Gästebuch Februar 2005
Andreas Mueseler , Umweltbeauftragter LTU-Touristik, Köln, Februar 2005
Probleme mit Gefahrenhinweisen in Reisekatalogen


ImageSehr geehrter Herr Lüke, für Ihr Schreiben bedanken wir uns ganz herzlich, unterstreicht es einmal mehr ihr Engagement für die Badesicherheit, das uns ja bereits seit langem bekannt ist. Die Sommerkataloge sind, wie Sie wissen, inzwischen produziert.

Ungeachtet dessen sind wir im Zweifel, ob die von Ihnen vorgeschlagenen Texte, die inhaltlich sicherlich sehr sinnvoll sind, in den Katalogen richtig platziert wären. Ich erinnere mich, dass wir diese Diskussion bereits vor längerer Zeit führten. Die Kataloge werden von unseren Kunden in der Regel geraume Zeit vor Antritt des Urlaubs zur Hand genommen. Informationen, die für die Gäste konkret während ihres Urlaubs bedeutsam sind, und um solche handelt es sich beim Thema Badesicherheit, bleiben auf diesem Wege nicht haften. Und da sich wichtige Informationen in der Wahrnehmung der Gäste nicht unbedingt besser einprägen, wenn sie an zu vielen Stellen präsentiert werden, sondern die Gefahr der Abstumpfung besteht (ich denke da z.B. an die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen), sollten diese dort angebracht werden, wo unsere Gäste sie wirklich brauchen. Auch gibt es noch keinen einheitlichen internationalen Standard für die Beflaggung von Stränden, was gegen eine Aufnahme in die Kataloge spricht, die ja in der Regel nicht nur ein Urlaubsgebiet enthalten. Deshalb weisen unsere Reiseleiter im Rahmen der in der Pauschaltouristik üblichen Begrüssungsgespräche auf spezifische Besonderheiten in der jeweiligen Urlaubsregion hin. Auch unsere Zielgebietsbroschüren, die unseren Gästen unmittelbar nach der Ankunft ausgehändigt werden, enthalten die von Ihnen vorgeschlagenen Hinweise zur Badesicherheit und Strandbeflaggung. Diese Broschüren werden als erste Information zum Urlaubsort von den Gästen ebenso intensiv gelesen wie die in den Hotels ausliegenden Infomappen. Naturgemäß liegt auch uns als Reiseveranstalter das Thema Badesicherheit sehr am Herzen.



Thomas Schröder, Reisejournalist, Februar 2005, www.thomasschroeder.com
Texte zu Warnflaggen in alle Spanien-Führer eingebaut

ImageAuf die Gefahren des Mittelmeers aufmerksam geworden bin ich während der Recherche zum Mallorca-Führer (Stichwort Can Picafort), ein Bewusstsein, das sich durch Sie und Ihre Seite noch deutlich geschärft hat. Seit 1999 habe ich deshalb sukzessive Texte zu den Warnflaggen in alle meine Spanien-Führer eingebaut. Da ich grundsätzlich in der Nebensaison recherchiere, möchte ich auf die Problematik der Saisonränder hinweisen. Auch bei Durchsicht der in diesem Gästebuch geschilderten Schicksale fällt auf, dass sich überproportional viele Unfälle im Frühjahr und Herbst ereignen, wenn zum einen die See häufiger rau ist, vor allem aber Rettungspersonal und Beflaggung noch nicht oder nicht mehr aktiv sind, weil die Einheimischen selbst nicht baden. So auch der beschriebene Fall Ende letzten Septembers vor dem andalusischen Hotel La Barrosa. Es handelt sich dabei um Novo Sancti Petri, eine zur Nebensaison fast ausschließlich von deutschen Pauschalreisenden besuchte Feriensiedlung aus Vier- und Fünfsternehotels!

ImageHier sehe ich durchaus die Veranstalter in der Pflicht, bei den örtlichen Behörden mehr Druck zu machen, um auch außerhalb der jeweiligen "offiziellen" Badeperiode für die Sicherheit der Gäste zu sorgen.










Detlef Altmann, Geschäftsführer Neckermann Reisen, Oberursel, Februar 2005
Reaktion zum Thema Reisekataloge und Warnhinweise

ImageSehr geehrter Herr Lüke, vielen Dank für Ihre Schreiben, welche wir gerne heute beantworten möchten. Natürlich haben auch wir das TV-Magazin Plusminus in der ARD gesehen. Bereits seit Jahren erhalten unsere Informationsmappen, die in allen Vertragshotels rund um die Welt für unsere Gäste ausliegen, auf Mallorca Hinweise zur Badesicherheit. Der Plusminusbeitrag hat uns zusätzlich zu der regelmässig stattfindenden Aktualisierung der Informationsmappen veranlasst, die heutigen Informationen zu überprüfen. Die Informationsmappen in den Hotels auf Mallorca werden als erste kontrolliert und sofern notwendig ergänzt. Wir wünschen Ihnen für Ihre Aktivitäten viel Erfolg.


