Aktuell im Dezember 2009
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Nordsee: 8 Menschen bei Nebel aus dem Watt gerettet


ImageDas Betreten des Wattenmeeres bei Nebel ist riskant , aber zum Glück gibt es Handys. Einsatzkräfte haben am Dienstag zwei Gruppen mit insgesamt acht Menschen aus dem Wattenmeer vor St. Peter-Ording gerettet. Die Wattwanderer hatten im dichten Nebel die Orientierung verloren. Gegen Mittag hatten sich eine Mutter, ihre zwei Kinder sowie ein Hund im Vorland des Südstrands verlaufen und per Handy einen Notruf abgesetzt. "Wir riefen sie über Handy an. Sie schilderte uns, ob das Motorengeräusch lauter oder leiser wurde. So pirschten wir uns an die Familie heran", sagte Wehrführer Norbert Bies dem "Flensburger Tageblatt". Mit einem Luftkissen-Fahrzeug wurden die Urlauber aus Geseke in Nordrhein-Westfalen in Sicherheit gebracht. Auf die gleiche Weise halfen die Einsatzkräfte nur wenig später fünf Erwachsenen aus dem Kreis Pinneberg, die bei ihrer Wanderung immer weiter in Richtung Nordsee gelangt waren.


Mittwoch, 30. Dezember 2009
Persönlichkeitsrechte contra Gefahrenabwehr:
Geht Sicherheit vor?

ImageSo unterschiedlich sind die Diskussionen um Videoüberwachung auf Flughäfen (Nacktscanner ist das Stichwort) und in Schwimmbädern nicht: In beiden Fällen geht es darum, Gefahr für Leib und Leben sowie Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre gegeneinander abzuwägen.

Würden die Kritiker der Beobachtung über und unter Wasser Ertrinkungsgefahren in Kauf nehmen? Der Austausch von Argumenten und gesetzliche Vorschriften nehmen dann groteske Formen an, wenn Anlagen zur Überwachung des Badebetriebs  verhindert werden und die Menschen durch zu spätes Erkennen der Notsituation  nachweislich ertrinken.


Sonntag, 27. Dezember 2009
"Sharkfood": Erfahrungsbericht eines Fast-Ertrunkenen

ImageOft haben Erfahrungsberichte von Menschen, die sich so gerade noch retten konnten, mehr Gewicht als die stereotype Wiederholung der Regeln für das Baden und Schwimmen.

Die Erlebnisse eines USA-Urlaubers ("Wie das Planschen im Pazifik ein Kampf gegen den Tod wurde"), veröffentlicht vor 5 Jahren auf Zeit Online (mit Dank für den Hinweis an Blausand.de-Leser Peter Schreiber), gehören zu dieser Kategorie. Den Text eines Urlaubers, der im Süden von San Francisco an der kalifornischen Pazifikküste dem Ertrinkungstod näher war als dem Leben, können Sie hier nachlesen.



Mittwoch, 23. Dezember 2009
Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de:
Gedenken an die Opfer des Tsunami vor 5 Jahren

ImageAm 26. Dezember 2004 war es, vor fünf Jahren. Warum es für viele Freunde und mich gefühlte 8 oder 10 Jahre her ist, darauf haben wir keine Antwort. 230.000 Menschen, so schätzt man, sind in Asien gestorben. 552 Deutsche, so weiß man, sind am zweiten Weihnachtstag 2004 durch den Tsunami ums Leben gekommen. 13 von ihnen wurden nie gefunden. Allein auf "meiner" kleinen thailändischen Urlaubsinsel Kho Phi Phi  Imagestarben fast eintausend Menschen. Weitere 1500 gelten allein hier als vermisst. Der Iman von Kho Phi Phi soll gesagt haben, der Tsunami sei die Antwort Gottes gewesen. Weil der "ganze Dreck nicht mehr weggewischt, nur noch weggespült" werden konnte.

