Aktuell im Oktober 2009
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Schweinegrippe, Auslandsreisen, Impfung
ImageViele Diskussionen und Irritationen gibt es rund um die Impfungen gegen die Schweinegrippe, die seit Beginn dieser Woche in fast allen Bundesländern möglich sind. Das Centrum für Reisemedizin CRM jedenfalls empfiehlt Auslandsreisenden, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen - allein schon wegen Menschenansammlungen, vollen Warteräumen an Flughäfen und Gedränge in Bussen und Bahnen. "Da weiterhin viele Infektionen im Ausland erworben werden, halten wir die Impfung insbesondere für Personen mit Risikofaktoren, wie zum Beispiel für chronisch Kranke, für sinnvoll", wird Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM, von "Spiegel Online" zitiert.

Das CRM empfielt als Vorsichtsmaßnahme, sich häufig die Hände zu waschen und größere Menschenansammlungen sowie den Kontakt zu Kranken zu meiden. Urlauber sollten sich aber rechtzeitig um einen Impftermin kümmern: Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln dauert es etwa 14 Tage, bis die Impfung wirkt.


Montag, 26. Oktober 2009
Gewinnspiel zur SOS-Kampagne, Gewinner
ImageAn diesem Wochenende wurden die Gewinner der Blausand.de SOS-Kampagne 2009 gezogen. Über 800 Einsendungen haben wir erhalten, die uns auf die Frage: Wie schwimme ich sicher in Flüssen und Seen? die richtige Antwort hatten ("Ich schwimme nie allein und nur, wenn Flüsse und Seen bewacht sind").

Und hier die Gewinner: Marion Kempen aus Frankfurt gewinnt den 1. Preis, ein Geniesserwochenende in Hamburg, Hans-Joachim Piepereit aus Berlin ist der Gewinner vom 2. Preis, ein exklusiver Rimowa Business-Trolley. Den 3.-10. Preis, jeweils Reiseführer aus dem Programm des Michael-Müller-Verlags, erhalten: Tanja Kraeber aus Landstuhl, Jürgen B. Pöhler aus Stuttgart, Margret Großkämper aus Donsbrüggen, Bettina Kieslich aus Hamburg, Wolfgang Sempert aus Osterhofen, Dieter Zilch aus Biebergemünd, Monika Pirkl aus Braunschweig und Udo Bourquin aus Gustavsburg. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!


Freitag, 23. Oktober 2009
Spanien: vermutlich vier Menschen ertrunken
Tragische Ertrinkungsunfälle in Spanien mit vermutlich vier Todesopfern gab es im Laufe dieser Woche. Ein 29-jähriger Brite und eine 24 Jahre alte Frau hatten zusammen mit drei weiteren jungen Leuten trotz Sturms und starken Seegangs in angetrunkenem Zustand ein Bad genommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, waren die Wellen an der Costa Dorada zur Zeit Imagedes Unglücks in der Nacht zum Mittwoch dieser Woche mehrere Meter hoch. "Es ist ein Wunder, dass drei Mitglieder der Gruppe sich aus eigener Kraft auf den Strand retten konnten", sagte der Stadtrat .

Ein 13 Jahre alter deutscher Junge ist vermutlich ertrunken. Gestern wurde er gegen 13 Uhr 30 beim Spielen am Arenal-Strand im spanischen Calpe von einer 100 Kilometer schnellen Sturmböe erfasst und ins Meer geschleudert. Bislang, so die Zeitung "Información", tauchte er nicht wieder auf. Ein Freund, bei dem der Junge in den Ferien war, ein senegalesischer Passant und Feuerwehrleute versuchten, den Jungen zu retten. Einer der Feuerwehrmänner hatte ihn bereits an der Hand gefasst, aber eine riesige Welle trennte die Beiden wieder. Drei Feuerwehrleute, der Freund sowie der Senegalese mussten anschließend in die Klinik gebracht werden, der Senegalese befindet sich in kritischem Zustand. Er hatte beim Versuch, den Deutschen zu retten, zu viel Wasser geschluckt. Heute wurde die Suche fortgesetzt, die am Donnerstag bei Einbruch der Dunkelheit aufgegeben werden musste.

