, dass ihr Freund um sein Leben kämpfte, ließ sie den Kinderwagen mit ihrem sieben Monate alten Baby allein am Ufer zurück und versuchte, dem 33-Jährigen ans Ufer zu helfen. Vergeblich. Die Strömung erfasste auch sie. Von anderen Spaziergängern alarmierte Rettungskräfte konnten den regungslosen Körper der 30-Jährigen zwar aus dem Fluss zeihen, sie wiederbeleben und in das Krankenhaus in Kilmarnock transportieren, in dem sie auch als Krankenschwester beschäftigt war. Aber in der Nacht starb Laura Frey dort.

Die Leiche ihres Freundes fanden Suchtrupps erst am nächsten Morgen. Auch die beiden Hunde ertranken in dem Fluss. An der Unglücksstelle hatte nach Angaben, die ein Sprecher der „Küstenwache” der Zeitung „Daily Mail” gegenüber machte, auf Grund des Hochwassers ein starker Sog geherrscht. „Dagegen kommt niemand an”, sagte der Behördensprecher.

„Tief erschüttert” reagierten auf das tragische Unglück die Angehörige von Laura Frey und Darren Greenan, der aus einer früheren Beziehung noch drei weitere Töchter ­– Leonie (17), Stephanie (7) und Rachel (6) ­ hinterlässt. „Darren konnte schwimmen wie ein Fisch” berichtete Laurie Miller, eine 28 Jahre alte Cousine des Ertrunkenen. Gemeinsam seien sie schon als Kinder im Alter von acht oder neun Jahren oft im Garnock geschwommen. Deshalb habe der 33-Jährige auch sicher nicht damit gerechnet, dass die Strömung für ihn derart gefährlich sein könnte. „Wir sind alle bestürzt. Ich kann einfach nicht glauben, was da geschehen ist. Die ganze Familie ist auseinandergerissen worden”, sagte die 28-jährige Verwandte des Ertrunkenen. Die Angehörigen wollen sich um die sieben Monate alte Ellis kümmern, die durch das Unglück zur Vollwaisen geworden ist.


Dienstag, 12. Mai 2009
Hauptunfallursache im Mittelmeer und im Atlantik:
„Woche der Rip-Strömungen“ vom 7. bis 13. Juni 2009
ImageGemeinsam mit der NOAA, dem National Weather Service der USA und der US-Organisation Sea Grant führt Blausand.de vom 7. bis 13. Juni 2009 die „Woche der Rip-Strömungen“ (Rip Current Awareness Week) durch und informiert umfassend über die größte Ertrinkungsgefahr im Meer.

Rip-Strömungen tauchen an vielen Stränden Europas auf, vor allem im Mittelmeer und im Atlantik. Sie sind die Hauptursache für Badeunfälle und für den Ertrinkungstod im Meer. 80 Prozent aller Rettungseinsätze am Meer sind auf Rip-Strömungen zurückzuführen.

Eine Rip-Strömung tritt plötzlich und unerwartet auf. Die Strömung ergibt sich durch ein Zusammenwirken verschiedener Faktoren: Da das Wasser der Brandungswellen oft nicht ungehindert ins Meer zurückfließen kann, sondern an einigen Stellen durch Sandbänke oder Felsen behindert wird, bilden sich an abgeflachten Stellen gebündelte Rückströmungen. Diese können oft so stark und reißend sein, dass sie die Badenden aufs offene Meer hinaus treiben. Wind kann die Strömungen verstärken.

ImageIn diesen Situationen kommt es oft zu Panikreaktionen. Schwimmer versuchen intuitiv, gegen die Strömung auf direktem Weg zum Strand zurück zu kommen. Das ist der größte Fehler! Die Strömungen sind stärker. Schwimmer verlieren ihre Kraft und ertrinken. Sollte man von einer Rip-Strömung erfasst werden, gilt es vor allem, Ruhe zu bewahren und sich zunächst von der Strömung treiben zu lassen. Der Schwimmer sollte versuchen, parallel zum Ufer aus dem meist einige 100 m langen und nur wenige m breiten Strömungsbereich heraus zu schwimmen. Und erst dann den Weg zurück ans Ufer suchen. Grundsätzlich gilt: Beim Schwimmen im Meer sollte man sich von Sandbänken, Halbinseln oder Vertiefungen im Sandboden fern halten.

Alle Informationen zur Woche der Rip-Strömungen stehen ab Anfang Juni 2009 in diesem Webportal zur Verfügung.



Montag, 11. Mai 2009
Segeln: 2 tödliche Unfälle ohne Schwimmweste
ImageDie DLRG Niedersachsen empfiehlt allen Wassersportlern, eine ohnmachtssichere Schwimm- oder Rettungsweste zu tragen und auf die richtige Wetterschutzbekleidung zu achten, die bei noch geringen Wassertemperaturen wärmen kann. Der Verunglückte soll unbedingt bei seinem gekenterten Boot bleiben.

Seit dem letzten Freitag wird auf dem Zwischenahner Meer (Niedersachsen) ein 73-jähriger Segler vermisst. Dieser ist mit seiner Holzjolle „Pirat“ auf das Meer gesegelt und am Westufer aus unbekannter Ursache gekentert. Eine Suchaktion nach dem Segler führte bisher bei Wassertemperaturen um 15 Grad nicht zum Erfolg. Das Zwischenahner Meer ist ein beliebtes, aber auch schwieriges Regattarevier. Gefürchtet sind die plötzlich auftretenden Böen und Fallwinde.

Erst vor 14 Tagen ist auf dem größten Binnensee Niedersachsens, dem Steinhuder Meer, ein Segler bei einem Segeltörn ertrunken. Beide Segler trugen keine Schwimmweste.