November 2004, Urlaubsplanung, Reisen im Internet. Sollen Imagewir, können wir, sollten wir besser nicht? Wo bleibt der Hund? Wenn wir ja gesagt hätten zu dieser Weihnachtsreise nach Phi Phi, 2 Schiffsstunden von Phuket entfernt, hätten wir wieder am Berg gewohnt, in den brüchigen Hütten vom Viewpoint Resort, 40 oder 50 Meter über der Lo Dalam Bay. Da, wo die erste oder zweite Welle alles vernichtet hat, was nicht aus Stein gebaut war.

Von der ersten Welle wären wir nach allem, was wir heute wissen, nicht gewarnt worden. Ob uns das Wasser, Höhe 5,84 Meter, erwischt hätte, wäre davon abhängig gewesen, wo wir um 10.20 Ortszeit gewesen wären. Lange geschlafen, weil es am Abend vorher, am ersten Weihnachtstag spät geworden wäre, nach einen schönen Weihnachtsessen, einer späten Thaimassage und einem oder drei sehr späten Weihnachtsdrinks, Thai-Whiskey mit Cola im Charlie`s am Wasser? Früher aufgestanden, um auf der Terrasse des Viewpoint Ananassaft zu trinken und Toast zu genießen? Oder in einer der Internetcafes Weihnachtspost zu lesen und zu schreiben? Oder zu Weihnachten einen frühen Tauchgang? Oder am Strand liegen, mit geschlossenen Augen, mit den Tannenbäumen meiner Kindheit? Oder eine morgentliche Wanderung durch das warme knietiefe Wasser an der Bucht?

In den letzten beiden Fällen hätten wir keine Chance gehabt und auch keine Vorahnung, als sich das Wasser zurückzog. Hätten uns in diesem Moment nicht daran erinnern können, dass das zurückweichende Wasser als Vorbote im 2004 erschienenen Buch "Der Schwarm" beschrieben wurde. Andere deutsche Urlauber, Frank Schätzing sei Dank, hatten sich in letzter Sekunde daran erinnert und waren weggelaufen. Wir wären vielleicht nicht rechtzeitig auf den steilen rettenden Berg zum Viewpoint hochgerannt.

ImageSpäter erfahre ich. dass Heinz Oswald, Inhaber unserer Tauchschule Moskito Diving, zusammen mit seinen beiden kleinen Kindern Tina und Anna ums Leben gekommen ist.

Seine Ehefrau Noi hat mit dem Baby überlebt, genauso wie unser holländischer Tauchlehrer Dray van Beeck vom Barakuda Diving Center auf Phi Phi Island.

Wasser ist der Stoff, aus dem das Leben ist. Aber nur dann, wenn der Mensch Respekt zeigt und dazulernt. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Imagesagt, der nächste Tsunami werde kommen und durch den Klimawandel vermutlich noch größere Wucht haben. Als ich vor zwei Jahren in Südthailand war, gab es schon wieder neue Gästehäuser direkt am Strand. Die geschundene Region zwischen Phuket und Phi Phi in der Andamanensee war mit PS-starken Ausflugsbooten übersät, die ihr Unheil auf ihre Weise anrichten und zerstören. Das Einzige, was mich optisch an die Katastrophe erinnerte, waren die abgeknickten Palmen am Strand, Schilder für Tsunami-Fluchtwege im Hotel und Tsunami-DVDs mit entsetzlichen Bildern, zu erwerben an den Ständen von Patong Beach.

Ein bewegendes Buch, in dem ich auch Berichte über meine Freunde auf Phi Phi wiederfinde, hat der Spiegel-Journalist Cordt Schnibben herausgegeben. "Tsunami - Geschichte eines Weltbebens" ist 2005 im Spiegel-Buchverlag/DVA erschienen (336 Seiten, 19,90 Euro). Und im Buch "Phi Phi Island" (S. Fischer Verlag, 17,90 Euro) beschreibt der Schriftsteller Josef Haslinger ("Opernball") das Überleben seiner Familie auf der Insel.



