Aktuell im August 2009
Montag, 31. August 2009
Mallorca: Zwei Deutsche ertrunken
ImageZwei Deutsche sind am heutigen Montag auf der spanischen Ferieninsel Mallorcas ertrunken. Ein 55 Jahre alter Mann soll dabei einen Herz- und Atemstillstand erlitten haben und von Rettungsschwimmern aus dem Mittelmeer beim Strand von Cala Mesquida geborgen worden sein. Am Strand soll eine rote Flagge geweht haben, die ein Badeverbot symbolisiert.

Ein zweiter Mann im Alter von 70 Jahren ist kurze Zeit später am Strand von Cala Millor, etwas südlicher auf der Ferieninsel, ums Leben gekommen. Warum der 70-Jährige ertrank, steht nach jetzigem Ermittlungsstand noch nicht fest.


Freitag, 28. August 2009
Rhein: 14-Jähriger fast ertrunken
ImageEin 22-jähriger Mann hat gestern Abend einen Jungen vor dem Ertrinken im Rhein gerettet. Der 14-Jährige wurde auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Jugendliche den ganzen Tag mit gleichaltrigen Freunden am Rhein verbracht und war in dieser Zeit immer wieder schwimmen gegangen. Nach Polizeiangaben verließen den 14-Jährigen gegen 19.00 Uhr vermutlich die Kräfte. Der Junge habe im Wasser um Hilfe gerufen Daraufhin sei der 22-Jährige aus Ludwigshafen-Oggersheim in den Rhein gesprungen und habe den Jungen ans Ufer gebracht. Der 14-Jährige verlor kurzzeitig das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wird er bis auf weiteres in der Intensivstation behandelt.


Donnerstag, 27. August 200
Hessen: wieder tödlicher Badeunfall in Freibad
Bremen: Kind in letzter Sekunde vor dem Ertrinken gerettet
ImageSchon wieder ist in Linden (Hessen) ein Kind in einem Freibad bei einem Badeunfall ums Leben gekommen, der durch eine elektronische Unterwasserüberwachung wahrscheinlich hätte verhindert werden können. Ein Badegast hatte das Kind, ein sechsjähriges Mädchen, am Montagnachmittag auf dem Grund des Nichtschwimmerbeckens entdeckt. Die Mutter gab an, ihre Tochter im Freibad kurz aus den Augen verloren zu haben. Das Bad war nach Polizeiangaben von Dienstag mit 800 Gästen gut besucht. Eine Schwimmbadbesucherin sah gegen 17.45 Uhr den Körper des Kindes leblos am Grund des 1,20 Meter tiefen Beckens treiben und holte das Kind aus dem Wasser. Eine zufällig anwesende Ärztin versuchte, das Mädchen wiederzubeleben. Sowohl ihre sofortigen Erste-Hilfe-Maßnahmen als auch die des Notarztes blieben jedoch erfolglos. Das Kind wurde in die Gießener Uniklinik gebracht, dort starb es wenig später.

Erst vor wenigen Tagen konnte ein Kind in einem Bremer Freibad vor dem Ertrinken bewahrt werden, nachdem es nach Ende der Öffnungszeit unbemerkt ins Becken gesprungen war (sein Vater war mit dem Ankleiden der Tochter beschäftigt) und zufällig in letzter Sekunde von einer Frau entdeckt wurde.


Mittwoch, 26. August 2009
Destatis versus DLRG: Jeder kocht sein eigenes Süppchen
Image70 Prozent aller Ertrunkenen im Jahr 2007, so ermittelte das Statistische Bundesamt (Destatis), waren älter als 45 Jahre alt. Insgesamt 351 Menschen ertranken laut Destatis im vorletzten Jahr, 71 % Männer, 29 % Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 16 % weniger Ertrinkungstote gezählt.

