| Aktuell im Januar 2010 |
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Es gibt auch gute Nachrichten auf Blausand.de. Im Sommer 2008 rettete
Alex Langemann in einer dramatischen Aktion vier Kinder vor dem
Ertrinken. Die Bezirksregierung Detmold (Nordrhein-Westfalen) überreichte dem Lebensretter
dafür in diesen Tagen eine Belobigungs-Urkunde.
Am frühen Nachmittag des 19. Juli 2008 starteten im Rahmen einer Ferienaktion eine Gruppe von Schülern und deren erwachsene Begleiter mit sieben Kanus und Kanadiern zu einer Paddeltour auf der Weser von
Schlüsselburg bei Petershagen nach Stolzenau. Die Einstiegsstelle liegt
in der Nähe eines Stauwehrs. In dem Boot, das als zweites ablegte, waren
außer dem erwachsenen Bootsführer vier Kinder zwischen sechs und 14
Jahren. Wenige Minuten nach dem Start ereignete sich das Unglück. Durch
eine Windböe wurde das Boot gegen den Ausleger eines Aalfängers
gedrückt, das inmitten der Weser ankerte. Es kenterte in
Sekundenschnelle. Während sich der Bootsführer an eine Auslegerstange
des Aalfängerschiffes festhielt, verfingen sich die Kinder im
ausgelegten Fischernetz. Dem Bootsführer gelang es nicht, eines der
Kinder zu ergreifen.
Der Angler Alex Langemann stand am Ufer, als er die Hilfeschreie der Kinder hörte. Der 31-Jährige reagierte sofort, zog eine Schwimmweste über und stürzte sich ohne zu zögern in die Weser. Nach etwa 20 Metern erreichte er die Kinder. Nacheinander befreite er drei ältere Kinder aus dem Netz. Andere Teilnehmer der Paddeltour hatten zwischenzeitlich die Unglücksstelle erreicht und brachten die drei aus dem Netz befreiten Kinder an sichere Ufer. Dann bemerkte Alex Langemann, dass sich noch ein sechsjähriges Kind im Netz verfangen hatte, durch die Strömung unter Wasser gedrückt wurde und zu ertrinken drohte. In einer dramatischen Rettungsaktion hangelte sich Alex Langemann zu dem Kind, zog es unter dem Netz hervor und drehte dessen Gesicht nach oben. Mit letzter Kraft schwamm er mit dem Jungen, dessen Gesicht bereits blau angelaufen war, zum Ufer. Der inzwischen eingetroffene Rettungsdienst brachte den Jungen ins Krankenhaus, wo er eine Nacht auf der Intensivstation behandelt und letztlich ohne bleibende Schäden entlassen werden konnte. Wenn ein Kunde sein Flugticket storniert, ist das für
manche Fluglinien ein lukratives Geschäft, berichtet Spiegel online. Der reine Flugpreis muss immer gezahlt werden, auch ein Teil der
Nebenkosten. Im Schnitt werden nur 56
Prozent der Nebenkosten erstattet - obwohl diese nur anfallen, wenn
tatsächlich geflogen wird. Das ergab eine Erhebung des ADAC, bei der 15
Fluglinien getestet wurden. Am besten schnitten dabei die skandinavische
SAS und Spanair ab, die immerhin je 89 Prozent der rund 90 Euro teueren
Nebenkosten zurückzahlten. Mehr als 80 Prozent bekam der Kunde bei
Turkish Airlines, TUIfly und Condor erstattet. Nicht einen Cent gibt es bei Ryanair für den nicht angetretenen Flug. Damit verdient
die Gesellschaft bei einem Storno mehr, als wenn der Kunde fliegt. Da
bei der für den Test gebuchten Reise von Frankfurt-Hahn nach London der
Flug selbst nur drei Euro kostete, die eingesparten Nebenkosten aber 76
Euro betrugen, wurde in dem Fall aus der Stornierung ein satter
Gewinn. Der nicht angetretene Flug kann darüber hinaus noch einmal
verkauft werden. In der ZDF-Talkshow Markus Lanz wird am
heutigen Mittwoch (ab 23.20 Uhr) demonstriert, wie gefährlich es ist,
auf Eisflächen spazieren zu gehen. Was alles dabei passieren kann (Meldung weiter unten auf dieser Seite),
erklärt und demonstriert Christian Treder, Rettungsschwimmer der
Wasserwacht Lübeck. Außerdem zu Gast bei Lanz: Stefan Oppermann und
Manuela Konzack, die im Dezember 2009 bei dem Versuch einbrachen, ihren
Hund von einer Eisfläche zu holen. Dank einer Freundin konnten sie
rechtzeitig gerettet werden.