ImageBlausand.de fordert seit Jahren, Warnhinweise und Verhaltenstipps auch in Reisekataloge für Mittelmeer-Ziele aufzunehmen. Im September 2004 erhielten wir von Neckermann Reisen den obigen Brief, nachdem PLUSMINUS auf fehlende Hinweise durch Neckermann an einem Strand auf Mallorca hingewiesen hatte. Im Februar 2005 schreibt Blausand.de an Neckermann: "Unsere drängende Anregung bezieht sich aber nicht auf die Optimierung von Informationen in Ihren Zielgebieten, sondern auf die generelle Thematisierung vorhersehbarer Wassergefahren in Form von Warnhinweisen und Verhaltenstipps in den Reisekatalogen. In Zeiten unvorhersehbarer und größerer Risiken etwa durch terroristische Anschläge oder globale Wassergefahren sind wir um so mehr davon überzeugt, Urlauber vor ihrer Reise über die abschätzbaren und an allen europäischen Urlaubsstränden existenten Wassergefahren angesichts der fast 20.000 jährlichen Ertrinkungsopfer in Europa im Freizeitbereich informieren zu müssen, zumal nach Erkenntnissen von Wasserrettungsexperten vier von fünf Ertrinkungsunfälle durch präventive Maßnahmen verhindert werden könnten. Wir bitten Sie nochmals, sich diesem Thema an verantwortlicher Stelle zu widmen und uns eine Stellungnahme zukommen zu lassen."




Claudia Maassen, Köln, Februar 2005
Kein Platz für Kinder im DLRG-Schwimmkurs

ImageImmer wieder höre und lese ich, dass Kinder schon im Alter von 4 Jahren das Schwimmen lernen und möglichst früh das "Seepferdchen" machen sollen. Meine praktische Erfahrung lehrt, dass dies völlig unmöglich ist, da die Kinder gar nicht erst einen Platz in einem Schwimmkurs bekommen. Mein Sohn wurde im Alter von knapp 4 Jahren im örtlichen DLRG angemeldet. Dort wurde er auf eine Warteliste gesetzt. Da ich gerne wollte, dass er als Schulkind zumindest das "Seepferdchen" besitzt, habe ich ihn dann im Sommer letzten Jahres in einer privaten Schwimmschule angemeldet. Dort betrug die Wartezeit ca. 6 Monate, bis er mit einem Anfängerkurs beginnen konnte. Zwischenzeitlich hat sich auch der DLRG bei uns gemeldet: mein Sohn könnte nach den Sommerferien einen Platz für einen Anfängerkurs bekommen. Dann ist er aber schon ein Schulkind und hat hoffentlich in der privaten Schwimmschule sein "Seepferdchen" gemacht. Meine Bitte, ihn im DLRG für einen Fortgeschrittenenkurs aufzunehmen, wurde negativ beschieden. Man würde lieber die Kinder aufnehmen, die auch schon beim DLRG die Anfängerkurse besucht haben.

ImageÜbrigens wurde der Kindergarten meines Sohnes einmal vom DLRG zu einer Schwimmstunde eingeladen. Dies haben auch sehr viele Eltern genutzt und die Resonanz war äusserst positiv. Der Haken: wir wurden vom DLRG Leverkusen eingeladen, der Kindergarten liegt aber in Bergisch Gladbach. Der DLRG Bergisch Gladbach bietet solche Schnupperstunden nämlich leider gar nicht erst an. Wie Sie sehen, liegt das Problem also nicht unbedingt daran, dass Eltern ihre Kinder nicht bei Schwimmkursen anmelden, sondern daran, dass es die entsprechenden Angebote gar nicht gibt!




Evelyn Wagner , Wernshausen, Februar 2005, www.philippstraeume.de
...ich wünsche uns allen, dass Leben gerettet wird...

Ich möchte Ihnen meinen Respekt aussprechen, Ihre Seite ist sehr informativ und man spürt beim Lesen Ihr Engagement. Sie haben schon sehr viel erreicht und ich wünsche uns allen, dass Ihr Erfolg immer weiter wächst und somit Leben gerettet wird. Der Januar ist zwar schon wieder vorbei, aber ich möchte Ihnen trotzdem ein gesundes und erfolgreiches 2005 wünschen. Viele liebe Grüße aus Thüringen sendet Ihnen Evelyn Wagner.












 

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