Ein Trauerspiel ist, dass die Zahlen von Destatis und DLRG, die für 2007 insgesamt 423 Ertrunkene, also 20 Prozent mehr zählte, Jahr für Jahr signifikant voneinander abweichen. Schon seit vielen Jahren fordert Blausand.de, die Zahlen zu synchronisieren. Geschehen ist bisher nichts. Jeder kocht sein eigenes Süppchen zu Lasten der Glaubwürdigkeit von Argumenten gegen den Ertrinkungstod.


Freitag, 21. August 2009
Risikogewässer Rhein: immer mehr Badetote
Image Der Rhein entwickelt sich in diesem Sommer immer mehr zum Risikogewässer. Blausand.de zählt in den letzten Wochen mindestens 14 Ertrinkungsopfer. Hauptgründe sind Strömungen im fliessenden Gewässer, Schiffsbewegungen sowie unbefestigte Uferbereiche. Erst am letzten Wochenende sind am Niederrhein offenbar drei Menschen im Rhein ertrunken. Eine 46-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann wurden am Samstag bei Wesel leblos im Wasser treibend gefunden. Die Suche nach einem 45 Jahre alten Mann wurde nach Angaben der Polizei eingestellt, weil keine Hoffnung mehr bestehe. Den Unfall überlebte nur eine 42-jährige Frau.

Die zwei Männer und zwei Frauen aus Iserlohn hatten mit ihren Kindern am Rhein gezeltet und waren zum Schwimmen gegangen. Die 42-Jährige berichtete, einer der Männer sei im Wasser in Not geraten; die anderen Mitglieder der Gruppe seien ihm dann zu Hilfe geeilt. Die Frau konnte sich aus eigener Kraft ans Ufer retten.

Die Polizei warnte eindringlich davor, im Rhein schwimmen zu gehen. Jeder, der sich hineinbegebe, setze sich einem hohen Risiko aus, sagte ein Sprecher.



Dienstag, 18. August 2009
Wochenende: Mindestens 7 Badetote in Deutschland
ImageMindestens sieben Menschen sind am Wochenende in Deutschland ertrunken. Zwei von ihnen, eine Frau aus Berlin und eine Rentnerin in Düsseldorf, werden noch vermisst. Im Berliner Stadtteil Gatow beobachtete ein Rettungsschwimmer der Wasserwacht an einer Badestelle, wie eine Frau etwa 50 Meter vom Ufer entfernt unterging.

Mit Booten sucht die Feuerwehr eine Schwimmerin im Rhein bei Düsseldorf. Sie war allein zum Baden gegangen, schnell in Richtung Strommitte abgetrieben und dort untergetaucht. Offensichtlich war die Frau ohne Begleitung und ohne Badeutensilien Schwimmen gegangen.

In Düsseldorf wurde eine ältere Frau am Sonntagnachmittag beim Schwimmen im Rhein abgetrieben. Die Polizei geht davon aus, dass sie ertrunken ist. Die Duisburger Kripo berichtete, dass es sich um eine 68-jährige Frau aus Ratingen handelt. Gegen 15.10 Uhr beobachteten zwei Passanten im Stadtteil Wittlaer, wie sie mehrfach untertauchte.

In Ingelheim bei Mainz starb eine 25-jährige Frau beim Baden im Rhein. Ihre Leiche wurde erst am Sonntagmorgen geborgen, wie die Mainzer Polizei mitteilte. Die Frau war am Samstag mit ihrem Lebensgefährten und den drei Kindern ihrer Schwester in einem Seitenarm des Rheins Schwimmen gegangen. Die Gruppe geriet in eine dort herrschende tückische Unterströmung. Der Mann und ein Kind konnten sich ans Ufer retten.

In Bayern ertranken zwei Männer: Ein 36-jähriger Mann aus Neustadt an der Donau wurde am Sonntagvormittag von Tauchern tot aus dem Bruckberger Weiher bei Mauern im Landkreis Kelheim geborgen, wie die Polizei berichtete. In Veitshöchheim (Kreis Würzburg) ist ein Mann von einem fahrenden Schiff in den Main gesprungen und ertrunken. Der 40 Jahre alte Fotograf war mit einer Hochzeitsgesellschaft unterwegs, als ihm ein Teil seiner Ausrüstung ins Wasser fiel, teilte die Polizei in Würzburg mit. Kurzerhand sprang der Mann hinterher und wurde in die Tiefe gezogen. Einem Aufgebot von 50 Feuerwehrleuten und Tauchern gelang es, den 40- Jährigen aus dem Wasser zu holen. Trotz sofortiger Reanimation starb er kurze Zeit später im Krankenhaus.