Dienstag, 22. Dezember 2009
Verschenken Sie Blut

Image15.000 Blutspenden werden jeden Tag in Deutschland benötigt, bei Unfällen, Krankheiten und Operationen. Vielleicht sind auch Sie auf den besonderen Saft irgendwann mal dringend angewiesen. Dafür könnten Sie eigentlich in guten Zeiten etwas von ihrem Blut verschenken.

Es kostet einen kleinen Pieks und etwas Zeit: Wenn Sie als Erstspender 18 bis 59 alt sind, gelten Sie als Idealspender. Frauen können bis 4 Mal, Männer bis 6 Mal im Jahr spenden. Sie werden nebenbei auf Infektionskrankheiten getestet und erhalten einen Unfallhilfe- und Blutspenderpass. Alle weiteren Informationen gibt es unter www.blutspende-nstob.de oder unter der kostenlosen Hotline 0800/1194911 aus dem deutschen Festnetz.


Samstag, 19. Dezember 2009
Erfindung: Airbag in der Badehose


Jürgen Puls, 47, Schwimmlehrer in Bayern, will Kinder durch seine Erfindung vor dem Ertrinken bewahren. Ein Gerät, so groß wie eine Streichholzschachtel, soll Untergehende aus dem Wasser fischen. VitalAquaProtect-System (VAP), so heißt die Erfindung seiner Firma PulsiVision. Untergebracht ist der elektronische Schutzengel in einem Schwimmanzug. In der "Black Box", wie Puls das Herz seiner Erfindung nennt, werden Wasserdruck, Lage und Puls gemessen. "Zeigen die Körperfunktionen die Signale einer ImageNotfallsituation an, wird Alarm ausgelöst", sagt der Tüftler. Schlägt das Herz schneller, dann blinkt die Black Box. "So können Ertrinkende im Dunkeln gefunden werden." Außerdem bläht sich ein Airbag auf, der Ertrinkende an die Oberfläche bringen soll. In einer späteren Variante sollen Eltern über GPS ein Signal auf einem Empfänger bekommen. "Dieser zeigt Richtung und Entfernung des Unfallortes an", sagt Puls.

Etwa 100 Euro soll die "intelligente Badebekleidung" in Zukunft kosten. Eine durchaus ungewöhnliche Begründung liefert der Erfinder für den modischen Aspekt der Schwimmkleidung. Der Schwimmanzug sei in Zukunft populärer als Bikini und die Badehose, weil die Bevölkerung überaltere, die Leute dicker würden und die Haut schlaffer und faltiger. Damit steige die Bereitschaft, eine körperbedeckende Badebekleidung zu tragen, die Problemzonen kaschiere und vor Sonnenlicht schützen würde.


Donnerstag, 17. Dezember 2009:
TV-Tipp: It's only Rock 'n' Roll -
Silvesterprogramm auf 3sat


ImageAlle Jahre wieder: Musikalischer Höhepunkt des Jahres im Fernsehen ist der letzte Tag des Jahres auf 3sat. "Rock around the clock", 24 Stunden lang. Silvester geht es um 6 Uhr am Morgen los. Wir freuen uns besonders auf Tom Petty (Florida 2006, ab 8.45 Uhr), Status Quo (Montreux 2009, ab 14 Uhr), Queen/Paul Rogers (Ukraine 2008, ab 15 Uhr), Michael Jackson and Friends (Madison Square Garden, New York 2001, ab 20.05), Neil Diamond (Madison Square Garden 2008, ab 22.05 Uhr) und Silbermond (Oberhausen 2006, ab 4.45 Uhr). Der Höhepunkt sind vielleicht Eric Clapton & Steve Winwood (gemeinsam 2010 auf Deutschland-Tournee) aus dem Madison Square Garden im Jahr 2008, im Fernsehen bei uns Silvester ab 16 Uhr.


