Aktuell im November 2009
Samstag, 28. November 2009
Retter gesucht: eine geradezu unglaubliche Geschichte
ImageEine geradezu unglaubliche Geschichte lesen wir im Internetportal münchen extra der Süddeutschen Zeitung. Ein Hund, Golden Retriever Benni, droht am letzten Sonntag in der Isar zu ertrinken, seine Besitzerin springt hinterher und wird ebenfalls in einer Strömung nach unten gezogen. Dann springt ihr Ehemann hinterher und droht ebenfalls zu ertrinken. Ein Radfahrer kommt vorbei, springt ebenfalls hinein, rettet das Ehepaar, steigt wortlos auf sein Rad und verschwindet. Hund Benni kann sich selbst retten. Mit Hilfe von Zetteln am Ort des Geschehens sucht das Ehepaar jetzt seinen Lebensretter.


Donnerstag, 26. November 2009
Unterlassene Hilfeleistung: Rote Karte für Gaffer?
ImagePopulismus oder sinnvolle Maßnahme? Nach einem Bericht der "Lübecker Nachrichten" sagen Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie und die Rettungsdienste im Norden Gaffern den Kampf an. Und auch der Landesfeuerwehrverband fordert harte Strafen für Schaulustige, die sich Unfälle ansehen, ohne zu helfen. Schlie denkt sogar über eine Schocktherapie für Gaffer nach: Sie sollen sich bei Feuerwehr und Polizei Fotos von Unfällen und Opfern anschauen. "Vielleicht kapieren sie dann, dass es kein Film, sondern die hässliche brutale Wahrheit ist, bei der es häufig um das Leben von Menschen geht", so der Innenminister.

Auslöser war ein Unfall auf der A 1, bei dem der betrunkene Fahrer eines BMW frontal in den Ford Ka einer jungen Frau gerast war. Ein Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck war auf dem Heimweg von einer Feier als erstes am Unfallort. "Wir sahen, dass die Frau eingeklemmt in ihrem Auto saß, in dem bereits die Flammen hochschlugen", so der 45-Jährige. Verzweifelt versuchte er zusammen mit einem Freund, die 22-Jährige zu befreien: "Wir riefen um Hilfe, baten andere Auto- und Lkw-Fahrer um ein Taschenmesser Imageund einen Feuerlöscher". Doch keiner half den Helfern: "Die Trucker, die einen Feuerlöscher an Bord haben müssen, standen am Straßenrand und guckten".

Für diese Situationen - auch für Badeunfälle - gilt: Wer bei Notfällen keine Hilfe leistet, macht sich nach § 323 c des Strafgesetzbuchs wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Es gibt Ausnahmen, etwa bei erheblicher Eigengefährdung des Helfers. Diese ist beispielsweise gegeben, wenn jemand einen Schwimmer draussen im Wasser sieht, der in eine Unterströmung geraten ist. Strandbesucher müssen sich den selben Gefahren nicht aussetzen und machen sich nicht strafbar. Eine zumutbare Maßnahme ist aber, die Rettungskette in Gang zu setzen, einen Notruf abzusetzen und Hilfe herbeizuholen. Oder ein Taschenmesser oder einen Feuerlöscher herauszugeben.


Mittwoch, 25. November 2009
TV-Tipp: Tsunami-Dokumentation
ImageDas 2010 erscheinende Buch "Der Himmel stand still" von Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, enthält auch eine Geschichte des Hamburger Unternehmensberaters Jürgen Kosian, der mit seiner Frau und drei Kindern den Tsunami im thailändischen Khao Lak überlebte. Zwei Drittel der etwa 8000 Tsunami-Opfer Thailands starben in Khao Lak. Im "Magic ImageLagoon", dem Urlaubshotel der Familie, verloren die Hälfte der über 700 Gäste und Mitarbeiter ihr Leben. Jürgen Kosian engagiert sich mit seiner Familie seit Jahren mit dem Verein Lichtblick für Hilfsprojekte in Khao Lak.