In der Donau ertrank ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Freising. Er war nach Angaben der Polizei in Ingolstadt mit einem Verein auf einer Bootstour unterwegs. Den Samstagabend verbrachte die 30-köpfige Gruppe mit einer gemeinsamen Feier in Vohburg. Der Mann wurde seit den frühen Morgenstunden vermisst. Nach einer groß angelegten Suchaktion unter Einsatz eines Hubschraubers wurde er am Morgen tot im Wasser gefunden.


Sonntag, 16. August 2009
Baggersee: 25-Jähriger ertrunken
ImageEin klassischer Badeunfall ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Samstag.  In einem Baggersee bei Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) ertrank am frühen Samstagabend ein 25-Jähriger. Der junge Mann war gemeinsam mit Freunden zu einer rund 30 Meter entfernten Insel geschwommen, wie die Polizei in Bad Segeberg berichtete. Kurz vor dem Ziel verließen den 25-Jährigen die Kräfte und er versank vor den Augen seiner Kameraden. Diese alarmierten die Rettungskräfte. Taucher der Hamburger Feuerwehr fanden den leblosen Mann und brachten ihn an Land. Dort konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. In dem Baggersee ist das Baden verboten.


Sonnabend, 15. August 2009
Rip-Strömungen: Stand der Dinge in Europa
Blausand.de: 4000 bis 6000 Badetote im Jahr wegen Rip-Strömungen
ImageVon den 46 europäischen Ländern bieten mehr als die Hälfte die Möglichkeit, im Meer zu schwimmen. In allen Gewässern besteht grundsätzlich das Risiko von Rip-Strömungen. Die populärsten Reiseländer für Badeurlaub sind Spanien, Italien, Frankreich, Türkei und Deutschland.

Bei der Bewertung der Situation in europäischen Ländern ergibt sich in Abhängigkeit von touristischem Interesse, Anteil der Meeresstrände und finanziellen Möglichkeiten für den Einsatz von präventiven Maßnahmen ein sehr unterschiedliches Bild. In allen europäischen Ländern mit Meeresstränden sind ImageRip-Strömungen die größte Unfall- und Ertrinkungsgefahr beim Baden im Meer. Warnungen vor den Strömungsgefahren in Europa sind aber die Ausnahme und Warnschilder, die explizit auf Gefahren von Rip Currents hinweisen, sind oft nur in der jeweiligen Landessprache vorhanden.

Allein in Spanien gibt es nach offiziellen Angaben mindestens 2000 tödliche Ertrinkungsunfälle pro Jahr, in ImageDeutschland jährlich zwischen 400 und 600 tödliche Unfälle. Ertrinkungszahlen in Ländern Europas werden ansonsten selten erhoben und/oder veröffentlicht. Unfallanalysen und Studien zur Risikobewertung existieren bisher nicht. Empirische Forschung zu Rip-Strömungen gibt es bisher nur sporadisch. Seitens der Europäischen Union (EU) existieren bisher keine Forschungsaktivitäten.