Montag, 14. Dezember 2009
Blausand-Mensch des Jahres 2009:
Stefan Schmidt

ImageDer Blausand-Mensch des Jahres 2009, dem gestern in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille durch die Internationale Liga für Menschenrechte verliehen wurde, heisst Stefan Schmidt. Der inzwischen pensionierte Lübecker Kapitän rettete mit dem Schiff "Cap Anamur" vor fünf Jahren 37 in Seenot geratene Menschen. Dafür musste er sich zusammen mit dem ehemaligen Chef der Cap Anamur, Elias Bierdel, vor einem italienischen Gericht wegen Beihilfe zur illegalen Einreise verantworten und wurde erst vor wenigen Wochen freigesprochen. "Die Medaille ist ein tolles Signal. Sie ist ein Signal an die Politik, dass es nicht mehr so weiter gehen kann an den europäischen Grenzen, wo jeden Tag Menschen sterben", sagte Schmidt.

Stephan Schmidt will auch in Zukunft öffentliche Auftritte nutzen, um auf das Elend der Flüchtlinge an den europäischen Grenzen hinzuweisen. Elias Bierdel hat zum gleichen Zweck die Organisation borderline-europe gegründet. Die Ossietzky-Medaille geht auf den Friedensnobelpreisträger und Publizisten Carl von Ossietzky zurück. Mit der Medaille wurden unter anderem schon Günter Grass, Friedrich Schorlemmer und Lea Rosh geehrt.


Sonntag, 13. Dezember 2009
Eiszeit in Deutschland: Blausand.de-Überlebenstipps

In den kommenden Tagen soll sie losgehen: die Eiszeit in Deutschland. Deshalb einige überlebenswichtige Tipps von Blausand.de:

Beim Einbruch in halbgefrorene Seen gilt erst einmal: Keine Panik! Der Kälteschock löst Hyperventilation und unkontrolliertes Luftschnappen aus. Also erst mal am Eis festhalten und Atmung unter Kontrolle bringen. Das dauert ein bis zwei Minuten. Hat man sich beruhigt, muss Imageman gezielt mit den Beinen schlagen, sich in die Waagerechte bringen, mit Armen und Oberkörper auf das Eis ziehen (die Stelle, von der Sie kamen) und vorsichtig wegrollen oder -robben, um nicht wieder einzubrechen. Das dauert wahrscheinlich weitere 10 Minuten.

Dann wird man schwächer, die Bewegungen werden unkontrollierter, deshalb kann man jetzt nur noch versuchen, das Ufer zu erreichen, um Hilfe rufen und auf Rettung hoffen. Übrigens, so sagen Kälteforscher, ist der Prozess des Erfrierens über Wasser deutlich weniger zeitkritisch als der Prozess des Ertrinkens unter Wasser.


Freitag, 11. Dezember
Wieder historisches Tief bei tödlichen Unfällen im Straßenverkehr
(K)ein abenteuerlicher Vergleich zu Ertrinkungsunfällen

ImageGestern wurde in Wiesbaden eine Schätzung des Statistischen Bundesamts veröffentlicht, nach der es in diesem Jahr wieder 10 Prozent weniger Verkehrstote geben wird als im Vorjahr. Das wäre die niedrigste Zahl seit 1950. 4010 Menschen verunglücken 2009 auf deutschen Straßen, sagen die Statistiker, 1950 waren es noch Image7408  und 1970 sogar 21.300 Tote, obwohl es heute dreimal so viel Autos gibt. Die Opfer sind zu 60 Prozent Autofahrer, 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Unterschied zwischen tödlichen Unfällen im Straßenverkehr und Ertrinkungsunfällen wird auch an diesen Fakten deutlich: Im Gegensatz zum Ertrinken gibt es bei Verkehrsunfällen ein deutlich größeres Gefahrenbewusstsein  - nicht zuletzt verursacht durch eine hervorragende Kampagne gegen den Unfalltod auf Deutschlands Straßen - und riesengroße Unterschiede bei präventiven Maßnahmen wie der technischen Entwicklung von Fahrzeugen, unfallverhindernden Maßnahmen im Straßenbau und der flächendeckenden Optimierung im Bereich des Rettungsmanagements, während 98 Prozent der Risikobadestellen in Deutschland (Seen, Flüsse, hier ertrinken 9 von 10 Menschen) unbewacht und ungesichert sind.