Fast fünf Jahre ist es her, als sich am 2. Weihnachtstag 2004 eine "Flutwelle biblischen Ausmaßes" (spiegel.tv) über Asien ergoss und vermutlich 230.000 Menschenleben vernichtete. Zahlreiche Amateuraufnahmen haben die Katastrophe dokumentiert. Bilder von Menschen, die inmitten der Fluten verzweifelt Halt suchten, gingen um die Welt. In einer vierstündigen Spiegel-TV-Dokumentation (Der Tsunami - als das Paradies verschwand) kommen neben Wissenschaftlern Überlebende zu Wort, Angehörige der Opfer, Menschen, die alles verloren und doch wieder ins Leben zurückgefunden haben. Sendetermin ist der kommende Samstag, 28. November, 20.15 - 0.15 auf VOX.


Dienstag, 24. November 2009
Defibrillatoren: ungenutzte Lebensretter
Heute um 21 Uhr geht es in der ZDF-Sendung Frontal 21 um Defibrillatoren, um ungenutzte Lebensretter. Ein Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße Kammerflimmern bei ImageHerzstillstand beenden. Defibrillatoren gibt es auf Intensivstationen, in Notarztwagen und Arztpraxen, seit einigen Jahren auch in vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden und Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien. Das Zeitfenster für die Rettung ist bei einem Kammerflimmern äußerst eng. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Jede untätige Minute ohne Defibrillation vermindert die Überlebenschancen um 10%. Nach 5 Minuten treten bereits die ersten irreparablen Hirnschäden ein.

In Deutschland dürfte es inzwischen 25.000 Defis an öffentlichen Plätzen geben. Es müssten, um dem Herztod wirksam zu begegnen, viel mehr sein. An Badestellen gibt es auf jeden Fall zu wenig Geräte, auch an den Stränden der europäischen Urlaubsländer gibt es eine eindeutige Unterversorgung der auch von Laien zu bedienenden Lebensretter. Ein Grund ist der Widerstand der ärztlichen Standesorganisationen. Weit mehr als 75% der Betroffenen, sagen US-Studien, könnten mit Hilfe des automatischen Notfall-Defibrillators schadensfrei gerettet werden.


Montag, 23. November 2009
Indonesien: 60 vermisste Personen
ImageDass die Fähren in Asien in einem oft erbärmlichen Zustand und extremen Wetterverhältnissen nicht gewachsen sind, zeigte sich am Sonntag vor Sumatra, wo sich ein schweres Fährunglück ereignet hat. In dem riesigen Inselreich sind jeden Tag hunderte Fähren unterwegs. Viele sind überladen und transportieren wesentlich mehr Passagiere als erlaubt.

Eine Fähre, die 240 Menschen an Bord transportierte, ist vor der indonesischen Insel gesunken. Die Behörden gehen davon aus, dass die etwa 60 vermissten Personen ertrunken sind. Dennoch hoffen die an der Suche nach Überlebenden beteiligten Rettungskräfte, weiterhin Personen retten zu können. Insgesamt gelang es den Rettungsteams mit Unterstützung von Fischerbooten, 179 Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Die Zahl der Menschen an Bord der "Dumai Express 10" war noch unklar. Auf der Passagierliste standen nur 228 Namen. Zudem waren 14 Besatzungsmitglieder an Bord.

Auch eine zweite Fähre mit mehreren dutzend Menschen an Bord soll von gewaltigen Wellen getroffen worden und daraufhin auf Grund gelaufen sein.



Sonntag, 22. November 2009
Taucher.net: vorbildliche Unfallmeldungen,
Diskussionsforum für Unfallanalysen
Eine vorbildliche und empfehlenswerte Webseite ist www. taucher.net, vor allem deshalb, weil der Unfallvermeidung große Bedeutung zukommt. Aktuelle Unfälle im Imagedeutschsprachigen Raum gibt es auf einer Unfall-Diskussionsseite. Tauchunfälle aus anderen Teilen dieser Erde werden auf einer Internationalen Tauchunfallseite diskutiert. Hier können Taucher Kommentare zu einem Unfall abgeben: Stimmt der Bericht? Wie hätte der Unfall vermieden werden können? Was hätte man besser machen können?  Ergänzt werden Informationen zum Unfallhergang, Fragen, die sich daraus ergeben sowie Lösungsansätze für das beschriebene Problem, wobei ungesicherte Spekulationen über den Unfall ausdrücklich unerwünscht sind. Auch Tauchmedizin wird zum Thema gemacht.