Die Zahl der Ertrinkungstoten in Europa liegt nach Angaben der WHO bei etwa 35.000 Menschen im Jahr. Das sind statistisch gesehen etwa 100 Menschen am Tag. Blausand.de schätzt die Zahl der  tödlichen Unfälle im Meer pro Jahr auf 18.000, den Anteil beim Freizeitsport Schwimmen auf 12.000 und die Zahl der Imagetödlichen Unfälle unter dem Einfluss von Rip-Strömungen auf jährlich 4000 bis 6000 Menschen

In den letzten zwei Jahren durchgeführte Befragungen durch Blausand.de an spanischen, türkischen, portugiesischen und deutschen Stränden mit Strömungsgefahren haben ergeben, dass nur zwischen 3 und 4 Prozent der Badegäste ein Gefahrenbewusstsein haben. Der Anteil der Befragten, die Informationen zum richtigen Verhalten in Rip-Strömungen haben, liegt sogar noch darunter. Hier geht es zur Blausand-Dokumentation zum Thema >>>


Donnerstag, 13. August 2009
Dänemark: Vater und Tochter ertrunken
Ertrinkungsopfer kommen meist aus Deutschland
Blausand.de warnt vor Strömungen an jütländischer Küste
ImageZwei deutsche Urlauber sind am Dienstag dieser Woche in der Nordsee bei Hvide Sande in Dänemark ertrunken. Nach Berichten einer deutschsprachigen Zeitung in Dänemark schwammen in 56-jähriger Mann aus Bayern und sein Schwiegersohn in den Fluten, als der ältere der beiden einen Schwächeanfall be­kam. Der Schwiegersohn versuchte ihn zu retten, während die Tochter und Ehefrau das Geschehen vom Strand aus sah und selbst in Wasser sprang, um ihrem Mann zu helfen, den Vater zu retten. Die junge Frau verschwand in den Wellen, während ihr Mann seinen Schwiegervater an Land bringen konnte, der aber bereits ertrunken war. Ein anderer deutscher Tourist konnte später die Leiche der jungen Frau bergen. Der Schwiergsohn musste stark entkräftet ins Krankenhaus nach Herning gebracht werden.

Erst am 28. Juli dieses Jahres war ein 52-jähriger aus Neustadt bei Hvide Sande ertrunken, als er seinen 14-jährigen Sohn retten wollte, der sich danach selbst an Land retten konnte. Eine Statistik der dänischen Stiftung TrygFonden besagt, dass dort von 2001 bis 2006 insgesamt 14 Ausländer ertranken - alle kamen aus Deutschland. In diesem Zeitraum kamen vier Dänen in den Fluten um.

Die Zeitung "Der Nordschleswiger" hat sich bereits im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Rat für Badesicherheit um Information über sicheres Schwimmen bemüht. Die Zeitung warnt: "In Sandbänken entstehen gelegentlich Löcher oder Rinnen, durch die das Wasser mit einer starken Strömung, der Rip-Strömung zurück zum Meer fließt. " Die Dänen nennen diese Stellen Pferdelöcher ("hes­tehuller"). Diese  befinden sich oft genau dort, wo das Wasser ganz ruhig und am verlockendsten wirkt.

Blausand.de warnt ausdrücklich vor Badegefahren in Dänemark. Es gibt viel zu wenig Rettungsschwimmer, die Gäste werden nur unzureichend vor den Strömungen gewarnt. Angeraten wird, besonders an der jütländischen Nordseeküste auf die starke Strömung zu achten, nicht allein und möglichst nur an bewachten Stränden zu baden und sich vor Ort zu erkundigen, wann und wo das Baden sicherer ist. In diesem Dänemark-Forum gibt es inzwischen eine rege Diskussion zum Unfall und zum Thema. Spezielle Informationen zur Badesicherheit in Dänemark (auch als Broschüre in deutscher Sprache zu bestellen) gibt es hier.


Dienstag, 11. August 2009
TUI: kinderleicht schwimmen lernen
Schwimmkurs für Kinder vom 25. bis 30. August im Club Magic Life Kos
ImageDer Reiseveranstalter TUI engagiert sich wieder mal für Badesicherheit im Urlaub. Im Club Magic Life Kos (Griechenland) wird für Kinder ab fünf Jahren in der Zeit vom 25. bis 30.8.2009 ein Schwimmkurs angeboten. In der neu renovierten Clubanlage bringen zwei ausgebildete Lehrer der Österreichischen Wasserrettung den Kindern auf spielerische Art das Schwimmen näher. An sechs Tagen üben die Kinder in 45-minütigen Trainingseinheiten die Bewegungsabläufe im Wasser. Am Ende des Kurses erhalten alle Schwimmneulinge ein Diplom über ihre Teilnahme. Anmeldungen nimmt das Entertainment-Team im Club Magic Life Kos beim Magic Radio oder am Activity Desk entgegen. Und während die Kleinen das Schwimmen erlernen, können Mama und Papa sich im umgebauten Spa-Bereich entspannen oder an der neuen Beach Bar einen Drink nehmen.