Während einer Tournee in Brasilien sind die beiden Gitarristen der britischen Heavy-Metal-Band "After Death" am Donnerstag letzter Woche ertrunken. Nach einem Gig zu Beginn ihrer Tournee in Brasilien waren die beiden 21 und 18 Jahre alten Musiker schwimmen gegangen, so berichtet
die Nachrichtenagentur AP. Der Wellengang war zu dieser Zeit sehr hoch
und wurde den beiden Bandmitgliedern wohl zum Verhängnis, so die
örtliche Polizei.
Alle fünf Bandmitglieder seien zum Zeitpunkt des Unglücks am Strand gewesen, sagte der Drummer der Band der BBC. Die Angaben zum genauen Hergang des Unfalls weichen aber voneinander ab. Während BBC berichtet, dass der 18-Jährige seinem 21-jährigen Kollegen im Wasser zur Hilfe kommen wollte und dabei selbst ertrank, schreiben andere Medien, dass zunächst der 21-jährige Gitarrist tot aufgefunden wurde und vom anderen Bandmitglied jede Spur fehlte. Am darauffolgenden Freitag soll dann auch der 18-Jährige tot am Strand gefunden worden sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt klar, dass Empfehlungen an Bürger,
die Telefonnummern von Verwandten unter Kürzeln wie "ICE" (für In Case
of Emergency) für Notfälle im Handy einzuspeichern, nicht
vom DRK stammen.
Verschiedentlich wurde in den vergangenen Monaten (auch bei Blausand.de) berichtet, dass
der DRK-Rettungsdienst die Einspeicherung von privaten Notrufnummern
empfiehlt, um bei Unfällen die Angehörigen der Opfer leichter zu
erreichen. Diese Darstellung ist falsch.
Frank Jörres, Leiter des Rettungsdienstes beim DRK-Bundesverband,
sagt: "Wir raten niemandem davon ab, solche Nummern einzuspeichern. Nur
hat es für die Arbeit des Rettungsdienstes keine Bedeutung. Das
Deutsche Rote Kreuz hat bei einem Notfall die oberste Pflicht, Leben zu
retten und Patienten optimal zu versorgen. Die Feststellung der
Personalien und die Information der Angehörigen aber ist nicht die
Aufgabe des Rettungsdienstes, sondern der Polizei".Das Rote Kreuz rät, für Notfälle vor allem die Notrufnummer 112 einzuspeichern. Diese Nummer gilt für ganz Deutschland und europaweit. Jörres: "In der Hektik eines Notfalls haben viele Menschen, die helfen wollen, die Notrufnummer nicht parat. Deshalb ist die 112 die wichtigste Nummer, die wir zum Einspeichern empfehlen. Sie ist kostenfrei und kann auch vom Handy aus ohne Vorwahl gewählt werden". Den gefährlichen Unterströmungen am
Strand von Playa del Ingles auf Gran Canaria sind am
Donnerstag zwei Schwimmern zum Verhängnis geworden. Eine 67 Jahre alte spanische Touristin und ein etwa 55-jähriger Deutscher Tourist konnten nur noch tot aus dem Atlantik geborgen werden. Zwei weitere Badegäste konnten von den Mitarbeitern des Cruz Roja lebend aus dem Atlantik gerettet werden. Der Strandabschnitt von Playa del Ingles bis Maspalomas ist für seine gefährlichen Unterströmungen bekannt. Nach spanischen Medienberichten waren zum Zeitpunkt des Unfalls rote Flaggen gehisst. "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" (DGzRS): Da sich
diesen Namen kaum jemand merken kann, nennt sich die erfolgreiche
Organisation mit Hauptsitz in Bremen seit einigen Jahren Seenotretter.