Auch Blausand.de veröffentlicht gelegentlich Berichte über Unfälle beim Tauchen. "Do you remember when diving was dangerous and sex was safe?" steht auf dem T-Shirt unserer thailändischen Tauchschule. Mit der Wirklichkeit hat der schöne Spruch allerdings nichts zu tun. Zu vielfältig sind die Risiken und auch hier sind (wie beim Schwimmen) fehlende Kondition, gesundheitliche Vorschädigungen, Leichtsinn und die Missachtung des Buddy-Prinzps "Never dive alone" die hauptsächlichen Unfallgründe.


Sonnabend, 21. November 2009
Urlaub: Kataloge, Bücher und Reiseführer
ImageDie Lust am Urlaub lassen sich die Deutschen auch von der Wirtschaftskrise nicht verderben: 57 Prozent der Bundesbürger haben in diesem Jahr bereits eine Reise unternommen oder planen noch einen (weiteren) Urlaub. Das ergab eine Studie von tns dimap im Auftrag der Deutschen Post. Vor allem die Zielgruppe 60 bis 64 Jahre möchte am Urlaub nicht sparen. 23 Prozent sind 2009 bereits verreist, mehr als die Hälfte (54 Prozent) möchte noch verreisen beziehungsweise plant eine weitere Urlaubsreise. Zum Vergleich: 2008 sind 55 Prozent der Zielgruppe in die Ferien gefahren.

Wenn es darum geht, sich über mögliche Reiseziele zu informieren, haben traditionelle Informationsmedien nach der aktuellen Umfrage auch im Internetzeitalter ihre Bedeutung. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der zwischen Juni und Juli 2009 befragten 1000 Bundesbürger blättern in Reisekatalogen, wenn es an die Urlaubsplanung geht. Kataloge sind dabei bei jüngeren und älteren Zielgruppen gleichermaßen beliebt. Auch Bücher und Reiseführer sind für 21 Prozent eine wichtige Informationsquelle.


Freitag, 20. November 2009
Heute ist Weltkindertag
Ertrinken für Kleinkinder Todesursache Nummer 2
Der Weltkindertag findet jährlich am 20. November statt und wurde 1954 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, die die UN-Konvention über die Rechte des Kindes Ende November 1989 verabschiedeten. Die  Artikel der Konvention verknüpfen erstmals politische Bürgerrechte, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Rechte der Kinder und fordern eine neue Sicht auf Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit vier Prinzipien: Das Recht auf Gleichbehandlung, das Recht auf Leben und Entwicklung, die Achtung vor der ImageMeinung des Kindes sowie das Wohl des Kindes. Alle Staaten außer den USA und Somalia haben die Konvention ratifiziert.

Blausand.de weist zum heutigen Weltkindertag darauf hin, dass das Ertrinken für Kleinkinder nach wie vor die unfallbedingte Todesursache Nummer 2 nach Verkehrsunfällen ist und in erster Linie Eltern für diese Katastrophen verantwortlich gemacht werden müssen. Liebe Eltern, Ertrinken passiert schnell und leise. Ihre beiden Augen gehören am und im Wasser immer Ihren Kindern, die Sie nie aus den Augen lassen dürfen und die immer in "Griffnähe" sein müssen. Dieser Grundsatz gilt immer, auch wenn wenig Wasser in der Nähe ist, nicht nur am Meer und am See, auch und besonders an Pfützen, am Gartenteich, an Plastikpools, an Regentonnen, in der Badewanne. Immer.


Donnerstag, 19. November 2009
Rip-Strömungen: kaum Forschung, bewegte Bilder hier im Internet
ImageZwischen Strömungsgefahren und Gefahrenbewußtsein von Schwimmern, Urlaubern und Eltern gibt es eine kaum nachvollziehbare Diskrepanz. Denn: Rip Strömungen sind in Europa der Grund für 80 Prozent aller Rettungseinsätze im Meer und die Hauptursache für Ertrinkungsunfälle, werden jedoch bisher nur selten zum Thema gemacht und sind hierzulande so gut wie kaum erforscht.