Eine Woche im Club Magic Life Kos mit Anreise am 24. August kostet inklusive Flug, z.B. ab/bis Frankfurt, und All Inclusive ab 1307 Euro pro Person im Doppelzimmer. Ein Kind im Alter zwischen sechs und fünfzehn Jahren reist zum Kinderfestpreis von 499 Euro. Alle Infos zu den Schwimmkursen im Urlaub finden Sie hier.


Montag, 10. August 2009
Wochenende: 4 Ertrinkungsopfer in Bayern
ImageBei Bade- und Bootsunfällen sind in Bayern seit Freitag vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein zweijähriges Mädchen. Die Kleine war am Freitagabend in Vöhringen unbemerkt in einen Bach gefallen. Erst bei einem Wehr wurde das Kind von einem Anlagenwärter leblos im Wasser gefunden. Versuche, das Kleinkind wiederzubeleben, blieben erfolglos. Es starb in einer Kinderklinik. Ein 71-Jähriger wurde ebenfalls am Freitag beim Segeln am Chiemsee bei Prien vom Masten getroffen und tödlich verletzt. Eine Windböe hatte beim Einholen der Segel den Mast gegen den Rücken des Rentners geschleudert. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, in dem er an inneren Blutungen starb.

Ein 79-Jähriger wollte in einem Weiher bei Bad Aibling nach Polizeiangaben nur eine Runde Schwimmen gehen. Wenig später wurde seine Leiche im Wasser entdeckt. Bekannte hatten vom Ufer aus den Notruf verständigt, nachdem der Mann nach zwanzig Minuten nicht zurückgekehrt war. In der Nacht zum Samstag ertrank ein 29-jähriger Angler in Niedernberg (Lkr. Miltenberg) nach einem Bootsunfall. Ein Bekannter sah ihn etwa 200 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser fallen, wie die Polizei in Würzburg berichtete. Rund 200 Rettungskräfte machten sich auf die Suche nach ihm, erst am Samstagnachmittag fanden Taucher seine Leiche.


Sonnabend, 8. August 2009
"Heaven stood still": Willy DeVille ist tot
ImageWilly war fast immer irgendwo in der Nähe, in Bremen (extrem übel gelaunt, als es ihm im Pier2 zu heiß war), in Berlin (vielleicht das Beste, was im alten Tempodromzelt jemals passiert ist), in Hamburg (vor 200 seligen Fans bei einem Italiener, die, weil sich Willy verspätete, vorher mit viel Wein abgefüllt wurden), in Hannover, Bielefeld und Hengelo, als er wenige Tage nach dem Ertrinkungstod von Beate das Lied sang, das ihre Seele berührt hatte: Heaven stood still. Ob es sowieso auf der Set List stand? Sein Micro-Hals war voll mit frischen roten Rosen, die bis in die ersten Reihen hineindufteten und die er uns am Ende zuwarf, nach Hey Joe oder nach Cadillac Walk, bevor er generös abtrat. Gestern ist Willy DeVille kurz vor seinem 59. Geburtstag endgültig abgetreten.


Freitag, 7. August 2009
Rhein: Vater ertrinkt bei Rettungsversuch seines Sohnes
ImageSchon wieder ein Ertrinkungsopfer im Rhein, schon wieder ein Vater, der seinen Sohn retten wollte: Ein 39-jähriger Kölner ist bei dem Versuch, seinen Sohn aus dem Rhein zu retten, ums Leben gekommen. Der Vater war seinem achtjährigen Kind an zur Hilfe geeilt, als dieses im Fluss unterzugehen drohte, teilte die Polizei in Lahnstein (Rheinland-Pfalz) mit. Dabei geriet der 39-Jährige selbst in Lebensgefahr.