Denn besonders spendenfreudig sind Menschen immer wieder, wenn es um die
Rettung auf hoher See geht, 315.000 Euro sammelten die Teilnehmer der
traditionellen Bremer Eiswette vor wenigen Tagen ein und der Inhalt der
18.000 Spendenschiffchen ergibt pro Jahr etwa 1 Million Euro.
Die Seenotretter sind eine der
modernsten Seenotrettungsdienste der Welt und an der deutschen Nord- und
Ostseeküste jeden Tag 24 Stunden mit einer Flotte von 61 Seenotkreuzern
und Seenotrettungsbooten einsatzbereit. Das Geld der ausschließlich aus Spenden finanzierten Gesellschaft wird auch dringend benötigt: Ein neuer 36 Meter langer Seenotkreuzer soll das bisherige auf Helgoland stationierte Flaggschiff "Hermann Marwede" im Jahr 2012 ablösen. 1700 Handtücher mit den Umrissen von Opfern lagen kürzlich zum Beginn des Sommers am Bondy
Beach Nähe Sydney (Australien). Ein Frotee-Mahnmal für 1700 Australier,
die jährlich dem schwarzen Hautkrebs zum Opfer fallen. Ins Leben gerufen
hatte der nationale Krebs-Rat Australiens die Aktion, um besonders
Jugendliche auf die Gefahr hinzuweisen.
Die Haut vergisst nicht. Die Erbsubstanz der Haut hat ein Gedächtnis. Je mehr Sonnenbrände sich ansammeln, desto mehr steigt das Risiko, dass sich später im Lauf des Lebens ein Hautkrebs entwickelt. Wiederholte Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren erhöhen das Hautkrebsrisiko markant. Die Hautkrebsrate steigt bei uns jedes Jahr um 7 Prozent. Die Erkrankungsraten an Schwarzem Hautkrebs sind wegen der intensiven Strahlung in Australien und Neuseeland mehr als fünfmal höher als in Westeuropa. Eltern und Aufsichtspersonen sollten sich in den nächsten Jahren nicht nur auf weniger, auch auf riskantere Hallen- und Freibäder einstellen. Beispiel Oberhausen: Von ehemals sieben Schwimmbädern sind heute gerade noch drei vorhanden. Jetzt ist wieder eine Halle wegen erbärmlicher Zustände bei Filteranlage und Haustechnik geschlossen worden. Das Baderisiko besteht primär in der Reduzierung des gesamten Service auf ein Mindestmaß, das so gerade noch den Vorschriften entspricht. Es mangelt in immer mehr Badebetrieben an Aufsichts- und Sicherheitspersonal und an deren Qualifikation - abgesehen von der ohnehin meist als anachronistisch zu bezeichnenden Technik für Beobachung und Alarmierung. Auch die von den Wasserrettungsgesellschaften gern betriebene "Appellitis" für den Erhalt von Schwimmbädern bringt wenig, weil Kommunen (spiegel online titelt: klamm, klammer, Kommunen) vor allem die Hallenbäder kontinuierlich schließen und bei schwindenden Besucherzahlen nur noch ein Mindestmaß an Sicherheit in konventionellen öffentlichen Bädern bieten können. Die Empfehlung für Eltern wird immer wichtiger: kritisch sein, immer fragen und noch mehr auf Kinder aufpassen. Tod durch Ertrinken, das ist laut Polizeiaussage die Todesursache eines
dreijährigen Jungen. Dieser kam am Sonnabend am späten Nachmittag in der
Oranienburger Turm-Erlebniscity (Brandenburg) ums Leben. Die Mutter soll
mit den zwei kleinen ihrer vier Kinder, zwei und drei Jahre alt, im
Babybecken gewesen sein. Der dreijährige Junge sei in einem
unbeobachteten Augenblick ausgebüxst, sagte ein Polizeipressesprecher.
Badegäste im Wellenbecken fanden das Kind leblos im Wasser treibend. Ein
Schwimmer hob das Kind aus dem Wasser. Rettungsschwimmer und
Rettungskräfte versuchten erfolglos, den Jungen wiederzubeleben. Der
Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Die Familie des
Jungen wurde noch im Schwimmbad von Einsatzkräften betreut.