Anders in Australien und den USA: Dort ist man viel weiter. Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, wird im Februar 2010 am Rip Current Symposium der Florida University in Miami teilnehmen und zum Thema "Rip-Strömungen in Europa" referieren. Eine Blausand.de-Dokumentation zum Thema können Sie hier nachlesen. Bewegte Bilder zum Thema gibt es bisher selten, aber CBS-News  hat kürzlich einen Beitrag zum Thema ("Killer Rip Currents") gesendet, der hier abgerufen werden kann.


Mittwoch, 18. November 2009
30 Jahre Cap Anamur
"Wer nichts tut, wird schuldig"
ImageÜberfüllte Boote, kein Wasser, keine Verpflegung, den Tod durch Ertrinken vor Augen: Vor 30 Jahren versuchten zehntausende Vietnamesen, nach dem Vietnam-Krieg über das südchinesische Meer aus dem Land zu fliehen. "Wenn man einmal die Winke und Rufe von Halbverhungerten, von der Sonne Verbrannten, Ausgetrockneten gesehen hat und nichts tut, wird man schuldig", sagt Rupert Neudeck.

Angesichts der großen Not der Flüchtlinge gründete der Journalist und Theologe 1979 zusammen mit seiner Frau Christel Neudeck und dem Schriftsteller Heinrich Böll das Komitee "Ein Schiff für Vietnam". Die Cap Anamur stach in See, um die "boat people" vor dem Ertrinken zu retten. Später wurde daraus die Hilfsorganisation Cap Anamur. 10.375 Menschen haben der Frachter "Cap Anamur" und seine Folgeschiffe seit 1979 aus dem Meer gerettet und mehr als 35.000 Menschen an Bord medizinisch versorgt. Doch es gab auch Rückschläge: Im Sommer 2004 retteten der damalige Vorsitzende Elias Bierdel und sein Team mit dem Kapitän Stefan Schmidt 37 schwarzafrikanische Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer - italienische Behörden wollten aus humanitärer Hilfe ein Verbrechen machen. Erst im Oktober dieses Jahres erfolgte der Freispruch.

Für seine "außerordentliche Zivilcourage" wird Stefan Schmidt, damaliger Kapitän der Cap Anamur, von der Internationalen Liga für Menschenrechte am 13. Dezember dieses Jahres im Berliner Haus der Kulturen der Welt mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2009 ausgezeichnet.


Montag, 16. November 2009
Rolf Lüke für Bremer Bürgerpreis 2009 nominiert
ImageRolf Lüke, Gründer von Blausand.de, wurde für den Bremer Bürgerpreis 2009 nominiert. Der Preis wird verliehen für "Menschen, die uneigennützige und ehrenamtlich unverzichtbare Leistungen im Dienste der Allgemeinheit erbracht haben" (Verleihungstext). Die Auszeichnung, verliehen durch den Verein zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bremen und Bremerhaven e.V., wird am Donnerstag dieser Woche im Rahmen einer Festveranstaltung im Bremer Rathaus in Anwesenheit der Unicef-Botschafterin und TV-Moderatorin Sabine Christiansen überreicht.


Sonnabend, 14. November 2009
Emden: Lehrstück für verantwortungslosen Umgang
ImageVor wenigen Tagen wurde eine Frau aus Emden zu einer Geldstrafe von 400 Euro wegen "unbewusster Fahrlässigkeit" für die Mitverantwortung am Tod eines achtjährigen Jungen verurteilt, weil sie bei dessen plötzlichem Verschwinden knietief in der Nähe des Jungen im Wasser stand.

"Bei pflichtgemäßem Verhalten der Angeschuldigten wäre Marc nicht ertrunken" heißt es in der Anklageschrift nach einem tödlichen Badeunfall am 16. August 2008 an der Knock (Emden, Niedersachsen). Der Unfall passierte an einem Strand mit extremen Strömungen und hoher Unfallhäufigkeit, an dem Schiffe fahren, der trotzdem nicht bewacht war und an dem es kein Badeverbot gibt.

ImageGefährlicher geht es kaum. Nach Blausand.de-Recherchen gab es bereits 2006 kritische Diskussionen, nachdem Urlauber in der Ems gefährliche Strömungen überlebt hatten. Die Entscheidung damals: kein Badeverbot, keine Bewachung.