Auf Lanzarote ist gestern eine Frau bei einem Badeunfall ertrunken. Die 66jährige Urlauberin hat an einem Strand im Gemeindegebiet von Yaiza einen Herzanfall erlitten. Andere Strandbesucher haben noch versucht die Frau aus dem Wasser zu retten Doch 66-jährige hat den Herzanfall nicht überlebt. Der Unfall geschah um die Mittagszeit.


Mittwoch, 21. Oktober 2009
Australien: between the flags...
ImageNicht nur an Europastränden, auch in Australien herrscht viel Unkenntnis zu Baderegeln und Wassergefahren. Der Grund, warum die Ertrinkungszahlen hier im letzten Jahr mit 94 Opfern um 10 Prozent gestiegen sind, führen Wasserretter auf die Tatsache zurück, dass die Opfer außerhalb der durch Flaggen begrenzten Badezonen geschwommen sind. Andere Gründe: Die faszinierenden australischen Strände scheinen immer beliebter zu werden. Aber auch die Ertrinkungszahlen in Flüssen und Swimmingpools sind in Australien im letzten Jahr um 12 Prozent gestiegen.

Australien will jetzt die Zahl der Rettungsschwimmer erhöhen, auch nachts, weil sich die Zahl der Badeunfälle unter Alkohol ebenfalls erhöht hat. In Australien hat jeder zweite tödliche Ertrinkungsunfall eine alkoholbedingte Ursache.


Dienstag, 20. Oktober 2009
Reiseveranstalter und Badesicherheit 2010
ImageIn diesen Tagen erhalten die führenden deutschen Reiseveranstalter Post von Blausand.de. Hintergrund: Wir bereiten  eine Übersicht zu den Aktivitäten der Unternehmen in Hinblick auf die Badesicherheit 2010 in europäischen Urlaubsländern vor. Auszug aus dem Fragenkatalog für die Unternehmen: Werden Urlauber vor Badegefahren gewarnt und werden Baderegeln vermittelt? Welche Kommunikationsmittel (Katalog, Internet, Reiseunterlagen, Zielgebietsinformationen, Informationsmappen) werden dafür eingesetzt? Geben die ReiseleiterInnen Informationen zu Badegefahren und Baderegeln an die Urlauber weiter? Kooperieren die Unternehmen in Hinblick auf Badesicherheit mit Verbänden, Kommunen, Hotelpartnern, Wasserrettungsorganisationen und Dienstleistern?

Die Ergebnisse der Umfrage werden ab Mitte Dezember 2009 hier auf Blausand.de  veröffentlicht.


Montag, 19. Oktober 2009
Umfrage: Mecklenburg-Vorpommern Nr. 1 im Inland,
Italien Nr. 1 im Ausland
ImageAuf ihren Sommerurlaub haben die Deutschen trotz der Wirtschaftskrise nicht verzichtet. Im Vergleich zum Vorjahr gab es nur wenige Veränderungen im Reiseverhalten, wie eine Studie des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) zeigt. Die durchschnittliche Reisedauer beträgt nach dieser Studie durchschnittlich 13,6 Tage. Der Trend zu immer kürzerem Sommerurlaub scheint aus Sicht des ETI vorerst gestoppt zu sein.

Beliebtestes Reiseziel der Deutschen ist nach wie vor Deutschland selbst. Das beliebteste Reiseland außerhalb der Grenzen ist Italien, das mit 11,2 Prozent deutlich vor Spanien (6,7 Prozent) und Österreich (6,3 Prozent) lag. Beim Interesse der Deutschen zugelegt haben nach den Erkenntnissen der Forscher außerdem Kroatien (4,4 Prozent), die Türkei (4,2 Prozent) und Griechenland mit 3,5 Prozent der Urlauber.

Innerhalb Deutschlands landete Mecklenburg-Vorpommern klar an der Spitze: 26 Prozent der Urlauber zog es an die Ostsee oder an die Mecklenburgische Seenplatte. Dagegen musste sich Bayern, der schärfste Konkurrent des Nordostens, mit 18 Prozent und Platz zwei zufriedengeben, gefolgt von Schleswig-Holstein (15 Prozent), Baden-Württemberg (9 Prozent) und Niedersachsen (8 Prozent).