Auf den Straßenverkehr bezogen wäre das etwa so, als wenn es auf den (mit 2 von 3 aller tödlichen Verkehrsunfälle unfallträchtigsten) Landstrassen keine Verkehrsschilder, keine Ampeln und keine Polizei geben würde.


Donnerstag, 10. Dezember 2009 
 The Eddie: Riesenwellen auf Hawaii

ImageSeltsam ist es schon. Während auf der Hawaii-Insel Oahu bei einer Wellenhöhe von zwölf Metern erstmals seit 2004 wieder der legendäre Surf-Wettbewerb Quiksilver Big Wave Invitational ("The Eddie") ausgerichtet wurde - die Veranstaltung findet seit 1985 in Gedenken an Eddie Aikau statt, einen Rettungsschwimmer in der Waimea Bay, der 1978 mit 31 Jahren ertrank - befürchteten Retter, dass unerfahrene Schaulustige hätten ertrinken könnten.

Ein Sturm im Nordpazifik hatte haushohe Brandungswellen mit sich gebracht. In der Waimeabucht waren sie zeitweise fast 14 Meter hoch. Mehr als 20 000 Zuschauer verfolgten das Spektakel vom Strand aus. Die Veranstaltung ist seit 1985 zum achten Mal ausgetragen worden. Sieger wurde der Kalifornier Greg Long, er übertrumpfte seine 27 Konkurrenten mit einem "perfekten Ritt" auf einer über zwölf Meter hohen Welle und kassierte umgerechnet 37 000 Euro.


Mittwoch, 9. Dezember 2009
Badegefahren am Ammersee:
Der "Griff" der Strömung

ImageDas Bundes- und Ferienland Bayern ist das Land mit den meisten Ertrinkungsopfern in Deutschland. Auch der Ammersee, hinter Chiemsee und Starnberger See drittgrößtes Bayerisches Gewässer, gehört zu den unfallträchtigen Orten - nicht zuletzt wegen der auch hier vorhandenen gefährlichen Unterströmungen.

Blausand.de-Beobachter Marc Hasenjäger entdeckte an einem Flusszulauf zum Ammersee zwei Warnschilder besonderer Art. Oben: das behördlich-konventionelle und unauffällige Schild der Gemeinde Herrsching am Ammersee, unten, deutlich wirkungsvoller: ein ungewöhnliches und auffälliges Warnschild.



Montag, 7. Dezember 2009
Blausand.de-Special Kanarische Inseln:
Gewinnen Sie ein Überraschungspaket im Wert von 300 Euro

!Weihnachten 2009, Jahreswechsel 2009/2010, Winter in Deutschland: Das ist die ideale Zeit für einen Kurzurlaub auf Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gomera oder La Palma.

ImageBlausand.de hat für Sie ein Special  für Badesicherheit auf den Kanarischen Inseln zusammengestellt. Unsere Bitte: Wenn Sie in den nächsten Monaten auf eine dieser Inseln sind, drucken Sie sich bitte diese Informationen aus und überprüfen Sie die Inhalte. Unser Angebot: Unter allen Zuschriften mit aktuellen und mit 2 bis 3 Fotos bebilderten Informationen zum Thema Badesicherheit auf den Kanarischen Inseln, die uns bis zum 31.3. 2010 unter erreichen, verlosen wir ein Urlaubs-Überraschungspaket im Wert von 300 Euro für Ihren Badeurlaub 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Machen Sie mit und lassen Sie sich überraschen...