Warum werden die Stadt Emden und die Verantwortlichen eigentlich nicht zur Rechenschaft gezogen, weil sie bei den extremen Risiken kein Badeverbot ausgesprochen und ihre Verkehrssicherungspflichten verletzt haben? Warum hat man hier immer noch keine  Auflagen erteilt: entweder wirksam sperren,  Badeverbot aussprechen oder Bewachung stellen? Und: Warum erwirkt die DLRG als grösste Wasserrettungsorganisation der Welt keine Klage gegen die Stadt Emden, um damit endlich einen Präzidenzfall zu schaffen - besonders angesichts der hohen Ertrinkungszahlen von etwa 90 Prozent in deutschen Flüssen und Seen?

Der Unfall gehört zu den Badeunfällen, die durch präventive Massnahmen hätten verhindert werden können. Der Ertrinkungstod des achtjährigen Jungen ist ein geradezu klassisches Lehrstück für Versäumnisse und für den verantwortungslosen Umgang mit Ertrinkungsgefahren.



Donnerstag, 12. November 2009
Wichtige Blausand.de-Termine
Buchbeiträge, Umfrage Reiseveranstalter, Armbänder gegen das Ertrinken
Auf drei wichtige Blausand.de-Termine wollen wir heute aufmerksam machen.

ImageRolf Lüke, Gründer von Blausand.de, gibt 2010 ein Buch heraus, das in dokumentarischer Form Entstehungsgeschichten, Hintergründe, Ursachen und emotionale Folgen aus tödlichen und nicht tödlichen Ertrinkungsunnfällen beschreibt. Wenn Sie als Angehöriger, Zeuge, Betroffener, Urlauber oder Retter eine Geschichte zum Thema Ertrinken erzählen möchten, kann diese noch bis zum 30. November 2009 für das 2010 erscheinende Buch "Der Himmel stand still" Berücksichtigung finden. Ausführliche Informationen rund um das Buchprojekt  finden Sie hier.


Reiseveranstalter sind für Pauschalurlauber eine der wichtigsten Informationsquellen für einen sicheren Badeurlaub. Mitte Dezember wird Blausand.de deshalb die Ergebnisse einer Untersuchung zu diesem Thema veröffentlichen und darüber informieren, welche Maßnahmen Reiseveranstalter im kommenden Jahr für mehr Badesicherheit in Europa vorgesehen haben. Einige aufschlussreiche Antworten dazu liegen uns bereits vor. Blausand.de hat alle führenden Reiseveranstalter bis zum 30. November 2009 um Antwort auf die Imagegestellten Fragen gebeten.


Die ersten "Armbänder gegen das Ertrinken" die Sie zum Preis von 10 Euro /Stück bei uns bestellen können, sind bereits auf dem Weg zu Ihnen. Sie fördern mit Ihrer Bestellung Blausand.de-Aktionen im Jahr 2010. Noch bis zum 18. Dezember 2009 können Sie diese unter bestellen, wenn Sie diese pünktlich zu Weihnachten erhalten oder weiterverschenken wollen. Alle Einzelheiten zu den "Armbändern gegen das Ertrinken" erhalten Sie hier.


Mittwoch, 11. November 2009
Badeunfall: Anklage gegen drei Lehrer
Rund zwei Jahre nach dem Badeunfall in der Toskana, als der 19-jährige Schüler Clemens Fuchs aus Bad Hersfeld ertrank, hat die Staatsanwaltschaft Fulda Anklage gegen drei Lehrer Imageerhoben. Die Anklage wegen fahrlässiger Tötung wurde vom zuständigen Amtsgericht zugelassen. Prozessauftakt soll Februar 2010 sein.

Clemens Fuchs war im September 2007 zusammen mit seinen Mitschülern und den Lehrern auf einer Tutorenfahrt in Nord-Italien. Zusammen mit vier weiteren Mitschülern war er nach Berichten der italienischen Presse am Strand von Marina di Massa Cinquale ins Meer gegangen. Offenbar wurden sie durch die Strömung ins offene Meer getrieben. Ein zufällig an der Strandpromenade vorbeilaufender Bademeister sei daraufhin ins Meer gesprungen und habe versucht, Clemens Fuchs zu retten. Er konnte ihn jedoch nicht festhalten. Weitere Rettungskräfte kamen zu Hilfe. Während die vier Mitschüler gerettet wurden und in ein Krankenhaus gebracht wurden, kam für Clemens jede Hilfe zu spät.


