Aktuell im Februar 2005
Montag, 28. Februar 2005
Bitte testen Sie Ihren Badestrand im Sommer 2005! Für Ihre Teilnahme erhalten Sie Reiseführer Ihres Urlaubsziels! 

ImageUrlaub 2005: Sie haben schon geplant, wohin es dieses Jahr geht, vielleicht haben Sie auch schon gebucht. Spanien, Griechenland, Türkei, Italien, Frankreich, Schwarzmeerküste? Bleiben Sie in Deutschland, fahren an die Nord- oder Ostsee oder wollen Sie Ihren Urlaub am Badesee vor Ihrer Haustür verbringen? Für alle Strände in europäischen Urlaubsländern sucht Blausand.de Menschen, die sich in Ihrem Urlaub etwas Zeit für Strandsicherheit nehmen und einen Testbogen zur Sicherheit an Ihrem Urlaubsstrand ausfüllen und damit das Risiko bewerten. Wenn Sie mitmachen wollen, senden Sie bitte ein Mail mit Namen, Anschrift, Urlaubsziel und Urlaubszeitraum an
. Wir senden Ihnen den Testbogen dann umgehend per Mail zu.In Zusammenarbeit mit unserem Partner Michael-Müller-Verlag erhält jeder Teilnehmer, der den  ausgefüllten Testbogen an uns zurückschickt, einen hochwertigen Reiseführer Ihrer Urlaubsregion oder einen anderen Reiseführer Ihrer Wahl aus dem Verlagsprogramm. Bitte sprechen Sie auch andere Urlauber aus Ihrem Familien- und Freundeskreis auf diese Aktion an! Unsere Adresse für die Rücksendung des ausgefüllten Testbogens nach Ihrem Urlaub 2005: Blausand.de, Kennwort: Strandtest 2005, Scharnhorststrasse 97, 28211 Bremen.


Donnerstag, 24. Februar 2005
In der Schweiz sind 2004 deutlich weniger Menschen ertrunken

ImageDie Zahl der Menschen, die 2004 in der Schweiz ertrunken sind, hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Letztes Jahr sind 47 Menschen ertrunken, 44 weniger als 2003. Die vergleichsweise hohe Zahl für 2003 hängt mit dem Hitzesommer zusammen. Verglichen mit den letzten zehn Jahren liegt die Opferzahl für 2004 jedoch im Durchschnitt. Wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) mitteilte, ertranken im letzten Jahr 29 Männer, 14 Frauen und 4 Kinder. 22 der tödlichen Unfälle ereigneten sich in Flüssen, 19 in Seen und je einer in einem Schwimmbad und einem Biotop. Vier Menschen starben beim Tauchen in Flüssen oder Seen.


Montag, 21. Februar 2005
Tod von Philipp in Griechenland, Klage gegen Reiseveranstalter ITS

ImageHotel Aristoteles im Urlaubsort Ouranoupolis auf der griechischen Halbinsel Athos. Als am 29. Juni 2001 das Knie eines 10-jährigen Jungen im Auffangbecken der Rutsche von einem nicht gesicherten Stutzen angesaugt wird, ist dessen Kopf über Wasser. Er kann um Hilfe rufen. Seine Eltern informieren die Betreiber. Aber die Rutschanlage, ohne Baugenehmigung und ohne Abnahme, wird weder geschlossen noch entschärft.

Drei Tage später, am 1. August 2001, um 14.30 Uhr, kaufen Evelyn und Thomas Wagner ihren drei Söhnen Tagestickets für die Rutschanlage - nicht ahnend, dass die Ansaugrohre der Wasserrutsche keine Abdeckgitter haben. Nicht wissend, dass die Anlage, obwohl sie auf der Hotelanlage steht, überhaupt nicht zum Pauschalangebot der ITS gehört. Philipp Wagner gerät an einen der Ansaugstutzen, sein Kopf kommt dabei unter Wasser. Seine beiden Brüder versuchen ihn mit aller Kraft nach oben zu ziehen. Es gelingt ihnen nicht. Die Pumpe stellt keiner ab. Thomas Wagner versucht lange 40 Minuten verzweifelt, seinen Sohn ins Leben zurückzuholen, ohne Erfolg. Erst danach erscheint ein Arzt. Philipp ist ertrunken.

Es folgen entsetzliche Jahre juristischer Auseinandersetzungen - in Griechenland. Die Beschuldigten werden verurteilt, legen Berufung ein, der Ausgang ist ungewiss.

Am vergangenen Dienstag kommt es zum ersten Gerichtstermin im Raum 231 beim Landgericht Köln (Aktenzeichen: 8O 264/04). Evelyn Wagner klagt gegen den Reiseveranstalter ITS/REWE-Zentralfinanz, sie wirft ihm Verletzung der Sorgfaltspflicht vor. Sie will ein Urteil gegen ITS, mit dem sie weiterleben kann, will Gerechtigkeit.

ImageDer Vorsitzende Richter ist nicht zu beneiden. Denn wie soll er urteilen, wenn er sich einerseits mit einer vor 14 Jahren verkündeten Entscheidung des Bundesgerichtshofs konfrontiert sieht, die die Haftung auf die vom Reiseveranstalter angebotenen und beworbenen Leistungen beschränkt (die Wasserrutsche stand nicht im ITS-Katalog) und ihm andererseits klar ist, dass Familie Wagner überhaupt nicht wissen konnte, dass die Rutsche kein Bestandteil des Pauschalurlaubs ist. Welcher Urlauber soll das begreifen?