Ein einheimischer Passant sprang kurz entschlossen hinterher und konnte das Kind aus dem Wasser ziehen. Auch den Vater bekam er kurz zu fassen, verlor ihn dann aber wieder.

Eine Taucherstaffel der Feuerwehr rettete den leblosen Mann später vom Grund des Flusses. Er konnte zwar wiederbelebt werden, starb dann aber in der Nacht zum Freitag in einem Koblenzer Krankenhaus. Das Kind kam zur Untersuchung in ein Krankenhaus.


Freitag, 7. August 2009
Badeunfälle in Hamburg und Bissingen
ImageEin neun Jahre altes Mädchen ist im Freibad Osdorfer Born im Westen von Hamburg beinahe ertrunken. Zwei Jugendliche hatten es gerade noch rechtzeitig aus dem Becken gezogen. Ein Bademeister und eine Ärztin, die ebenfalls im Freibad war, reanimierten das Kind. Den Rettern der Feuerwehr gelang es schließlich, das Herz der Schülerin wieder zum Schlagen zu bringen. Selbstständig atmen konnte sie allerdings noch nicht. Sie kam anschließend auf die Intensivstation eines Krankenhauses. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch. Ob sie bleibende Gesundheitsschäden erlitten hat, ist derzeit nicht bekannt. Die Neunjährige war in Begleitung eines Nachbarn und drei weiterer Kinder ins Freibad gegangen.

Ein 17 Monate altes Mädchen ist in Bissingen (Kreis Esslingen) in einen Gartenteich gefallen und ertrunken. Das Kleinkind hatte am Dienstagabend mit anderen Kindern draußen gespielt, plötzlich war es verschwunden. Familie und Nachbarn suchten zunächst vergeblich nach dem Mädchen und alarmierten die Polizei. Schließlich entdeckte der Vater das leblose Kind in dem flachen Teich auf dem Nachbargrundstück. Wie die Polizei mitteilte, starb es wenig später im Krankenhaus.


Donnerstag, 6. August 2009
Tödlicher Rettungsversuch in Bayern
Generelles Badeverbot im Rhein?
ImageWie tragisch ein Rettungsversuch enden kann, zeigte sich am Montag letzter Woche an der Mangfall bei Bad Aibling (Landkreis Rosenheim, Bayern). Passanten wollten zwei Kinder aus dem Fluss retten. Hierbei gerieten zwei Ersthelfer in Not. Beide mussten selbst gerettet und reanimiert werden. Einer der Retter verstarb inzwischen an den Folgen des Rettungsversuchs. Die Kinder wurden nahezu unverletzt gerettet. Insgesamt acht couragierte Passanten waren bei der Rettungsaktion beteiligt.

Die 12- und 13-jährigen Jungen aus Bad Aibling waren im etwa ein Meter tiefen Wasser, als sie in Bedrängnis kamen. Dies beobachtete ein Ehepaar (Frau 54, Mann 60 Jahre) und sprang ins Wasser, um zu helfen. Ebenso zwei 41- und 57-jährige Bad Aiblinger. Die Kinder konnten ans Ufer gebracht werden. Zwischenzeitlich war auch ein weiteres Paar im Wasser, um ebenfalls zu helfen, beide wurden aber selbst abgetrieben. Den Ersthelfern gelang es, die bereits bewusstlose Frau zu bergen. Deren Partner wurde weiter abgetrieben.