Dienstag, 10. November 2009
TUI praktiziert konsequenten Tierschutz:
"Dolphin Land" in Antalya (Türkei) aus Programm genommen
ImageDiese Pressemeldung lesen wir gern, weil sie richtungsweisend sein könnte: Der Reiseveranstalter TUI nimmt den Delphinpark "Dolphin Land" in Antalya aus dem Programm. Damit reagiert TUI auf eine negative Bewertung eines Parks in der Türkei. Bereits im Juli wurde der Park "Troy" in Belek aufgrund einer negativ ausgefallenen Prüfung aus dem Programm genommen. TUI unterzog die Parks einer Bewertung durch den Dolphin Fund Bei Delphinarien folgt TUI den Richtlinien der Konzernmutter TUI Travel PLC in London, der Animal Welfare Guidance sowie von Travelife.

Zu "Dolphin Land" konstatierte der Leiter des TUI-Qualitäts- und Umweltmanagement: "Ich konnte mir ein Bild von den mangelhaften Zuständen machen: Die Größe der Becken, die Lautstärke während der Shows, die Haltung und Hygiene der Tiere entsprachen zum Zeitpunkt der Prüfung nicht einmal unseren Mindestanforderungen". Weitere systematische und regelmäßige Überprüfungen von Tier- und Freizeitparks sind geplant.

TUI führte bereits 1990 als erster Großveranstalter ein Umweltmanagement ein, beteiligt sich an verschiedenen Tierschutzprojekten. Dazu gehören unter anderem das "Year of the Dolphin 2007/2008" der UNEP, die Hilfe zum Schutz herrenloser Hunde und Katzen auf Sri Lanka, in Griechenland oder auf den Kanaren sowie die Unterstützung verschiedener Artenschutzprojekte.


Montag, 9. November 2009
Muslimische Mädchen: Schwimmkurse hinter Vorhängen
ImageDer Anteil der Nichtschwimmerinnen unter den muslimischen Mädchen ist deutlich höher als der durchschnittliche Nichtschwimmeranteil. Hintergrund ist, dass sich in islamischen Auslegungen die Frau vor dem Mann verhüllen muss, damit dieser nicht auf sündige Gedanken kommt. So sollen muslimische Mädchen und Frauen nicht gemeinsam mit Jungen und Männern ins Schwimmbad gehen und das Becken darf auch nicht von außen einsehbar sein. Modische Lösungen für diese Problematik in Form von "Burkinis" (Kombination aus Burka und Bikini) gibt es schon länger.

Die DLRG bietet jetzt sogar spezielle Schwimmausbildung für muslimische Mädchen an. Diese haben konsequenterweise das gesamte Hallenbad für sich, dessen Fenster auf Wunsch der Väter sogar zugehängt werden sollen. Trotz aller aufflammenden Diskussionen über angebliche Integrationsfeindlichkeit, drohende Islamisierung und Diskriminierung dieser Angebote: Es geht "nur" um eine ungewöhnliches und pragmatisches Angebot für mehr Schwimmfähigkeiten und gegen das Ertrinkungstod. Nicht mehr und nicht weniger.


Freitag, 6. November 2009
DLRG: Personalsuche, Bundestagung und Prioritäten
Für die kommende Badesaison 2010 sucht die DLRG allein in Niedersachsen 450 freiwillige Rettungsschwimmer, die an den Nordseestränden von Borkum, ImageWangerooge, Langeoog, Baltrum, Cuxhaven, Dangast, Norddeich, Burhave und Wilhelmshaven zum Einsatz kommen sollen. Es wird von Saison zu Saison schwerer, Rettungsschwimmer zu finden. Die Ehrenamtlichen müssen dann arbeiten, wenn ihre Mitschüler und Kommilitonen Urlaub machen können oder bezahlte Ferienjobs machen müssen. In den Badeorten am Meer und auf den Inseln bekommen die Retter von den Gemeinden wenigstens eine aus der Kurtaxe finanzierte kleine Entschädigung. Die Bewacher an den öffentlichen Badestellen im Inland, an Seen und Flüssen, gehen fast immer leer aus.