Freitag, 8. Mai 2009
Kleve: Traktorfahrer fast ertrunken
ImageAm Donnerstagabend musste sich ein 23-jähriger Klever aus einem sinkenden Traktor vor dem Ertrinken retten. Der junge Mann war mit seinem Traktor im Altrhein bei Kleve (Nordrhein-Westfalen) versunken, als er versuchte, auf einen Fähranleger zu fahren. Das berichtet heute die Kreispolizeibehörde Kleve.

Weil die Fähre plötzlich in Richtung Flussmitte abtrieb, fiel der Traktor samt voll beladenem Siloanhänger von der Auffahrrampe. Der enorme Wasserdruck drückte die Frontscheibe ein, so dass sich der Fahrer selbst aus der Führerkabine befreien, auf das Dach des Traktors klettern und sich auf die Fähre retten konnte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nach ambulanter Behandlung nur leicht verletzt wieder entlassen werden.


Donnerstag, 7. Mai 2009
Unbewachte Gewässer und „unbeschwerter Badespaß":
NRW gibt riskante Badegewässer frei
ImageDas Dilemma bei riskanten Badestellen in Deutschland zeigt sich in dieser aktuellen Meldung: Gewässer in Nordrhein-Westfalen werden auch dann offiziell zum Baden freigegeben, wenn sie nicht bewacht werden. Durch das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz wurden 93 Badestellen an 76 von über 2000 Seen in NRW als Badegewässer ausgewiesen.

Wenn die Gewässer der EG-Richtlinie für Badegewässer entsprechen (während der Badesaison werden Wasserproben entnommen und auf bakterielle Belastung hin untersucht), ist das Baden erlaubt und auf der Webseite der Behörde wird „unbeschwerter Badegenuss“ versprochen.

ImageBeispiel: der beliebte Horstmarer See auf dem Geländer der Landesgartenschau in Lünen. Der See ist nicht bewacht. "Es gibt am Horstmarer See zwar keine Badeaufsicht, dafür ist aber der Badespaß vollkommen kostenlos!" steht auf der Webseite www.ruhr-guide.de. Zynismus pur.

Unbeschwerter Badegenuss in offiziell freigegebenen Badestellen ohne Bewachung? Angesichts der im letzten Jahr von der DLRG ermittelten 400 Ertrinkungsopfer in deutschen Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen ist das sicherheitstechnisch ein Skandal. Blausand.de hat sich inzwischen mit dem Ministerium, dem Landesamt und den Wasserrettungsorganisationen in Verbindung gesetzt und erwartet eine Stellungnahme zu diesem Thema.



Mittwoch, 6. Mai 2009
10 000 Kinder sterben jährlich bei Unfällen in Europa
90 Prozent der Unfälle vermeidbar
ImageKinder in Europa sind nicht optimal vor Unfällen geschützt. Immer wieder ertrinken oder stürzen Kinder, verbrennen oder vergiften sich. "90 Prozent der Unfälle wären vermeidbar", teilte die Europäische Allianz für Kindersicherheit European Child Safety Alliance in Strassburg mit.

Nach einer aktuellen Studie der Organisation sterben in Lettland, Litauen und Estland die meisten Kinder durch Unfälle. Für die Sicherheit der Kleinen am besten gesorgt sei hingegen in den Niederlanden, gefolgt von Grossbritannien, Irland und Schweden. Deutschland kommt auf den fünften Platz. EU-weit sterben jedes Jahr etwa 10 000 Kinder an Unfällen.


Dienstag, 5. Mai 2009
Norwegen: 2 deutsche Angler ertrunken
ImageBei einem Angelausflug in Norwegen sind zwei deutsche Urlauber ertrunken. Ihr Boot mit Außenbordmotor war gekentert. Wie die Polizei mitteilte, hatten Mitreisende die Männer im Alter von 64 und 73 Jahren in der Nacht als vermisst gemeldet. Bei der sofort eingeleiteten Rettungsaktion fanden die Helfer beide Männer tot im Wasser des Austfjord nördlich von Bergen treibend. Beide hätten über Schwimmwesten verfügt und seien bereits früher zu Angel-Ferien in Norwegen gewesen, hieß es weiter. Ortsansässige an Norwegens Westküste haben in den letzten Jahren mehrfach erklärt, dass Touristen aus Deutschland die Gefahren der Fjorde oft falsch beurteilen. Sie würden vor allem die Möglichkeit plötzlicher Wetterumschwünge mit hohem Wellengang auch in Küstennähe unterschätzen.


Montag, 4. Mai 2009
ARD-Themenwoche „ehrenamtliches Engagement“ vom 10.-16. Mai
ImageWas haben ein Fußball-Fan, der sich gegen Rechts engagiert, ein Mensch, der todkranke Kinder begleitet und ein Wasserretter, der das Ertrinken verhindert und bei Badeunfällen Leben rettet, gemeinsam?

Sie alle engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für soziale Ziele und für die Gesellschaft.

Eine gute Idee: Die ARD thematisiert ab dem kommenden Sonntag eine Woche lang ehrenamtliches Engagement in vielen TV-, Radio- und Internetbeiträgen.


Sonntag, 3. Mai 2009
Gästebuch 2009 reloaded
ImageBlausand.de hat sein Gästebuch 2009 aktualisiert. Hier finden Sie aktuelle Beiträge und lebendige Diskussionen rund um das Thema Badesicherheit in Europa. Wenn Sie einen Beitrag für das Blausand.de-Gästebuch schreiben wollen, denken Sie bitte daran, Ihren Namen und Ihren Wohnort aufzuschreiben. Auch über ein Bild zum Thema oder ein Portrait von Ihnen freuen wir uns.

 
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