Ein 49-jähriger Jogger sah den Mann und wollte ihn retten. Dies gelang ihm nicht und zusätzlich geriet er selbst noch in Schwierigkeiten. Ihm wurde von einem weiteren Passanten geholfen. Zwischenzeitlich war der ursprünglich in Not geratene Mann weiter abgetrieben. Erst kurz vor der Überführung der Staatsstraße konnte der Bewusstlose von Kräften der zwischenzeitlich alarmierten Wasserwacht und Feuerwehr Imagegeborgen werden. Notarzt und BRK-Helfer gelang es, das Paar zu reanimieren. Beide wurden schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Einer der beiden Jungen ist leicht unterkühlt, ansonsten sind beide unverletzt.

Unterdessen wird nach zahlreichen tödlichen Badeunfällen im Rhein in der Bevölkerung und in den Medien die Alternative eines generellen Badeverbots diskutiert. Aus einem Kommentar von RP online: "Oft unter Einsatz ihres Lebens müssen DLRG-Retter leichtsinnige Menschen aus dem Rhein bergen. Die Gefährlichkeit des Schwimmens wird von niemandem ernstlich bestritten -- warum eigentlich ist es dann nicht konsequenterweise verboten? Die Ufer des Rhein können anders als die Touristenhochburgen an der Ostsee nicht ständig überwacht werden. Dazu fehlt es den DLRG-Ortsvereinen an Personal. Auch fehlen Hinweisschilder, die aufmerksam machen. Der Gesetzgeber regiert in so viele Bereiche hinein, um den unmündigen Bürger vor sich selber zu schützen (Beispiel Anschnallpflicht). Warum lässt er ihn unbekümmert ins Wasser gehen? Das fehlende Badeverbot gaukelt eine trügerische Sicherheit vor."


Mittwoch, 5. August 2009
Schon der zweite tödliche Badeunfall auf Sylt
ImageAm Freitagnachmittag letzter Woche verunglückte am Westerländer Hauptstrand auf der Nordseinsel Sylt ein 78-jähriger Urlauber tödlich. Der Mann war nach Medienberichten gemeinsam mit seiner Frau gegen 17 Uhr zum Baden in die Nordsee gegangen, als seine Frau plötzlich von einer Welle erfasst, gegen eine Betonbuhne geschleudert wurde und sich erhebliche Verletzungen am ganzen Körper zuzog. Während sich die Frau selbst an Land retten konnte, wurde ihr Ehemann von Wellenreitern später leblos im Wasser treibend gefunden. Ob auch er von einer Welle oder der Strömung erfasst wurde, ist nicht bekannt. Die Versuche von Rettern und Notarzt, den 78-Jährigen zu reanimieren, schlugen fehl.

Dieser Unfall ist bereits der zweite tödliche Badeunfall in diesem Sommer auf Sylt. Blausand.de liegen Schilderungen von Augenzeugen vor, nach denen es bereits am 26. Juli dieses Jahres vor dem Hauptstand von Westerland auf Sylt zu chaotischen Szenen im Wasser mit mehreren Fast-Ertrunkenen gekommen ist.


Dienstag, 4.  August 2009
Urlaubsberichte, Gewinnspiel: Einsendeschluß 30.9.2009
Buch mit Geschichten über das Ertrinken: Redaktionsschluß 30.11.2009
Blausand.de bittet Sie, Ihre Erfahrungen im diesjährigen Badeurlaub an Europas Badestränden aufzuschreiben und uns - auch gern bebildert - zuzusenden. Wo haben Sie Ihren Badeurlaub verbracht,  in welchem Land, an welchem Strand? Wie beurteilen Sie die Badesicherheit? War der Strand bewacht und gab es mehrsprachige Warnhinweise? Gab es auch kritische Situationen? Bitte senden Sie Ihre ImageBeiträge bis 30.9.2009 an . Alle Einsender nehmen am Blausand.de-Gewinnspiel mit attraktiven Reisepreisen in Höhe von über 1000 Euro teil. Alle Infos zum Gewinnspiel erhalten Sie hier.

Wenn Sie sich mit Ihrem Beitrag am Buch "Geschichten über das Ertrinken" beteiligen möchten, das der Gründer von Blausand.de, Rolf Lüke, im kommenden Jahr herausgeben wird, erhalten Sie alle Einzelheiten dazu im Buchexposé, bitte klicken Sie hier. Redaktionsschluß ist der 30.11.2009. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an .