Die Daten zeigen den Wissenschaftlern zufolge, dass die Berichterstattung über die Krise der Finanzmärkte und der Wirtschaft praktisch keinen Einfluss auf die Entscheidungen über den Sommerurlaub hatte.


Freitag, 16. Oktober 2009
15.11.09, Herne: Alles für die Katz
ImageGern weisen wir auf eine Benefiz-Veranstaltung zur Unterstützung des Bremer Tierschutzvereins Acción Francisco e.V. hin, die am Sonntag, 15. November 2009 von 13 bis 22 Uhr in der Kulturgaststätte "Sonne" in Herne (Nordrhein-Westfalen) stattfinden wird. "Bratwurst meets Tapas" lautet das Motto für die Verpflegung, Reinhard Touristik sponsort eine Reise nach Formentera und auch Niklaus Schmid, Schriftsteller und Buchautor, wird dabei sein. Der Eintritt ist frei. Auf der Veranstaltung kann man auch die Blausand.de - Armbänder gegen das Ertrinken zum Stückpreis von 10 Euro für Badesicherheit in Europa erwerben.


Donnerstag, 15. Oktober 2009
TUI sucht 600 Animateure für 2010
Bezahlter Urlaub unter Palmen, ein paar lustige Spielchen am Tag und abends feiern bis zum Sonnenaufgang: Wer sich den Job als Animateur so vorstellt, wird bei der TUI enttäuscht. Willkommen im Club sind kreative, belastbare und aufgeschlossene ImageOrganisationstalente, die sich mit dem Volleyball am Strand genauso wohl fühlen wie mit dem Kochlöffel im Restaurant oder mit zwanzig Kindern im Ausflugsbus.

Ab sofort sucht die TUI Service AG im Auftrag der TUI Deutschland GmbH rund 600 neue Animateure für ihre TUI Schöne Ferien Clubs und 1-2-FLY FUN CLUBs. Kinderbetreuer werden zudem in den Baadingoo Kinderclubs der Marke TUI und in den SOLINO Kinderclubs der Marke 1-2-FLY eingesetzt. Einsatzzeitraum ist die Sommersaison 2010. Wichtige Voraussetzungen für den Job unter südlicher Sonne sind Teamfähigkeit, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein ebenso wie Erfahrung in den Bereichen Pädagogik, Gruppenfitness, Sport, Musik oder Technik. Im Rahmen eines eintägigen "JobDays" lernen Bewerber das Unternehmen kennen und erhalten erste Informationen über die Arbeit als Animateur. Im Frühjahr 2010 werden die zukünftigen Mitarbeiter in mehrtägigen Aus- und Weiterbildungen auf ihren Einsatz vorbereitet. Die Termine und Orte der nächsten JobDays sind: 20. 10. Hannover, 27. 10. München, 28. 10.  Wuppertal, 3. 11. Altendorf in der Schweiz, 11. 11. Hannover, 13. 11. Frankfurt, 18. 11. Berlin. Die Veranstaltungsorte und weitere Termine werden rechtzeitig im Internet bekannt gegeben unter www.tui-animation.de. Dort finden Bewerber auch weitere Informationen und ein Bewerbungsformular.


Dienstag, 13. Oktober 2009:
Gute Idee: "Rent a Lifeguard"
ImageImmer dann, wenn Betreuer keine ausreichende Erfahrung mit Erster Hilfe und Wasserrettung haben, sind organisierte Reisen und Badeurlaube von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Risiken verbunden.

22 Jugendliche mit sechs Betreuern vom evangelischen Dekanatsjugendreferat Rügheim begaben sich in diesem Sommer auf die Reise ins Jugendcamp La Liccia auf der italienischen Insel Sardinien. Mit dabei auch der Rettungsschwimmer und Sanitäter Michael Huth von der DLRG Ebern in der Funktion als "Baywatch"- und Ersthelfer, der für ein großes Maß an Sicherheit für die Reiseteilnehmer sorgte. Der nahe gelegene Badestrand hatte seine Tücken, denn viele Jugendliche ließen sich nicht abhalten, im Meer zu schwimmen, als sich die Wellen schon manchmal bis an die Grenzen zum Badeverbotes bewegten. Michael Huth, mit einem Gurtretter ausgestattet, stand im Notfall zur Verfügung und wurde danach gleich für das nächste Jahre gebucht.

Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Fragen Sie Ihre DLRG oder Ihre Wasserwacht.


Montag, 12. Oktober 2009
Rip-Strömungen: erschreckend wenig Gefahrenbewußtsein
ImageNach Blausand.de-Schätzungen sind Rip-Strömungen die Ursache für den Tod von jährlich zwischen 4000 und 6000 Menschen in Europa. Kürzlich durchgeführte Befragungen von Urlaubern ergaben, dass nur 3 Prozent - ein verschwindend kleiner Teil der Befragten - ein Gefahrenbewusstsein für dieses Risiko hat. Der Anteil der Strandbesucher, die wissen, wie sie sich in Rip-Strömungen verhalten sollten, liegt sogar noch darunter. Das ist auch kein Wunder: Warnungen gibt es selten und es existierten in Europa so gut wie keine Forschungen zu Rip-Strömungen. Hier erfahren Sie mehr über die größte Gefahr an Europas Badestränden >>>


Sonntag, 11. Oktober 2009
Die "Seenotretter" erhalten mehr als 100.000 Euro
ImageDie Spendenbereitschaft zu Gunsten der Seenotretter (der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS) beruht auf einer höchst erfolgreichen Mischung aus Tradition, technischer Faszination und erfolgreichen Marketingaktionen etwa mit glaubwürdigen "Botschaftern" wie dem Schauspieler Jan Fedder oder dem Trainer Thomas Schaaf sowie mit professionellem Spendenmarketing. Viele Aktionen der Seenotretter machen Schlagzeilen. "Mit Rettungsboot zur Entbindung" hieß es beispielsweise im vergangenen Jahr.

ImageAm Wochenende erhielten die Retter bei einer festlichen Spendengala im Bremer Rathaus über 100.000 Euro. Es kamen 240 Gäste für die gute Sache zusammen. Überall verteilt zwischen den Gästen saßen Seenotretter, um über die wichtige Arbeit an Bord zu berichten. "Mich verbindet viel mit diesen Männern, die diesen Dienst tun. Ich werde nie aufhören, sie zu bewundern", bekannte denn auch der ehemalige Bundespräsident Herzog, der einst Schirmherr des deutschen Seenotrettungswerks war. Der Schauspieler Uwe Friedrichsen war aus der großen in die kleine Hansestadt gereist, um im Rathaus aus dem Erzählband "Orkanfahrt" zu lesen. Die Gäste des Abends hatten mit der Buchung eines Zehner-Tisches für je 5000 Euro ihren Beitrag zum Fortbestand der Seenotretter geleistet. Außerdem kauften sie Lose in der von Beat-Club-Legende Uschi Nerke geleiteten Tombola.


Freitag, 9. Oktober 2009
Mallorca: Zahl der Badetoten um mehr als das Doppelte gestiegen
ImageNachdem der Sommer 2009 zu Ende ist, zieht Mallorca eine traurige Bilanz: Nach einer dpa-Meldung hat sich die Zahl der Badetoten auf Mallorca gegenüber 2008 mehr als verdoppelt. In der abgelaufenen Sommersaison starben an den Stränden der spanischen Ferieninsel nach einer vorläufigen Bilanz der balearischen Regierung 25 Menschen, darunter neun Deutsche. Im Jahr zuvor waren insgesamt zehn Ertrinkungsopfer gezählt worden.

Nach Information der Balearenregierung waren die meisten Badetoten auf Mallorca Senioren. In vielen Fällen sei Fahrlässigkeit im Spiel gewesen. Die Opfer seien trotz gesundheitlicher Probleme ins Wasser gegangen oder hätten Anweisungen der Rettungsschwimmer nicht befolgt. Mehrere der Opfer erlitten im Meer einen Herzinfarkt. Die meisten Badetoten gab es in Cala Millor. Dies liege jedoch nicht an mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, sondern daran, dass dieser Strand im Osten Mallorcas bei älteren Menschen besonders beliebt ist, hieß es in der Meldung.