Gute Bewachungsdichte an Nord- und Ostsee sorgt für Sicherheit an den Badestellen, an denen die wenigsten Badeunfälle passieren. Und das ist auch gut so. Auch der Rückgang der Ertrinkungszahlen bei Kleinkindern ist eine optimistisch stimmende Entwickung. Andererseits wird die ImageSicherheit an Deutschlands tatsächlichen Risikobadestellen seitens der Wasserretter vernachlässigt, weil deren Antworten auf die Kernfragen der Badesicherheit in Deutschland bisher ausbleiben.

Was tut die DLRG für mehr Bewachung, für die Veränderung der Bewachungssituation an Deutschlands Flüssen und Seen? Höchstens 2 Prozent sind überhaupt bewacht. Wie will die größte Wasserrettungsorganisation der Welt mit über einer Million Mitgliedern die desolate Bewachungssituation an diesen Risikobadestellen verändern? Hier und nicht im Meer ertrinken 90 Prozent aller Menschen in Deutschland. Wie kann man die DLRG-Organisationen im Inland bei der Suche nach Freiwilligen und in der notwendigen Überzeugungsarbeit gegenüber den Städten und Gemeinden besser unterstützen? Welche politische Arbeit wird bundesweit geleistet? Wie kann man besonders gegenüber Eltern, Kindern, Jugendlichen und Senioren die Risiken an den unfallträchtigen Badestellen vermitteln, sie für Gefahren sensibilisieren? Mit welchen Strategien und Maßnahmen will die DLRG die erklärte Absicht realisieren, die Zahl der Opfer bis zum Jahr 2020 zu realisieren? Immer wiederkehrende Kritik an den Schließungen von Schwimmbädern und an den Schwimmfähigkeiten der Deutschen sind nur Einzelaspekte und haben bisher keinen Erfolg bei der Reduzierung der Unfallzahlen gebracht.

Fragen über Fragen. An diesem Wochenende treffen sich die Wasserretter zur DLRG-Bundestagung am Nürburgring. Man darf gespannt sein, ob es kritische Diskussionen, Impulse und Konzepte gibt.


Mittwoch, 4. November 2009
Kanu-Unfall in Süddeutschland
ImageBei einem Kanu-Unfall ist ein 21-jähriger Student aus Augsburg im Naturschutzgebiet Eistobel im Landkreis Lindau schwer verletzt worden. Er war am Dienstagnachmittag auf dem Fluss Argen unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Die Gruppe wollte einen Wasserfall am Engpass befahren. Dieser Abschnitt besteht aus mehreren steilen und unmittelbar aufeinanderfolgenden Stufen. Das Kanu des Studenten wurde dabei in einen Trichter unter Wasser gezogen. Der Mann geriet in eine drei Meter tiefe unterirdische Katakombe. Erst nach mehreren Minuten konnten seine Begleiter ihn etwa 100 Meter flussabwärts bergen. Er wurde von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Vor gut zwei Jahren hatte es an derselben Stelle bereits schon einmal einen schweren Unfall gegeben. Ein Ehepaar war bei dem Versuch ertrunken, seinen ins Wasser gefallenen Hund zu retten. Ausdrücklich wird in diesem Bereich mit Hinweisschildern vor der Gefährlichkeit der Strecke gewarnt.


Dienstag, 3. November 2009
Ertrinkungsgefahr:  Handlauf in Schwimmbad
ImageScheinbar harmlose technische Einrichtungen im Schwimmbecken, im aktuellen Fall ein Handlauf (Beckenumrandung zum Festhalten) können im Wasser lebensbedrohliche Situationen erzeugen.

Die Freiwillige Feuerwehr hat am letzten Sonntag einen achtjährigen Jungen im Schwimmbad in Wedel (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein) aus einer gefährlichen Lage befreit. Das Kind hatte sich mit einem Bein am Beckenrand im Handlauf eingeklemmt und konnte sich nicht selbst wieder befreien, teilte die Feuerwehr mit. Der Handlauf war an der Wasseroberfläche und es bestand die Gefahr, dass das Kind ertrinken könnte. Der Bademeister und Schwimmer hielten den Kopf des Kindes bis zum Eintreffen der Feuerwehr über Wasser. Mit einer hydraulischen Schere wurde der Junge aus seiner Zwangslage befreit.
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