Das Dilemma im Raum 231 des Kölner Gerichts steht für ungelöste Fragen, und die eigentliche Tragödie findet nicht nur im hermetisch abgesicherten Gerichtsgebäude statt. Durch die Vorstellungen vom "all inclusive" Urlaub und die Versäumnisse der Partner am Urlaubsort geraten Urlauber und Veranstalter in eine oft verhängnisvolle Falle, die Menschenleben fordert.

ImageIm Gerichtszimmer sitzen auch andere Eltern, die ihre Kinder durch Unfalltod im Urlaub verloren haben. Sie waren bei Meiser und Jauch, bei Frontal 21, erzählen immer und immer wieder ihre traurigen Geschichten und kommen in langen Jahren aufzehrender Prozesse nicht dazu, ihren inneren Frieden zu finden, um trauern zu können. Sie verzweifeln fast daran. Eigentlich geht es ihnen gar nicht um Schmerzensgeld und Schadensersatz und im Grunde ist es unwürdig, ihren Schmerz auf die Feilscherei zu reduzieren. Aber darum geht es in der juristischen Bewertung nicht. Eine Summe von 30.000 Euro steht im Raum.

Erwarten Urlauber, dass der Badestrand vor dem Vertragshotel bewacht und mit Warnhinweisen versehen ist? Sie haben ja nicht nur das Zimmer und das erweiterte Buffet, sondern vor allem Urlaubsfreude, Badespass und selbstverständlich auch die Sicherheit der Anlagen für sich und ihre Kinder mitgebucht - auch in Griechenland.

Auch und vor allem der Reise-Dachverband ist gefordert. Evelyn Wagner hat jetzt einen Brief an den Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverband DRV, geschrieben. "Geben Sie dem Urlauber ein Sicherheitsgefühl und spielen Sie dem Urlauber nicht nur das heile Urlaubsparadies vor. Wenn bekannt ist, dass es an bestimmten Badestränden starke Unterstömungen gibt, hat man die Pflicht, den Reisenden zu warnen".

"It`s so easy und "Alles, aber günstig"? Auf dem ITS-Leuchtplakat am Flughafen, das wir nach diesem bedrückenden Prozess lesen werden, steht: "Wann kommst Du? Morgens um elf in der Ägäis. Wenn man klein ist, entdeckt man die Welt mit großen Augen. Schön, wenn sich das später nicht ändert". Am 17. März 2005 soll das Urteil in Köln verkündet werden.



Montag, 14. Februar 2005
Termin für den Beach Safety Day ist der 15. Juni 2005

Image"Ertrinken ist Schicksal, Ertrinken kann man nicht verhindern, die Opfer sind selber schuld, die Gefahren sind doch jedem Menschen bekannt". Die Fakten sprechen gegen diese weit verbreiteten Einstellungen, weil nach Meinung von Experten vier von fünf Ertrinkungsunfälle im Freizeitbereich verhindert werden könnten. Der Beach Safety Day 2005 will aufrütteln und ist eine europaweite Demonstration für mehr Information über die Gefahren am und im Wasser und gegen Unwissenheit, Ignoranz, Tabuisierung und Verantwortungslosigkeit von Menschen und Organisationen. Der Aktionstag wird auch in diesem Jahr von zahlreichen Aktionen begleitet, über die wir an dieser Stelle so bald wie möglich informieren werden.



Montag, 7. Februar 2005
Das "stille Ertrinken" (silent drowning) von Menschen

ImageFrank Pia aus New York ist seit Jahrzehnten als US-Wasserrettungsexperte, Autor und Wissenschaftler bekannt und hat sich einem Thema verschrieben, das in Deutschland noch weitestgehend unbekannt ist und oft völlig unterschätzt wird: dem Phänomen des "silent drowning" ("stilles Ertrinken"). Seine wichtigsten Botschaften, die der US-Rettungsexperte mit 21-jähriger Erfahrung als Lebensretter am Orchard Beach (Bronx, New York) mit 2000 fast Ertrunkenen pro Jahr gesammelt hat, untermauert er durch beeindruckende Videos und zahlreiche Literatur. Jedes Jahr, so hat Frank Pia herausgefunden, sterben viele Menschen, weil die Anzeichen des Ertrinkens nicht richtig gedeutet werden. Seine drei wichtigsten Thesen zum "stillen Ertrinken": Ein Ertrinkungsopfer kann nicht nach Hilfe rufen, weil es gleichzeitig nach Luft schnappt. Ein Ertrinkungsopfer kann nicht auf sich aufmerksam machen, weil es gleichzeitig gegen das Untergehen kämpft.  Ein Ertrinkungsopfer bewegt sich mit den Armen und schlägt damit auf die Wasseroberfläche - das sieht für andere Menschen am und im Wasser wie ein Spiel im Wasser aus - eine oft verhängnisvolle Fehleinschätzung. Wenn Sie mehr über die Arbeit von Frank Pia wissen wollen: hier gibt es weiter gehende Informationen auf der Website von Frank Pia.



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