Samstag, 5. Dezember 2009
Rewe und das "Safer Swimming-Siegel"

Imageits.de, jahnreisen.de und tjaereborg.de, alles Webseiten der Rewe Touristik, wurden kürzlich vom TÜV Süd mit einem so genannten "Safer Shopping-Siegel" ausgezeichnet. Der Technische Überwachungs-Verein, so entnehmen wir einer Pressemitteilung, lobt Qualität, Sicherheit und Transparenz der Online-Präsenzen der drei Veranstaltermarken als in hohem Maße vertrauenswürdig. "Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch an unsere Webseiten", sagt Ralph Schiller von Rewe Touristik.

Auch an Badesicherheit? safer shopping statt safer swimming? Rewe Touristik wäre mit einem "Safer Swimming-Siegel", was es bisher leider noch nicht gibt, wohl kaum ausgezeichnet worden. Blausand.de-Briefe und Mails an die Presseabteilung von Rewe Touristik blieben unbeantwortet. Der Reisekonzern ignoriert damit wieder einmal angesichts von 100 täglichen Ertrinkungsopfern in Europa den dringenden Appell von Blausand.de um mehr Aufklärung über Badegefahren, wie eine kürzlich durchgeführte Blausand.de - Untersuchung bestätigte.


Freitag, 4. Dezember 2009
Ertrinkungsunfälle: immer ins Krankenhaus

ImageBei der Recherche zum Blausand.de-Buch über das Ertrinken ist ein Thema immer wieder aufgetaucht: Nach einem Ertrinkungsunfall - sei er auch scheinbar gut gegangen - gehören besonders Kinder immer für mindestens einen Tag ins Krankenhaus.

Leider ist auch nach einer Rettung die Gefahr häufig nicht gleich vorüber. Viele Kinder sind unterkühlt oder haben Wasser geschluckt. Um Spätfolgen zu vermeiden, müssen sie nach einem Ertrinkungsunfall grundsätzlich 24 Stunden zur Beobachtung in die Klinik. "Auch nach einem eher harmlos erscheinenden Beinahe-Ertrinken kann sich eine schwere Aspirationspneumonie entwickeln. Und das oft erst einige Stunden nach dem Zwischenfall", warnt Michael Toursarkissian, Notfallmediziner an der Charité in Berlin. ImageDie so genannte Aspirationspneumonie ist eine spezielle Form der Lungenentzündung. Sie entsteht, wenn erbrochener Mageninhalt oder verunreinigtes Wasser in die Lunge gelangt. Dadurch wird eine starke Entzündungsreaktion ausgelöst. Diese führt erst Stunden nach dem Unfall dazu, dass Patienten keine Luft mehr bekommen. "Deshalb ist es so wichtig, dass alle Ertrinkungsopfer wenigstens 24 Stunden in der Klinik stationär überwacht werden", empfiehlt Toursarkissian. Nur dort stehen alle Möglichkeiten zur Behandlung von plötzlichen Komplikationen zur Verfügung.

Ertrinken ist in Deutschland nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste tödliche Unfallursache im Kindesalter. 70 Kinder unter 15 Jahren starben zwischen 2000 und 2006 jährlich im Durchschnitt durch Ertrinken in Deutschland. 300 bis 400 Kinder pro Jahr verunglücken durch Beinahe-Ertrinken.


Donnerstag, 3. Dezember 2009
Wissenschaft für das Überleben und gegen das Ertrinken:
Nacktmulle speichern Sauerstoff

ImageDie Gehirnzellen von Nacktmullen verkraften eine niedrige Konzentration von Sauerstoff um ein Vielfaches länger als Hirnzellen anderer Säuger. Das haben amerikanische Forscher entdeckt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Anpassung an die Lebensweise der Nager in unterirdischen Kolonien. Eine solche Kolonie könne bis zu 300 Tiere umfassen, erklärt John Larsen von der University of Illinois in Chicago. Die Luft in ihren Gängen enthalte so wenig Sauerstoff und so viel Kohlendioxid, dass ein typisches Säugehirn binnen kurzer Zeit irreparablen Schaden nehmen würde. Dem Nacktmull, mit seinen übergroßen Nagezähnen und seinem spärlichen Haarwuchs mitunter als "Säbelzahnwurst" verspottet, machen diese Bedingungen jedoch nichts aus.