Blausand.de hatte vor einigen Wochen Strandchecks auf Mallorca durchgeführt und festgestellt, dass es auf der Insel - insbesondere auch außerhalb der Schulferien - zu wenig Rettungsschwimmer gibt und die Urlauber unzureichend über durch Rip-Strömungen verursachte Badegefahren informiert werden. Als positiv kann vermeldet werden, dass die Balearenregierung die Ertrinkungszahlen überhaupt veröffentlicht - das ist in den meisten europäischen Ländern alles andere als selbstverständlich und eher die Ausnahme.


Donnerstag, 8. Oktober 2009
Strandtest Türkei, Reiseveranstalter
ImageAm Montag dieser Woche zeigte der WDR in der Sendung "Markt" einen Beitrag über Badesicherheit in der Türkei, an dem Rolf Lüke, Blausand.de, als Strandtester maßgeblich mitgewirkt hat. Im Beitrag wurde auch die Verantwortung der Reiseveranstalter angesprochen. Dazu eine Erläuterung von unserer Seite.

Beim klassischen Pauschal-Badeurlaub mit einer Unterbringung in Strandnähe fordert unsere Organisation gegenüber den Reiseveranstaltern, die Gäste mit den Reiseunterlagen (so genannte Zielgebietsinformationen), über die Informationsmappen am Urlaubsort und durch aktive Aufklärung über die Reiseleiter zu informieren, diese für die Gefahren im Meer und im Hotelpool zu sensibilisieren und dabei die wichtigsten Baderegeln im Meer (nur an bewachten Stränden, nie allein und nie bei roter Flagge baden und schwimmen) zu vermitteln.

Informationen zur Badesicherheit müssen endlich als Serviceleistung verstanden werden und die Anbieter sollten in Kooperation mit Dachverbänden, Kommunen, Hotelpartnern, Dienstleistern und Regierungen bessere Konzepte für Information, Warnung, Bewachung und Rettung entwickeln. Der einzige Reiseveranstalter, der sich diese Verpflichtung nach unserer Kenntnis durch entsprechende Informationen für Gäste und auch durch ImageAusbildung der Reiseleiter zu Eigen gemacht hat, ist die TUI. Die anderen Unternehmen tabuisieren das Thema und haben hier noch viel Nachholbedarf.

Für Unfälle, bei denen Individualreisende an öffentlichen Badestellen zu Schaden kommen, kann Reiseveranstaltern eine Verantwortung weder moralisch noch juristisch angelastet werden. Bei öffentlichen Stränden müssen deshalb sowohl die für den jeweiligen Strand zuständige Kommune (durch Warnsignale, Warnflaggen, Bewachung und professionelle Rettung) als auch der Urlauber (durch Verpflichtung, sich über Gefahren zu informieren, durch Wahrnehmung von Eigenverantwortung und die permanente Aufsicht von Kindern) in die Pflicht genommen werden.

Übrigens: Blausand.de hat in den letzten Jahren bei Befragungen an Stränden verstärkt registriert, dass bedingt durch die gestiegene "All inclusive"-Einstellung von Urlaubern die eigene Verantwortung gern an den Veranstalter delegiert wird. Ein zusätzliches Risiko.


Mittwoch, 7. Oktober 2009
Angeklagte Helfer: Freispruch
ImageNach drei Jahren ist der Prozess gegen den ehemaligen "Cap-Anamur"-Vorsitzenden Elias Bierdel und seinen damaligen Kapitän Stefan Schmidt wegen einer Flüchtlings-Rettungsaktion im Mittelmeer beendet: Das Gericht auf Sizilien hat heute beide Männer freigesprochen. Bierdel und seinem Mitangeklagten wurde Beihilfe zur illegalen Einwanderung vorgeworfen. Beiden hatte vier Jahren Haft gedroht.

