Konzepte
Wo bleiben die Konzepte gegen das Ertrinken in Deutschland?
Kritische Anmerkungen von Blausand.de zum Stellenwert von Wassergefahren in Deutschland

Die DLRG veröffentlicht jährlich Todesstatistiken, die die schlimmsten Befürchtungen meist übertreffen.

Von 2000 bis 2003 sind die Ertrinkungszahlen immer weiter in die Höhe geschnellt und in Deutschland um 50 Prozent (!) gestiegen.
Nur der verregnete Sommer 2004 verhinderte, daß es im vergangenen Jahr nicht noch schlimmer geworden ist.

Bereits bis Ende August sind in Deutschland mindestens 542 Menschen ertrunken. Das sind 52 Menschen mehr als 2002, eine Steigerung von 11 Prozent.Von Juni bis August verloren 332 Menschen ihr Leben, das sind 35 Opfer mehr als im Sommer 2002.

Image Nach Angaben der DLRG liegt die Zahl der Todesfälle bis Ende August über den Ergebnissen der gesamten Jahre 2000 und 2001. Der schöne lange Sommer habe wesentlich zu dieser negativen Entwicklung beigetragen, sagt die DLRG. Leichtsinn, Selbstüberschätzung und mehr Herz-Kreislauf-bedingte Unfälle als Folge der Hitze seien die Hauptursachen.
 
Binnengewässer sind der Unfallschwerpunkt Nummer eins. Drei von vier Opfern verlieren dort ihr Leben. 

Was diese Zahlen, die seit Jahren immer weiter nach oben schnellen, vermitteln, ist pure Hilflosigkeit.

Image Wir fragen uns inzwischen, was die Veröffentlichung von Horrorzahlen eigentlich bewirken soll, wenn nicht gleichzeitig zumindest eine Perspektive der wirksamen und nachhaltigen Konzepte im Kampf für mehr Wassersicherheit in Deutschland dahintersteht.

Mit Ratlosigkeit, dem Bedauern und Delegieren der Verantwortung auf andere Ebenen wird man dem "nassen Tod" nicht begegnen können. Uns ist nicht bekannt, dass es seitens der Verantwortlichen aus Bundespolitik, Touristik, Ländern, Städten, Gemeinden und Rettungsorganisationen bundesweite Lösungen für die Zukunft gibt.

Ganz im Gegenteil: Es gibt keine Verantwortlichen bei der Bundesregierung, nach dem "Verursacherprinzip" sollen sich die Gemeinden darum kümmern, die wiederum in vielen Fällen ihre Verpflichtung zur Bewachung von Badeseen fahrlässig vernachlässigen.

Image Peter Sieman von der DLRG berichtet Blausand.de, dass eine früher gezahlte Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit in Höhe von (mageren) 50.000 Euro seit 2 Jahren ersatzlos gestrichen wurde. Hinzu kommt, dass das Interesse, sich als Wasserretter ausbilden zu lassen und freiwillige Rettungsdienste am Wasser zu absolvieren, von Jahr zu Jahr nachlässt. Unter diesen Bedingungen ist eine intensivere Bewachung - vor allem an den gefährlichen Badeseen in Deutschland - nicht realisierbar.

Ratlosigkeit, Kürzungen von Geldern einerseits und die steigenden Ertrinkungszahlen andererseits stehen in einem eklatanten Missverhältnis, dass kann nicht länger akzeptiert werden.

Statt der Roten Flagge" müsste man eigentlich die "Rote Karte" zeigen.

 

 
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