Nachtrag: Inzwischen will die Staatsanwaltschaft die Sicherheitsbedingungen in dem Freizeitbad untersuchen. "Wir werden die Sicherheitsvorgaben des Schwimmbads prüfen und zudem beteiligte Familienangehörige des Opfers befragen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin am 20. Januar. 1976 erlitt der gebürtige Potsdamer Thomas Kahlau, damals 15 Jahre alt, einen schweren Badeunfall. Er sprang kopfüber in eine Kiesgrube und ist seitdem querschnittsgelähmt. 2 Jahre später unternahm er die ersten Malversuche mit dem Mund, erhielt später ein Stipendium der Vereinigung der Mund- und Fußmalenden Künstler in aller Welt und schrieb das Buch
"Die Kraft in mir" (inzwischen auch als Hörbuch erhältlich). 2000 wurde Thomas Kahlau das Bundesverdienstkreuz verliehen,
sein Engagement als Künstler brachte ihn zu Veranstaltungen nach Sydney,
Lissabon und Shanghai.
Nach seinem Unfall, schreibt Thomas Kahlau auf seiner Webseite www.mundmaler.de, "war mit knapp 15 Jahren erst einmal Schluss. Mein zweites Leben begann. Durch meinen Unfall, der mir den Hals brach, war für mich eine Eiszeit angebrochen, die fast 10 Jahre dauerte. Während dieser Zeit war ich nicht nur körperlich, sondern auch geistig unbeweglich. Ich isolierte mich selbst, lebte nur, weil ich lebte, ließ andere für mich denken". Über den Weg zur Malerei begann sein neues Leben. Hier noch einmal überlebenswichtige Tipps von Blausand.de: Beim
Einbruch in halbgefrorene Seen gilt erst einmal: Keine Panik! Der
Kälteschock löst Hyperventilation und unkontrolliertes Luftschnappen
aus. Also erst mal am Eis festhalten und Atmung unter Kontrolle bringen.
Das dauert ein bis zwei Minuten. Hat man sich beruhigt, muss man gezielt
mit den Beinen schlagen, sich in die Waagerechte bringen, mit Armen und
Oberkörper auf das Eis ziehen (die Stelle, von der Sie kamen) und
vorsichtig wegrollen oder -robben, um nicht wieder einzubrechen. Das
dauert wahrscheinlich weitere 10 Minuten.
Dann wird man schwächer, die Bewegungen werden unkontrollierter, deshalb kann man jetzt nur noch versuchen, das Ufer zu erreichen, um Hilfe rufen und auf Rettung hoffen. Übrigens, so sagen Kälteforscher, ist der Prozess des Erfrierens über Wasser deutlich weniger zeitkritisch als der Prozess des Ertrinkens unter Wasser. Weitere Informationen von Blausand.de rund um Eisflächen erhalten Sie hier. Deutschland erlebt gerade einen strengen Winter. In Kanada und Alaska
sind solche Winter Alltag. Das Deutsche Rote Kreuz hat die besten Tipps
zum Schutz von Kollegen aus dem hohen Norden gesammelt, die öfters der
Kälte ausgesetzt sind, und empfiehlt, beim Heizen im
eigenen Haus vorsichtig zu sein. Brennbare Materialien wie Papier oder
Decken sollten mindestens einen Meter von elektrischen Heizkörpern, Öfen
oder Kaminen entfernt sein. Und bitte niemals den Backofen zum Heizen
verwenden, das ist ineffektiv und gefährlich. Grundsätzlich gilt: Das
Beste ist, Kälte zu vermeiden und im Haus zu bleiben. Wer draußen sein
muss, sollte immer wieder Pausen einlegen, um sich aufzuwärmen.