Montag, 3. August 2009
Strömung im Rhein: 2 Ertrunkene, 1 Vermisster
ImageBei einem Badeunfall im Rhein bei Wesel sind ein 45 Jahre alter Mann und eine 46-jährige Frau aus Iserlohn ertrunken. Eine 42-Jährige konnte gerettet werden, ein Mann wird noch vermisst, wie die Polizei in Duisburg am Samstagabend mitteilte. Die Wasserschutzpolizei war gerufen worden, weil ein Mensch im Rhein gesehen worden war. Die Beamten zogen die leblose Frau und den 45-Jährigen aus dem Wasser. Beide konnten aber nicht mehr reanimiert werden. Am Ufer entdeckten Polizisten später eine völlig aufgelöste Frau, die sagte, einer aus ihrer Gruppe sei zum Baden ins Wasser gegangen und in Not geraten. Die anderen hätten helfen wollen. Sie selbst habe sich als einzige retten können. Die Angehörigen und die 42-jährige Frau, die den Unfall überlebt hatte, wurden von einem Opferschutz-Team der Polizei betreut. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hatten die verunglückten Alkohol getrunken.

Von einem Mann, der von der Strömung mitgezogen wurde, fehlte gestern noch jede Spur. Mit Polizei- und Rettungshubschraubern, Polizei- und Feuerlwehrbooten und zahlreichen Polizisten an den Ufern wurde rund eineinhalb Stunden erfolglos nach dem Vermissten gesucht.  "Wahnsinn, wie viele Menschen am Rhein campen und im Fluss schwimmen gehen", wird Wilhelm Pooth, Einsatzleiter der Weseler Feuerwehr nach dem Hubschrauberflug am Ufer entlang von den Medien zitiert. Insgesamt sind in diesem Jahr bereits sieben Menschen im Rhein ums Leben gekommen.

Wer mehr zu den Risiken in Flüssen wissen will: Infos zu "Gefahren an Fließgewässen", der Autor ist Marc Hasenjäger von der DLRG Burscheid, finden Sie hier >>>


Sonntag, 2.  August 2009
Deutsche Familie klagt  wegen zu viel Wellen auf den Seychellen
ImageDer hohe Wellengang auf den Seychellen hat einer Familie aus Wiesbaden den Urlaub vermiest, weil Schnorcheln und Schwimmen nicht möglich waren. Allerdings hat die deshalb eingereichte Klage gegen den Reiseveranstalter nach erster Einschätzung des Landgerichts in Hannover keine große Aussicht auf Erfolg.

Es sei schwierig, sagte ein Gerichtssprecher, eine Haftung wegen schlechten Wetters durchzusetzen. Der Familienvater verlangt eine Minderung um 25 Prozent auf den Reisepreis von 27.000 Euro für die zweiwöchige Reise der dreiköpfigen Familie in das Inselparadies im Indischen Ozean. Am 17. August soll die Entscheidung verkündet werden.


Sonnabend, 1. August 2009
Hamburg: Acht Opfer mit Querschnittlähmung
ImageBei Badeunfällen starben allein im vergangenen Jahr in Hamburg 18 Menschen, acht wurden mit einer Querschnittlähmung im Querschnittgelähmtenzentrum in Boberg behandelt, berichtet das Internetportal vom Hamburger Abendblatt.

In diesem Jahr gab es bereits drei Fälle. "Viele Unfälle könnten bei vernünftigem Verhalten vermieden werden", sagt Chefarzt Dr. Roland Thietje. "Das Problem liegt in der richtigen Aufklärung", so der Mediziner. Bei vielen Unfällen sei Alkohol im Spiel gewesen oder sie seien durch jugendlichen Leichtsinn geschehen. Allein drei Prozent aller Querschnittgelähmten seien "Flachspringer" gewesen, die meisten im Alter zwischen 15 und 30 Jahren.

 
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