Im Extremfall konnten die Nacktmull-Neuronen noch nach 30 Minuten Nervensignale weiterleiten, berichten die Forscher im Fachblatt Neuroreport. Neuronen von Mäusen büßten diese Fähigkeit dagegen nach spätestens fünf Minuten ein. Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, ob und wie die Nager diese Eigenschaften beibehalten. Mit diesem Wissen , sagen die Forscher, könne man dann Menschen helfen, deren Gehirn infolge von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Ertrinken einen vorübergehenden Sauerstoffmangel erlitten hat.


Mittwoch, 2. Dezember 2009
Rankings: "Dr. Beach" bewertet Amerikas Strände

Er hat es sogar schon in die "Oprah Winfrey Show" geschafft, was in den USA fast einem Ritterschlag gleichkommt: Dr. Beach, bürgerlich Stephen P. Leatherman, ist Geologe an der Florida International University und veröffentlicht seit 20 Jahren am "Memorial Day" im Mai zum Start der Badesaison die Liste der 10 schönsten USA-Strände. Magazine und Zeitungen wie „People“, „The Washington Post“ oder „The New York Times“ zitieren ihn. Speziell Hawaii und Florida liegen stets gut im Rennen: mit schöner Regelmäßigkeit erreichen die Strände dieser Bundesstaaten Bestnoten, allein Hawaii führte zehn Mal die Liste der „Top Ten“ an. Gewinner 2009 war der Strand Hanalei Bay in Kauai auf Hawaii (Die Webseite enthält Beach Safety Tipps, für Europa eine Seltenheit). Der "Titelheld" der Top Ten wird vor allem von der ImageUS-Touristikbranche mit Spannung erwartet, garantiert er Medienangaben zufolge einen 20 bis 30prozentigen Besucherzuwachs. Der Erfolg, sagt der Wissenschaftler, sei begründet in zwei Vorlieben der Amerikaner: Strände und Hit-Listen.

Unter 50 Bewertungskriterien spielt auch Badesicherheit eine Rolle. In Zukunft möglicherweise eine noch wichtigere: "Dr. Beach" eröffnet Mitte Februar 2010 das International Rip Current Symposium in Miami, an dem auch Rolf Lüke, Gründer von Blausand.de, als Referent zum Thema "Rip-Strömungen in Europa" teilnehmen wird.


Dienstag, 1. Dezember 2009
Dänische Webseiten inklusive Badesicherheit, Rip-Strömungen


ImageIn Sandbänken entstehen gelegentlich Löcher oder Rinnen, durch die das Wasser mit einer Rip-Strömung zurück zum Meer fließt. Dänen nennen diese Stellen -  warum auch immer -  "Pferdelöcher" (in Dänisch "Hestehuller"). Diese befinden sich oft auch dort, wo das Wasser ganz ruhig und am verlockendsten wirkt und sind auch in unserem nördlichen Nachbarland das größte Risiko beim Badeurlaub.

Die Webseite vom Dänischen Badesicherheitsrat macht diese Gefahr - auch in deutscher Sprache - zum Thema und gibt wichtige Tipps zur Sicherheit im Sommer und zum Thema Eisgefahren im Winter. Ebenfalls empfehlenswert: Die PDF-Datei Bade sicher ohne Alkohol und Rauschmittel, die als download zur Verfügung steht. Auch eine dänische Ferienhausvermittlung tritt vorbildlich auf: Sonne und Strand stellt Interessenten ausführliche Informationen zur Badesicherheit in Dänemark in deutscher Sprache zur Verfügung. Es geht doch !

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