Menschen sollten viel trinken, aber weniger Alkohol und Koffein, denn diese Stoffe produzieren weniger Wärme im Körper. Warme Getränke und normales Wasser sind das Beste. Körperstellen, die besonders weit vom Herzen entfernt sind, sollten besonders geschützt werden: Kopf, Hände und Füße. Eine Mütze, die den ganzen Kopf bedeckt, ist besser als ein Stirnband. Fausthandschuhe sind wärmer als Fingerhandschuhe, da sich die Finger darin gegenseitig aufwärmen. Wer zu lange in der Kälte gewesen ist, kann Erfrierungen bekommen. Die Haut verfärbt sich weiß, gelblich oder grau und schmerzt. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei Verdacht auf Erfrierungen sollte die Hautstelle warm abgedeckt und langsam und vorsichtig aufgewärmt werden. Rubbeln oder Reiben kann zu noch schlimmeren Verletzungen führen. Im Oktober 2009 ertrank ein 13 Jahre alter deutscher Junge in Calpe
an der Costa Blanca (Spanien) im aufgepeitschten Meer. Einer
derjenigen, die ihm das Leben retten wollten, wäre fast selbst
ertrunken: Moussa Fall, ein Senegalese, sprang in die Fluten, als er
sah, dass der Junge nach einer Windböe im Meer trieb. Einen anderen
deutschen Jungen konnte er retten, ein Junge ertrank. Aus Dakar kam der Lebensretter als Immigrant über die Kanarischen Inseln nach Calpe. Moussa
sagte nach der Rettung: "Fast hätten ein Feuerwehrmann und ich den
Jungen gepackt, aber ein starker Schlag trennte uns wieder." Auf die
Frage, ob er es wieder tun würde, sagte sein Freund Abdel: "Ich bin
sicher, dass ein Deutscher oder Spanier dasselbe tun würde, wenn ein
Senegalese im Wasser treibt."
Der 25 Jahre alte senegalesische Lebensretter riskierte mit dem Einsatz nicht nur sein Leben, sondern auch seinen Aufenthalt in Spanien. Heute berichtet die spanische Zeitung El País, dass trotz einer getroffenen Vereinbarung mit der Kommune, Moussa Fall aus humanitären Gründen nicht wieder auszuweisen, dieser nach wie vor über keine Papiere verfügt. Eine Menschenrechtsorganisation will sich jetzt für Moussa Fall einsetzen und seinen Status als Resident erwirken. Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die es bis an die spanische Küste geschafft haben, ist 2009 auf ein Zehnjahrestief gesunken, berichtet die Organisation Pro Asyl heute in ihrem Internetportal. Auf den kanarischen Inseln seien nur noch 2.242 Flüchtlinge und Migranten angekommen, was
weniger als einem Drittel der Ankömmlinge im Vorjahr entspräche und weit
unter der bisherigen Höchstzahl von 31.600 im Jahr 2006 liege.
Spaniens Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero bezeichnete den starken Rückgang als Ergebnis der verschärften Grenzkontrollen und vermehrter Rückübernahmeabkommen mit afrikanischen Herkunfts- und Transitstaaten. Durch die rigiden Kontrollen unter anderem durch die (umstrittene) europäische Grenzagentur Frontex sei die Zahl der ankommenden Flüchtlinge und Migranten in Spanien im Vergleich zu 2008 insgesamt um die Hälfte auf etwa 7.000 gesunken. Was in Spanien als Erfolg im "Kampf gegen illegale Migration" gefeiert wird, sagt Pro Asyl, sei vor allem ein Symptom der flüchtlingsfeindlichen Abschottungspolitik Europas. Unter Missachtung des Völkerrechts werden Flüchtlinge in Transitstaaten zurückgedrängt. Die Routen der Bootsflüchtlinge werden immer länger und dadurch gefährlicher. Wie viele Menschen auf ihrem Weg nach Europa verhungern, verdursten oder ertrinken, wird nicht erhoben. Welche Länder sind 2010 am sichersten? Die Antwort gibt das Unternehmen Control Risks mit der Studie "Risk Map 2010". Alle Länder wurden weltweit in 5 Risikostufen eingeteilt: unerheblich, niedrig, mittel, hoch und extrem. Das Sicherheitsrisiko wird ermittelt aus der Zahl der
Diebstähle und anderer Kleinkriminalität, Überfällen, aber auch
Entführungen und bewaffneten Übergriffen sowie Sachbeschädigung oder
Betrug.