Die Rettung, die damals weltweit Schlagzeilen machte, liegt fünf Jahre zurück. Im Sommer 2004 hatten die Männer mit der Cap Anamur II  im Mittelmeer 37 Afrikaner aus einem überfüllten Schlauchboot gerettet, das zu sinken drohte. Die Bootsflüchtlinge durften erst nach einer dreiwöchigen Irrfahrt durchs Mittelmeer in Sizilien an Land gehen. Die italienischen Behörden vertraten damals den Standpunkt, die Flüchtlinge hätten in Malta an Land gehen müssen, da sie in maltesischen Gewässern aufgegriffen worden seien.



Montag, 5. Oktober 2009
Stippvisite nach Formentera
ImageEigentlich fahren wir für ein paar Tage auf die Mittelmeerinsel Formentera, um den norddeutschen Wetterkapriolen zu entfliehen. Es beginnt wenig verheissungsvoll mit einer Berg- und Tal - Schiffsfahrt von Ibiza nach Formentera und in der darauf folgenden Nacht mit zuckenden Blitzen und bedrohlichen Donnern und Regenmassen, die der Insel kurzfristig viele Seelandschaften bescheren.

Als es sich am nächsten Tag ausgeschüttet hat, für Insulaner der schönste Tag des Jahres nach fünf Monaten Dürrezeit, zeigt die Insel ihr schönstes Gesicht. Nachts umschwirren jetzt allerdings reichlich ImageMücken das Licht und um die nackte Haut herum.

Die halbstündige Überfahrt zwischen Ibiza und Formentera inclusive geschlossener Getränkebar kostet 24 Euro, Hin- und Rückfahrt für zwei Personen schlägt also mit umgerechnet fast 200 Mark zu Buche.

Dass das ultimo Paraiso im Mittelmeer für Normalos inzwischen oberes Preisniveau hat, weiss man vorher. Aber wenn sich Insulaner dieses nach wie vor einmalig schöne Fleckchen Erde mit Preisen bezahlen lassen, die jenseits der Schmerzgrenze liegen und dann auch noch unfreundlich bis dreist daherkommen, muss man es veröffentlichen.

Als wir an einem Abend zu zweit in das Restaurant der Fonda Pepe kommen, es ist 21 Uhr, meiden wir aus Rücksicht auf die normalerweise spät kommenden spanischen Gäste die grossen Tische und setzen uns an einen kleineren Vierertisch, der allerdings nicht eingedeckt ist. Das hatten wir besser nicht tun sollen. Der schon vorher unfreundliche Kellner kommt jetzt geradezu wutentbrannt auf den Tisch zu und stösst noch unfreundlichere kleine Unverschämtheiten aus, weil er jetzt extra für uns neu eindecken muss, knallt ein Tischdecke und vier papierne Platzsets auf den Tisch, wir sind inzwischen ein wenig verängstigt, wirft das Besteck auf den Tisch, schnappt sich die klobigen Menuekarten und wirft sie wütend auf die Bestecke.

Nein, das müssen wir nicht haben. Da speisen wir doch lieber einige Meter weiter im CAN FORN, wo man Imagesich von der ersten bis zur letzten Minute über unsere Anwesenheit freut und wo wir erstklassige typische Gerichte der Insel wie einen leckeren Salat mit Stockfisch geniessen dürfen. Zu moderaten Preisen.

Das Ende der italienischen Wochen im September hat den Vorteil, dass wir uns wieder einigermassen sicher per Fahrrad bewegen dürfen, zumindest tagsüber. Wir besuchen Niklaus Schmid, den Reise- und Krimiautor und seine Frau Brigitte in ihrer Finca (Bild), treffen Ekkehard Hoffmann von Formentera Guitars , den Unterwasserfilmer Andreas Schumacher, Edith und Pascual vom Piratabus und Johannes Schultz, den Erbauer des Formentera-Kunstwerks La Riada, der noch vier Wochen auf der Insel bleiben wird und uns beim Abschied von der Hafenmauer aus lange zuwinkt.