Die wichtigsten Ergebnisse: Wenn Sie 2010 auf der sicheren Seite sein wollen, sollten Sie nach Skandinavien fahren. Dänemark, Norwegen, Finnland und Island sind laut der Studie die sichersten Länder weltweit. Aber auch die übrigen Teile Europas können relativ bedenkenlos bereist werden - mit Ausnahme von Sizilien und Teilen Süditaliens, dem Baskenland, dem Kosovo, Teilen Albaniens und Mazedoniens sowie Thessaloniki und Athen. Diese Regionen wurden mit einem mittleren Risiko bewertet. Als gefährlichstes Land der Welt gilt Somalia mit der Risikostufe "extrem" für nahezu das gesamte Land. Dies bedeutet, Recht und Gesetz sind außer Kraft, es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Auch in Teilen der Staaten Kongo und Tschad sowie große Teile des Sudans wurden die Sicherheitsrisiken für Ausländer als "extrem" eingestuft. Außerhalb des afrikanischen Kontinents ist das Risiko nur in den Ländern Irak und Afghanistan "extrem". In den klassischen nordafrikanischen Reiseländern Marokko, Tunesien und Ägypten dagegen können geschäftlich und privat Reisende auch 2010 mit einem niedrigen Risiko rechnen. Aber auch in tropischeren Regionen des Kontinents gibt es sichere Reiseziele wie den Senegal an der Westküste Afrikas. Im Land der Fußballweltmeisterschaft 2010 sollten Reisende aber umsichtig sein und Vorsichtsregeln beachten - Südafrika bekam die Risikostufe "mittel". Eine tragische Geschichte hat sich gestern in Glenbrook im
Süden der neuseeländischen Hauptstadt Auckland ereignet, berichtet das
Internetportal nzherald.co.nz. Felisiano Puleanga, 37 Jahre alt, Vater von 5 Jungen, wollte seinen 9-jährigen Sohn Tino vor dem Ertrinken bewahren, der an einem gefährlichen Abschnitt der Nordinsel durch plötzlich aufgetretene Strömung in die Tiefe gezogen wurde. Tinos Vater beobachtete den Vorfall und Tino schrie: "Help, Dad, please help me out!". Zusammen mit einem anderen Strandbesucher versuchte der Vater, seinen Sohn zu retten und schwamm hinaus. Als die Lifeguards eintrafen, fanden sie den Vater unter Wasser, der seinen Sohn im Arm hielt. Der Vater konnte trotz der Wiederbelebungsversuche nicht mehr gerettet werden, während Tino überlebte. "Sein Leben", sagte die Schwester von Felisiano, "waren seine Kinder. Er hat niemals aufgegeben". 6000 Organisationen, interessierte Menschen und Medien erhalten ihn
schon und täglich werden es mehr: Der Blausand.de-Newsletter gegen das Ertrinken, der Ihnen monatlich per
Mail zugeht, kostet keinen Cent und kann jederzeit wieder abbestellt werden. Hier geht es zum Newsletter Dezember 2009. Bitte bekunden
Sie Ihr Interesse am Thema Badesicherheit in Europa durch den Bezug
des Newsletters. Wenn Sie noch mehr für Aktionen gegen das Ertrinken in Europa tun wollen, stellen Sie ein paar Mailadressen (mit Einverständnis der Empfänger) zusammen und senden uns diese mit dem Hinweis "Newsletter" an . Ab Anfang Februar 2010 erfahren Ihre Freunde und Sie dann regelmässig alles Wissenswerte zu Reisen, Freizeit, Schwimmen und Badesicherheit in Europa. Wir von Blausand.de wünschen Ihnen ein erfolgreiches und sicheres Neues Jahr. Im Blausand.de- Jahresrückblick 2009 mit erfreulichen, traurigen, kritischen und perspektivischen Meldungen erfahren Sie alles über den gefährlichsten Strand, die seltsamste
Kooperation, die absurdeste Warnflagge, die besten Reiseveranstalter,
die besten Reiseführer, den Menschen des Jahres, die kurioseste Klage,
das seltsamste Urteil, die Kampagne des Jahres, die Risikogruppe, das
dürftigste Interview, den Lebensretter und die Idee des Jahres. Den Jahresrückblick können Sie hier nachlesen. |
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