ImageFull moon fever im Indiana Cafe, bevor es in den Winterschlaf geht. Die Generation fünfzig plus aus Düsseldorf Süd trifft sich zum letzten Mal in der Tennis Bar für eine gepflegte Unterhaltung. Die Partykids sind längst schon wieder zu Hause. Das allerletzte Inseltaxi, das noch nicht schläft, chauffiert hintereinander Touris und Insulaner zu ihren Betten. Wartezeit eine gute Stunde.

Formentera hat manchmal skurrile Ideen. Nach dem Bau des Krankenhauses in San Francisco direkt neben dem Inselfriedhof kommt nun ein Altersheim dazu, alles schön nebeneinander. Dienstleistung auf kleinstem Raum, Strategie der kurzen Wege.

Am Platja Llevante, da, wo rund um die Felsen das riskante Wasser fliesst, wacht Claudio aus Bologna über die Schwimmer. Einige Tage vorher bekam hier ein 65-jähriger Mann einen ImageSchwächeanfall beim Schwimmen, wird bewusstlos, läuft blau an. Seine Frau stürzt aus dem Wasser und rast auf Claudio und seinen Kollegen zu. Die machen den Jet Ski klar, retten den Mann. Aber dass der Rettungswagen von der Alarmierung bis zum Strand geschlagene 25 Minuten braucht, liegt auch am komplizierten Alarmierungssystem via Palma de Mallorca. Ohne die beiden socorristas jedenfalls hätte der fast Ertrunkene den Unfall sicher nicht überlebt.

Schier machtlos sind die Rettungsschwimmer, wenn sich - wie in der vorletzten Woche - eine 30-jährige Deutsche von 11 bis 16 Uhr im La Fragata an der Platja Mitjorn die Kante gibt und danach sprichwörtlich baden geht. Die logische und fatale Folge: kompletter Kreislaufzusammenbruch, Rettung im komatöser Verfassung. Dass sie, Zukunft ungewiss, überhaupt noch lebt, hat sie einer relativ schnellen Einlieferung ins neue Krankenhaus auf Formentera zu verdanken. Die Ärzte schütteln Imageden Kopf und bescheinigen den Zustand des Opfers als "extrem alkoholisiert".

Es gibt jetzt eine neue spezielle Flagge für bewachte Strände, die gibt es nur hier auf der Insel, sie gilt auch, wenn das Tuch etwas zerfetzt ist. Der ehemals gefährlichste Strand der Balearen, Es Arenals, ist inzwischen zu einem gut bewachten Strand avanciert. Hochsitz, Jet Ski, Erste Hillfe - Station, Sauerstoff, Defibrillator, Rettungssschwimmer bis Ende Oktober. Wenn wir den übereinstimmenden Aussagen der Verantworlichen Glauben schenken dürfen, gab es auch in dieser Saison bisher wie auch schon manchmal in den Vorjahren keinen tödlichen Badeunfall auf Formentera.


Freitag, 2. Oktober 2009
Schenken Sie doch in diesem Jahr etwas Sinnvolles:
Blausand-Armbänder gegen das Ertrinken
Ab sofort bietet Ihnen Blausand.de "Armbänder gegen das Ertrinken" in limitierter Auflage an, damit Sie sich mit dem Kauf und einer Spende für Aktionen gegen das Ertrinken im Jahr 2010 engagieren können. Die hochwertigen und einzeln verpackten Silikon-Armbänder sind auch Imageals sinnvolle Weihnachtsgeschenke für Ihre Familie und für Ihre Freunde hervorragend geeignet.

So einfach geht es: 1 Armband kostet 10 Euro Spende plus 2,50 Euro für Porto und Verpackung. Ab einem Bestellwert von 50 Euro für 5 Armbänder entfallen die Versandkosten. Ab einem Bestellwert von 100 Euro (z.B. als Sammelbestellung) zahlen Sie ebenfalls keine Versandkosten und erhalten 11 statt 10 Armbänder. Sie konnen die Armbänder in der gewünschten Anzahl mit Angabe Ihrer Postadresse ab sofort unter bestellen. Diese gehen Ihnen ab Mitte November 2009 innerhalb einer Woche nach Bestelldatum per Post mit mit der Rechnung zu.
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